Ein Date mit den Sternen - Oliver Hansert - E-Book

Ein Date mit den Sternen E-Book

Oliver Hansert

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Beschreibung

Kurzbeschreibung (Handlung): Anja, Sophie, Johanna und Dörte kennen sich schon seit ihrer Schulzeit. Sie sind inzwischen alle Mitte 30, aber noch immer eng miteinander befreundet. Die vier Frauen treffen sich gelegentlich zu Kaffeekränzchen und für gemeinsame Unternehmungen. Während Anja und Sophie mittlerweile verheiratet sind, tun sich hingegen Dörte und Johanna sehr schwer mit Männern und mit längerfristigen Beziehungen. Eines Tages eröffnet ihnen Sophie, dass sie regelmäßig einen Astrologen aufsucht um somit ihr Leben besser organisieren und planen zu können. Bis auf Anja, die selber gelegentlich Horoskope in Frauenzeitschriften liest, hat niemand Verständnis dafür. Aus freundschaftlicher Verbundenheit zu Sophie lassen sich schließlich die beiden Skeptiker Dörte und Johanna darauf ein, einen Beratungstermin mit Jörg Behringer, dem Astrologen von Sophie, zu vereinbaren. Zu deren Überraschung treffen Sie auf einen sehr gut aussehenden, charmanten und begehrenswerten Mann. Beide entwickeln daraufhin ein gesteigertes Interesse daran, das Herz des Astrologen jeweils für sich zu gewinnen. Dabei versuchen sich die beiden Rivalinnen gegenseitig auszutricksen werfen sich mächtig ins Zeug, damit sich Jörg Behringer für eine von beiden entscheidet. Der Astrologe selbst bleibt jedoch standhaft, weil er sich strikt vorgenommen hat, niemals eine Liebschaft mit seinen Klientinnen anzufangen. Am Ende nimmt die Geschichte aber eine überraschende Wendung und sie löst sich sowohl für Dörte als auch für Johanna im Guten auf.

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Seitenzahl: 75

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Ein Date mit den Sternen

Theaterstück von Oliver Hansert 

Rollen/Besetzung: 5 Personen (4w, 1m)

Anja (Arzthelferin), Schauspielerin: 30-40 Jahre

Sophie (Friseurin), Schauspielerin: 30 - 40 Jahre

Johanna (Wirtschaftsmathematikerin), Schauspielerin: 30 - 40 Jahre

Dörte (Verkäuferin), Schauspielerin: 30 - 40 Jahre

Jörg Behringer (Astrologe), Schauspieler: 35 - 45 Jahre, sehr gepflegte Erscheinung und sehr gutaussehend, idealerweise dunkles, schulterlanges Haar, südländischer Touch, muskulös, groß und schlank, dazu sehr charmante Ausstrahlung.

Spieldauer: 90 Minuten

Kurzbeschreibung (Handlung):

Anja, Sophie, Johanna und Dörte kennen sich schon seit ihrer Schulzeit. Sie sind inzwischen alle Mitte 30, aber noch immer eng miteinander befreundet. Die vier Frauen treffen sich gelegentlich zu Kaffeekränzchen und für gemeinsame Unternehmungen. Während Anja und Sophie mittlerweile verheiratet sind, tun sich hingegen Dörte und Johanna sehr schwer mit Männern und mit längerfristigen Beziehungen. Eines Tages eröffnet ihnen Sophie, dass sie regelmäßig einen Astrologen aufsucht um somit ihr Leben besser organisieren und planen zu können. Bis auf Anja, die selber gelegentlich Horoskope in Frauenzeitschriften liest, hat niemand Verständnis dafür. Aus freundschaftlicher Verbundenheit zu Sophie lassen sich schließlich die beiden Skeptiker Dörte und Johanna darauf ein, einen Beratungstermin mit Jörg Behringer, dem Astrologen von Sophie, zu vereinbaren. Zu deren Überraschung treffen Sie auf einen sehr gut aussehenden, charmanten und begehrenswerten Mann. Beide entwickeln daraufhin ein gesteigertes Interesse daran, das Herz des Astrologen jeweils für sich zu gewinnen. Dabei versuchen sich die beiden Rivalinnen gegenseitig auszutricksen werfen sich mächtig ins Zeug, damit sich Jörg Behringer für eine von beiden entscheidet. Der Astrologe selbst bleibt jedoch standhaft, weil er sich strikt vorgenommen hat, niemals eine Liebschaft mit seinen Klientinnen anzufangen. Am Ende nimmt die Geschichte aber eine überraschende Wendung und sie löst sich sowohl für Dörte als auch für Johanna im Guten auf.

