Ermahnung zum Martyrium - Origenes - E-Book

Ermahnung zum Martyrium E-Book

Origenes

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Beschreibung

In "Ermahnung zum Martyrium" entfaltet Origenes, einer der bedeutendsten Theologen des frühen Christentums, seine tiefgehenden Überlegungen zur Tugendhaftigkeit und zum Leiden für den Glauben. Sein literarischer Stil ist geprägt von einer klaren, direkten Sprache, die sowohl philosophische Argumentation als auch emotionale Ansprache vereint. Der Text steht im Kontext der frühen Christenverfolgungen und bietet einen einfühlsamen, aber auch herausfordernden Blick auf das Martyrium als eine Form des ultimativen Glaubensbeweises und der spirituellen Vollkommenheit. Dabei ist Origenes' Werk sowohl als theologischer Diskurs als auch als moralische Ermahnung an die Christen seiner Zeit interpretiert werden. Origenes selbst, geboren um 184 n. Chr. in Alexandria, war ein mutiger Denker, der die frühe Christliche Kirche maßgeblich prägte. Als Zeuge der religiösen Konflikte seiner Zeit und als Verfasser zahlreicher Schriften über Glauben, Ethik und Philosophie sucht er in diesem Werk nicht nur das Martyrium zu erklären, sondern auch, seinen Lesern die Kraft und die Gnade zu vermitteln, die in solchem Leiden verborgen sein können. Seine persönliche Erfahrung und sein tiefes theologisches Verständnis durchdringen jedes Kapitel. Für jeden Leser, der sich für die Grundpfeiler des Christentums und die Rolle des Leidens im Glaubensleben interessiert, ist "Ermahnung zum Martyrium" ein unerlässlicher Text. Er bietet nicht nur historische Einblicke, sondern auch spirituelle Impulse, die auch in der heutigen Zeit Relevanz besitzen. Origenes lädt uns ein, über den Wert von Glauben und Opfer nachzudenken und zeigt auf, wie das Martyrium zur Klärung und Vertiefung unseres Glaubens beitragen kann.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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Origenes

Ermahnung zum Martyrium

Exhortatio ad martyrium
Übersetzer: Paul Koetschau
e-artnow, 2025 Kontakt: [email protected]

Inhaltsverzeichnis

1.
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1.

Inhaltsverzeichnis

„Die der Milch entwöhnt, die von der Mutterbrust genommen sind, Drangsal auf Drangsal erwarte, erwarte Hoffnung auf Hoffnung, nur noch kurze Zeit, nur noch kurze Zeit, um der Verachtung der Lippen willen, durch eine andere Zunge1.“ So habt nun auch ihr, gottesfürchtiger Ambrosius und frommer Protoktetus, als nicht mehr „fleischliche“, auch nicht „in Christus unmündige“ (Christen) in euerem geistigen „Alter zugenommen2“ und „bedürft nicht mehr der Milch, sondern fester Speise3“. Da ihr also nach Jesaja „der Milch entwöhnt und von der Mutterbrust genommen seid“, so vernehmt, wie euch als den „der Milch entwöhnten“ Kämpfern nicht einfache Drangsal, sondern „Drangsal auf Drangsal4“ verkündet wird. Wer aber die „Drangsal auf Drangsal“ nicht von sich abweist, sondern sie als wackerer Kämpfer erwartet, der erwartet sofort auch „Hoffnung auf Hoffnung“, die er bald nach „der Drangsal auf Drangsal“ genießen wird; denn solche Bedeutung hat das Wort: „nur noch kurze Zeit, nur noch kurze Zeit5.“

2.

Inhaltsverzeichnis

Aber wenn uns auch diejenigen, welche der Sprache der heiligen Schriften fremd gegenüberstehen, verachten und geringschätzig als Gottlose oder Toren bezeichnen sollten, so laßt uns daran denken, dass „die Hoffnung auf Hoffnung“, die - es währt „nur noch kurze Zeit“ - uns verliehen werden wird, „um der Verachtung der Lippen willen, durch eine andere Zunge“ verliehen werden wird. Und wer möchte wohl nicht „Drangsal auf Drangsal“ erwarten, damit er sofort auch „Hoffnung auf Hoffnung6“ erwarten kann, wenn er mit Paulus erwägt, „dass die Leiden der Gegenwart“ für die wir uns gleichsam die Seligkeit erkaufen, „nichts wert sind gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll7“ durch Gott; und besonders da „unsere augenblickliche leichte Drangsal“ - „leicht“ dem Wesen und dem Namen nach für die, welche sich durch ihre Umgebung nicht beschweren lassen -, je mehr sie alles Maß überschreitet, uns eine desto größere und reichlichere „Last ewiger Herrlichkeit erwirbt8“. Nur müssen wir, ungelegen für die, welche uns bedrängen und gleichsam unsere Seelen zusammenpressen wollen, unsere Gedanken von den Mühsalen abwenden und anstatt der bevorstehenden Mühsale, die Belohnungen im Auge haben, welche den „ordnungsmäßigen“ Christus-Streitern9 um ihrer dann bewährten Standhaftigkeit willen durch Gottes Gnade aufbewahrt sind. Denn Gott vervielfältigt seine Wohltaten und spendet über den Wert der von dem Kämpfer erduldeten Leiden hinaus so große Gaben, wie es sich für Gott ziemt, der keine Kleinigkeitskrämerei treibt, sondern große Geschenke macht und einsichtsvoll seine Wohltaten denen gegenüber vergrößert, die durch Geringachtung des „tönernen Gefäßes10“ nach Kräften ihre aus „ganzer Seele11“ dringende Liebe zu Gott bewiesen haben.

3.

Inhaltsverzeichnis

“Mit ganzer Seele” aber wird, wie ich glaube, Gott von denjenigen geliebt, die aus dringendem Verlangen nach der Gemeinschaft mit Gott ihre Seele nicht nur von dem irdischen Körper, sondern auch von jedem Körper losreißen und trennen, die sogar ohne Umschweife und Schwankungen den “Leib der Erniedrigung12” abzulegen imstande sind, sobald sich Gelegenheit bietet, durch den für alle bestimmten “Tod” den Leib “des Todes” auszuziehen und erhört zu werden, wenn man mit dem Apostel betet und spricht: “Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleibe13? Denn wer von denjenigen, die (noch) von der”Leibeshütte" umschlossen unter dem Druck des vergänglichen Leibes “seufzen14”, vorher das Wort gesprochen hat: “wer wird mich erlösen von diesem Todesleibe15?” - sollte der nicht auch (nachher) Dank sagen, wenn er sieht, dass er, durch das Bekenntnis16 von dem “Todesleibe” erlöst, in heiliger Weise ausrufen kann: “Dank sei Gott durch Christus Jesus unsern Herrn17”? Wem aber solches Handeln schwer dünkt, der hat nicht “gedürstet nach Gott, dem starken, dem lebendigen”, auch nicht “verlangt nach Gott, wie die Hirschkuh verlangt nach den Wasserbächen18”, auch nicht gesprochen: “Wann also werde ich kommen und von Gottes Angesicht geschaut werden19?”, und auch nicht bei sich erwogen, was der Prophet, als ihm “täglich gesagt wurde”: “Wo ist dein Gott20?”, erwog, indem er “seine Seele” in sich ausschüttete21 und sie schalt, dass sie noch in Schwachheit betrübt und erschüttert sei, und die Worte sprach: “Denn ich werde hindurchgehen an den Ort des wunderbaren Zeltes bis zu dem Hause Gottes, mit der Stimme des Jubels und des Bekenntnisses einer festlichen Menge22.”

4.

Inhaltsverzeichnis