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Ein Roman über einen ungenannten Gourmet, der unter der Diktatur und absoluten gesellschaftlichen Kontrolle seine hedonistische Freiheit zu schützen versucht, indem er seinen Magen zu füllen pflegt. Im Totalitarismus ist allein der Genuss Akt des Anarchismus. Aus seinem Tagebuch herausgerissene Blätter beschreiben den chronologischen Ablauf des Konflikts zwischen dem Individuum und dem System. In dem Augenblick, da ihm jede Möglichkeit zum Leben genommen und er zu repressiven Schritten unter der verstärkten Kontrolle des Systems gezwungen wird, wodurch er seine Individualität verliert, entschließt er sich zu radikalen Schritten. »Wollen Sie, dass ich Ihnen ehrenamtliche Arbeit als Koch in einem Altersheim oder einem Waisenhaus besorge oder etwas in der Art?« »Selbst wenn ich mich dazu bereit erklärte, Sie würden mich jeden Tag aufschreiben. Ich glaube, im Moment verstehen Sie mich nicht. Ich habe den Wunsch, für mich zu kochen.« Jetzt fuhr er aus der Haut. Das Buch "Epitaph eines königlichen Feinschmeckers" fasziniert durch seine satirischen und häufig auch grotesken Züge und ist ein lesenswertes Plädoyer für die Lebenskunst, den Genuss und die Freude an einer individuellen Lebensweise.
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Seitenzahl: 132
Veröffentlichungsjahr: 2014
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BARBIERI • EPITAPH EINES KÖNIGLICHEN FEINSCHMECKERS
VELJKO BARBIERI
1959 in Split geboren, Reifeprüfung und Universitätsabschluss in Zagreb, verfasste vierzehn Prosabücher. Ist in vielen heimischen und ausländischen Anthologien vertreten. Sein bekanntester Roman, Epitaph eines königlichen Feinschmeckers, in welchem die Gastronomie der Ausgangspunkt des Kampfes gegen die autoritäre Herrschaft ist, gilt als eines der meistverkauften Bücher der Neuzeit in Kroatien. Barbieri schreibt regelmäßig gastronomische Rubriken in Zeitschriften und kulinarische Beiträge für das kroatische Fernsehen.
Epitaph eines königlichenFeinschmeckers
Roman
Aus dem Kroatischenvon Barbara Antowiak
Erstausgabe 2008Wieser Verlag Klagenfurt/Celovec
Titel der Originalausgabe:Epitaf carskog gurmana© der Originalausgabe by Veljko Barbieri
wtb 02
Cover unter Verwendung von»Chaosminiaturen« von Wolf Vanderlendt.
A-9020 Klagenfurt/Celovec, Ebentaler Straße 34bTel. + 43(0)463 370 36, Fax. + 43(0)463 376 [email protected]
Copyright © dieser Ausgabe 2014 bei Wieser Verlag GmbH,Klagenfurt/CelovecAlle Rechte vorbehaltenLektorat: Gerhard MaierhoferKorrektorat: Wolfgang EbnerISBN 978-3-99047-000-8
Soles occidere et redire possunt:nobis cum semel occidit brevis luxnox est perpetua una dormienda
C. Valerius Catullus
Sonnen sinken und können wiederkehren:doch wenn unseres Lebens kurzes Licht erlosch,deckt die ewige, eine Nacht uns Schläfer.
Übersetzung: Otto Weinreich
Kapitel I
5. Februar
7. Februar
8. Februar
10. Februar
11. Februar
13. Februar
15. Februar
19. Februar
20. Februar
21. Februar
23. Februar
Kapitel II
1. März
2. März
10. März
11. März
12. März
11. März
Kapitel III
15. März
16. März
17. März
19. März
23. März
24. März
25. März
26. März
29. März
30. März
5. Februar
Als sie in meine Wohnung eingedrungen waren, stellten sie zu ihrer Verblüffung fest, dass ich keine Völlerei trieb. Dennoch waren sie noch immer misstrauisch. Sie setzten sich um mich herum. »Wir haben die Meldung erhalten, dass hier übermäßig geprasst wird.«
»Wo?«, fragte ich und umklammerte das rohe Wachtelbeinchen, das ich bei dem Überfall soeben aus der Marinade genommen hatte.
»Bei Ihnen, Mensch!«, antwortete der »Chef«.
»Sie meinen, ich …?«
»Ja, Sie, natürlich Sie! Hätten wir uns sonst bei dieser Kälte herbemüht?«
Dabei sah er seine Untergebenen listig an, und sie bekundeten ihre Zustimmung durch gemeinsames Nicken. Ich fühlte, wie mir der mit Essig vermischte Fleischsaft über die Hand rann, und machte einen Schritt in Richtung Küche, um das Beinchen abzulegen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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