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Anja reicht es. Als ihr Mann sie verlässt, um mit der Babysitterin noch einmal neu anzufangen, beschließt sie: Das kann ich auch! Und wo ginge ein Neustart besser als in Frankreich? Hier erledigen Mütter bekanntlich Kinderaufzucht und Beruf mit links und bestechen dabei noch durch Stil, Verführungskunst und Kleidergröße 34. Kurzerhand kehrt Anja mit Töchterchen Jule dem eisigen Berlin den Rücken und siedelt als Deutschlehrerin in die Provence über. Doch was nach Sonne, l'amour und Mousse au Chocolat klingt, entpuppt sich als ein Fünf-Gänge-Menü aus den köstlichsten Fettnäpfchen ...
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Seitenzahl: 362
Veröffentlichungsjahr: 2011
Elke Ahlswede hat nach der Universität in den USA und Hamburg die Henri-Nannen-Schule besucht und anschließend mehrere Jahre in Deutschland als Journalistin gearbeitet. Inzwischen lebt sie mit ihrer Familie in Frankreich, wo auch schon ihre Romane MAMA.COM, MUM@WORK und PAPA@HOME entstanden sind. In EX EN PROVENCE gibt sie Einblick in die Tricks der Französinnen, die sie als Insider inzwischen voll durchschaut hat. Im Kulturkampf zwischen Haute Couture und Wohlfühl-Jeans, Petits Fours und Müsliriegeln steht es bei ihr persönlich noch unentschieden.
Elke Ahlswede
Ex en Provence
Roman
BASTEI ENTERTAINMENT
Vollständige E-Book-Ausgabe
des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes
Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG
Copyright © 2011/2015 by Bastei Lübbe AG, Köln
Textredaktion: Cathrin Wirtz
Titelillustration: © getty-images/Andy Reynolds
Umschlaggestaltung: Kirstin Osenau
Datenkonvertierung E-Book:
hanseatenSatz-bremen, Bremen
ISBN 978-3-8387-0520-0
www.bastei-entertainment.de
www.lesejury.de
»Tatsächlich haben die Franzosen, anders als die Deutschen, ein entspanntes Verhältnis zur Wirklichkeit des Lebens.«
Ulrich Wickert: Vom Glück, Franzose zu sein
Alle Personen und Ereignisse in diesem Roman sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten (auch) mit der (französischen) Realität sind rein zufällig.
Anja Kirsch, 40: Alleinerziehende Mutter und Lehrerin. In Frankreich will sie sich zur beruflich erfolgreichen Supermutter mit Mega-Sex-Appeal wandeln. Manövriert sich mehr oder weniger geschickt durch Croissant-Berge, sprachliche Waterloos und … amouröse Missverständnisse.
Dr. Bettina Kirsch, fünf Minuten älter, zehn Kilo leichter: Anjas Zwillingsschwester. Der Marathon laufende Beweis dafür, dass die Gene nicht an allem schuld sein können.
Ralph von Hassel, 42: Anjas Ex. Ihr eigentlich sowieso nur aus Versehen zum Ehemann gewordener WG-Mitbewohner steckt mitten in der Midlife-Crisis. Zur Linderung setzt er allerdings weder auf Sabbatjahr noch auf Segeltörn.
Jule von Hassel, 5: Anjas und Ralphs Tochter. Vom alternativen Berliner Waldkindergarten direkt in die französische Kader-Vorschule katapultiert.
Jacques und Bernadette Croizet, zusammen mindestens 130: Anjas liebenswerte Vermieter, Bäckersleute mit geheimdienstwürdigen Kenntnissen der Bewohner von ganz L’Oublie-en-Provence.
Ganz L’Oublie-en-Provence?
Nein! Auch sie wissen nichts über den Hintergrund von …
Eric Leroy, ungefähr Ende 30: Was für ein arroganter Rüpel! Und Jule sucht sich ausgerechnet Erics Tochter Chloé als ihre neue beste Freundin aus.
Chloé Leroy, 5: Schwelgt mit leicht überdüngter Fantasie in ihrer Prinzessinnen-Welt.
Noémi, 25: Auch für französische Verhältnisse eine Ausnahmeschönheit. Taucht regelmäßig in Highest Heels und Mikrorock vor der Schule auf – und verschwindet schweigend mit Chloé.
