FAKE - Robert T. Kiyosaki - E-Book

FAKE E-Book

Robert T. Kiyosaki

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Beschreibung

Jeden Tag werden wir mit Nachrichten, Informationen und Meinungen bombardiert, doch wie entscheiden wir ob es sich um Fakten oder Fiktion handelt? FAKE-News, FAKE-Geld, FAKE-Vermögenswerte, FAKE-Lehrer – Robert T. Kiyosaki durchdringt in diesem Buch die Fehlinformationsschleife, die uns umgibt. Als Autor des Millionen-Bestsellers Rich Dad Poor Dad widmet er sich schon sein ganzes Leben der sinnvollen Vereinfachung komplexer und oft verwirrender Themenfelder wie Finanzen und Geld. Robert T. Kiyosaki glaubt, dass es zur Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge vor allem der Bildung bedarf. Finanzielle Bildung soll uns im Umgang mit unserem Geld intelligenter machen und uns in die Lage versetzen, unsere finanzielle Zukunft zu sichern. In seinem neuen Buch stellt er die konventionellen Weisheiten infrage und gibt Lesern viele essenzielle Tools an die Hand, um sich durch die heutige Informationsflut zu bewegen und die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu übernehmen.

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Seitenzahl: 531

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ROBERT KIYOSAKI

WIE LÜGEN DIE REICHEN REICHER UND DIE ARMEN ÄRMER MACHEN

FAKE

DIE WAHRHEIT ÜBER SCHLECHTES GELD, FALSCHE LEHRER UND UNECHTE VERMÖGENSWERTE

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

2. Auflage Januar 2020

© 2019 by FinanzBuch Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH,

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Copyright © 2019 by Robert T. Kiyosaki

This edition published by arrangement with Rich Dad Operating Company, LLC.

Die englische Originalausgabe erschien 2019 bei Plata Publishing, LLC unter dem Titel FAKE.

CASHFLOW and Rich Dad are registered trademarks of CASHFLOW Technologies, Inc.

CASHFLOW Quadrant (EBSI Stylized Logo) is a registered trademark of CASHFLOW Technologies, Inc.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Übersetzung: Monika Lubitz

Redaktion: Manuela Kahle

Korrektorat: Hildegard Graf

Umschlaggestaltung: In Anlehnung an das Cover der Originalausgabe

Umschlagabbildung: Plata Publishing, LLC

Satz: inpunkt[w]o, Haiger (www.inpunktwo.de)

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

eBook: ePubMATIC.com

ISBN Print 978-3-95972-242-1

ISBN E-Book (PDF) 978-3-96092-421-7

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96092-452-4

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.finanzbuchverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

Mein reicher Vater sagte oft:»Du kannst in klarem Wasser keine Fische fangen.«

in Anlehnung an ein altes chinesisches Sprichwort

Transparenz (Substantiv)

Trans-pa-renz

pluralTransparenzen

Definition von Transparenz

die Qualität oder der Zustand der (Licht) durchlässigkeit

etwas Transparentes

Umfang, in dem die Anleger Zugang zu den erforderlichen Informationen über die

Finanzen

eines Unternehmens haben, wie zum Beispiel Preisniveau, Marktdurchdringung und geprüfte

Finanz

berichte.

INHALT

Widmung

Danksagungen

Ein Dreier-Schüler dankt einem Einser-Schüler

Einführung

Die Zukunft ist fake

Teil 1

Fake-Geld

Einführung

Teil 1

Kapitel 1

Fake-Geld

Kapitel 2

Unser Vertrauen gehört Gott

Kapitel 3

Sieben praktische Gründe, warum ich echtes Gold und Silber besitze

Kapitel 4

Fake-Geld drucken

Kapitel 5

Wie viel Geld drucken Sie?

Kapitel 6

Acht philosophische Gründe, warum ich echtes Gold und Silber besitze

Teil 2

Fake-Lehrer

Einführung

Teil 2

Einführung Teil 2

Fake-Lehrer

Kapitel 7

Wodurch wurden die drei Weisen weise?

