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Dieses Buch ist eine fantasievolle Rundreise zu Schottlands mystischen Wurzeln. Jede der zwölf Kurzgeschichten greift ein schottisches Märchen, eine Sage oder Legende auf, erzählt sie nach, neu oder weiter. Sie sind verwoben mit persönlichen Erlebnissen an den jeweiligen Schauplätzen. Dazu gespickt mit Schilderungen und Fotos der magischen Landschaft des Nordens. Kulturelle Eigenheiten werden in die Erzählungen miteinbezogen und Reiseempfehlungen eingestreut. Auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Für Leser bis 10 Jahre wird allerdings empfohlen, das Buch zusammen mit einem Erwachsenen zu lesen. Mit Bonusmaterial auf www.les-sanday.ch
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Seitenzahl: 117
Veröffentlichungsjahr: 2019
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„Brownies, Feen, Selkies, Riesen und andere magische Wesen erwarten euch…“Les Sanday
Einstimmung
Hamishs Beistand
Das Binsenmädchen
Der Feenbaum
Bis zum Meer
Ich weiß, was du letzte Nacht getan hast…
Unter Wasser
Das Wunder von Barra
Kinderlachen auf Amhuinnsuidhe Castle
Zauber in altehrwürdigen Bäumen
Brownies und Wichteleien
Aus den Steinen lesen
Das mystische Volk der Finns
Dankeschön
Dies ist der Beginn einer fantasievollen Rundreise zu Schottlands mystischen Wurzeln. Jede der zwölf Kurzgeschichten greift ein schottisches Märchen, eine Sage oder Legende auf, erzählt sie nach, neu oder weiter. Sie sind verwoben mit persönlichen Erlebnissen an den jeweiligen Schauplätzen. Dazu gespickt mit Schilderungen der magischen Landschaft des Nordens. Kulturelle Eigenheiten werden in die Erzählungen miteinbezogen und Reiseempfehlungen eingestreut. Wer danach Lust hat, Schottland real zu bereisen, der darf gerne die Karte im Buch als Anhaltspunkt verwenden.
Mein Hinweis für Leser bis 10 Jahre: Märchen können Grausames erzählen, wie beim Wolf und den sieben Geißlein. Deshalb empfehle ich, sie zusammen mit einem Erwachsenen zu lesen.
Und jetzt, viel Freude beim Kennenlernen der zauberhaften Wesen, die dieses Buch bevölkern!
Kartenlegende Rundreise (auf der nächsten Seite):
Edinburgh: Hamishs Beistand
Stonehaven: Das Binsenmädchen
Fort Augustus, Loch Ness: Der Feenbaum
Highlands: Bis zum Meer
Drumnadrochit, Loch Ness: Ich weiß, was du letzte Nacht getan hast…
Ardnamurchan Lighthouse: Unter Wasser
Barra, Äußere Hebriden: Das Wunder von Barra
Harris, Äußere Hebriden: Kinderlachen auf Amhuinnsuidhe Castle
Gairloch: Zauber in altehrwürdigen Bäumen
Embo: Brownies und Wichteleien
Rousay, Orkney: Aus den Steinen lesen
Bigton, Shetland: Das mystische Volk der Finns
S chnee liegt auf den Dächern von Edinburgh und von der See her wirbelt Meeresluft durch die Hauptstadt Schottlands. Touristen und Einheimische eilen durch die geschichtsträchtigen Gassen und Straßen, ohne ihren Beobachter zu bemerken. Einige sind auf der Suche nach Mitbringsel für ihre Lieben und weniger lieben Bekannten sowie Verwandten. Andere auf dem Weg zur Arbeit.
Ganz oben in der schmucken Dachwohnung eines der steinernen Wohn- und Geschäftshäuser im belebten Haymarket, ist jemand zuhause, der ebenfalls keine Notiz vom Späher nimmt. Sie ist gerade viel zu beschäftigt, um einen Blick auf den diskreten Besucher am Fenster zu erhaschen. Er ist stets darauf bedacht, sich nicht direkt ins Leben derjenigen einzumischen, die er pflichtbewusst betreut.
