Ein Junge in guter Stellung - Rick Whitaker - E-Book

Ein Junge in guter Stellung E-Book

Rick Whitaker

0,0

Beschreibung

"Wie bin ich zum Stricher geworden? Die Antwort darauf ist nicht so leicht ... Zum ersten Mal anschaffen bin ich in eine Bar an der East Side gegangen, eine Bar, die bekannt war für ihre Kundschaft aus jungen Typen und zahlungskräftigen Freiern. Zu dieser Zeit trieb mich ein Grund um, der weniger damit zu tun hatte, dass ich das Geld wirklich nötig gehabt hätte ... Ich wollte einfach eine sehr intensive Erfahrung machen." - Nur ein Jahr, nachdem er seinen Job als Stricher - bei dem er seinen Körper an Hunderte von Männern verkauft hat - an den Nagel gehängt hat, beginnt Rick Whitaker mit seinen Aufzeichnungen. Offen und schonungslos berichtet er, warum er sich prostituierte. Er beschreibt ein Leben voller Halbwahrheiten und Gefühlslügen, das ihn in eine mehrfache Abhängigkeit getrieben hat.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 199

Veröffentlichungsjahr: 2012

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Table of Contents

Titelei

Widmung

1

2

3

Zitat

4

5

6

7

8

Impressum

Rick Whitaker

Aus dem Amerikanischen von Andreas Diesel

BRUNO GMÜNDER

Für Paul Kellog

Was ist das für eine Schändlichkeit, Liebe zu kaufen oder feilzubieten! Und doch – welch violette Stunden man diesem grauen, schneckengleichen Ungetüm zu entreißen vermag, das wir die Zeit nennen! … Das Kloster oder das Kaffeehaus – dort liegt meine Zukunft. Ich habe es am heimischen Herd versucht, aber ich bin daran gescheitert.

Oscar Wilde

Bei den meisten Menschen, so nehme ich an, neigt die Fassade im Laufe der Jahre dazu, sich nach innen auszudehnen; was einst als Schutzschild der nackten Seele gedacht war, wird nun selbst zur Seele.

Leonard Woolf

1

Als ich das erste Mal als Stricher arbeitete, ging ich ins ›Rounds‹, eine Bar auf der East Side, die als Treffpunkt für Stricher und Freier bekannt war. Außer dem wirklichen, wenngleich eher gewohnheitsmäßigen Bedürfnis nach Geld hatte ich damals dafür ein recht zweifelhaftes Motiv. Mein damaliger Freund Tom war im Begriff, mich zu verlassen, und ich wusste, dass er früher auf den Strich gegangen war. Ich war in Tom verliebt; wahrscheinlich wollte ich einfach an einer intensiven Erfahrung teilhaben, die er erlebt hatte – in der vagen Hoffnung, dass ich ihn dadurch besser begreifen könnte und dass es uns sogar wieder zusammenbrächte, wenn er davon erführe. Ich weiß auch nicht, wie ich mir das damals zusammenreimte. Vielleicht brauchte ich gar keinen besonderen Grund dafür, jedenfalls erschien mir die Prostitution als eine extreme Maßnahme, die dem Ausmaß meiner Leidenschaft für Tom entsprach. Wenn er mich verließ, dann würde ich eben auf den Strich gehen – eine krasse Abschiedsgeste, die er, so hoffte ich, als Verzweiflungstat erkennen würde.

Die ganze Sache machte mich nervös. Ich wusste nicht einmal, ob ich für diese Art von Arbeit überhaupt attraktiv genug war. Als ich erst einmal in der Bar war, entspannte ich mich jedoch ein wenig, denn das Lokal strahlte eine lockere, erotische Atmosphäre aus, und die anderen waren auch nicht jünger oder sahen besser aus als ich. Ich war 25 Jahre alt. Ich hatte mit einem Raum voller 19-jähriger Models und gefährlich schöner Jünglinge gerechnet, aber die Wirklichkeit sah anders aus. In dieser berühmten Bar gab es ein ganzes Spektrum an Strichern: von jungen Schwarzen aus der Christopher Street bis hin zu vierzigjährigen Veteranen mit großen Schwänzen und dicken Muskeln. Da gab es Heteros, die gutes Geld damit verdienten, sich von Schwulen einen blasen zu lassen, und brav aussehende Jungschwule auf der Suche nach etwas ›Sicherheit‹. Einige der Stricher sahen ziemlich verschwitzt und grob aus, und hätte ich das Geld gehabt, hätte ich ein paar von ihnen liebend gern für den guten Fick bezahlt, den sie zu versprechen schienen. An diesem Abend war ich mir mehrere Male unsicher, ob jemand gerade kaufte oder gekauft wurde, und ich wusste nicht, wie ich auf die Avancen eines Mannes reagieren sollte, der fünf oder sechs Jahre älter war als ich und auf kostenlosen Sex zu spekulieren schien. Mir war auch nicht klar, wie ich einen Deal aushandeln sollte, aber ich trank noch etwas und sah mich eine Zeitlang um, und schon bald war einer eingefädelt.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!