Kapitel 8

Weiterbildung

Kapitel 9

Wie man viele Fische fängt

Kapitel 10

Warum Fehler Ihre besten Lehrer sind

Kapitel 11

Wie die Schule die Menschen arm hält

Kapitel 12

Bildungsunternehmer

Kapitel 13

Ein Schüler Gottes

Teil 3

Fake-Vermögenswerte

Einführung

Teil 3

Einführung Teil 3

Fake-Vermögenswerte

Kapitel 14

Warum früh in Rente gehen?

Kapitel 15

Wer hat mir mein Geld weggenommen?

Kapitel 16

Fischen in klarem Wasser

Kapitel 17

Das Ende des US-Dollars?

Kapitel 18

Vorbereitung auf eine bessere Zukunft

Kapitel 19

Wie man mit Adlern segelt – in einer Welt, die von Hühnern beherrscht wird

Über den Autor: Robert Kiyosaki

WIDMUNG

FÜR DIEJENIGEN, DIE DIE WAHRHEIT SUCHEN.

Danksagungen

EIN DREIER-SCHÜLER DANKT EINEM EINSER-SCHÜLER

In der Highschool bin ich zweimal durchgefallen, weil ich nicht schreiben konnte. Ich bekam in der 10. Klasse eine Sechs in Englisch. Es war nicht so, dass ich nicht schreiben konnte. Das konnte ich schon – ich konnte nur nicht gut schreiben oder Kommas und Punkte richtig setzen, und ich machte immer viele »Grammatikfehler«.

Ich glaube jedoch, dass der Hauptgrund für meine Sechs war, dass der Englischlehrer mit dem, was ich schrieb, nicht einverstanden war. Ich schrieb darüber, was ich von ihm hielt. Ich wollte wissen, warum er uns zwang, Bücher zu lesen, an denen wir kein Interesse hatten. Und übrigens glaubte ich auch nicht, dass er die Arbeit leistete, für die er eingestellt worden war, als er über 75 Prozent unserer Klasse durchfallen ließ.

Nachdem ich die 10. Klasse nicht bestanden hatte, hätte ich fast die Schule abgebrochen. Ich war niedergeschlagen. Niemand wird gerne als »dumm« bezeichnet. Ich hatte gelernt, die Schule zu hassen. Ich wollte lernen, aber nichts über die Themen, die wir gezwungen waren zu studieren. Gott sei Dank redete mir mein Vater, mein armer Vater, aus, das Handtuch zu schmeißen, aber der Schaden war bereits angerichtet. Der Sohn meines reichen Vaters erhielt auch eine Sechs in Englisch – von demselben Lehrer.

Ich schaffte die Schule, indem ich mich neben das klügste Mädchen meiner Klasse setzte, einer Einser-Schülerin. Das Schulsystem nennt »um Hilfe bitten« »Schummeln«. In der Geschäftswelt heißt das »Kooperation«.

Hätte ich nicht mit der Einser-Schülerin kooperiert, hätte ich es nie durch die Highschool geschafft.

Heute bin ich als »Bestseller-Autor« bekannt. Der Autor des meistgekauften Buches über persönliche Finanzen aller Zeiten. Diesen Status habe ich durch Kooperationen erreicht.

Jetzt habe ich lange ausgeholt, um mich bei Mona Gambetta, einer Unternehmerin in der Welt der Buchverlage, zu bedanken. Mona ist meine Einser-Schülerin. Sie ist meine Redakteurin, Verlegerin, Coachin, Cheerleaderin und Freundin.

Wir arbeiten seit Jahren zusammen und haben viele Bücher gemeinsam veröffentlicht. Dieses Buch, FAKE, wäre vielleicht nie veröffentlicht worden, wenn Mona nicht in meinem Team und meine neue Einser-Schülerin wäre.

FAKE hätte schon vor über einem Jahr veröffentlicht werden sollen. Das Buch wurde geschrieben und dann umgeschrieben, weil sich die Welt so schnell verändert und wir ein komplexes Thema, falsches Geld, einfach erklären mussten. Ohne sich zu beschweren, mich zu verurteilen oder zu kritisieren, spornte Mona mich weiter an, auch nachdem sie FAKE immer wieder von vorne angefangen hatte.

Sie hat mich nie aufgegeben.

Ich widme Mona dieses Buch, um mich bei ihr zu bedanken. Ohne Mona Gambetta, ihre Ermutigung, ihre Geduld und ihre Bereitschaft, mir Feedback zu geben, auch wenn es schwierig war, wäre ich wahrscheinlich nicht der Schriftsteller, der echte Schriftsteller, der ich heute bin.

Einführung

DIE ZUKUNFT IST FAKE

Das Manuskript dieses Buches FAKE wurde im April 2018 fertiggestellt und im Herbst 2018 für die Veröffentlichung Korrektur gelesen.

Am 28. Mai 2018 ging ich an einem Kiosk vorbei und suchte mit meinen Augen Reihen von Zeitschriften ab, die mir zuriefen: »Schau mich an!«, »Nimm mich in die Hand!«, »Kauf mich!«, »Lies mich!«.

Offensichtlich sprachen mich die Magazine mit hübschen Frauen und schnellen Autos auf den Covern am meisten an. Doch es war ein eher unscheinbares Cover des Time-Magazins, das mir ins Auge sprang und sagte: Du musst mich lesen. Die Überschrift auf dem Cover schrie heraus:

Wie meine Generation Amerika das Genick brach

Dieser Zeitschriftenartikel – und die Auswirkungen, die er auf mich hatte – verzögerten die Veröffentlichung dieses Buches.

Das letzte Stück des Puzzles

Haben Sie schon mal an einem riesigen Puzzle mit 1.000 Teilen gearbeitet? Haben Sie jemals Stunden, manchmal Tage, manchmal Wochen damit verbracht, langsam die 1.000 Teile zu durchsuchen, bis Sie endlich das fanden, was Sie suchten, das eine Stück, mit dem das Puzzle fertig ist?

Dieser Artikel in der Time war mein letztes Teil meines 1.000-teiligen Puzzles.

Ein Puzzle, das ein Bild der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vermitteln würde. Der Artikel des Time-Magazins musste in FAKE eingearbeitet werden. Und das bedeutete, dass FAKE neu geschrieben werden musste.

Die Eliten

Der Artikel des Time-Magazins vom 28. Mai 2018, geschrieben von Steven Brill, handelt von den akademischen Eliten. Brill, der die Deerfield Academy, eine private Elite-Vorbereitungsschule in Massachusetts, besuchte, dann an der Yale University studierte und seinen Abschluss dort an der juristischen Fakultät machte, gehört selbst zu den akademischen Eliten.

Zitat von Steven Brill aus dem Artikel:

Als meine Generation von [Babyboomer] Überfliegern das Studium an Elite-Universitäten abschloss und in die Berufswelt eintrat, hatten ihre persönlichen Erfolge oft schwerwiegende gesellschaftliche Folgen.

Im Klartext: Die Eliten wurden gierig und kümmerten sich um sich selbst, auf Kosten anderer.

Sie [...] schufen eine auf Handel aufbauende Wirtschaft, bei der Vermögenswerte herumgeschoben wurden, anstatt neue aufzubauen.

Im Klartext: Die Eliten konzentrierten sich darauf, sich selbst reich zu machen, anstatt neue Unternehmen, neue Produkte, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die US-Wirtschaft wieder aufzubauen.

Sie schufen exotische und riskante Finanzinstrumente, einschließlich Derivaten und Risikoausfallversicherungen, die zu Spitzen bei den unmittelbaren Gewinnen führten, aber die Risikotragenden von denen trennten, die die Folgen zu tragen haben.

Im Klartext: Die Eliten schufen Fake-Vermögenswerte,1 die ihnen und ihren Freunden Reichtum bescherten und alle anderen dafür bluten ließen. Als die Elite-Angehörigen scheiterten, wurden ihnen Boni gezahlt. Familienunternehmen und ihre Erben würden für das Scheitern der Eliten mit höheren Steuern und Inflation bezahlen.

Das erste Teil des Puzzles

Brills Artikel war das letzte Stück meines Puzzles. Das erste Puzzleteil war die Lektüre von Grunch: Raubzug der Giganten, aus dem Jahr 1983.

Grunch, das ein Akronym für »Gross Universal Cash Heist« (Auf Deutsch: »Ekliger universeller Geldraub«) ist, wurde von Dr. R. Buckminster Fuller geschrieben, der vor allem als Futurist und Erfinder der geodätischen Kuppel bekannt ist.

Der US-Pavillon auf der Expo 67

1967 fuhr ich per Anhalter von New York City nach Montreal, um die Expo 1967 in Kanada zu besuchen: Der Mensch und seine Welt, die (wie die vorherigen) als »Die Weltausstellung der Zukunft« beworben wurde. Fullers geodätische Kuppel war der US-Pavillon auf der Weltausstellung.

Obwohl ich Fuller nicht in Montreal treffen konnte, hatte ich das Glück, in den Jahren 1981, 1982 und 1983 mehrmals seine Seminare besuchen zu können.

Auf der folgenden Seite sind Fuller und ich im Jahr 1981 bei einer einwöchigen Veranstaltung namens »Die Zukunft der Unternehmen« in Kirkwood, Kalifornien, nahe Lake Tahoe, zu sehen.

Für mich wirkte jede Veranstaltung mit Fuller transformativ und lebensverändernd.

Der Sänger John Denver nannte in seinem Lied What One Man Can Do, das er diesem großen Mann widmete, Fuller den »Großvater der Zukunft«.

Fuller starb am 1. Juli 1983, etwa drei Wochen nach dem letzten Seminar, das ich bei ihm gemacht hatte. Ich erinnere mich, dass ich mir sofort ein Exemplar seines Buches Grunch: Raubzug der Giganten kaufte und es las. Fuller sagte vieles, was mein reicher Vater seinem Sohn und mir beigebracht hatte. Grunch ist die Geschichte, wie die Ultrareichen die Welt »über den Tisch ziehen«. Dieses Buch war das erste Teil meines neuen 1.000-teiligen Puzzles.

Zwischen 1983 und 2018 studierte, las und besuchte ich Seminare, hörte und lernte von jedem, von dem ich vermutete, dass er Teile des Grunch-Puzzles hatte.

Im zweiten Teil dieses Buches, Fake-Lehrer, werde ich einige der echten Lehrer auflisten, die ich getroffen und/oder deren Werke ich gelesen und studiert habe – echte Lehrer, die Teile des Puzzles hatten.

Am 28. Mai 2018, 35 Jahre nach der Lektüre von Grunch, stieß ich auf das Time-Magazin mit Brills Artikel. Das war für mich das letzte Stück meines 1.000-teiligen Puzzles. Brill bestätigte die meisten von Fullers Bedenken und Vorhersagen in Grunch.

Fuller war ein Futurist. Viele seiner Vorhersagen und Bedenken in Grunch werden heute wahr, weshalb Brills Artikel gerade zur rechten Zeit veröffentlicht wurde. Obwohl dieser Artikel die Veröffentlichung des vorliegenden Buches verzögerte, bin ich ihm dankbar für die Offenlegung seiner Erkenntnisse: Erkenntnisse aus einer Welt, die nur wenige kennen – der Welt der besten, intelligentesten und klügsten akademischen Eliten Amerikas.

Falls Sie sich fragen, wer diese Menschen sind, habe ich hier eine Liste mit einigen der berühmten Angehörigen dieser »Eliten«:

Präsident Bill Clinton

Außenministerin Hillary Clinton

Präsident Barack Obama

Präsident George H. W. Bush

Präsident George W. Bush

Federal-Reserve-Bank-Vorsitzender Ben Bernanke

Federal-Reserve-Bank-Vorsitzende Janet Yellen

Senator Mitt Romney

Es gibt viele andere Mitglieder dieser Eliten auf der ganzen Welt, die die Welt regieren.

Keine Verschwörung von schlechten Menschen

Ich behaupte nicht, dass diese Eliten-Angehörigen schlechte Menschen (obwohl einige es schon sein mögen) oder Teil einer Verschwörung sind. Ich vertraue darauf, dass die meisten dieser Menschen gute Menschen sind, die das tun, was sie für »richtig« halten. Das Problem ist, dass ihnen oft der Selbstprüfungsschalter fehlt, weil sie so klug sind, und das veranlasst sie, weiterhin das zu tun, was sie für richtig halten, obwohl diese Handlungen das Leben von Milliarden unschuldigen Menschen zerstören.

Wer ist Grunch?

Grunch und die akademischen Eliten sind nicht unbedingt die gleichen Menschen. Fuller bezeichnete die Eliten nicht als Grunch. Aus Fullers Vorträgen und Büchern ist mir in Erinnerung geblieben, dass die Eliten aus Marionetten bestehen, und die Leute, die Grunch begehen, sind die Puppenspieler. Wie Sie wissen, sind die Puppenspieler selten sichtbar. Sie ziehen es vor, hinter den Kulissen und im Dunkeln zu bleiben. In diesem Buch werde ich mein Bestes tun, um die Puppenspieler ans Licht zu bringen.

Nun zu dieser überarbeiteten Version von FAKE:

Was ist echt – und was ist fake?

Wenn Sie nicht in einer Einsiedelei gelebt haben, ist alles, worüber wir heute hören, »fake dies« und »fake das«. Fast alles, woran wir einst glaubten ist jetzt fake.

Präsident Donald Trump hat den Begriff »Fake-News« populär gemacht, indem er die Medien einer Vielzahl von realen oder wahrgenommenen Berichterstattungsproblemen beschuldigte. In den sozialen Medien haben viele Menschen Fake-Follower. Millionen von Menschen geben Milliarden für den Kauf von Fake-Rolex-Uhren, Fake-Mode und -Accessoires von Louis Vuitton und Versace aus. Und es gibt sogar Fake-Arzneimittel.

Am 17. Januar 2019 wies die Time mit diesem Zitat aus Roger McNamees Buch Zucked2 auf den Unterschied zwischen echten und Fake-News hin: »Auf Facebook sehen Informationen und Fehlinformationen gleich aus; der einzige Unterschied besteht darin, dass Fehlinformationen mehr Einnahmen generieren, so dass sie besser behandelt werden.«

Diese Art von Fehlinformationsschleife nährt, was die Menschen anspricht, und sorgt dafür, dass sie auf Dauer provoziert, aufgebracht und wutentbrannt bleiben.

Deep Fake

Es gibt eine neue Technologie namens Deep Fake, die Amateurtechnikern die Möglichkeit gibt, Bilder und Stimmen berühmter Persönlichkeiten aufzunehmen und Fake-Videos zu produzieren. Wie erwartet, besteht der beliebteste Einsatz der Deep-Fake-Technologie darin, echte Filmstars in Fake-Pornostars zu verwandeln. Ein gefährlicherer Einsatz von Deep-Fake- Technologie ist es, einen mächtigen Führer einem anderen Land den Krieg erklären zu lassen.

Mit einfachen Worten ausgedrückt: Wir können unseren Augen und Ohren nicht mehr trauen.

Heutzutage kann die Überprüfung dessen, was echt und was fake ist, den Unterschied zwischen Reichtum und Armut, Krieg und Frieden und sogar Leben und Tod bedeuten.

Worum es in diesem Buch geht

Dieses Buch handelt von drei spezifischen Fakes:

Fake-Geld:

Fake

-Geld hat die Macht, die Reichen reicher zu machen, während gleichzeitig die Armen und die Mittelschicht ärmer werden.

Quelle: Congressional Budget Office

Fake-Lehrer:

Was hat die Schule Ihnen über Geld beigebracht? Bei den meisten Menschen lautet die Antwort »nichts«. Die meisten Lehrer sind großartige Menschen. Aber unser Bildungssystem ist am Ende, veraltet und bereitet die Schüler nicht auf die reale Welt vor.

Anstatt die Schüler ins Licht zu führen, führt unser Bildungssystem Millionen junger Menschen in die finanzielle Finsternis und die schlimmste Art von Schulden: die Schulden aus Ausbildungskrediten.

Die Schulden aus Ausbildungskrediten betragen über 1,2 Billionen US-Dollar und sind das wichtigste Kapital der US-Regierung. In der kriminellen Welt nennt man das Erpressung.

Definitionen von Erpressung:

Der Akt der Erpressung (unter Anwendung von Gewalt), um jemandem Geld oder Eigentum abzunehmen, insbesondere die Straftat, die von einem Beamten begangen wird, der sich an einer solchen Praxis beteiligt;

Horrender Wucher.

Fake

-Vermögenswerte: Zunächst müssen wir den Unterschied zwischen einem Vermögenswert und einer Verbindlichkeit definieren und verstehen.

LEKTION ZUR FINANZIELLEN BILDUNGVermögenswerte stecken Geld in Ihre Tasche.Verbindlichkeiten nehmen Ihnen Geld aus der Tasche.

Mein armer Vater sagte immer: »Unser Haus ist unser größter Vermögenswert.« Mein reicher Vater sagte: »Ihr Haus ist kein Vermögenswert – es ist eine Verbindlichkeit.« Millionen von Menschen glauben, dass ihr Haus ein Vermögenswert ist.

Quelle: Bank of International Settlements; Europäische Zentralbank; Federal Reserve Bank of Dallas; Savills; und nationale Quellen.

Im Jahr 2008 brach der Wohnungsmarkt zusammen. Mit Ausnahme einiger Städte wie San Francisco, New York und Honolulu, wo die Immobilienpreise wieder gestiegen sind, haben sich die Immobilienpreise in vielen Städten auf der ganzen Welt noch nicht wieder erholt, wie die obige Grafik mit Daten des IWF zeigt.

Kein Immobiliencrash

Der Immobiliencrash war kein Immobiliencrash. Das wurde durch Fake-Vermögenswerte verursacht – die gleichen Fake-Vermögenswerte, die Brill in seinem Artikel beschreibt. Es lohnt sich zu wiederholen, was er genau sagte:

[Die Eliten] schufen exotische und riskante Finanzinstrumente, einschließlich Derivaten und Risikoausfallversicherungen, die zu Spitzen bei den unmittelbaren Gewinnen führten, aber die Risikotragenden von denen trennten, die die Folgen zu tragen haben.

Waffen der finanziellen Massenvernichtung

Warren Buffett nennt Derivate »finanzielle Massenvernichtungswaffen«.

Er sollte es wissen. Eines seiner Unternehmen bewertet und versichert diese Derivate.

Im Jahr 2008 platzten fast 700 Billionen US-Dollar an Derivaten, und das brachte fast die Weltwirtschaft zum Erliegen.

Viele Leute lasten den Käufern der »Subprime-Immobilien« den Immobiliencrash an.

In Wirklichkeit waren es, wie Brill bestätigt, die Eliten, die Fake-Vermögenswerte namens Derivate auf den Markt brachten. Das war das eigentliche Problem.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Nachfolgend sehen Sie eine Grafik des Dow Jones Industrial Average, des Aktienmarktes, über 125 Jahre.

Quelle: S&P Dow Jones Indices LLC (2013 research.stlouisfed.org)

Bucky Fuller lehrte uns, zuerst das große Ganze zu betrachten, dann das kleine Bild. Leider beginnen die meisten Investoren mit dem kleinen Bild und gehen dann noch mehr ins Detail. Zum Beispiel wachen viele Investoren morgens auf, überprüfen die Aktienkurse, um zu sehen, ob ihre eine Lieblingsaktie gestiegen oder gefallen ist, und gehen dann zur Arbeit. Sie sind vielleicht ein Experte für, sagen wir mal, Amazon, aber sie sehen oft das Gesamtbild nicht. Eine Aktie unter Tausenden von Aktien auf einem globalen Markt gibt Ihnen nicht viel Information über die Zukunft.

Wie man in die Zukunft sieht

Dr. Fuller lehrte seine Seminarteilnehmer: »Wenn man in die Zukunft sehen will, muss man mit einem möglichst großen Bild beginnen.«

Das eben abgebildete 125-Jahres-Diagramm verdeutlicht den Wert, einen Schritt zurückzutreten, um ein größeres Bild zu sehen, eine bessere Perspektive auf die Entwicklung im Laufe der Zeit. Ein Großteil dieses Buches wird in Anlehnung an dieses 125-Jahres-Chart entwickelt, so dass Sie aus einer Gesamtperspektive besser in die Zukunft sehen können.

Geld ist unsichtbar

Eine weitere Sache, die Sie in diesem Buch lernen werden, ist, dass Geld unsichtbar ist. Diagramme und Grafiken bieten Ihnen die Möglichkeit zu sehen, wie sich »unsichtbares Geld« in verschiedene Märkte hinein und wieder heraus bewegt. In Rich Dad Poor Dad habe ich über die Bedeutung des Cashflows geschrieben, und deshalb haben meine Frau Kim und ich 1996 das CASHFLOW®-Brettspiel entwickelt.

