Endlich Seniorin - Julie Durin - E-Book

Endlich Seniorin E-Book

Julie Durin

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Beschreibung

Waltraud, eine geschiedene, ehemalige Lehrerin, geht auf die Siebzig zu. Mit dem Eintritt in das Rentenalter kaufte sie sich ein Wohnmobil und tourt damit durch Europa. Waltrauds Einstellung zum Sex, war bis zum Ausscheiden aus dem Berufsleben von Gleichgültigkeit und Desinteresse geprägt. Ihre Reisebekanntschaft Antje verstand es, dies zu ändern. Für die Überwinterung in den wärmeren Gefilden Europas in ihrer feudalen, rollenden Behausung sucht und findet sie über ein Reisepartner Vermittlungsportal eine männliche Begleitung. Mit dieser tourt sie über eine Reihe unterschiedlichster Camping- und Stellplätze an der spanischen Mittelmeerküste und der Algarve entlang. Intensive Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke auf ihrer Reise, die abrupt endet, beeinflussen Waltrauds Gefühlswelt tiefgreifend und nachhaltig.

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Seitenzahl: 89

Veröffentlichungsjahr: 2015

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www.tredition.de

Julie Durin

Endlich Seniorin

Eine erotische Reise im Wohnmobil

www.tredition.de

© 2015 Julie Durin

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback:

978-3-7323-6575-3

Hardcover:

978-3-7323-6576-0

e-Book:

978-3-7323-6577-7

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Vorbereitung

Waltrauds Arbeitsleben liegt nun bereits ein paar Jahre hinter ihr. Sie gestaltet und entwickelt ihre 3. Lebensphase. Rückblickend ist sie trotz mancherlei Auf und Ab im ihrem Leben nicht gerade unzufrieden. Engagiert und voller Freude hat sie die Heranwachsenden in der DDR an der Hilfsschule und nach dem gesellschaftlichen Umbruch an der Förderschule erfolgreich unterrichtet. Über viele Jahre fand sie Anerkennung und Achtung im Beruf. Die in der DDR politisch weniger bedeutsame Tätigkeit in dem gesonderten Schulbereich ermöglichte es ihr, sich voll ihrem Familienleben und ihrer pädagogischen Arbeit zu widmen. Mit dem Systemwechsel in dem Land veränderten sich in diesem Bildungszweig die Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft gravierend. Die Importbeamten von jenseits der Elbe, davon nicht wenige aus den Reihen der 68er Revoluzzer-Garde, vernichteten das hiesige Bildungsgefüge und schafften es im Verbund mit unfähigen Bildungspolitikern nicht, neue effektive und funktionierende Strukturen zu schaffen, in denen eine Entwicklung der lernbeeinträchtigten Kinder zu einem selbst organisierbaren Leben und nicht eine finanzielle Mangelverwaltung im Vordergrund steht. So fiel es Waltraud in den letzten Jahren immer schwerer, mit dem richtigen Schwung diese Heranwachsenden zum Lernen zu bewegen. Mit Planungs- und Berichtsaufgaben überfrachtet, wurde das eigentliche pädagogische Wirken zunehmend schwerer. Lustlose Schüler, rechthaberische Eltern sowie Konkurrenzdenken der pädagogischen Mitstreiter ließen sie den Übergang in das Rentnerinnendasein immer intensiver herbeisehnen. Der verordneten längeren Lebensarbeitszeit begegnete sie mit Block-Altersteilzeit und vorzeitigem Renteneintritt. Die zwar deutlichen finanziellen Einbußen zwingen sie dennoch nicht, am Hungertuch nagen zu müssen.

Mit dem Alleinsein nach fast vierzig Jahren Ehe kommt Waltraud inzwischen zurecht. DDR-typisch jung und schwanger geheiratet und das einzige Kind, einen Sohn, erfolgreich groß gezogen, hielt ihre Ehe mit Höhen und Tiefen doch recht lange. Mit den gewandelten gesellschaftlichen Verhältnissen verlor die Beziehung an Halt. Sich anfänglich gegenseitig noch vielseitig unterstützend, nahm der Stress in ihren Vollzeitjobs immer stärker zu und nicht mehr alle Aufgaben waren im Rahmen der geregelten Arbeitszeit zu erledigen. Die beiderseitigen Interessen mussten zu oft dem Job des anderen untergeordnet werden; sie drifteten auseinander. Aus einem liebevollen Miteinander wurde im Laufe der Jahre ein zwar achtungsvolles, aber eben doch nur ein Nebeneinander. Kleinere und größere gegenseitige Anerkennungen, wie die beiden sie in ihrem Arbeitsumfeld immer wieder erlebten, waren verlorengegangen. Für ein dauerhaftes gemeinsames Leben war das den zweien nicht genug.

Mit der Trennung spürte Waltraud, dass ein bisschen weniger Fremdbestimmung ganz angenehm sein kann. Und das sollte mit dem Abschied vom eigenen Arbeitsleben noch viel besser werden. Finanziell halbwegs über die Runden kommend, will sie ihre gewonnene Freiheit in vollen Zügen auskosten. So verwundert es nicht, dass sie nach der Scheidung keine neue feste Partnerschaft anstrebte, wenn sie auch manchmal im Bekanntenkreis das Gefühl verspürte, so etwas wie das fünfte Rad am Wagen zu sein. Ihre 3-Raum-Wohnung hat sie modern eingerichtet. Zeitung, Radio, Fernseher und das Internet versehen sie hinreichend mit den neuesten Informationen aus allen sie interessierenden Lebensbereichen. Waltraud verkriecht sich nicht in ihr Zuhause, sondern besucht Konzerte von Rock bis Klassik, geht ins Kino, ins Theater und zum Schwimmen, nimmt unregelmäßig an Treffen ehemaliger Kolleginnen und Kollegen teil, reist zu Kabarettaufführungen und tanzt begeistert in der Line-Dance-Gruppe. Das Fahrrad steht auch nicht nur als Staubfänger im Keller. Beim Essen schmeckt ihr nicht nur, was sie selber zubereitet; sie genießt es hin und wieder, in einer angesagten Gaststätte gepflegt zu speisen. Sie fühlt sehr wohl, dass einige ihrer Aktivitäten gemeinsam mit einem netten Partner zu erleben, schon ganz angenehm wäre. Spaß und Freude mit jemandem teilen ja, aber eine neue Dauerbeziehung eher nein.

