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Melissa ist, wie jedes Jahr zu Weihnachten, zu Besuch bei ihren Großeltern. Alles scheint perfekt, vom polierten Besteck, bis zum schönsten Tannenbaum in der Nachbarschaft und den leckersten Zitronen-Baiser-Kuchen, den Melissa jemals gegessen hat. Im Vordergrund stehen für Melissa die Geschenke, doch als sie Marie-Therese und Philipp trifft, ein Junge aus der Nachbarschaft, merkt sie schnell, was die eigentliche Bedeutung von Weihnachten ist. Doch die Geschichte nimmt eine überraschende Wendung. Frohe Weihnachten! Auf, dass wir den wahren Wert der Weihnachtszeit in Erinnerung behalten.
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Seitenzahl: 62
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Über die Autorin
Delilah Richard wuchs mit 4 älteren Geschwistern auf. Schon früh merkte sie ihre Faszination, für wahre Geschichten aus dem Leben, die sich aus zwischenmenschlichen Beziehungen herauskristallisieren. »Die besten Geschichten erzählt immer noch das Leben selbst«, sagt sie.
Für Meine Familie
Jedes Jahr aufs Neue stellte meine Oma den schönsten Weihnachtsbaum, in der ganzen Nachbarschaft auf. Das war schon so Tradition. Dieses Jahr bin ich alleine da geblieben ohne meine Familie. Meine Oma, war schon voller Vorfreude und backte Plätzchen. Im Haus roch es nach Spekulatius und das Haus war überall geschmückt mit goldenen Lamellen. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, dass endlich der Weihnachtstag kommt und ich meine Geschenke auspacken konnte. Ich wünschte mir dieses Jahr eine Playstation, meine Oma und Opa würden mir diesen Wunsch erfüllen. Wie so jeden Wunsch, den ich hatte. Meine Mutter, ließ mich ungern zurück und wollte, dass ich mitkomme nach Florida, aber ich wollte genau dort sein, wo ich gerade war. Weihnachtsmusik tönte aus der Küche und meine Oma sang genussvoll mit und erfreute sich am Backen. Die ganze Nachbarschaft war zum nächsten Tag eingeladen undsiewürde ein Weihnachtsfestessen für sie zaubern. Ich schaute aus dem Fenster. Draußen waren Minusgrade und es schneite.Ich sah, wie Kinder draußen spielten, einen Schneemann bauten und eine Schneeballschlacht veranstalteten. Mit voller Kraft pustete ich auf das Fenster und wischte den verschwommenen Schimmer weg, um die Kinder genau zu beobachten. Sie lachten, und sahen sehr fröhlich aus und bewarfen sich mit Schnee. Dann kam die Mutter und schimpfte mit den Kindern, die sollen doch nach Hause gehen, ich kicherte etwas vor mich hin.Es klingelte an der Tür.»Ich mache schon auf Oma!«
»Was sagst du mein Kind? Ich kann dich nicht verstehen!«Ich lief so schnell ich konnte an die Tür und als ich sie öffnete, sah ich einen Weihnachtsbaum. Das verwunderte mich etwas, ich war gespannt, wer sich dahinter verbirgt. Als der Weihnachtsbaum wie von alleine sich zu bewegen schien, sah ich hintendran meinen Opa versteckt, der ihn mit allerletzter Kraft hereintrug. Eine wundervolle Blautanne. »Oh Kind, geh bitte aus dem Weg, ich sehe nichts.«
»Opa, kann ich dir helfen?«
»Mein Kind, geh bitte aus dem Weg, das ist viel zu schwer, ich glaube ich falle gleich hin!« Er trug es noch mit allerletzter Kraft ins Wohnzimmer, derweilen hatte das auch meine Oma gemerkt und kam fröhlich, aus der Küche heraus. Sie hatte ein breites, erleichtertes Grinsen im ganzen Gesicht. Endlich war der Baum da! Immerhin waren es schon drei Tage vor Weihnachten, und morgen war die ganze Nachbarschaft mit den Eltern und samt Kindern eingeladen. »Oma, kann ich dir beim Schmücken des Weihnachtsbaumes helfen?«
»Mein Kind, du sollst dich ausruhen und vielleicht mit den anderen Kindern spielen, was denkst du?«
»Aber ich will nicht mit den anderen Kindern spielen, ich will dir helfen den Tannenbaum zu schmücken!«
»Ja,wir werden sehen, ich habe noch so viel zu tun undich muss systematisch vorgehen.«
