Disco und dann zu Siebt - Sima Jacu - E-Book

Disco und dann zu Siebt E-Book

Sima JaCu

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Beschreibung

Nadine, die alle Nini nennen, ist noch jung, aber schon so beschäftigt, das sie kaum richtig lebt. Als sie nach sieben Monaten endlich mal frei hat, überreden sie ihre Freundinnen, mal in eine Disco zu gehen. Doch was ihr danach blüht, ist echt. Ab jetzt heißt es Lesen.

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Seitenzahl: 61

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Disco und dann zu Siebt

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Diese Geschichte ist von Sima Jacu

Disco, und dann zu Siebt

Nadine, die alle Nini nennen, ist noch Jung, aber schon so Beschäftigt, das sie kaum richtig lebt. Als sie nach sieben Monaten, endlich mal frei hat, überreden sie ihre Freundinnen, mal in eine Disco zu gehen. Doch was ihr danach blüht ist, echt. Ab jetzt heißt es Lesen.

Kap 1

Hatten wir was?

Endlich mal zwei Tage frei!

Eigentlich sollte ich zu meiner Mutter fahren, denn sie könnte sicher auf dem Hof Hilfe gebrauchen. Aber für zwei Tage vierhundert Kilometer fahren? Nein!

Ich brauchte auch mal Ruhe, auch wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte. Seit mein Vater uns vor drei Jahren sang und klanglos einfach sitzengelassen hatte, betrieb meine Mutter den großen Hof ganz alleine. Sooft ich konnte kam ich ihr zu Hilfe, aber zur Zeit war ich ja selber nur noch am arbeiten.

Die Firma, für die ich seit meinem Abschluss tätig war, hatte ein großes Projekt an Land gezogen, das sehr aufwendig war. Wir hatten momentan fünfzehn Baustellen. Jeweils einer von uns überwachte den Bau eines Hochhauses. Ich war folglich alleine für eine Baustelle verantwortlich, die erste, die ich betreute. Und hier in der Männerwelt war es für mich nicht leicht, aber ich hatte mich durchgebissen.

Deswegen war ich jetzt so froh über die zwei Tage, die ich jetzt so richtig genießen würde. Als Erstes hatte ich mir nach der Arbeit ein richtig langes Bad gegönnt und war früh zu Bett gegangen. Dann hatte ich bis um zehn geschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück meinen so vernachlässigten Haushalt gemacht und war anschließend einkaufen gegangen.

Später am Nachmittag, ich hatte es mir gerade mit einem Buch auf der Couch bequem gemacht, das ich mir schon vor längerer Zeit gekauft hatte und noch nie geschafft hatte zu lesen, rief meine Freundin Tascha an. Sie fragte, ob ich mit in einen Club kam, der neu eröffnet hatte. Sie schwärmte in den höchsten Tönen vom "Dark" und meinte, ich müsse unbedingt mitkommen, da der gerade total angesagt war und man da unbedingt hin müsse.

Auch wenn ich nicht so richtige Lust hatte, stimmte ich zu. Irgendwie war ich es ihr schuldig, denn ich war bestimmt schon ein Jahr nicht mehr mit ihr weg gewesen, weil mich meine Arbeit so vereinnahmt hatte. Also sagte ich für diesen Abend zu, was bedeutete, dass ich mich intensiver mit dem Inhalt meines Schrankes auseinandersetzte, um zu sehen, was dieser Tolles hergab. Ich war in meiner Freizeit eigentlich der Jeans und T-Shirt Typ, doch das konnte ich mir wohl für heute abschminken. Tascha würde mir etwas anderes erzählen!

Rock oder Kleid, das war die Frage.

Um 22 Uhr kamen Tascha, Nicky, Jessy und Thom. Ich hatte mit ihnen die Uni besucht und Thom, der eigentlich Thomas hieß, war mein bester Freund und wie immer der einzige Mann in der Weiberrunde. Viele dachten er sei schwul und nur immer mit uns zusammen, um schneller Aufmerksamkeit zu erregen und auch jemand abzubekommen, aber Thom stand auf Frauen. Für uns beide war das aber nie ein Problem, wir waren von Anfang an nur Freunde und hatten auch nie versucht, es mehr werden zu lassen.

Wie jedes Mal, wenn Tascha da war, verwarf sie meine Kleiderwahl.

Sie suchte mir dann immer etwas gewagteres raus und meinte: „Du musst auch mal Leben.“

„Hier, zieh das Kleid an, was wir bei unserer letzten Shoppingtour gekauft haben“, sagte sie mit resolutem Tonfall.

Das war nicht ihr Ernst?! Das Kleid hatte einen tiefen Rückenausschnitt bis fast zu meinem Po und war in einem schimmernden Silberblau gehalten. Bücken war darin untersagt, da es echt kurz war. Ich hatte mich damals sofort darin verliebt, auch wenn ich wusste, dass ich wohl kaum Möglichkeit haben würde es zu tragen, beziehungsweise den Mut aufbringen würde.

