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Obwohl Mo mit seinem Lieblingsfrühstück in den Schultag startet, gibt es bald Anlass für schlechte Laune. Er kann in solchen Situationen oft nicht verstehen, warum er schon wieder Ärger bekommt. Aber Mo lässt sich nicht unterkriegen und findet Unterstützung in seiner Schule, bei den Eltern und seiner Katze Kringel. Und so wird dieser Tag am Ende FAS(D) perfekt. Ein fröhliches (Vor-)Lesebuch zum Nachfühlen, Nachdenken und gemeinsam ins Gespräch kommen. Ab 9 Jahre
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2026
reinhardt junior
Reinhold Feldmann • Anke Noppenberger
Mo, der ganz normale Schulwahnsinn und eine Nachmittagsüberraschung
Ernst Reinhardt Verlag München
Dr. rer. medic. Reinhold Feldmann, Dipl.-Psych., ist Psychologischer Psychotherapeut und seit 2011 in der FAS-Ambulanz in Walstedde tätig.
Anke Noppenberger (Text und Illustration), Sozialpädagogin B.A., Referentin, langjährige Erfahrung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, ambulanten Familienhilfe, Pflegekinderfachdienst, Jugendamt und Jugendsozialarbeit an Schulen.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über <http://dnb.d-nb.de> abrufbar.
ISBN 978-3-497-03346-1 (Print)
ISBN 978-3-497-62059-3 (PDF-E-Book)
ISBN 978-3-497-62060-9 (EPUB)
© 2026 by Ernst Reinhardt, GmbH & Co KG, Verlag, München
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Printed in EU
Zeichnungen Umschlag und Innenteil: Anke Noppenberger
Satz: Sabine Ufer, Leipzig
Ernst Reinhardt GmbH & Co KG, Kemnatenstr. 46, D-80639 München
Net: www.reinhardt-verlag.de E-Mail: [email protected]
1Spät dran
2Früh–stücken
3Schlecht gelaunt im Bus
4Bushaltestelle
5Unterrichtsbeginn
6Die erste Pause
7Kunstunterricht
8Nussschnecke
9Heimfahrt
10Mittagessen
11Besuchsvorbereitungen
12Ben kommt
13Kräuterschnecke(n)
14Abendbrot
15Wieder Ärger
16Gute Nacht
„Ich komme ja gleich!“ rufe ich meiner Pflegemama genervt zu.
Am Wochenende soll ich immer liegen bleiben und unter der Woche, da soll ich dann so früh aufstehen! Das versteht doch kein Mensch! Ich ziehe mir erstmal die Decke über den Kopf.
„Mo! Jetzt steh doch endlich auf!“
„Jaaaaaa, ich komme ja schon!“
Versteht ihr jetzt was ich meine? Das nervt doch, oder? Naja, mir bleibt nichts anderes übrig, als aufzustehen. Sonst ruft sie mich vermutlich noch hundert Mal.
Während ich mir überlege, was ich jetzt als erstes machen soll, lege ich mich nochmal kurz auf meinen Teppich. Der ist richtig flauschig, den mag ich.
„Mo! Jetzt zieh dich doch schnell an und komm zum Frühstück! Wir sind sehr spät dran!“
Anziehen? Ich bin doch angezogen! Jedenfalls habe ich meinen Schlafanzug noch an. Angezogen ist angezogen, oder? Ich glaube, meine Mama meint aber das andere Anziehen.
Oh, wie ich das hasse! Spät dran sein, das kann ich gar nicht leiden, wisst ihr? Alles ist dann so hektisch und stressig. Ich will doch einfach noch ein bisschen hier auf meinem Flauschteppich herumtrödeln.
Naja, Ärger will ich jedenfalls keinen, da habe ich schon genug. Also ziehe ich mir im Liegen schon mal meine Schlafanzughose aus. Ein Bein, geschafft.
Mit dem Bein ohne Hose versuche ich nun die andere Seite herunterzustrampeln. Das klappt leider nicht, weil diese enge Schlafanzughose am Strumpf festhängt.
Diese blöde Schlafanzughose hat mich schon immer geärgert. Ich strample und strample, doch die Hose will sich einfach nicht von meinem Bein lösen. Ganz langsam robbe ich mich zu meinem Schreibtisch, der ganz schön weit weg ist von meinem Flauschteppich. Vielleicht stehe ich doch besser auf. Doch Laufen geht richtig schlecht mit dem ganzen Schlafanzugdings an meinem Bein.
Also hüpfe ich auf einem Bein zum Schreibtisch. Dort müsste doch irgendwo eine Schere liegen? Ich wühle unter den vielen nützlichen Sachen, die oben drauf liegen.
Vor lauter Rumgehüpfe falle ich – plumps – erstmal so richtig auf meinen Po und nehme dabei den Schreibtischstuhl mit, der voller Klamotten hängt. das tut einen riesen Schlag!
„Mo? Ist bei dir alles in Ordnung? Was machst du denn so lange?“
Mama zu erklären, was ich gerade mache, würde viel zu lange dauern, also lasse ich es lieber gleich sein. Ich sage einfach nichts und ziehe zuerst mein Hosenbein und dann mich wie in Zeitlupe wieder hoch. Gerade so komme ich wenigstens an die Nagelschere, die neben meiner Topfpflanze am Fensterbrett liegt.
Damit kann ich mich nun endlich aus dieser doofen Schlafanzughose herausschneiden, um mich dann wie gewünscht anzuziehen.
Na ganz toll! Genau in dem Augenblick, als ich das abgeschnittene Stoffbein in die Ecke werfe und mich freue, dass ich mein Bein endlich freigelegt habe, kommt natürlich meine Mama hereingestürmt.
„Mo? Bist du jetzt verrückt geworden? Der Schlafanzug ist doch neu!“
Ja, neu ist der Schlafanzug, das ist richtig! Aber doof! Nur das jetzt zu erklären, würde eh wieder keiner verstehen.
Dass mich meine Mama gerade genervt hat, das habe ich schon längst wieder vergessen. Ich liebe es, wenn es so gut nach Frühstück duftet.
Eigentlich ist es hauptsächlich der Geruch von Kaffee, den ich eh nicht trinke.
Auf dem Küchentisch bereitet Mama immer ein Frühstück für mich vor. Manchmal Toast oder Hörnchen oder das Schokomüsli, das ich so gerne mag. So wie heute. Und Schokomüsli duftet ja nicht. Oder?
