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DOCH 'N GEDICHT ist eine lose Sammlung durch ihren Wortwitz meist überraschender, teils aber auch tiefgründiger Reime und Gedichte und einer Kurzgeschichte für das limbische System, die mindestens zweimal gelesen werden möchte.
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Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2014
Flussschiffahrt
Zersprochen
Fleischeslust
Wissenschaft und Phantasie
Leerreich
Das Wollknäuel
Nichtssagend
Veränderung
Wolllust
Müßiggang
Ratio
Schneekristall
Zoster
Der Zaubertrick
Verdacht
Teufelsglocken
Re-Flexion
Insomnia (REMis
)
Origami
Wehr-Mut
Wasabett
Der Elfen Bein
Made in Germany
Geh! Punkt
.
Froschkönigin
Bauernregel
Voyeurist
Missglückt
Heinz
Die Zeit
Urinalzahl
Konjugation Irrealis
Erfolgs-Los
Vogelfrei
Narzisst
Erkenntnis
Mein letzter Wille
Sommernachtstraum
Prädikat: begehrenswert
Zeit-Los
Sternenkind
Sandburg
Alliteration
Millionen Emotionen
Nightshift
Vögelgrippe
Erziehungswesen
Die Meise
Schlangengrube
Stuhl. Gang
Hehre Ziele
Nein!
Calvin
Prinzess of the Night
Arbeitslos doch mit Genuss
schifft’ ich einst von ’ner Brücke.
Unter mir da floss ein Fluss
durch des Berges Lücke.
Lang lag er in seinem Bett,
durft’ winden sich und biegen.
Ach – dacht’ ich – wär’ das nicht nett,
auch so ’nen Job zu kriegen!
Doch ganz plötzlich wurd’ mir klar,
dass er nicht zu beneiden war,
denn da hatte ich begriffen:
Flüsse müssen laufend schiffen!
Der Förster treibt am rauschend’ Bach
’nen Keil in eine Spalte.
Fällt er den Baum, dann gibt es Krach
im frühherbstlichen Walde.
Doch wenn statt dess’ ’ne Bache rauscht,
wird ihre Spalt’ schnell geiler.
Die Worte sind nun ausgetauscht
und treiben tut’s der Keiler!
So lernen wir: die deutsche Sprach’
ist tückenreich und wendig!
Heut’ liegen viele Werte brach,
macht sie wieder lebendig!
Wir töteten ein Meisterwerk.
Was haben wir verbrochen?
Dereinst war sie des Dichters Stärk’,
doch heut’ ist sie zersprochen!
Auf ’ner Legehühnerfarm
sprach die Henne zu dem Hahn:
gib gut Acht mein wilder Stier,
keine Ruhe gönnst Du mir –
drum geh’ ich heut Abend tanzen,
denn im Großen und im Ganzen
bin ich dieses Leben leid!
Leg’ mein bestes Federkleid
heut’ für and’re Gockel an –
und werd’ seh’n ob ich’s noch kann
sie ihrer Sinne zu berauben!
Willst Du mir das denn nicht glauben?
Da entgegnete der Hahn:
