Epitaph eines königlichen Feinschmeckers - Veljko Barbieri - E-Book

Epitaph eines königlichen Feinschmeckers E-Book

Veljko Barbieri

4,9

Beschreibung

Ein Roman über einen ungenannten Gourmet, der unter der Diktatur und absoluten gesellschaftlichen Kontrolle seine hedonistische Freiheit zu schützen versucht, indem er seinen Magen zu füllen pflegt. Im Totalitarismus ist allein der Genuss Akt des Anarchismus. Aus seinem Tagebuch herausgerissene Blätter beschreiben den chronologischen Ablauf des Konflikts zwischen dem Individuum und dem System. In dem Augenblick, da ihm jede Möglichkeit zum Leben genommen und er zu repressiven Schritten unter der verstärkten Kontrolle des Systems gezwungen wird, wodurch er seine Individualität verliert, entschließt er sich zu radikalen Schritten. »Wollen Sie, dass ich Ihnen ehrenamtliche Arbeit als Koch in einem Altersheim oder einem Waisenhaus besorge oder etwas in der Art?« »Selbst wenn ich mich dazu bereit erklärte, Sie würden mich jeden Tag aufschreiben. Ich glaube, im Moment verstehen Sie mich nicht. Ich habe den Wunsch, für mich zu kochen.« Jetzt fuhr er aus der Haut. Das Buch "Epitaph eines königlichen Feinschmeckers" fasziniert durch seine satirischen und häufig auch grotesken Züge und ist ein lesenswertes Plädoyer für die Lebenskunst, den Genuss und die Freude an einer individuellen Lebensweise.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 132

Veröffentlichungsjahr: 2014

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
4,9 (18 Bewertungen)
16
2
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



BARBIERI • EPITAPH EINES KÖNIGLICHEN FEINSCHMECKERS

VELJKO BARBIERI

1959 in Split geboren, Reifeprüfung und Universitätsabschluss in Zagreb, verfasste vierzehn Prosabücher. Ist in vielen heimischen und ausländischen Anthologien vertreten. Sein bekanntester Roman, Epitaph eines königlichen Feinschmeckers, in welchem die Gastronomie der Ausgangspunkt des Kampfes gegen die autoritäre Herrschaft ist, gilt als eines der meistverkauften Bücher der Neuzeit in Kroatien. Barbieri schreibt regelmäßig gastronomische Rubriken in Zeitschriften und kulinarische Beiträge für das kroatische Fernsehen.

VELJKO BARBIERI

Epitaph eines königlichenFeinschmeckers

Roman

Aus dem Kroatischenvon Barbara Antowiak

Erstausgabe 2008Wieser Verlag Klagenfurt/Celovec

Titel der Originalausgabe:Epitaf carskog gurmana© der Originalausgabe by Veljko Barbieri

wtb 02

Cover unter Verwendung von»Chaosminiaturen« von Wolf Vanderlendt.

A-9020 Klagenfurt/Celovec, Ebentaler Straße 34bTel. + 43(0)463 370 36, Fax. + 43(0)463 376 [email protected]

Copyright © dieser Ausgabe 2014 bei Wieser Verlag GmbH,Klagenfurt/CelovecAlle Rechte vorbehaltenLektorat: Gerhard MaierhoferKorrektorat: Wolfgang EbnerISBN 978-3-99047-000-8

Soles occidere et redire possunt:nobis cum semel occidit brevis luxnox est perpetua una dormienda

C. Valerius Catullus

Sonnen sinken und können wiederkehren:doch wenn unseres Lebens kurzes Licht erlosch,deckt die ewige, eine Nacht uns Schläfer.

Übersetzung: Otto Weinreich

Inhalt

Kapitel I

5. Februar

7. Februar

8. Februar

10. Februar

11. Februar

13. Februar

15. Februar

19. Februar

20. Februar

21. Februar

23. Februar

Kapitel II

1. März

2. März

10. März

11. März

12. März

11. März

Kapitel III

15. März

16. März

17. März

19. März

23. März

24. März

25. März

26. März

29. März

30. März

I

5. Februar

Als sie in meine Wohnung eingedrungen waren, stellten sie zu ihrer Verblüffung fest, dass ich keine Völlerei trieb. Dennoch waren sie noch immer misstrauisch. Sie setzten sich um mich herum. »Wir haben die Meldung erhalten, dass hier übermäßig geprasst wird.«

»Wo?«, fragte ich und umklammerte das rohe Wachtelbeinchen, das ich bei dem Überfall soeben aus der Marinade genommen hatte.

»Bei Ihnen, Mensch!«, antwortete der »Chef«.

»Sie meinen, ich …?«

»Ja, Sie, natürlich Sie! Hätten wir uns sonst bei dieser Kälte herbemüht?«

Dabei sah er seine Untergebenen listig an, und sie bekundeten ihre Zustimmung durch gemeinsames Nicken. Ich fühlte, wie mir der mit Essig vermischte Fleischsaft über die Hand rann, und machte einen Schritt in Richtung Küche, um das Beinchen abzulegen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!