Das Bühnenbild:

Dieses Theaterstück verwendet insgesamt nur zwei Bühnenbilder:

Wohnzimmer im Haus von Anja (Privathaus)

Besprechungszimmer im Haus von Jörg Behringer (Berufsastrologe)

Allerdings wechseln diese Bühnenbilder während des Stücks einige Male. Daher bietet sich eine Drehbühne an oder auch eine Aufteilug der Theaterbühne in zwei Teile. Links wäre Anjaˋs Wohnzimmer zu sehen und rechts (Trennwand) das Besprechungszimmer von Jörg Behringer.

Beschreibung Bühnenbild 1:

Wohnzimmer von Anja. Im Mittelpunkt allen Geschehens steht ein Tisch mit vier Stühlen, an dem längs 2 Personen Platz nehmen (zum Publikum gerichtet) sowie an den Seiten links und rechts jeweils eine Person. Es ist wohnlich eingerichtet mit Wohzimmermöbel (Wohnwand, Sideboards, Bücher, Fernseher, Pflanzen, Telefon).

Beschreibung Bühnenbild 2:

Es ist das Bespechungszimmer eines professionellen Astrologen, der dort seine Kunden empfängt. Der Astrologe wird auf einem Chefsessel an einem Schreibtisch Platz nehmen. Auf dem Schreibtisch steht sein Notebook. Davor steht ein normaler Stuhl, auf dem die Kunden Platz nehmen dürfen. Sowohl der Chefsessel als auch der normale Stuhl sind längs zum Publikum gerichtet, sodass die Seitenprofile beider Akteure für das Publikum zu sehen sind.

Im Hintergrund steht eine Bücherwand. Um eine astrologische Atmosphäre herzustellen eignen sich Poster, Bilder, Gemälde von Planeten oder auch von den 12 Tierkreiszeichen (Widder bis Fische).

Szene 1

Wir befinden uns im Wohnzimmer von Anja. Anja ist alleine, läuft etwas aufgeregt im Zimmer auf und ab und telefoniert dabei mit Ihrem Mann.
ANJA:
Nein, mir geht es wirklich gut, mein Schatz. Du brauchst dir überhaupt keine Sorgen um mich zu machen. Außerdem bin ich doch heute ohnehin nicht mehr lange alleine. Ich hab dir doch erzählt, dass nachher meine Freundinnen wieder zum Kaffeekränzchen vorbeikommen.
(kurze Pause)
Ach nein, wir haben heute nichts Besonderes vor. Du... einfach mal wieder ein wenig Plaudern, über alte Zeiten quatschen... Na, du weißt schon... über alles, worüber große Mädels eben so reden, wenn ihre Männer nicht dabei sind. 
(kurze Pause)
Ja, Dörte und Johanna sind immer noch Single. 
(kurze Pause)
Na ja, du kennst doch Johanna. Sie ist doch ach so gebildet. Ich glaube, ihr ist irgendwie auch keiner so richtig gut genug. Entweder ihre Typen können ihr intellektuell nicht das Wasser reichen oder sie können finanziell nicht so gut mithalten. 
(kurze Pause)
Ja. Sie redet zwar nie gerne darüber, aber sie verdient doch bei der Münchner Rück ein Schweinegeld. 
(kurze Pause)
Nein, Dörte hat doch immer noch ihren Bio-Laden in der Fußgängerzone. 
(kurze Pause)
Ach, wenn du mich fragst, dann lernt die dort doch höchstens mal so einen Öko-Fuzzy in Birkenstock-Sandalen mit handgestricktem Pullover und Wollsocken kennen. Oder noch schlimmer, womöglich sogar wieder einen Öko-Veganer mit Vollbart... so ein schmieriger Plastiktüten-Rebell. 
(kurze Pause. Anja lacht...)
Ja, genau. So einen Weltverbesserer, wie er im Buche steht. Einer, der nie auf Anhieb irgendetwas zustande bringt. Jemand, der immer erst alles ausdiskutieren muss.
(kurze Pause)
Ja, erinnerst du dich nicht? So einen hatte sie doch schon einmal. 
Du, der war richtig schwierig... Ja wirklich, und zwar in jeglicher Hinsicht. Weißt du, das war doch immer so ein Ping-Pong-Spiel, das er mit uns gespielt hat. Du hast irgend etwas zu ihm gesagt, ja wirklich ganz egal was, und du hast sofort gewusst: Jetzt kommt gleich ein ganz heftiges Widerwort. Darauf war stets Verlass.
(kurze Pause)
Nein, ganz im Ernst. Das war wirklich so gewesen. Ich hab beispielsweise gesagt: "Morgen wird das Wetter schön" und ER hat geantwortet: "Wieso? Wer behauptet denn sowas?". Dann hab ich wieder gesagt: "Der Wettermann vom Fernsehen" und er hat geantwortet: "Was? Du siehst fern? Das ist doch alles nur Volksverdummung, nichts als verschwendete Zeit!". Dann hab ich wieder gesagt: "JA, stell dir vor, ich sehe manchmal fern. Das lenkt mich ab nach einem anstrengenden Arbeitstag in der Arztpraxis" und er hat dann wieder geantwortet: "Also DA wüsste ich aber was Besseres!". Daraufhin meinte ich dann wieder: "Na, was denn?" und er sagte: "Zum Beispiel eine Yoga-Stunde, ein Meditations-Retreat oder eine Selbstreflektions-Session mit Mantra-Singen."
(kurze Pause. Anja lacht.)
Ja, das ging dann immer solange, bis es mir irgendwann zu doof war, mich noch länger mit diesem Typen zu unterhalten.
(kurze Pause)
Nein, das stimmt nicht. Ich bin IHM gegenüber nie handgreiflich geworden. Ich hatte ihn damals nur verbal beschimpft. 
(kurze Pause)
Hatte ich dir das nicht schon erzählt?
(kurze Pause)
Nein, du verdrehst mal wieder die Tatsachen. So war das nicht. Dieser Öko-Mensch musste ja unbedingt mitkommen. Wir hatten beschlossen, dass wir einen reinen Mädelsabend machen wollten, aber nein, er war ja nicht mehr davon abzubringen.
(kurze Pause)
Nein... weißt du, das war ja auch wieder nur so ein selten dämliches Ping-Pong-Spiel. ICH hatte doch nur gesagt, dass ich jetzt langsam aber sicher müde werde und gleich nach Hause fahren werde. Daraufhin fragte ER mich, ob ich denn gedenken würde mit einem Auto nach Hause zu fahren. Daraufhin entgegnete ich: "Ja sicher, was denkst DU denn? Soll ich die zehn Kilometer etwa zu Fuß marschieren zu solch später Stunde?". Und er dann wieder: "Aber, es gibt doch noch die öffentlichen Verkehrsmittel. In 45 Minuten fährt noch ein Nachtbus in deine Richtung!". Und ich wieder: "Was soll ich denn jetzt bitteschön mit einem verdammten Nachtbus anfangen? Ich bin heute nun mal mit meinem Auto gekommen. Soll ich das etwa einfach da stehenlassen? Außerdem kostet es ab morgen früh dann Parkplatzgebühr, wenn ich es hier lasse." Und er wieder: "Dann stell es doch woanders hin. 300 Meter von hier gibt es einen kostenlosen Parkplatz." Nach längerem Schlagabtausch hatte ich ihn dann gefragt, wie er sich das Leben denn eigentlich vorstellt. Außerdem bräuchte ich das Auto dann auch ab Montag wieder um täglich zur Arbeit zu kommen. Dann hat er aber wieder eingeworfen, dass es auch DAfür bestimmt noch eine gute Alternative zum umweltverschmutzenden PKW gäbe. Und weißt du, ich sag`s dir jetzt mal ganz ehrlich: Mir ist dann einfach irgendwann die Hutschnur geplatzt. Ist das denn wirklich nicht nachvollziehbar? 
(kurze Pause)
Ja, ich muss ihn wohl aufs Übelste beschimpft haben. 
(kurze Pause)
Na und? Ich hatte ja schließlich schon drei "Tequila Sunrise" und einen "Sex on the Beach" intus. Anders war dieser Typ doch gar nicht einen ganzen Abend zu ertragen.
(kurze Pause)
Nein, Dörte darf sich auf keinen Fall noch einmal in einen Öko-Veganer verlieben. Sie liebt Fisch und Fleisch über alles, das solltest du doch mittlerweile wissen. Ohne ihre Salami-Brötchen übersteht die nicht mal einen einzigen Tag. Und über Dörte kannst du ja sagen, was du willst, aber Dörte und "Öko", das wäre ja wie Feuer und Eis oder wie Katz und Maus.
(es klingelt an der Tür)
Du, ich muss jetzt auflegen. Es hat geklingelt. Das wird bestimmt schon eine von den Mädels sein.
(kurze Pause)
Ich dich auch...
Ja-a, ich ruf dich heute Abend nochmal an. Ciaoiiie. 
(es klingelt nochmal)
(Anja geht zur Tür und macht auf. Dort steht ihre Freundin Johanna)
JOHANNA:
Hi-ii!
ANJA:
Hi Johanna. Schön, dass du schon da bist.
(Begrüssungsritual, mit Küsschen links und rechts auf die Backen)
Komm doch rein. Du bist heute die Erste.
JOHANNA:
Sind Dörte und Sophie noch gar nicht da?
ANJA:
Nein, sie werden aber sicherlich bald kommen.
(Anja und Johanna treten in die Mitte des Wohnzimmers hinein)
ANJA:
Magst du etwas trinken?
JOHANNA:
Ja, sehr gerne. Was hast du denn im Angebot?
ANJA:
Na, das übliche: Wasser, Cola, Orangensaft, Apfelsaft, Prosecco.
JOHANNA: