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Als die Erdmaus die Lichtung mit dem großen Haselnussstrauch erreicht, traut sie ihren Augen nicht. Keine einzige Nuss war am Boden zu sehen! Wer hatte ihren geheimen Sammelplatz entdeckt? Als dann eine dunkle Gestalt hinter den Büschen auftaucht, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.
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Seitenzahl: 21
Veröffentlichungsjahr: 2019
Copyright © by Iris Rauner, Thomas J. Hartmann, Augsburg 2019.
Alle Rechte vorbehalten. All Rights Reserved.
1. Auflage
Illustration: Iris Rauner
Konzept und Text: Thomas J. Hartmann und Iris Rauner
Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
978-3-7497-7207-0 (Hardcover)
978-3-7497-7208-7 (e-Book)
Iris Rauner
Thomas J. Hartmann
Erdmaus und Trüffelbär
Keine Haselnüsse für Erdmaus
tredition · Hamburg
Es war ein strahlend schöner Septembermorgen, der Tau funkelte auf den Grashalmen wie kleine Diamanten und die Vögel zwitscherten um die Wette.
Doch von alledem bekam die Erdmaus noch nichts mit, denn sie war gerade erst erwacht. Genüsslich räkelte sie sich in ihrem warmen Bett und schaute schlaftrunken an die Decke ihres Kämmerleins. Dabei erinnerte sie sich an ihren Traum und leckte sich dabei hungrig das Mäulchen. Sie hatte von einem riesigen Stück Zweschgendatschi mit einem großen Klecks Schlagrahm geträumt. Ihr Magen knurrte laut und so sprang sie rasch aus ihrem Bett, erledigte die morgendliche Wäsche so schnell wie möglich und ging in die Küche, um sich ein Frühstück zu richten. Zwar hatte sie keinen Kuchen, doch gab es noch ein paar frische Zwetschgen, und so machte sie sich damit einen leckeren Hirsebrei. Sie musste sich heute gut stärken, denn es gab sehr viel zu tun.
Die Erdmaus wohnte alleine unter der Wurzel einer großen Eiche und versorgte sich selbst. Das war sehr viel Arbeit und manchmal hätte sie gerne jemanden gehabt, der ihr behilflich sein konnte. Aber auch die Einsamkeit machte ihr hin und wieder zu schaffen. Sie sehnte sich nach jemandem, der ihr Leben mit ihr teilte.
Nachdem sie in ihrem Gemüse- und Kräutergarten nach dem Rechten gesehen hatte, machte sich die Erdmaus mit ihrem Weidenkörbchen auf den Weg.Denn sie wollte heute Haselnüsse sammeln gehen und dafür brauchte sie eine ausreichende Transportmöglichkeit. Sie musste sich einen großen Vorrat an Nüssen für den Winter anlegen, denn dieser konnte sehr lang und auch sehr kalt werden, und wenn die anderen Nahrungsmittel knapp wurden, erwiesen sich Nüsse als äußerst nahrhaft und geradezu überlebensnotwendig.
Als sie den Fluss erreichte, den sie auf dem Weg zu den Haselsträuchern überqueren musste, sah sie ihren Freund Franz, den Biber.
„Guten Morgen, Franz!”, rief sie ihm erfreut zu.
„Guten Morgen, Erdmaus!”, erwiderte dieser und winkte ihr fröhlich zu. „Wohin gehst du denn so früh?”
„Nüsse sammeln”, sagte die Erdmaus.
„Nüsse sammeln? Heute? Jetzt?” Der Biber kratze sich nachdenklich am Hinterkopf und blickte misstrauisch zum Himmel.
„Ludwig, der Wetterfrosch hat für heute Mittag ein heftiges Unwetter vorhergesagt. Willst
