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Wie wird eine erotische Szene in Hollywood gedreht? Meist läuft das Ganze alles andere als prickelnd ab. Aber was passiert, wenn die Regisseurin zu einer unkonventionellen Methode greift, um die Szene zu perfektionieren? Eine kurzweilige, voyeuristische Geschichte, die Ihnen ein angenehmes Prickeln auf der Haut hinterlassen wird. Tauchen Sie mit ab und erleben Sie die Szene vor und hinter der Kamera.
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Seitenzahl: 39
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Evelyn Summer
Drei Blickwinkel
Eine erotische Kurzgeschichte
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1: Sarah
Kapitel 2: Eve
Kapitel 3: Adrian
Impressum neobooks
Drei Blickwinkel
Eine erotische Kurzgeschichte
Evelyn Summer
Impressum
Texte: © Copyright by Evelyn SummerUmschlag: © Copyright by Evelyn SummerVerlag:
Druck: epubli ein Service der
neopubli GmbH, Berlin
Printed in Germany
Kapitel 1: Sarah
„Sandy, sofort ans Set bitte!“
Sie schob den dünnen Träger des Seidenkleides nach oben und stand auf. „Ich heiße Sarah“, murmelte sie und folgte der Regieassistentin, die wie eine besessene Marionette mit den Armen gestikulierte. Sarah versuchte die Allüren der Dame zu ignorieren, aber heute viel es ihr besonders schwer.
Eigentlich war es ein Tag wie jeder andere. Dauernd wuselten Menschen um sie herum, kümmerten sich um ihre Garderobe, schoben ihr die Frisur zurecht oder übertünchten Hautunreinheiten mit dem Puderquast. Es war die erste große Produktion in der sie mitspielte doch in Momenten wie diesen überlegte sie tatsächlich, ob sie nicht besser am Theater geblieben wäre. Auf der Bühne wäre sie vermutlich nie in die Situation gekommen, eine Sexszene spielen zu müssen.
Natürlich gab es bereits Stücke mit dem einen oder anderen Bühnenkuss, aber heute sollte es ernst werden. Die Regisseurin verlangte vollen Einsatz. Immerhin hatte Sarah aushandeln können nicht zu viel Haut zeigen zu müssen, und so versteckte sich unter ihrem Kleid ein beiger Slip, der im Film nicht zu sehen sein würde.
Ihr Filmpartner hatte diese Option nicht bekommen. Sarah war ihm sogar ein bisschen dankbar dafür, denn wäre Adrian nicht bereit gewesen seinen nackten Po in die Kamera zu halten, hätte sie stattdessen bestimmt für Ausgleich sorgen müssen.
Je näher sie dem Set kam, desto mehr spürte sie den Herzschlag in ihrer Kehle.
Ein Hotelzimmer, nobel mit hellen Tapeten und vergoldeten Wasserhähnen. Nach Wochen in denen sich die beiden Protagonisten des Filmes angeschmachtet hatten sollte es nun zum Höhepunkt kommen. Sarah war die Szene schon oft im Kopf durchgegangen. Sex im Stehen, den Rücken zur Wand, fest im Griff ihres Filmpartners. Nicht nur eine schauspielerische, sondern auch eine sportliche Herausforderung.
Sie ging in das Zimmer, welches eigens für diese Produktion in einem Studio aufgebaut worden war. Hohe Stellwände gaukelten den Zuschauern vor, dass sich die Darsteller mitten in einem fünf Sterne Etablissement befanden.
Die Scheinwerfer blendeten sie und sie musste ihre Augen abschirmen. Mitten im Lichtkegel stand Adrian und schien letzte Dinge mit der Regisseurin zu besprechen. Sarah hätte nicht mal im Traum daran gedacht, dass sie jemals mit solch einem bekannten Schauspieler zusammenarbeiten würde. Schon gar nicht einer, den tausende Fans anhimmelten. Und sie konnte nachvollziehen was die Damen an ihm fanden. Insbesondere jetzt, wo er in dem maßgeschneiderten Anzug im Spotlight eine perfekte Silhouette warf.
Sarah gesellte sich zu den beiden und Adrian begrüßte sie mit einem freundlichen Lächeln.
„Na? Alles klar?“, fragte er. Seine Stimme klang wie Honig, der an einem Kontrabass herunterläuft.
„Ja“, nickte Sarah.
Eve, die Regisseurin, streckte die Arme aus und klopfte beiden aufmunternd auf die Schultern.
„Ok. Dann wollen wir mal“, sagte sie. „Ich habe versucht die Mitarbeiterzahl am Set so gering wie möglich zu halten, damit ihr euch etwas besser in die Atmosphäre hineinversetzen könnt.“
Adrian grinste und auch Sarah konnte sich ein müdes Lächeln nicht verkneifen. Wenig Mitarbeiter bedeutete immer noch, dass man mit den umstehenden Leuten einen halben Kinosaal füllen konnte. Aber dafür hatte sie das Schauspielen ja nun mal gelernt.
„Gönnt euch noch fünf Minuten für eine finale Absprache und dann begebt euch auf Position hinter der Tür. So wie besprochen.“
Sie nickten und als Eve hinter einer der Kameras verschwand drehte Adrian sich zu Sarah herum.
„Du wirst das perfekt meistern. Da bin ich mir sicher“, sagte er. Seine hellen Augen strahlten sie zuversichtlich an.
Adrian war ein Profi. Während Sarahs Erfahrung bisher nur auf ein paar TV Auftritten und Bühnenerfahrung aufbaute, hatte Adrian bereits viele große Blockbuster auf die Mattscheibe gebracht. Die Tatsache, dass er solche Szenen bereits mehrfach gedreht hatte gab Sarah Halt und beruhigte sogar ihren Puls.
„Wenn es nicht direkt klappt mach dir keinen Kopf. Das ist vollkommen normal.“
„Ach nein. Wirklich?“, lachte sie und knuffte Adrian in die Seite.
Er entblößte seine weißen Zähne und kleine Lachfalten bildeten sich um die Augen. Sarah mochte dieses ehrliche Lächeln. Wie schaffte er es in Mitten einer Welt voller Blender noch so natürlich zu bleiben?
„Ok. Kuss dann wie immer? Ist das ok?“