»Systematisch?« Ich war etwas beleidigt, dass sie mir nicht so schnell eine Antwort geben konnte, ich wollte ihr doch beim Aufbau des Tannenbaums unbedingt helfen! Ich ging wieder zum Fenster und schaute nach, ob die Kinder noch draußen ihre Schneeballschlacht veranstalteten. Es war niemand mehr zu sehen. Na ja langsam wurde es auch schon dunkel, bestimmt bekamen die Kinder noch Ärger, von ihrer Mutter. Etwas beleidigt versteckte ich mich in der Ecke. Mein Opa versuchte den Tannenbaum zu fixieren und zu Recht zu schneiden. Der Baum ging bis zur Decke. Die Spitze, des Baumes prallte etwas an den Stucken der Decke ab. Das ganze Haus hatte hohe, große und helle schöne Fenster. Durch den Schnee war das Haus hell erleuchtet und der Duft von Spekulatius, war in meiner Nase fest verankert. Ich liebte diesen Duft von frisch gebackenen Keksen. Meine Oma backte die besten Kekse. Noch hatte sie drei weitere Kuchen im Backofen, meine Oma überarbeitete sich, wie jedes Jahr. Ich wollte ihr unbedingt bei der Vorbereitung helfen. Doch sie ließ sich nicht helfen. Sie schien sehr glücklich zu sein ihre Arbeit alleine zu tun.»Opa, kann ich dir mit dem Weihnachtsbaum helfen?« Er schaute etwas sprachlos in die Luft und flüsterte etwas Oma zu. Omas Lachen veränderte sich in ein trübes Gesicht und beide fingen eine Diskussion an. Ich war nach wie vor beleidigt, dass mir niemand eine richtige Antwort geben konnte. Nicht einmal schon geschmückt, sah der Weihnachtsbaum einfach fantastisch aus. Ich versuchte es das letzte Mal und ging zu meiner Oma. »Oma, kann ich dir wirklich nicht irgendwie helfen?«
»Bitte wir haben hier einiges zu tun, geh doch in die Küche und versuch meinen selbstgemachten Kuchen den ich gestern gemacht habe. Ich habe extra den Schokoladenkuchen gemacht, ich weiß, dass es dein Lieblingskuchen ist.« Mit dieser Antwort fand ich mich ab. Langsam wurde es Abend und ich traute mich noch mal ins Wohnzimmer hinein. Ich sah niemanden, nur der Weihnachtsbaum stand in der Mitte des Raumes. Dann ging ich durch das Haus entlang zum Essbereich, wo der ganze Tisch schön dekoriert war, mit goldenen, und roten Weihnachtsschmuck, der überall verteilt perfekt auf dem Tisch lag. Das ganze Haus erstrahlte in Lichtern und Lamellen. Es war einfach perfekt gedeckt. Hatte das meine Oma, alles alleine gemacht? Ich fühlte mich irgendwie schlecht, dass ich nur meine Schokolade aß und meine Oma und Opa nicht helfen konnte. Nichtsdestotrotz war es einfach wunderschön und fantastisch und ich freute mich auf den nächsten Tag, wenn die ganze Nachbarschaft zu Besuch kommen würde. Endlich kam meine Oma dazu. »Oma, hast du das alles alleine gemacht? Das sieht einfach fantastisch aus! Aber ich wollte dir doch helfen!« Sie platzierte Namenskärtchen auf den Tisch. Oma hatte wirklich an alles gedacht. Ich weiß, dass sie noch drei Kuchen im Backofen hatte. »Ich weiß mein Kind, dass du mir helfen willst, aber du kennst doch Oma, ich mache das alles sehr, sehr gern alleine, dann werde ich auch schneller fertig. Bitte sei nicht beleidigt! Genieß einfach die Feiertage mit uns, den Rest machen wir.« Sie gab mir einen Kuss auf die Wange und dekorierte weiterhin den Tisch. Ich fand mich endlich damit ab nichts zu tun zu haben und ging in mein Zimmer, um mich etwas von den ganzen Eindrücken zu erholen und meine Vorfreude wuchs immer mehr auf die Weihnachtstage. Ich wälzte mich hin und her im Bett und konnte vor Aufregung nicht schlafen. Ob Oma auch schon schlafen würde? Was macht eigentlich Opa? Wer schmückt eigentlich den Weihnachtsbaum? Es sind doch nur noch zwei Tage bis Weihnachten! Ich schaute auf die Uhr und es war schon ein Uhr morgens! Ich zählte die Schäfchen um endlich einschlafen zu können. Und es funktionierte. Ich begab mich in die Welt der Träume …