Bereits in der eigenen Kinderzeit wurde Waltraud mit dem Camper-Virus infiziert. Auch in der Ehe genoss sie das freiere Lebensgefühl des Campens gern und intensiv. Und so macht sich jetzt eine reife Frau daran, das Wohnmobil für ihre neue Reise zu bepacken. Auch diesen Winter zieht es sie wieder in die wärmeren Gefilde Südeuropas. Auf ihren bisherigen Reisen beobachtete Waltraud eine deutliche Zunahme allein reisender Senioren, aber auch Seniorinnen. Sie hat sich entschieden, dieses Mal erneut, trotz des Reinfalls im vergangenen Jahr, nicht ohne Begleitung zu fahren. In den Vorjahren handhabte sie das allerdings noch anders. Sie muss laut vor sich hin lachen, wenn sie an das entgleiste Gesicht ihres Reisepartners denkt, als sie ihm nach etwa einem Monat erklärte, dass er für die weitere Tour nicht mehr erwünscht sei. Er hatte offensichtlich eine Vorstellung von Wohnmobil-Camping, die sich mit Waltrauds überhaupt nicht vereinbaren ließ. Unordnung, Nachlässigkeit in der Kleidung, handwerkliches Ungeschick und dazu ein gewisses Machogehabe fielen ihr relativ schnell auf die Nerven. Sie war nicht bereit, das länger zu dulden. Noch dazu, wo sein Sex verbal und real zu wesentlich voneinander abwichen. Wie für einen solchen Fall im Vorfeld vereinbart, brachte sie ihn zum nächsten Flughafen und wünschte einen guten Heimflug. Über ein Reisepartner-Suchportal wählt Waltraud die Begleitung nach einer persönlichen Begegnung auf neutralem Boden und einem Treffen bei ihm aus. So gewinnt sie immerhin einen gewissen Grundeindruck von seinem, für Camping notwendigem Ordnungsverhalten und seinem, im Portalprofil angegebenen Status als ungebunden. Sie wundert sich immer noch, wie sie bei der Reisepartnerauswahl im letzten Jahr so daneben greifen konnte und hofft, dass sie diesmal, im Vorfeld etwas genauer hinsehend, mehr Glück hat. Das Packen fällt ihr inzwischen recht leicht; jedes Teil hat seinen festen Platz und Neuanschaffungen waren in letzter Zeit nicht mehr notwendig. Das Mobil ist voll autark ausgestattet. Sie hat jederzeit genügend Strom, um alle notwendigen elektrischen Geräte zu betreiben. So kann sie bis zu drei Tagen auf einem Platz stehen, ohne eine Ver- oder Entsorgungsstation anfahren zu müssen. Hier muss sie ihrem Alter eben doch Tribut zollen; länger als für diese Zeitspanne reicht die Kapazität des mobilen WC nicht aus. Ein abschließender Blick über die Checkliste zeigt ihr, dass es morgen losgehen kann. Als einziges noch ungepackt ist ihr Intimfach, in dem Waltraud ihre inzwischen sehr lieb gewonnenen Spielzeuge, die mit sollen, verwahrt. Ihre heute erst angekommene, neueste Errungenschaft gilt es, noch vor der Reise zu testen.

Leicht verschwitzt huscht sie unter die Dusche und steht nach einer ausgiebigen, wohlduftenden Erfrischung vor dem Spiegel und ist mit dem, was da sieht, zufrieden. Die häufigen Saunabesuche zeigen ihre positive Wirkung. Obwohl sie der Vollendung des siebenten Jahrzehnts bereits recht nahe gekommen ist, fühlt sie sich mit ihrem wohlproportionierten Körper immer noch hinreichend attraktiv, um Männern ordentlich den Kopf verdrehen sowie Sehnsüchte und Gelüste in ihnen wecken zu können. Das Grau ihres Haares ist echt und verleiht ihrem Äußeren, im Zusammenspiel mit den beim Lachen strahlenden, grüngesprenkelten Augen, ein anziehendes gewisses Etwas. Für ihre im Laufe der Jahre schmaler gewordenen Lippen sowie die für ihr Alter noch recht glatten, cremegepflegten Gesichtszüge verzichtet sie auf Lippenstift und Schminke. Oft blitzt ein verschmitztes Lächeln auf, das ihrem schlagfertigen Humor entspringt. Ihre Haut ist natürlich nicht mehr so glatt und der Busen so straff wie in jungen Jahren. Waltraud weiß aber, dass der immer noch ein echter Hingucker ist und viele Männer sich nur zu gerne an und zwischen dem weichen Fleisch erfreuen würden. Ein wenig Bauch, eine gesunde Portion Speck auf den Hüften sowie ein draller Po lassen Waltraud sehr weiblich erscheinen. Die Beine, die bei Wärme und Belastung immer häufiger anschwellen, veranlassen sie, verstärkt lange Hosen zu tragen.

