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Kerni -ein liebenswerter Kern und andere Geschichten und Gedichte, die rund um das Thema Selbstliebe handeln. Es gibt vieles zu entdecken, zu staunen und auch zu lächeln. In allen Texten findet sich irgendwo ein liebenswerter Kern, der aber nicht immer offensichtlich erscheint.
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Seitenzahl: 44
Veröffentlichungsjahr: 2021
Ina Pulsatilla
Ein liebenswerter Kern
und andere Geschichten und Gedichte
www.tredition.de
© 2021 Ina Pulsatilla
Verlag und Druck:
tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
ISBN
Paperback: 978-3-347-25852-5
e-Book: 978-3-347-25212-7
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Kerni – Ein liebenswerter Kern
Abnehmen macht glücklich
Meine Schokoladenseiten
Mein Freund, der Baum
Mein Katzenleben
Verhängnisvolle Kneipentour
Wohnungsbesichtigung
Ein Tag im Leben von Ina P. im Jahre 2023
Wie im Paradies
Frühling im Herbst
Die Befreiung
Keine Änderung
Der Tag, ab dem sich alles änderte
Erwachen
Er liebt mich
Die Sonnenmenschen
Gebt den Kindern das Kommando
Der Schandfleck
Verändertes Spiegelbild
Vorwort
Liebe Leser,
dieses Buch beinhaltet Geschichten und Gedichte rund um das Thema Selbstwert, Anerkennung und Selbstbehauptung.
In den einzelnen Geschichten und Gedichte findet man nicht immer gleich den liebenswerten Kern, doch ich denke, er steckt überall ein bisschen drinnen
Vielleicht könnt ihr euch ein bisschen reinfühlen…
Die Zeichnungen sind von mir selbst gemalt
worden.
Viel Spaß beim Lesen!
Kerni – Ein liebenswerter Kern
Ich bin Kerni, ein Geschenk des Himmels.
Ich wohne im Körper eines Menschen.
Ich mag diesen Menschen, obwohl er mich nicht immer gut behandelt hat.
Manchmal hat er sich gut um mich gekümmert. In dieser Zeit bin ich aufgeblüht.
Doch es gab auch Zeiten, in denen mich dieser Mensch liegenlassen hat oder mich sogar schlecht behandelt hat.
Das machte mich sehr traurig und unglücklich.
Als ich noch klein war, hatte ich noch nicht viel Einfluss auf das, was mit mir geschah.
Es war nicht immer einfach.
Ich hatte nicht immer die Kraft, mich gut zu behandeln.
Ich richtete mich noch zu sehr an die Menschen, die mich verformen wollten und brachte mir selbst die gleiche Nachlässigkeit entgegen wie sie.
Oft sah ich nur mit Widerwillen zu und dachte mir im Stillen:
„Du machst das später anders“
Sobald ich herangereift und unabhängiger geworden war, kümmerte ich mich selbst um mich.
Dadurch habe ich so meine Kanten bekommen.
Von Zeit zu Zeit nahm ich immer mehr an Erfahrung zu und breitete mich aus.
Ich hatte mich zu einer außergewöhnlichen Form herangebildet.
Ich habe mich verglichen mit Anderen, die mir erst runder und schöner erschienen.
Es gab aber immer noch Menschen, die mir weismachen wollten, wie ein Kern ihrer Meinung nach auszuschauen hätte.
Ich sei unzulänglich.
Also versuchte ich es ihnen rechtzumachen und nahm etwas von mir weg.
Aber leider hatte ich dadurch nichts hinzugewonnen, sondern verlor an Glanz und Schönheit.
Da versuchte ich mir etwas hinzuzufügen, das mir die Leute rieten, das erstrebenswert sei.
Ich wurde auch davon weder besser noch schöner.
Ich wurde mir fremd und gefiel mir nicht mehr.
Seitdem höre ich nicht mehr auf die Leute. Ich wachse und werde zu dem, was ich bin.
Alles, was mich so hat werden lassen, macht meine Schönheit und Besonderheit aus.
Ich soll nicht anders sein.
Ich bin einmalig und einzigartig.
Ich habe mir eine liebevolle Umgebung geschaffen und werde nicht mehr zulassen, dass jemand von außen etwas von dieser einzigartigen Schönheit nimmt.
Ich werde mich mit Liebe behandeln, nicht mit Druck.
Ich lerne meine Kanten und meinen Reichtum schätzen und lieben.
Dieser liebenswerte Kern – das bin ich!
„In dir steckt der Samen eines wunderbaren Menschen, lass ihn in dir aufgehen,
indem du dich selbst annimmst.“
Abnehmen macht glücklich
Als Adam diese Welt betrat, machte er sich begeistert, beschwingt und voller Tatendrang auf seinen Weg.
Auf seinem Rücken trug er einen Beutel, ohne es zu bemerken.
Unterwegs begegneten ihm viele schöne Dinge, und er machte viele reiche Erfahrungen. Er nahm alles in seinen Beutel auf, ohne es zu bemerken.
Je weiter er ging, desto mehr ließen die angenehmen Ereignisse nach.
Es wurden ihm Steine in den Weg gelegt.
Steine des Misstrauens,
Steine des inneren Kritikers,
Steine der Schuld und der Scham,
Steine der Abhängigkeit.
Alle Steine lud er in seinen Beutel, ohne es zu bemerken.
Eines Tages begegnete er einer Frau, von der die Leute sagten, dass sie weise sei. Er fragte sie, ob er auf dem richtigen Weg sei.
Sie antwortete ihm: „Ja, das bist du. Aber du hast zuviel Gewicht!“
Ab diesem Zeitpunkt begann Adam krampfhaft, abzunehmen.
Er probierte es mit allem, was ihm die Leute so rieten: Diät und Bewegung.
Tatsächlich nahm er einige Kilos ab.
Freudestrahlend ging er wieder zu dem Ort zurück, an dem er die kluge Frau das letzte Mal getroffen hatte.
Sie sagte zu ihm: „Jetzt hast du noch mehr Gewicht!“
Enttäuscht wurde ihm nun klar, dass sie nicht sein Körpergewicht meinte und fragte:
„Was kann ich tun?“
Die weise Frau erwiderte: „Befreie dich von deiner Last!“
Traurig marschierte er weiter und überlegte, was seine Last sein könnte.
Er setzte sich in eine farbenprächtige Blumenwiese und ein bunter Schmetterling umtanzte ihn. Die Leichtigkeit seines Flügelschlags versetzte ihn ins Staunen.
Er nahm etwas von dem Gefühl der Leichtigkeit auf und legte es in seinen Beutel, ohne es zu bemerken.
Die Leichtigkeit zersetzte den Stein des inneren Kritikers.
Sein Weg führte ihn an eine Lichtung. Dort traf er unerwartet wieder auf die weise Frau. Sie reichte ihm die Hand und sagte:
„Glückwunsch. Du hast an Gewicht verloren.“
