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Texte direkt aus dem Herzen geschrieben - dynamisch und emotional. Ilka Luiken, Friesa Mintken und Jeanne van Deest schreiben im Zwiegespräch mit dem Leben selbst - dem Wind, der Sonne, dem grünen Gras unter den Füßen und den flüsternden Blättern der Bäume. Aus dem Augenblick und immer wieder frisch geboren. Wild und unzensiert. Das, was eben so passiert, wenn die innere Kritikerin Urlaub macht.
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Seitenzahl: 52
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Vorwort
Über Ilka Luiken
Wortdiamanten
Westwind
Wachstumsschmerzen
einundalles
Klang
Abgefarn
Dein Gesang
Gehe deinen Weg
.
Mandela
..
Mobile Man
..
Die eine Rose
Das, was durchscheint, durch das, was erscheint
Perlen – Ein Essay über die Liebe
.
Über Jeanne van Deest
Wir hören das Gras wachsen
Der Nutzen von Erwartungen!
Einfach
.
Der Fluss des Lebens
Der göttliche Funke
Licht
Die nackte Wahrheit
Wortdiamanten
Das Vergissmeinnicht und mehr
Selbstliebe
Draußen
Über Friesa Mintken
Jetzt
Schattenspiegel
Bei Tante Frieda
Entwicklung-Eine Sonnenblume erwacht
Kätzchen-Zeit
Blattgeflüster
Zwiegespräch
Es ist beglückend, was dabei herauskommt, wenn aus dem Herzen geschrieben wird. Wenn der Stift die Kontrolle übernimmt und der innere Kritiker, die innere Kritikerin, sich mal einen wohlverdienten Urlaub gönnen. Da erblicken auf einmal all die Juwelen das Licht der Welt, die bislang unerkannt vor sich hinschlummerten. Da hat auf einmal die nackte Wahrheit eine Chance sich zu zeigen, sich auszudrücken und jubelnd selbst zu feiern. Und sei es im pinken Bademantel. Es ist die innere Freiheit, die – einmal erkannt und aufgeschrieben – sich immer wieder zeigen möchte. Die auf einmal ein wichtiger Teil des Lebens wird und nicht mehr zurück in den Keller möchte.
Wer einmal im nährenden und erfrischenden Regen der kreativen, künstlerischen Muße gestanden hat, zieht sich vielleicht anschließend einen Bademantel über, aber eben einen in pink! Pink, wie die pure Freude am Leben.
Dieses Buch ist ganz allmählich – fast wie von selbst – entstanden. Zuerst war da eine Schreibgruppe, die gar nicht mehr aufhören wollte zu schreiben. Weil es so schön war. Weil so überraschende Gedanken aufs Papier purzelten über die alle so herrlich lachen konnten, oder ergriffen waren, oder auch mal ein Aufwallen des Augenwassers spürten.
Es war einfach alles erlaubt – und gut – und richtig. Denn die innere Kritikerin weilte ja im Urlaub und die der anderen auch! Und so floss ein ungebremster Strom der vereinten Lebensweisheiten durch den Seminarraum Einklang und seinen Garten – denn geschrieben wurde auch draußen. Gedanken tauchten auf und entwickelten plötzlich wie von selbst ein eigenes Leben.
Es ist ein wenig wie Magie und wird immer wieder aufs Neue im Augenblick frisch geboren. Wild und unzensiert. Im Zwiegespräch mit dem Leben selbst – dem Wind, der Sonne, dem grünen Gras unter den Füßen und den flüsternden Blättern an den Bäumen. Schmetterlinge, Insekten, Vögel und Eichhörnchen schauten vorbei, wenn die Gruppe im Garten schrieb und alles aufnahm, was sich zeigte und fühlen ließ.
Und plötzlich war er da - der Wunsch, dies in gesammelter Form vorzulegen. Damit die schimmernden Edelsteine funkelnd in die Welt entlassen werden können. Damit sich andere SchreiberInnen und LeserInnen daran erfreuen können. Und sich vielleicht bestärkt sehen, auch selbst mal wieder zu Stift und Papier zu greifen und einfach loszulegen. Zu schauen, was gerade dran ist. Der Überraschung weit die Türen zu öffnen und nicht an der Schwelle stehen zu bleiben. Einzutauchen immer wieder, immer wieder.
Einige Themen sind doppelt im Buch. Das sind dann die unterschiedlichen Interpretationen der Themen, die in der Schreibgruppe vorgegeben wurden. Spannend ist es immer wieder zu sehen, zu hören, zu lesen, wie unterschiedliche Texte ein und dasselbe Wort auslösen kann. So individuell, wie die Schreiberinnen und das Leben!
Dies Buch ist auch der Grund, weshalb es den Einklang Verlag überhaupt gibt. Schon oft wurde ich gefragt, ob ich mir nicht ein fertiges Manuskript durchlesen wollte und ob ich eventuell bei der Suche nach einem Verlag behilflich sein könnte. Gelesen habe ich meistens, verlegt bislang nie.
Aber jetzt ist es Zeit auch das zu tun. Auch getragen von der Freude der Gruppe, von der einige auch entschieden, ihre Werke sehr persönlich zu belassen. Aber für Ilka Luiken, Friesa Mintken und Jeanne van Deest stand fest: wir machen da ein Buch draus! Und so ist es eins geworden. Ein vielseitiges Buch. Mit verschiedenen Stilmitteln, unterschiedlichen Genres – aber alles aus dem Moment geboren.
Ich wünsche viel Freude beim Lesen und Träumen.
Herzlichst,
Theresia Maria de Jong
Ilka Luiken, geboren 1965, dörflich aufgewachsen in einer Großfamilie.
Studierte Sonderpädagogik und Kunst sowie Germanistik.
Arbeitet derzeit als Förderschullehrerin.
Lebt nach über 20 Jahren in der Stadt Oldenburg vorerst wieder ländlich und entdeckt die Vorzüge eines (fast) verwilderten Gartens.
Trommelt, singt, pfeift, malt, tanzt - und schreibt gern.
Mit meiner Herzsprache
forme ich Silben
aus stillem Raum
Kristallische Ruhe
weht über dem wilden
Ozean
meines Lebens
Urlaute der Liebe
geschliffen
von den Händen
der Ewigkeit
Klären
die Zweifel
Befrieden
lärmende Verzerrungen
Lichten
die Trauerschatten
Mein Körper
Heilige Stätte
des Loslassens
Meine Seele
Stimme im friedlichen Chor
innerer Freiheit
Es gibt Steine, und es gibt Wind. Es gibt diese harten Brocken und diese unsichtbaren Gestalten.
Sie huschen durch mein Leben. Tanzen hinter meinem Rücken. Winken mir aus Bäumen zu. Sitzen in den Grasblüten und tuscheln belustigt über mich. Zünden Perlen an und leuchten mir den Weg. In manchen Träumen. In dunklen Tagen. Meistens kann ich sie nicht sehen. Doch manchmal, wenn ich am Abend meine Nase in den Westwind stecke, kommen sie geflogen.
Mit ihren goldroten Samttüchern streicheln sie mein Gesicht. Spielen mit meinem Haar. Kitzeln mich am Hals. Hauchen ihr Lied vom Ende eines erfüllten Tages in mein Herz. Begrüßen den Abend und eine lange Nacht. Schenken mir dunkles Blau, in das ich meine Tränen hinein fallen lassen kann.
Damit ich loslasse, wieder nach Hause zurückkehren kann. Ins große Meer. Immer an den Abenden, wenn ich mich dem Westwind hingebe.
Wachsen kann schmerzen, aber bevor du nach schnellen Lösungen greifst, solltest du dich an einen ruhigen Ort begeben. Einen See, Wald, Bachlauf, einen Baum in einem Stadtpark, einen unbelebten Spielplatz. Wenn du noch nie einen solchen Ort entdeckt hast, dann gehe los und finde ihn.
Bitte den Ort darum, dich zu beschützen und dir zu helfen.
Vergiss nicht, eine Kleinigkeit mitzunehmen, die du dort lässt. Ein bisschen Zucker, eine Hand voll Mehl, ein wenig Tabak oder was dir sonst einfällt; denn der Ort, an dem du dich heilen willst, verdient deine Wertschätzung.