Damit war Tascha´s Styling noch lange nicht beendet. Ehe ich mich versah, drückte sie mich auf den Rand meiner Badewanne und korrigierte mein eher schlichtes Make-Up. Sie verpasste mir Smokey-Eyes, so dass das grünblau meiner Augen regelrecht strahlte. Meine Lippen, die schon von Natur aus mit einem sehr kräftigen Rosa, die schon ans leicht Pinke grenzten gesegnet waren und brachte sie lediglich mit einem Lipgloss zum schimmern. Sie rief dann Nicky zu sich, die sich um meine Haare kümmern sollte. Während ich immer stundenlang brauchte, um meine blonden Haare halbwegs in Form zu bringen, zauberte Nicky mir in Minutenschnelle eine absolut natürlich wirkende Lockenmähne. Ich fand es immer wieder faszinierend, was Nicky so alles in ihrer Handtasche mit sich führte. Sie überließ wirklich nichts dem Zufall.

Bevor wir losmarschierten, schlüpfte ich noch in ein Paar zu dem Kleid passenden High Heels und verstaute das Nötigste in meiner Clutch.

Ich erinnerte mich noch daran, wie wir ankamen und das der Club groß war und gute Musik gespielt wurde. Auch an die ersten Tequila erinnerte ich mich noch, doch dann nur noch dunkel daran, dass eine Frau, die sich im Club zu uns gesellte, noch Margarita bestellte.

Von da an war das Licht aus.

Oh Gott, mein Kopf platzt, war mein erster Gedanke am Morgen.Gut, dass ich erst morgen wieder arbeiten muss.

Was hatte wir bitte alles gesoffen? Und verdammt stank ich!

Duschen, dachte ich nur so und schleppte mich in mein Bad. Na toll, ein Panda war niedlich, aber das im Spiegel war alles, nur nicht niedlich.

Nach einer Dusche, die gefühlt zwei Stunden dauerte und zwei Aspirin gegen die Kopfweh, würgte ich etwas Brühe runter wegen der Mineralien. Mehr war unmöglich, mir war mehr als schlecht. Was hatte ich nur gemacht? Na ja, ich beschloss den Tag im Bett zu verbringen und hoffte darauf, dass ich nicht kotzen musste.

Am Nachmittag ging es mir schon etwas besser. Ich hatte noch ein wenig geschlafen, die Kopfschmerzen und das Übelkeitsgefühl waren fast verschwunden und ich konnte eine Banane essen. Trotzdem verbrachte ich den Rest des Tages immer noch ein wenig leidend im Wohnzimmer auf der Couch vor dem laufenden Fernseher, ohne jedoch wirklich etwas von dem Programm mitzubekommen.

Der Abend kam und Tascha rief an. Auch sie konnte sich kaum an etwas erinnern, aber das ich mit Thom fast eine Stunde verschwunden war, daran erinnerte sie sich gut.

Aber wohin und was hatten wir getan?

Egal was es war, ich hoffte er konnte es mir sagen. Doch als ich ihn anrief sagte er, dass er keine Ahnung hätte was passiert sei, aber ich mich beruhigen solle, er hätte keine Kondome dabei gehabt, das hieß wir hatten keinen Sex. Meinte er zumindest.

Oh Gott und wenn doch?dachte ich. Was hieße das für unsere Freundschaft? Außerdem nahm ich nicht die Pille, immerhin war meine letzte Beziehung solange her, dass ich da noch eine Zahnspange trug!

Nun war die Frage, ob ich auf Nummer sicher gehen und mir die Pille danach besorgen oder einfach abwarten sollte. Eigentlich war ich nicht der Typ Frau, die jeden in ihr Bett ließ, aber wenn ich richtig dachte, waren wir ja nicht mal so weit gekommen.

Aber mit Thom? Ich glaubte das nicht, denn immerhin, wenn zwischen uns was Laufen hätte können, dann wäre es das schon früher dazu gekommen. Oder?

Immerhin hatten wir auch oft nebeneinander geschlafen und nie war etwas passiert, also verwarf ich diesen Gedanken ganz schnell wieder. Was die anderen wohl dachten? Sicher hatten wir uns nur irgendwo, wo es leiser war unterhalten und die Zeit vergessen, wie so oft.

Kap 2

Arbeit

Am nächsten Morgen war der Abend in der Disco verdrängt in die Untiefen meines Kopfes und auf nie geschehen eingeprägt.

Der Arbeitstag war wie immer hart, zusätzlich bekam ich von dem Polier, einen Anschiss, weil ich nicht an mein Telefon gegangen bin. Er hätte mich hundertmal angerufen, auf der Baustelle war ein Rohr geplatzt und er musste, weil ich nicht da war, eine Trocknungs-Firma anrufen. Och her je der Arme,