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Die besten Geschichten sind nun mal die Geschichten, die das Leben schreibt. Hier schrieb das Leben Geschichten von einem Hund, der aus der Rasse eines Vierbeiners entsprang, der als Werbe-Ikone für eine hervorragende Schuhfirma bereits Jahrzehnte lang fungiert. Sein Adelsname wurde ignoriert und durch "Dr. Watson" - einen zu ihm passenden - ersetzt. Die authentischen Geschichten stehen im engen Zusammenhang mit seinem Familienrudel und seinem späteren tierischen Weggefährten Holmes. Lustiges, Nettes, Nachdenkliches und zum Schluss auch Trauriges zeichnen die gemeinsamen Jahre aus, die ich dem werten Leser und Tierfreund nicht vorenthalten möchte.
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Seitenzahl: 36
Veröffentlichungsjahr: 2017
Ute Heinke
Impressum
©2017 Ute Heinke
1. Auflage
Umschlaggestaltung: Dorit Goedecke
Illustration: Ute Heinke
Lektorat: Ute Heinke
Fotos: privat
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN Paperback: 978-3-7439-0523-8
ISBN Hardcover: 978-3-7439-0524-5
ISBN eBook: 978-3-7439-0525-2
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Bibliografische Informationen der Deutschen Nationalbibliothek:
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Vorwort
Die besten Geschichten sind nun mal die Geschichten,die das Leben schreibt. Hier schrieb das Leben Geschichten von einem Hund, der aus der Rasse eines Vierbeinersentsprang, der als Werbe-Ikone für eine hervorragendeSchuhfirma bereits Jahrzehnte lang fungiert.
Sein Adelsname wurde ignoriert und durch „Dr. Watson“ – einen zu ihm passenden – ersetzt.
Die authentischen Geschichten stehen im engen Zusammenhang mit seinem Familienrudel und seinem späterentierischen Weggefährten Holmes.
Lustiges, Nettes, Nachdenkliches und zum Schluss auchTrauriges zeichnen die gemeinsamen Jahre aus, die ichdem werten Leser und Tierfreund nicht vorenthaltenmöchte.
U. Heinke
Die Namen der noch lebenden Personen sind geändert; die Handlung ist nicht frei erfunden.
Alles Geschriebene bleibt wie es ist, denn die Änderung eventueller Grammatik- und Rechtschreibfehler behält sich ausschließlich der Autor vor – der darf das.
Dr. Watson Basset Hound
Es war Herbst, als die Familie ihren ganz speziellen Familienzuwachs bekam. Die Eltern Martin und Uta lebten mit ihren zwei Jungs im Alter von neun und sieben Jahren zur Miete in einer Jugendstilvilla in der schönsten Harzstadt. Und dann kam urplötzlich das ‚Kind mit Fell‘ dazu.
Freundin Doris, die Drittbesitzerin des halbjährigen Hundes, wollte das Tier aus nachvollziehbaren kriminellakustischen Gründen nicht mehr im Haus haben. Danach startete Utas Bruder Jörn den vergeblichen Versuch, den Hund mit ins Elternhaus zu bekommen.
Es war wohl Mitleid und Martins und Utas großes Herz, dass der umhergestoßene Rüde bei ihnen endlich ein dauerhaftes Zuhause fand.
Der Umbau ihres eigenen, alten Fachwerkhauses war so weit fortgeschritten, dass ein Umzug in absehbarer Zeit erfolgen konnte. Sie bekamen ‚grünes Licht‘ vom damaligen strengen Vermieter, und fortan gehörte der Basset zu ihrer Familie.
Ein Basset! Uta wollte schon immer einen Hund. In ihrer Jugendzeit war die Schäferhündin des Nachbarn ihre treue Begleiterin.
Bei Vater Martin war das völlig anders – er mochte diese Art Tiere nicht sonderlich; eigentlich hatte er sogar Angst vor ihnen.
„Braun und weiß - so ein hübsches Fell... und ganz weich!“ Die Kinder waren begeistert. Daniel und Johannes freundeten sich mit dem haarigen Kerl mit den langen Schlappohren sehr schnell an.
Natürlich musste so ein besonderes Tier auch einen besonderen Namen haben. Weil der Hund auf jedem Gebiet etwas schwerfällig war (Basset-Besitzer wissen, wovon ich schreibe), gaben sie ihm den Namen des nicht ganz so pfiffigen Holmes-Mitarbeiters „Dr. Watson“, weil auch bei dem der Groschen immer ‚mit Fallschirm‘ fiel.
Sobald sich Dr. Watson allein in einem Raum befand, startete er herz- und nervenerweichende Bell- und Jaulorgien, die nicht gerade zur Freude der Familie und der Hausmitbewohner beitrugen. Nach gut einer Woche hatte sich das Problem auf seltsame Weise erledigt.
Irmchen war ein Prachtexemplar von einer Groß- und Schwiegermutter. Sie half, wo sie nur konnte und war der gute Geist der Familie.
Auch sie mochte Hunde nicht sonderlich, denn immer wieder verfolgte sie in einem Albtraum ein riesiger, schwarzer Köter und wollte ihr Böses tun. Dann wachte sie klitschnass auf und der ganze Tag war gelaufen.
Nun hatten sich Juniors einen Hund zugelegt – allein der Gedanke daran ließ sie ihren nächsten, eigentlich längst fälligen Besuch immer weiter vor sich herschieben. Irgendwann gab es keine Ausreden mehr. Als Wiedergutmachung für ihr langes Ausbleiben brachte sie der Familie eine selbstgebackene, stattliche Schokotorte mit, die es kalorienmäßig in sich hatte.
