Die weiße Aborigine - Susan Peterson - E-Book

Die weiße Aborigine E-Book

Susan Peterson

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Beschreibung

Vor der atemberaubenden Kulisse Australiens muss sich eine Frau ihrer Vergangenheit stellen

In einem uralten Lederbeutel entdeckt Clare einen rosafarbenen Diamanten und eine blutige Kugel, die untrennbar mit der Vergangenheit ihrer Familie verbunden sind. Als sie zu recherchieren beginnt, stößt sie auf die tragische Liebesgeschichte zwischen ihrer Ururgroßmutter und dem Widerstandskämpfer Jandamarra, der ein Aborigine war. Davon fasziniert reist Clare nach Australien, um dem Schicksal der beiden nachzugehen. Gemeinsam mit dem attraktiven Anwalt Yagan macht sie sich im Outback auf die Suche nach ihren Wurzeln. Doch sie hätte nie damit gerechnet, dass diese lebensgefährlich sein würde …

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Seitenzahl: 547

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Buch

Clara kann es nicht glauben: Ihr Ururgroßvater soll ein Aborigine gewesen sein. Eine blutverschmierte Gewehrkugel in einem uralten Lederbeutel bestätigt das Ergebnis des Gentests. Außerdem entdeckt sie darin einen rosafarbenen Stein, der sich als kostbarer Diamant entpuppt. Von Neugier angetrieben, mehr über die Vergangenheit ihrer Familie herauszufinden, reist Clara nach Australien. Dort begibt sie sich zu dem Ort, an dem Jandamarra, ein einheimischer Freiheitskämpfer, und Lore, ihre Ururgroßmutter, sich 1895 kennen und lieben lernten.

Behilflich auf ihrer Spurensuche ist Clara der junge und attraktive Rechtsanwalt Yagan, in dessen Adern ebenfalls Aborigineblut fließt und der sich in der Gegend ziemlich gut auszukennen scheint. Dabei ahnen die beiden jedoch nicht, dass sie in der menschenleeren Einöde des Kimberley-Plateaus bald um ihr Leben kämpfen müssen.

Autorin

Susan Peterson wurde 1955 in Erlangen geboren und lebt in Süddeutschland. Ihre Recherchen über die Kolonisierung Südaustraliens und die dortigen Aborigines inspirierten die Ethnologin zu ihren gefühlvollen, aber auch abenteuerlichen Australien-Romanen.

Von Susan Peterson sind bereits erschienen:

Wenn der Eukalyptus blüht

Die roten Blüten der Sehnsucht

Der Duft der wilden Akazie

Susan Peterson

Die weiße Aborigine

Australien-Saga

1. Auflage

Originalausgabe Februar 2015 bei Blanvalet, einem Unternehmen

der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Copyright © 2015 by Blanvalet Verlag,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München

Umschlagmotiv: www.buerosued.de

Redaktion: Gerhard Seidl, text in form

UE · Herstellung: sam

Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling

ISBN: 978-3-641-14483-8

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»Soll das ein Witz sein?« Im ersten Moment glaubte Clara, sich verhört zu haben. »Das ist völlig unmöglich.«

»Es ist aber so.« Dr. Baumgärtner sah nicht sie an, sondern studierte mit leichtem Kopfschütteln die diversen Ausdrucke vor ihm auf der Tischplatte. Für einen Außenstehenden waren es nichts als willkürlich anmutende, bunte Striche. Ein Code, der nur für Eingeweihte lesbar war. Und ein Code war es tatsächlich: Claras Genom.

Alle Mitarbeiter des Labors Dr. Baumgärtner und Kollegen mussten eine DNA-Probe abgeben, die archiviert und bei Verdacht auf Kontamination durch Fremd-DNA mit der fraglichen Außenprobe abgeglichen wurde. Clara hatte schon gar nicht mehr daran gedacht, dass sie auf der Einverständniserklärung angekreuzt hatte: »Ja, ich möchte über alle Besonderheiten informiert werden.« Es war ihr erst wieder eingefallen, als die Sekretärin, Frau Graf, vorhin gesagt hatte: »Ach, übrigens, der Chef will Sie noch sprechen. Irgendwas mit Ihrer Probe …«

Vor Schreck war ihr beinahe die Pipette aus den Fingern geglitten, mit der sie gerade eine Pufferlösung vorbereitete. Hatte er etwas gefunden? Hätte sie bloß nicht dies verfluchte Kreuz gemacht! Es gab so schrecklich viele Krankheiten. Wollte sie wirklich wissen, ob sie später einmal Parkinson bekommen würde? Oder die Anlage zu Diabetes zwei in ihr lauerte?

Vor Dr. Baumgärtners Tür hatte sie sich zwingen müssen, anzuklopfen. Am liebsten hätte sie kehrtgemacht. Sie könnte ihm immer noch sagen, sie hätte es sich anders überlegt, hatte sie sich Mut gemacht. Andererseits …

»Ah, da sind Sie ja, Frau Berkmann. Bitte, nehmen Sie Platz.«

Clara hatte versucht, in seinem Gesicht zu lesen, während er mit nervtötender Umständlichkeit in den diversen Papierstapeln blätterte. Irgendwie wirkte er nicht beunruhigt. Eher erstaunt.

Sie war auf alles eingestellt gewesen. Nur nicht auf das, was er eben gesagt hatte: »Wussten Sie, dass Sie einen australischen Aborigine in ihrer Ahnenreihe haben?«

Ihr Protest ließ ihn begütigend lächeln. »Ich verstehe, dass es unglaublich klingt. Sehen Sie her.« Er drehte einen der Ausdrucke so um, dass sie direkt auf einen dick mit Filzstift umrandeten Bereich der bunten Striche sah. »Hier: Sie haben eine sehr interessante Sequenz auf dem Abschnitt des Chromosoms 18. So ungewöhnlich, dass ich der Sache nachgegangen bin. Und in der HapMap-Datenbank wurde ich tatsächlich fündig: Diese Abfolge ist so absolut typisch, dass es keinen Irrtum geben kann. Zudem passen auch ihr Rhesusfaktor und die Blutgruppe.« Er interpretierte Claras verständnislosen Blick richtig und fügte hinzu: »Aborigines sind zu nahezu hundert Prozent rhesuspositiv und besitzen zu sechzig bis siebzig Prozent die Blutgruppe 0. Anfang des 20. Jahrhunderts hat man ziemlich viel auf diesem Gebiet geforscht.«

»Irgendwie muss die Probe verunreinigt worden sein.«

Dr. Baumgärtners Lächeln erlosch. Er musterte sie streng. »Das möchte ich jetzt nicht gehört haben, Frau Berkmann. Wenn ich den geringsten Zweifel an dem Ergebnis hätte, hätte ich Sie nicht zu mir gebeten.«

Clara spürte, wie ihre Wangen schlagartig heiß wurden. »Natürlich. Entschuldigen Sie. Es kommt mir nur so absolut verrückt vor. Kann es nicht eine Mutation sein?«

Dr. Baumgärtner schüttelte den Kopf. »Wie sagt Sherlock Holmes so schön? Wenn man das Unmögliche ausschließt, muss das, was übrig bleibt – so unwahrscheinlich es auch erscheinen mag – die Wahrheit sein. Ich vermute eher eine Samenspende. In den Achtzigerjahren haben viele Frauen auf amerikanische Samenbänke zurückgegriffen, die leider nicht immer darauf achteten, ob der Spender auch passte. Sie müssen bedenken, damals begnügte man sich mit der Selbstauskunft. Sprechen Sie mit Ihren Eltern.«

»Das wird nichts bringen. Ich bin meinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten.«

Dr. Baumgärtner überlegte. »Vielleicht über eine Ihrer Großmütter? Im Krieg waren auch ein paar australische Truppen in Europa«, schlug er dann vor. »Sehr viel weiter zurück wird wohl nichts bringen, denn es war ein Mann, der Ihnen diese Sequenz vererbt hat. Sonst hätten wir Hinweise in der mitochondrialen DNA gefunden. Sie wissen ja: Urmutter Eva und ihre Töchter …«

»Abgesehen davon … Können Sie sagen, wie lange es her ist?«, fragte Clara.

»Dass dieser Aborigine seine DNA hinterlassen hat?« Dr. Baumgärtner schürzte die Lippen. »Selbstverständlich würde ich eine solche Schätzung nicht als wissenschaftlich bezeichnen. Nur aus Erfahrung und Gefühl heraus – vermutlich nicht mehr als vier bis fünf Generationen.« Er griff nach seinem Block und begann, in rasender Geschwindigkeit darauf zu kritzeln. »Hier sind Sie: X. Darüber die Elterngeneration X und Y. Darüber die Großelterngeneration – XXYY. Dann die Urgroßeltern – je vier X und Y. Und die Ururgroßeltern – je achtmal X beziehungsweise Y. Macht insgesamt, vorausgesetzt, wir lassen die Elterngeneration außer Acht, vierzehn Y. Vierzehn Männer kommen infrage. Biologisch«, schränkte er penibel ein. »Das müssen jetzt nicht die Namen auf den Heiratsurkunden sein.«

Clara schluckte. Für Dr. Baumgärtner mochte es ja gut und schön sein, bei einer Mitarbeiterin australische Wurzeln entdeckt zu haben. Für sie selbst war es ein Schock. Schock war vielleicht nicht das richtige Wort. Sie fühlte sich wie früher, wenn Onkel Waldemar ihr wieder einmal ein Geschenk mitgebracht hatte, mit dem sie nichts anzufangen wusste. Manches hatte sich im Nachhinein als gar nicht so übel erwiesen.

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