Ihre Schenkel leicht gespreizt, betrachtet Waltraud wohlwollend den ausgeprägten Venushügel mit dem dichten, drahtigen Busch, der die fleischigen Schamlippen, die manchmal recht vorwitzige Perle zwischen ihnen und den Eingang in ihr wundersames, lustspendendes Inneres bedeckt. Ein leichtes Grinsen huscht über ihr Gesicht als Waltraud daran denkt, wie lange sie brauchte, um die Möglichkeiten der Nachwendezeit und die Anonymität des Interneteinkaufs zu nutzen, mit verschiedenen Spielzeugen ihre Lust zu entfachen. Als Pubertierende begab sie sich so gut wie nie auf sexuelle Eigenerkundungen. Ihre ersten intimen Fremdkontakte waren auch nicht dazu angetan, dem Sex eine bedeutsamere Rolle beizumessen. So war es nur logisch, dass, bei der zur Frau Herangewachsenen, andere Lebensbereiche wie Familie, Arbeit, Haushalt sowie gesellschaftliches Engagement eine höhere Priorität genossen und für die intime Zweisamkeit meist der Wunsch, die Energie, das Umfeld oder einfach die stimmungsvolle Atmosphäre fehlten. Dazu verstand ihr Gatte es nicht, tiefgreifende Lustgefühle in ihr zu entfachen, was sie zur damaligen Zeit noch nicht einmal als Manko in ihrer Ehe empfand. Sie vermochten auch beide nicht, vernünftig über ihren Sex zu reden.

Beim Ankleiden fällt der Blick auf das Bild ihrer andauerndsten und nachhaltigsten, vieles in ihrem Leben verändernden, Camper-Bekanntschaft. Es zeigt zwei fröhlich lachende, reife Frauen am FKK-Strand der Playa de Torrox in Südspanien; Antje, eine dralle Holländerin und sie selbst. Es bedurfte erst dieser Begegnung, um Waltrauds Neugier auf die vielschichtige Welt der Erotik zu wecken. Gern, aber mit gemischten Gefühlen, erinnert sie sich an die Zeit mit der offenen, sehr direkten und lebenslustigen Holländerin. Gern, weil sie Waltraud den Zugang in eine für sie fremde, völlig neue Welt öffnete. Mit gemischten Gefühlen, weil sie erkennen musste, wie naiv und in der heutigen Zeit nahezu sträflich unwissend und desinteressiert sie bis dahin bezüglich des Themas Sex gelebt hat. Waltraud glaubte immer, relativ offen und frei im Umgang mit Sex und Erotik zu sein. Das Baden und Campen im FKK-Bereich war für sie Normalität. Allerdings kann sie sich über die in den letzten Jahren geänderte gesellschaftliche Akzeptanz der typischen Vorwende-FKK mächtig aufregen. Ging das Baden ohne die lästigen Textilien früher einerseits der Elbe relativ einfach, ohne gesellschaftlichen Anstoß, war es in den alten Bundesländern schon immer der deutscheigenen Vereinsmeierei vorbehalten, sich in FKK-Clubs zu organisieren und sichtschutztechnisch abzugrenzen. Inzwischen wird Vielerorts, ganz besonders an, auch bei den Altbundesbürgern beliebt gewordenen, Ostseestränden das unbekleidete Baden zunehmend zurückgedrängt. Wenn es dann sogar noch Alte wagen, textilfrei, ungeliftet und faltig, ohne Rücksicht auf die von jenseits der Elbe herüber schwappende Scheinmoral und den empörten Blick der meist gut Betuchten nehmend, baden zu wollen, schreitet sogar die Boulevardpresse ein und stellt die Unmöglichkeit eines solchen Verhaltens anschaulich, exemplarisch dar. Kostenfreies Nacktsein, das geht ja schließlich gar nicht. Anders bei dem Vereinswesen; da ist doch wenigstens noch mit der Geländepacht, dem Mitgliedsbeitrag und der sachlichen Ausstattung des Vereins ein Geschäft zu machen. Pornos konnte Waltraud ohne jede Erregung, eher gelangweilt, anschauen. Beim Lesen sehr intimer und freizügiger Literatur kam es allerdings schon mal vor, dass sich ihr Feuchtigkeitspegel in der Lustspalte deutlich erhöhte. Ihre innere Erregung reichte aber nicht, um intensiver nach selbst gesteuerter Entspannung zu suchen. Sexspielzeuge