Augustine Guillotin, 52: Anjas Chefin. Stets im adretten Kostümchen, terrorisiert sie die gesamte Sprachenschule »Ecole Polyglotte«. Bis auf eine Ausnahme, nämlich …
Philippe Foulie, 38: Anjas Kollege, ein echter Beau. Die wandelnde Charme-Offensive nimmt »Andscha« ins Visier. Zu schön, um wahr zu sein?
Nathalie Dupont, Mitte 30: Die Mutter von Jules Klassenkameraden Alex, bald Anjas Freundin und »Französin vom Dienst«. Freimütige und geduldige Nachhilfelehrerin in Sachen Savoir-vivre.
Monika Kirsch, 59: Anjas und Bettinas Hippie-Mutter. Findet zwischen Anden-Trekking und Capoeira-Kurs mit attraktiven Jünglingen nur wenig Zeit für ihre Töchter oder Enkelin Jule.
Jean-Yves, Jean-Pierre, Jean-Claude (alle Mitte 50): Anjas mehr oder weniger direkte Nachbarn – genaue Anzahl unbekannt.
(Der Aperitif)
#
Dienstag, 17. August, 05:54
L’Oublie-en-Provence
»Bonjour Madame!«, tönt es mir von irgendwo sehr französisch entgegen.
Madame? Wer? Ich?
Beinahe hätte ich mich umgedreht, aber hinter mir ist um diese Uhrzeit wohl kaum eine 80-Jährige zu erwarten, auf die diese Anrede meiner Vorstellung nach besser passen würde. Ich bin zwar tatsächlich 40 und sehe – Q10 hin oder her – wohl auch ungefähr so aus, aber »Madame«?
Wer allerdings sollte sonst gemeint sein? Schließlich ist hier gerade überhaupt niemand zu sehen. Selbst den Besitzer der tiefen und ziemlich nasalen »Bonjour-Madame«-Stimme kann ich nicht ausmachen. Ich sehe nur Jule, die fünf Meter neben mir schlummert – in unserem Ex-Familien-jetzt-Mutter-mit-Tochter-Kombi. Sie ist – ergonomisch nicht ganz optimal – in den Kindersitz gefaltet und hält ihr neues Kuscheltier, Frosch Napoleon, fest im Arm.
Als Napoleon, Jule und ich vor ein paar Minuten auf den Dorfplatz von L’Oublie-en-Provence gerollt sind, informierte mich mein Navi feierlich, ich hätte mein Ziel erreicht. Leise, um Jule nicht zu wecken, antwortete ich: »Nein, noch nicht ganz.«
Aber was weiß denn diese Computerstimme schon? Sie kennt sich wohl im besten Fall mit der nächsten Kreuzung aus, aber mit meinem wahren Ziel?
Pah!
Natürlich hat sie nicht die geringste Ahnung. Denn mein Vorhaben besteht ja aus nichts Geringerem, als eine völlig neue, absolut perfekte Anja Kirsch aus mir zu machen: Anja, die atemberaubende, okay, ein bisschen gereifte Schönheit, sexy und trotzdem etwas unnahbar und damit auf Sicherheitsabstand zu allen doch nur Ärger bringenden Männern, beruflich erfolgreich und zugleich eine wunderbare Mutter!
Doch aus der Perspektive meines mit Lebensentwürfen eher unerfahrenen Navis habe ich mein Ziel natürlich längst erreicht. Schließlich hatte ich in Bettinas Frankfurter 140-Quadratmeter-Designer-Dachterrassen-Eigentumswohnung die Adresse meines neuen Vermieters eingegeben, die mir der Makler gemailt hatte, als ich noch in Berlin war. Der Immobilien-Heini hatte dazugeschrieben, dass ich mir bei einem Monsieur Croizet schon frühmorgens den Schlüssel für »meine neue Wohnung« abholen könne.
Früh ist es. Aber wo ist denn nun dieser Monsieur Croizet? Und überhaupt, wie das klang: der Schlüssel für meine neue Wohnung?
Auch der Makler erkannte natürlich nicht die wahre Bedeutung dieses Stückchen Metalls, handelt es sich dabei doch um den Schlüssel für den Neuanfang meines Lebens! Die Blütezeit der Anja K. beginnt. Spät, aber dafür inmitten wogender Lavendelfelder unter der wohligen Sonne Südfrankreichs. Wunderbar! In der Mitte meines Lebens stehen mir alle Türen offen.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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