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Nirijaas, ein junger Lichtarbeiter in Atlantis wird von der Gottheit Thot zum Krieger des Lichtes ausgebildet. Mit seinem persönlichen Drachen Enda'Waas erlebt er viele spannende Abenteuer bei den Pyramiden von Gizeh und deren Umgebung. Sein Drachen begleitet ihn während der Ausbildung zum Formenwandler, im Materialisieren, der Levitation und den geheimen mystischen Lehren des Sonnengottes RE. Sie begegnen der dunklen Seite und bekämpfen sie mit magischen Ritualen und übersinnlichen Fähigkeiten. Ihre Geschichte gibt einen tiefen Einblick in altes spirituelles Wissen und bietet dem Leser die Möglichkeit sich an sein eigenes Leben im Zeitalter von Atlantis, dem heutigen Ägypten, zu erinnern.
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Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2018
DIESES BUCH IST IN GROSSER DANKBARKEIT AN THOT,
DEM SONNENGOTT RE
UND DEM DRACHENGOTT OISIRIS
IN EWIGER LIEBE
FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG ENTSTANDEN.
© 2018 Monika Nirijana Cardinal, 35043 Marburg
Cover- und Innengestaltung: Corina Witte-Pflanz, www.ooografik.de Grafiken/Fotos: 170476819 - Fantasy dragon on the rock © susanafh, www.fotolia.com; 218732017 - Dragon in the form of infinity,circle logo, symbol © makstrv, www.fotolia.com; 143931746 - Egyptian Hieroglyphs on the wall © siempreverde22, www.fotolia.com; 162089908 - Paper © seksan1, www.fotolia.com;105786480 - Patterned wings © maverick_infanta, www.fotolia.com; 107991313 - Dragon and girl © Kevin Carden, www.fotolia.com; 207911317 - ace hearts dragon © caribia, www.fotolia.com
Druck und Verlagsdienstleister: www.tredition.de
1. Auflage
ISBN Hardcover: 978-3-7469-8066-9
ISBN e-Book: 978-3-7469-8067-6
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
INHALT
1. DER GOLDENE STAB DER MACHT
2. DER DRACHENGOTT OISIRIS
3. DIE ERSTE SCHULUNG: FORMENWANDLUNG
4. DIE ZWEITE SCHULUNG: DIE SPRACHE DER GEGENSEITE
5. DIE DRITTE SCHULUNG: DAS MATERIALISIEREN
6. DIE VIERTE SCHULUNG: LEVITATION
7. DAS GESTÄNDNIS
8. DER BLAUE SACK
9. VORBEREITUNGEN FÜR DAS FEST
10. DIE VERSCHMELZUNG
Vorsichtig drehte sich Nirijaas in seinem Versteck um. Ein seltsamer Geruch stieg ihm in die Nase, so penetrant, dass es ihm davon richtig übel wurde und er versuchte herauszubekommen, was da vor sich ging. Schnell zog er die Kapuze seines Tarnmantels über den Kopf und machte sich unsichtbar. Dann aktivierte er sein energetisches Schutzschild, damit ihn niemand angreifen konnte, denn für Thots Schüler war es eigentlich verboten, allein in den Hallen von Gizeh zu sein. Er wurde von Thot zum Krieger des Lichtes ausgebildet und musste seine Anweisungen strikt befolgen. Sein Lehrmeister Thot war eine Gottheit. Seine Gestalt war schlank und er war ungefähr zweimal so groß wie ein normaler Mensch. Meistens trug er einen nachtblauen Umhang aus Samt, welcher am Saum mit goldenen Zeichen versehen war. Es waren die Zeichen der alten Götter, welche ebenfalls in den Wänden der Pyramiden eingemeißelt waren. Ein seltsames Geräusch schreckte ihn erneut auf und nervös begann er seine übersinnlichen Sinne zu aktivieren um herauszufinden, was da im Gange war. Er schloss die Augen und nahm deutlich wahr, wie sich eine kleine Gruppe dunkler Gestalten fast lautlos durch die Halle bewegte. Eine schwere Energie haftete an ihnen, die ihn an die dunkle Seite erinnerte. Sie schwebten über den Boden und schienen ihn nicht zu bemerken. Schon lange vermutete er, dass in den Hallen von Gizeh etwas nicht stimmte. Was wollten diese Wesen hier? Nirijaas aktivierte seinen übersinnlichen Hörstrahl, indem er einen Lichtstrahl aus seinem linken Ohr herausfließen ließ. Dieser Strahl war unsichtbar und lautlos. Er konnte ihn über Raum und Zeit an alle Orte der Erde senden. Jetzt ließ er ihn über den Köpfen der Gestalten kreisen. Alles was sie sprachen, nahm dieser Strahl auf. Die dunklen Gestalten verständigten sich in einer ihm unbekannten Sprache. Es waren Töne, die Nirijaas an die magisch mystische Sprache der Magier erinnerten. Obwohl die Töne sich fremd anhörten, meinte er einzelne Silben zu erkennen. Er speicherte einige Töne aus seinem Hörstrahl in den Gedächtnisfeldern seiner Aura ab, um sie später Thot, seinem Lehrmeister, vorzuführen. Dann wartete er geduldig, bis die Gruppe am anderen Ende die Halle verließ. Als sie verschwunden waren, schob er seine Kapuze vom Kopf und seine braunen Locken umrandeten wieder sein Gesicht. Unter seinem Tarnumhang trug er hellbraune knielange Hosen mit einem schlichten beige farbigen Leinenhemd mit dreiviertel langen Ärmeln. Meistens trug er leichte Sandalen, welche er mit Lederriemen bis zu den Knien kreuzförmig gebunden hatte. Da er noch unsichtbar war, konnte er sich ebenfalls lautlos wie ein kleiner Windhauch aus dem Staub machen.
Für den Moment hatte Nirijaas genug gesehen und gehört. Eigentlich durfte er nicht allein in den Hallen sein. Aber irgendetwas zog ihn immer wieder in die Nähe der Pyramiden mit all ihren Geheimnissen. Besonders die große Pyramide von Gizeh liebte er sehr. Ihr Name war Cheops-Pyramide und sie hatte im Inneren diese geheimnisvollen Hallen, in welchen er gerade gewesen war. Er liebte diese Hallen so sehr, dass er einfach nicht widerstehen konnte und immer wieder heimlich zurückkam. Er wusste, dass man dort die geheimen Tafeln des Sonnengottes RE aufbewahrte. Besonders die Schrifttafel aus purem Gold mit den Aufzeichnungen, wie man mit dem Element Luft wirken konnte, zog ihn magisch an. Um diese Formel anwenden zu können, musste man mit seinem eigenen Drachen verschmolzen sein und eine Einweihung von RE persönlich bekommen haben. RE der Sonnengott war sehr mächtig. Wenn er erschien, leuchtete alles in purem goldenem Licht. Ihn selbst konnte man kaum anschauen, da er so hell strahlte. Selbst sein halblanges Haar war golden und umrahmte sein rundes Gesicht wie eine Sonne.
Es würde nicht mehr lange dauern, bis alle Lehrlinge von Thot gerufen und diejenigen ausgewählt wurden, die bis dahin am meisten gelernt hatten. Bei der Initialisierung vermischte sich die Energie des Drachens mit den Energien der Drachenreiter. Nirijaas wünschte sich sehr, mit seinem Drachen so eng verbunden zu sein, denn er liebte ihn mit seinem ganzen Herzen. Nach der Verschmelzung würde er mit den Augen seines Drachens sehen, mit seinen Ohren hören und mit seinem Feuer transformieren und fliegen können. Er würde vollen Zugriff auf seine Fähigkeiten haben und umgekehrt würde sein Drache auch Zugriff auf seine eigenen Fähigkeiten bekommen. Er freute sich schon so auf den Tag, an dem er die Initialisierung bekommen sollte. Deswegen ging er so oft heimlich in die Hallen von Cheops, um ein wenig mehr zu wissen als die anderen.
Nach der Verschmelzung würde er mit den Augen seinesDrachens sehen, mit seinen Ohren hören und mitseinem Feuer transformieren und fliegen können.
Aber jetzt befand er sich hinter der Cheops-Pyramide und lehnte erschöpft an der Steinwand. Die Begegnung mit den dunklen Wesen zerrte an seinen Kräften und er merkte, wie sein ganzer Körper von der Anspannung schmerzte. Besorgt fragte sich Nirijaas was die Wesen in den heiligen Hallen suchen konnten. Es war auch gar nicht so einfach in die Hallen hineinzukommen, denn sie wurden streng bewacht. Am Eingang standen schwer bewaffnete Wächter, deren einzige Bestimmung es war, jene zu prüfen, die Einlass begehrten. Sie hatten die Fähigkeit die Aura und die Absicht desjenigen offen zulegen, der vor sie tritt. Nirijaas erinnerte sich noch genau daran, als er das erste Mal vor ihnen stand und Einlass gewährte. Das brennende Gefühl ihrer stechenden Augen, das die Wächter in seiner Brust auslösten, schmerzte ihn immer noch, wenn er nur daran dachte. Nirijaas kann bis heute nicht genau sagen, woran es liegt, dass die Wächter ihn ohne weiteres durchlassen, jedoch glaubte er, dass es an der bedingungslosen Liebe zu seinem Drachen, zu Thot und RE dem Sonnengott liegen muss. Mittlerweile kannten ihn die Wächter gut und drückten hin und wieder ein Auge zu, wenn er an ihnen vorbeihuschte.
Langsam tauchte er aus seinem Grübeln wieder in die Realität und beschloss seinen Drachen zu besuchen, der sicher hinter einer kleinen Pyramide auf dem Gebiet der Pyramiden von Gizeh befand. Es war ihr Lieblingsplatz und sie hatten sich dort ein Lager eingerichtet. Eine Reihe großer Palmen rahmte diesen Platz ein und eine kleine Wasserstelle gab es auch. Sie hatten kein Haus, sondern lebten unter freiem Himmel, denn Enda’Waas benötige viel Raum, weil er ungefähr so groß wie ein Einfamilienhaus war. Müde, wie er war, durfte er sich in den linken Flügel seines Freundes einkuscheln und wurde ganz sanft vom Drachenfeuer gewärmt. Enda’Waas‘ Schuppen schimmerten in einem zarten goldenen Licht und wiegten ihn sanft. Es war wunderschön, Nirijaas konnte sich dabei ganz tief fallen lassen und ein wenig schlafen. Enda’Waas wusste ganz genau, was für Nirijaas gut war und beide liebten sich abgöttisch. So schlummerte er an ihrem Lieblingsplatz unter freiem Himmel hinter der Pyramide selig ein.
Enda’Waas, sein Drachen hatte goldene Schuppen und auf der Brust trug er eine Drachenperle. Diese Perle leuchtete so rot wie ein Rubin. Manchmal beugte sich Enda‘Waas so weit herunter, dass er die Perle mit seinen Händen berühren konnte. Diese Augenblicke liebte er so sehr, denn da waren sie sich sehr nahe und er spürte den Herzschlag seines Drachens mit seinen Händen.
Die Sonne stand schon hoch, als Enda'Waas Nirijaas weckte und sanft auf dem Boden absetzte. Er fühlte sich gut erholt und wollte gleich zu Thot gehen, um ihm die mysteriösen Tonaufzeichnungen vorzuspielen. Aber Enda'Waas mahnte: „Wir müssen genau überlegen, wie wir das machen. Möglicherweise gibt es Schwierigkeiten und du bekommst Probleme von Thot. Wenn du jetzt deine Tonaufzeichnungen einfach so offenbarst, kommt heraus, dass du heimlich in den Hallen warst, und man weiß nie, wie Thot und die anderen Götter reagieren. Ich habe da eine Idee und werde dir helfen, damit vorerst niemand von deinen heimlichen Besuchen in der Pyramide erfährt."
Nirijaas willigte ohne Zögern ein, denn er vertraute Enda'Waas vollkommen.
Gesagt getan, schlug ihm sein Drache vor: „Ich werde dich zum obersten Drachengott Oisiris bringen, damit du dort alles erzählen kannst. Er wird sofort wissen, was zu tun ist, denn die Drachen verfügen über ganz besonders feine Sinne und haben profunde Kenntnisse über alle geistigen Wesen, die hier in der Gegend verkehren."
Nirijaas fühlte einen starken Druck im Bauch, wenn er daran dachte, seine geheimen Aufzeichnungen dem mächtigen Drachengott einfach so zu offenbaren. Aber er schob die Bedenken beiseite und vertraute auf seinen Freund und seinen Herzensimpuls. Auf seine Impulse hatte er sich bisher immer sehr gut verlassen können und so wurde er wieder ruhiger und lächelte Enda'Waas liebevoll an. Gleich würde die nächste Schulung beginnen und Thot rief bereits nach seinen Schülern. Nirijaas spürte den Ruf wie ein feines Schwingen in seiner Seele und dann hörte er Thots Stimme, die ihn zum Treffen rief. Also manifestierte er seinen Lichtkörper und seine Aura in den Versammlungsraum der Schüler. Einige seiner Freunde hatten sich bereits eingefunden und er begrüßte sie mit einem leichten Aufglühen seines golden-blauen Farbstrahls. Alle Schüler von Thot hatten diesen Lichtstrahl bei ihrer ersten Zusammenkunft erhalten, damit sie sich leicht erkennen konnten. Die Strahlen konnte man in der Aura über dem Kopf sehen, wenn sie aktiviert waren. Gerade glühten alle mit ihren Farbstrahlen in verschiedenen Farben und freuten sich hier zu sein. Es war so schön anzusehen und er liebte dieses Farbspiel sehr. Dann erschien Thot. Sofort richteten alle Schüler ihre Aufmerksamkeit auf ihren Lehrmeister. Er trug den goldenen Stab der Macht und des Wissens in seinen Händen und verkündete: „Heute werde ich mit diesem Stab diejenigen Schüler auswählen, die bereits die nötige Reife haben, um zur Initialisierung mit ihrem Drachen zugelassen zu werden."
Aber er schob die Bedenken beiseite und vertraute aufseinen Freund und seinen Herzensimpuls.
Sofort änderte sich die Stimmung, Spannung und Nervosität waren im Raum fühlbar. Thot würde jeden Schüler mit dem goldenen Stab der Macht an der linken Schulter berühren. Wenn der Stab zu glühen begann, war man zugelassen, wenn er nicht glühte, musste man noch warten. Nirijaas verkrampfte seine Hände, bis seine Knöchel weiß wurden, denn er wollte unbedingt zugelassen werden.
Thot schien das zu spüren und sah ihm direkt in die Augen, um seine Gedanken zu lesen. Erschrocken verschloss Nirijaas seinen Gedankentrichter und gab sich Mühe, ganz harmlos dreinzuschauen. Er wusste, dass er sich jetzt nicht verraten durfte, sonst war vielleicht alles vorbei. Thot war gleich bei ihm, nur ein Schüler war noch vor ihm dran. Bis jetzt hatten erst zwei seiner Lichtgeschwister bestanden.
Der magische goldene Stab lag schwer in Thots Händen, als er ihn auf Nirijaas‘ linke Schulter legte. Energie durchfuhr ihn wie ein Blitz von oben nach unten, dass ihm ganz schwindelig wurde. Dann verbog sich der Stab zu einem glühenden goldenen Kreis und in seiner Mitte erschien das Gesicht des mächtigen Drachengottes Oisiris. Oh du meine Güte, jetzt kommt alles raus. Nirijaas hätte sich am liebsten unsichtbar gemacht, aber das funktionierte gerade irgendwie nicht. Dann begann der magische Stab zu sprechen. Er donnerte die Worte „ALEGRENA HIJAMAA ALLANAA Nirijaas" in den Raum. Nirijaas hielt die Luft an und schaute vorsichtig von Oisiris zu Thot. Thot ließ sich keine Gefühle anmerken. Er sagte zu Nirijaas: „Wir sehen uns nachher, ich werde dich rufen."
Der magische goldene Stab lag schwer in Thots Händen,als er ihn auf Nirijaas‘ linke Schulter legte.
Damit beendete er die Zusammenkunft und Nirijaas holte erst einmal tief Luft. Er wusste nicht, was die Worte des Stabes bedeuteten und war sich nicht sicher, ob er zur Initialisierung zugelassen worden war. Eigentlich wusste er überhaupt nichts mehr. Also begab er sich ganz schnell zu Enda'Waas, der draußen vor dem großen Versammlungsraum der Schulungspyramide auf ihn wartete. Die Schulungspyramide lag etwas abseits hinter einer der Pyramiden von Gizeh in der Nähe der großen Palmen, wo die Wasserstelle für die Drachen war.
Nirijaas hoffte, die Bedeutung der Worte des Drachengottes Oisiris von Enda’Waas zu erfahren. Die Berührung des Stabs hatte ihn total erschöpft und er war immer noch etwas grün in der Aura.
Als Enda'Waas ihn sah, erkannte er sofort die Lage und las alle wichtigen Informationen in seiner Aura ab. Sofort wusste er über alles Bescheid, was während der Zusammenkunft geschehen war.
Der Drache sagte zu Nirijaas: „Das verunsichert mich auch ein wenig. Bisher hat sich der große Drachengott noch nie persönlich über den magischen Stab der Macht und des Wissens so gezeigt, wie es heute bei dir der Fall war. Leider kenne ich die Worte, die gesprochen wurden, auch nicht. Es muss ziemlich wichtig sein, denn so hat der Stab der Macht noch nie reagiert. Ich meine, wir sollten jetzt erst mal abwarten. Die Lage ist, so wie sie ist, wir können nicht mehr ändern."