Mit Leichtigkeit von einem Dach zum nächsten flatternd, hält er es ein wenig wie die Möwen. So hat er darunter den einen oder anderen Freund gewonnen, trotz seiner Größe, die einem Seeadler gleichkommt. Die Tiere sehen ihn auf seinen Schwingen durch die Lüfte segeln, im Gegensatz zu den achtlosen Menschen. „Na, Hamish, schon wieder im Haymarket unterwegs?“ „Aye my dear, Shona braucht meine Aufmerksamkeit im Winter besonders!“
Wenn ihn seine Schützlinge nicht beschäftigen, sitzt der gutmütige Engel Hamish am liebsten auf den Zinnen des Edinburgh Castle und lässt seinen Blick über die Stadt schweifen. An ruhigen Tagen erlaubt er sich einen mehrstündigen Ausflug in eines der beschaulichen Dörfer an der Küste. Das Meer mit seinem Farbenspiel fasziniert ihn stets aufs Neue. Denn es erinnert ihn an die Wolkenfelder im Himmel.
Shona arbeitet jeweils hart bis spät abends und schafft es kaum ihre gemütlich eingerichtete Wohnung unter dem Dach zu genießen. Geschweige denn, die Aussicht von ihrer Dachterrasse aus. Als Übersetzerin und Deutschlehrerin verdient sie sich ihr Shortbread und die Miete. Zeit für die Liebe fehlt ihr dabei. Ohne Partner, Freunde oder Familie lebt sie fern von der Heimat in der Stadt ihrer Träume.
Hamish dreht gerade eine Runde über der Princes Street und beobachtet die unter ihm vorbeieilenden Menschen. Wie oft in seinem Engelsleben, fragt er sich, weshalb die Menschheit so in a hurry ist. Vorzugsweise in den Ferien, wenn Erholung und Freude auf dem Programm stehen sollten. Souvenirs werden lieb- und gedankenlos im Akkord gekauft, weil das gegenseitige Beschenken heutzutage eine Verpflichtung zu sein scheint.
Für Shona ist der Winter im Grunde wie jede andere Jahreszeit und doch… Zwar entfällt bei ihr der Souvenir und Sightseeing Marathon, dafür fehlt ihr die Nähe zu einem geliebten Menschen. Die Nacht bricht jeweils schnell herein und sie erhellt ihr Wohnzimmer mit Kerzenschein. Dann, wenn sie die Übersetzungsarbeiten ruhen lässt, gesellt sich die behäbige Katze Dundee zu ihr.
Die Aufgaben der Schutzengelchen auf Erden sind in einem dicken Betriebshandbuch vom Himmel klar definiert. Dazu wird jedem von ihnen eine persönliche Liste der Schützlinge mitgegeben. Bei der Schutz und Rettung aktiv zu sein, ist für jedes von ihnen ein Privileg. Man wird von oben für diesen Auftrag ausgewählt und -gebildet. Eine Art Sozialhelfer mit erlesenen Fähigkeiten für alle Lebenslagen.
Die rothaarige Shona steht auf Hamishs Liste und wird von ihm aufmerksam und unbemerkt auf ihren Wegen begleitet. Gerade im Winter sorgt er sich um sie, denn so alleine sollte niemand in der dunklen Jahreszeit sein. Deshalb heckt er in diesem Jahr einen Plan aus. Sie soll die Familienwerte erleben und genießen dürfen. Leider sind ihre Verwandten allesamt verstorben oder in weiter Ferne beheimatet. Ein Freund muss also her!
Die Royal Mile hinauf geflogen mit seinem weißen Gefieder und sich zu seinen Möwenfreunden gesellt. Von dort oben müsste sich doch ein Vertrauter für Shona entdecken lassen? Jemand Einheimisches müsste es schon sein, humorvoll und vertrauenswürdig. Für Shona ist ihm nur das Beste gut genug. Aus seinen Beobachtungen weiß Hamish, wer zu Shona passen würde und so richtet er sein Beuteschema entsprechend aus.
Shona träumt in dieser Nacht von einem rosa Kaninchen, während Dundee wohlig neben ihren Füßen eingerollt schnurrt. Das Kaninchen hoppelt auf den Klippen vor ihr her und will ihr den Weg weisen, nur wohin? Sie folgt ihm neugierig und eiligen Schrittes. Es schlägt Haken, bleibt allerdings immer in Shonas Sichtweite und scheint sie zu necken. Ob das Tierchen sie zu einem verborgenen Schatz führen will? Ganz wie ein irischer Kobold.
Engel schlafen nicht, aber sie ruhen sich nachts zuweilen ein wenig aus von ihren guten Taten. Hamish sucht sich jeweils ein warmes Plätzchen, um seine Flügel um sich zu schlingen und die Augen zu schließen. Diesmal nächtigt er in den Dachkammern der Scotch Malt Whisky Society an der 28 Queen Street. Traumlos erinnert er sich an seine Lehrjahre bei Calum, einem Meisterengel ersten Grades. Seine Ratschläge begleiten Hamish zuverlässig.
Ein neuer Tag bricht an, in den verwinkelten Gassen von Edinburgh und Shona hastet mit wehendem Mantel zum Unterricht. Sie ist partout keine Frühaufsteherin, deshalb sind ihr die Morgenlektionen an der Scots German School zuwider. Nicht, dass sie dies ihre Schüler merken ließe, denn ohne den starken Cream Tea to go auf dem Weg, wäre sie nur halb so gut gelaunt. Heute steht zum Glück ein halbstündiger Zwischentest auf dem Programm, was Shona Zeit zum Weiterträumen gibt.
Der Schutzengel Hamish hingegen, ist schon mit der Sonne aufgestanden und absolviert seine Tour. Immer mit einem Gedanken auf der Suche nach einem potenziellen Freund für seinen Lieblingsschützling. Der freundliche Bäcker um die Ecke etwa? Nein, zu spezielle Arbeitszeiten. Wie wäre es mit der stets lächelnden Kiltverkäuferin auf der Royal Mile? Hmm, sie hat schon viele Bekanntschaften. Aber Ian, der Gärtner im botanischen Garten, wäre ein Kandidat!
Aye, Ian stammt von Orkney. Seine Eltern sind vor zehn Jahren bei einem Bootsunglück verstorben und Geschwister besitzt er keine. Die verbleibenden Verwandten leben auf den nordischen Inseln und man sieht sich kaum. So blickt er einem einsamen Weihnachtsfest in der schottischen Hauptstadt entgegen. Zwar feiern die Schotten Weihnachten eh nur den Kindern zuliebe, trotzdem bleibt es ein Familienfest.
Sonntags ruht die Arbeit meist bei Shona und aus einer Laune heraus, entscheidet sie sich heute für einen Besuch im botanischen Garten. Dort war sie schon ein Weilchen nicht mehr, obwohl sie sich zwischen den Pflanzen stets wohlgefühlt hat. Unter den Palmen lassen sich die anstrengenden Arbeitstage prima vergessen. Huch, da liegt doch etwas Glänzendes unter dem Rhododendronbusch? Shona nähert sich neugierig und hebt ein goldenes Collier auf.
Auf seinem Kontrollrundgang stößt Ian auf eine ihm unbekannte Frau, die fassungslos auf einen Gegenstand in ihren Händen blickt. Mit einem lockeren Spruch ergreift er das Wort. Ertappt dreht sich Shona um. „Ich habe da was gefunden“, stammelt sie. Ian blickt genauer hin und erkennt das wertvolle Schmuckstück. Dieses Collier hat er kürzlich am Hals von Lady Mac Duggal bewundert. Der Verschluss muss sich geöffnet haben...
Hamish hält den Atem an. Eine neue Wendung, die sein Plan da nimmt. Ihm ist klar, dass sich hier zwei Lebenslinien kreuzen, und beschließt, dem Schicksal seinen Lauf zu lassen. In der Winterzeit gibt es kaum Besucher im Royal Botanic Garden. Deshalb sind Shona und Ian allein mit ihrem Fundstück. Wir müssen das Collier der Polizei übergeben, werden sie sich rasch einig. Da Ian seinen Arbeitsplatz jetzt nicht verlassen kann, übernimmt Shona diesen Weg.
Sein Chef sticht gerade um die Ecke und Ian kann Shona gerade noch seine Visitenkarte zustecken, bevor er angeherrscht wird. Shona stapft in ihren Fellboots davon. Auf der Polizeistation berichtet sie Inspektor Warren von ihrem Fund im Gebüsch. Sie lässt nicht aus, dass eventuell Lady Mac Duggal die Besitzerin sein könnte. Grimmig nimmt Inspektor Warren den Schmuck entgegen und Shonas Aussage auf. Ihm ist es ein Rätsel, wie unvorsichtig die Reichen mit ihren Wertsachen umgehen.
Drei Tage später klingelt Shonas Telefon. Inspektor Warren ist am Apparat. Lady Mac Duggal werde vermisst und deshalb soll Shona ihm den genauen Fundort zeigen. Sie treffen sich vor dem Haupteingang des botanischen Gartens. Shona hat Ian über die Entwicklungen orientiert und er stößt zu ihnen. Beim Busch angelangt, dokumentiert der Polizeiinspektor jeden geknickten Grashalm und kriecht auf allen vieren ins Gebüsch.
Hamish schwant im Hintergrund Übles, als der Inspektor kreidebleich wieder auftaucht. Lady Mac Duggal liegt erstarrt unter den Rhododendronzweigen. Shona und Ian tragen die Neuigkeit mit erstaunlicher Fassung und reichen sich die Hände. Warren schüttelt sich und ruft im Revier an. Danach wimmelt es innert Minuten von Polizisten. Shona und Ian werden weggeführt und getrennt vernommen. Danach mit der Bitte, das Land nicht zu verlassen, in die Freiheit entlassen.
Shona lädt Ian auf einen beruhigenden Whisky in ihre Wohnung ein. Hamish nimmt dies mit Freude aus der Ferne zur Kenntnis. Vier Drams und zwei Lebensgeschichten später, klingelt Shonas Telefon erneut. Inspektor Warrens Untersuchung hat Grauenhaftes zutage gebracht. Lady Mac Duggals Gatte hat den Mord an ihr gestanden. Er lauerte ihr aus Eifersucht im Park auf, wo sie sich jeweils mit ihrem Geliebten zum Spaziergang traf. Mit dem eigenen Collier erdrosselt!
Unter dem Dach sind die beiden neuen Freunde schockiert und erleichtert zugleich. Die üble Geschichte hat ein Ende und sie jemanden Verbundenen gefunden. Spät nachts bietet Shona Ian ihr geblümtes Vintage-Sofa zum Übernachten an. Der Beginn einer langen Freundschaft! Hamish zieht sich zufrieden zurück, sein Auftrag ist ausgeführt. Kurze Zeit später feiern Ian, Shona und Dundee glücklich vereint das Weihnachtsfest vor Shonas behaglichem Kamin und wünschen sich: „A blithe Yule!“
An Hogmanay, wir nennen ihn Silvester, dem traditionsgemäß wichtigeren und älteren schottischen Feiertag, ist Shona unterwegs zu Ians Zuhause im angesagten Hafenviertel Leith. Sie hat eine Flasche Whisky und ein Stück Kohle aus ihrem Kamin dabei. Die Tradition des First-foot soll rechtmäßig betrieben werden, denkt sie schmunzelnd. Es wird ein gemütlicher Abend unter Freunden fürs Leben und Hamish gönnt sich eine Auszeit am Meer. Drei Jahre später ist Ian Trauzeuge an Shonas Tying the knot, einer landestypischen Trauzeremonie. Im Folgejahr wohnt sie seiner Eintragung der Partnerschaft bei. Neue Familienbande wurden geschmiedet, wie Hamish und das Schicksal es vorgesehen hatten.
H abt ihr schon vom Binsenmädchen gehört? Nun, vermutlich kennt ihr die Redewendung in die Binsen gehen oder die Binsenweisheit. In dieser Geschichte erzähle ich euch jedoch von einer mutigen Prinzessin, die, dank dem kleinen Volk, ihr Glück in den Binsen gefunden hat. Nicht nur die Kinder an der Ostküste Schottlands wissen, was sich damals, vor langer, langer Zeit auf Dunnottar Castle zugetragen hat. Heute steht an der Stelle nur noch eine verlotterte Ruine, aber was für eine!
In der Zeit, als das Elfenvolk noch öfters freiwillig in den Schlössern und Herrenhäusern zu Diensten war, lebte auf Dunnottar Castle ein König mit einer ansehnlichen Tochter. Die Gutherzige war der einzige Schatz seines bescheidenen Königreichs. Durchtrieben und habgierig wie der König war, beschloss er eines Tages, sie ungefragt mit dem wohlhabendsten Kaufmann seines Reiches zu verheiraten. Der war allerdings gar nicht nach dem Geschmack der lieben Tochter.
William, der reiche Kaufmann aus dem idyllischen Hafenstädtchen Stonehaven, war bekannt für seinen übermäßigen Stolz. Man erzählte sich nichts Gutes über ihn. Er war grausam zu seinen Bediensteten und misshandelte die Tiere in seiner Obhut. Deshalb war der Königstochter nicht wohl beim Gedanken an diesen Bräutigam. Sowieso hatte die Kluge für sich entschieden, nur aus Liebe zu heiraten und keineswegs des Geldes wegen!
Der König würde dies nicht verstehen. So sagte sie ihrem Vater lediglich: „Diesen Mann werde ich niemals heiraten, Vater!“ „Was denkst du dir, Tochter? Ich bin der König und dein Vater, du wirst tun, was ich dir sage!“, lautete die zornige Entgegnung. Etwas versöhnlicher meinte er kurz darauf, sie solle morgen nochmals kommen und ihm dann eine andere Antwort geben. Die Prinzessin war verzweifelt. Vielleicht wusste die Hühnerfrau Rat. Die weise Alte, die das Geflügel hütete, wusste stets einen Ausweg.
Sie enttäuschte die Prinzessin nicht. Eine Braut hatte damals Anrecht auf drei Geschenke ihres Zukünftigen. Die Hühnerfrau, listig wie sie war, schlug vor, um etwas zu bitten, das der Kaufmann ihr unmöglich besorgen konnte. Dann hätte sie einen Grund, die Ehe auszuschlagen. Das Mädchen dachte einen Moment scharf nach. Sie würde sich ein goldenes Kleid erbitten, das konnte der Bräutigam auf keinen Fall auftreiben.
Am folgenden Morgen stand die Prinzessin, wie befohlen, vor ihrem Vater, dem König. Sie bestand vehement darauf, wenn der Mann sie heiraten wolle, dann müsse er ihr ein Gewand aus Gold beschaffen. Der König war verblüfft und besorgt, denn auch er glaubte, dies sei unmöglich. Trotzdem konnte er seiner Tochter diesen Wunsch nicht abschlagen. Deswegen begab er sich mit der Bitte zum Kaufmann.
