Ein unheimlicher Mann - Anton Schaller - E-Book

Ein unheimlicher Mann E-Book

Anton Schaller

0,0

Beschreibung

"Ein unheimlicher Mann" ist ein flott geschriebenes Kinderbuch, in dem zwei Jungen während ihres Sommerurlaubs dem Geheimnis eines unheimlichen Mannes auf die Spur kommen wollen, der in einem alten Schloss wohnt und auf den die Menschen im Dorf mit dem Finger zeigen. Sie nennen ihn nur Herrn Böse, da man ihn nie lachen sieht. Werden Markus und Thomas, die beiden Brüder, je erfahren, warum Herr Böse so ein sonderbarer Mann ist? Gelingt es den beiden Jungen, das Herz des unheimlichen Mannes zu erweichen?

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 32

Veröffentlichungsjahr: 2014

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Anton Schaller

Ein unheimlicher Mann

Kinderbuch

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Impressum neobooks

Kapitel 1

Der kleine Ferienort in den Bergen war voller Touristen. Diese kauften fleißig in den Geschäften ein. Markus und Thomas, zwei Brüder, warteten voller Ungeduld in einem Lebensmittelladen, bis sie an die Reihe kamen.

Als sich die beiden Jungen vordrängen wollten, begann eine dicke Frau sogleich zu schimpfen: „Seht euch diese Bengel an! Keine Manieren! Anstatt sich hinten anzustellen ...“

„Wir wollen nur ein Eis kaufen!“, meinte Markus und strich über seine struppigen, blonden Haare.

„Das ist mir egal!“, schimpfte die aufgeregte Frau. „Ich war zuerst da. Nur das zählt! Wo kämen wir denn da hin ...?“

Plötzlich verstumm­ten alle Gespräche. Kein Mensch interessierte sich mehr für die beiden Jungen.

Die Tür war aufgegangen. Ein Mann stand im Eingang. Groß, mager, mit langen, weißen Haaren. Sein Gesicht war von Falten überzogen. Die großen Augen blickten starr. Beklei­det war der Mann mit einem alten, schwarzen Anzug. Das Hemd war schmutzig und die Krawatte saß schief.

Die Leute wichen verängstigt zurück. Der sonderbare Mann schritt mit steifen Bewegungen durch das Geschäft. Die Sohlen seiner Schuhe quietschten bei jedem Schritt.

Markus und Thomas blickten gespannt auf den sonderbaren Mann.

„Das ist Herr Böse!“, tuschelte eine ältere Dame neben ihnen und zuckte dabei nervös mit ihren Augenlidern. „Vor diesem Mann fürchtet sich hier jeder. Er ist allen unheimlich!“

Die alte Dame stockte plötzlich. Ihre linke Hand fuhr er­schrocken zu ihrem Mund.

Herr Böse blickte nämlich gerade in ihre Richtung. Hatte er etwas verstanden? Sein Gesicht blieb starr. Die Lippen waren fest zusammengepresst.

Der Unheimliche legte einen kleinen Zettel auf die Glasplatte des Verkaufstisches. Eine der beiden Verkäuferinnen eilte sofort herbei und suchte die Dinge zusammen, die auf dem Zettel notiert waren.

Dabei blickte sie immer wieder furchtsam in das runzelige Ge­sicht von Herrn Böse, der da stand, ohne sich zu bewegen.

„So, das wäre alles!“, murmelte die Verkäuferin dann leise und rechnete alles zusammen.

Der unheimliche Mann bezahlte, packte die Waren in seine mitgebrachte Strohtasche und verließ langsam das Geschäft. Die Tür schlug hinter ihm zu.

Sofort begannen die Leute aufgeregt miteinander zu reden.

Thomas und Markus wurden gleich bedient. Die anderen Kun­den hatten es plötzlich gar nicht mehr so eilig, an die Reihe zu kommen. Es war jetzt viel wichtiger, über Herrn Böse zu sprechen.

„Dass der sich wieder hier blicken lässt ...“

„Diesen Mann sollte man endlich einsperren ...“

„Man ist ja seines Lebens nicht mehr sicher ...“

So sprachen die Leute aufgeregt miteinander, während die beiden Jungen auf ihr Schokolade-Eis warteten. Die Verkäuferin drückte ihnen die Tüten in die Hand und sogleich stürmten Markus und Thomas aus dem Geschäft.

„Du, Thomas!“, rief Markus ganz aufgeregt, als sie auf der Straße standen. „Glaubst du, dass dieser Mann ein Verbrecher ist?“

„Mit Sicherheit“, meinte Thomas und warf seine langen, blonden Haare mit Schwung nach hinten. „Der sah so unheimlich aus ...“

„Und was die Leute über ihn gesagt haben ...“

„Muss ja nicht alles stimmen ...“

„Und wenn doch?“ Erwartungsvoll blickte Thomas seinen Bruder an, dann leckte er das Eis von seinen Fingern und wischte diese in seiner ausgefransten Jeans ab.

„Dann werden die Ferien, die so langweilig angefangen haben, doch noch recht spannend werden ...“

„Glaubst du?“

„Warum nicht? Hast du nicht Lust, hinter das Geheimnis dieses sonderbaren Mannes zu kommen?“

„Natürlich! Du kennst mich ja!“, lachte Thomas und schob seine sportliche Sonnenbrille auf die Nasenwurzel zurück.

„Dann sind wir uns einig! Wir beide trauen uns doch! Oder?“

„Natürlich! Ich habe keine Angst!“ Thomas reckte seine Brust. „Wann soll’s losgehen?“

„Am besten heute Nachmittag. Einverstanden?“

„Ich bin dabei!“, strahlte der Junge und seine blauen Augen funkelten unternehmungslustig. „Aber vorher möchte ich gerne mehr über diesen Mann erfahren ...“