Mein reicher Vater sagte oft: »Bei den Reichen fließt mehr Geld herein und bei den Armen und der Mittelschicht fließt mehr Geld heraus.«

Und Fuller hat das Folgende gelehrt: »Man kann etwas nicht aus dem Weg gehen, das man nicht auf sich zukommen sehen kann.« Deshalb ist es so wichtig, in die Zukunft zu sehen.

Ich benutzte die Idee von KISS – Keep It Super Simple (Auf Deutsch: »Stelle es ganz einfach dar«), als ich dieses Buch schrieb. Deshalb werde ich mehr Bildmaterial wie Diagramme und Grafiken verwenden, statt Fakten und Zahlen, die für die meisten Menschen langweilig sind.

Der große Crash

Auf dem Dow-Diagramm ist der große Crash von 1929 aus gutem Grund hervorgehoben. Wenn Sie zurücktreten und sich den Crash von 1929 ansehen und dann diesen Crash mit dem »dot.com-Crash« von 2000 und dem »Subprime-Crash« von 2008 vergleichen, erhalten Sie eine bessere Perspektive, warum Fuller Grunch: Raubzug der Giganten schrieb, warum ich Rich Dad Poor Dad schrieb, und warum Steven Brill »Wie meine Generation Amerika das Genick brach« schrieb:

Ich wiederhole noch einmal die Aussage von Brill, denn sie ist wichtig:

[Die Eliten] schufen exotische und riskante Finanzinstrumente, einschließlich Derivaten und Risikoausfallversicherungen, die zu Spitzen bei den unmittelbaren Gewinnen führten, aber die Risikotragenden von denen trennten, die die Folgen zu tragen haben.

Die finanziellen Booms und Crashs, die die Welt erlebt hat, wurden verursacht, indem Billionen von US-Dollar an Fake-Geld von den Eliten in das System gepumpt wurden.

Haben die Eliten das Problem gelöst? Natürlich nicht. Warum das Problem beheben, wenn das Problem sie reich macht? Warum sich ändern? Warum etwas anders machen? Die Eliten leben gut.

Im Jahr 2008 gab es fast 700 Billionen US-Dollar an Derivaten.

Im Jahr 2018 lag die höchste Schätzung für Derivate bei 1,2 Billiarden US-Dollar.

Das ist richtig. Die Eliten verschärfen das Problem, machen es fast doppelt so groß. Während ich dies im Jahr 2019 schreibe, steht uns eine Katastrophe in Höhe von 1 Billiarde US-Dollar bevor.

Der Zweck dieses Buches

Ich schreibe meine Bücher und habe das CASHFLOW-Spiel entwickelt, um gewöhnlichen Menschen – Menschen wie Ihnen und mir, einer nicht-akademischen Elite – die Möglichkeit zu geben, den kommenden Crash zu überleben, möglicherweise sogar davon zu profitieren, vielleicht sogar sehr reich zu werden. Und es ist zu erwarten, dass der Crash ein Milliarden-Dollar-Crash wird.

Die Zahlen durchrechnen

Wir sprechen hier von vielen Nullen...

Wie viel ist eine Million?

Viele Menschen träumen davon, Millionäre zu werden. Eine Million ist tausend mal tausend:

Wie viel ist eine Milliarde?

Eine Milliarde ist eine Million mal tausend:

Wie viel ist eine Billion?

Eine Billion ist eine Milliarde mal tausend:

Wie viel ist eine Billiarde?

Eine Billiarde ist eine Billion mal tausend:

1.000.000.000.000.000 US-Dollar

Dies wirft die Frage auf: Was wird passieren, wenn 1,2 Billiarden US-Dollar an Derivaten platzen?

Deshalb habe ich FAKE geschrieben.

Wenn die akademischen Eliten für unser Geld, unsere Lehrer und unser Vermögen verantwortlich sind, kommt es zu einer solchen Wirtschaft, die wie ein Kartenhaus zusammenfallen wird.

Die Dinge in die richtige Perspektive rücken

Vor 1 Milliarde Sekunden war es 1987.

Vor 1 Milliarde Minuten wandelte Jesus auf der Erde.

Vor 1 Milliarde Stunden lebten Menschen in Höhlen.

Vor 1 Milliarde Tagen existierte der Mensch noch nicht.

Alle zwei Stunden gibt die US-Regierung 1 Milliarde US-Dollar aus.

1983 prognostizierte Buckminster Fuller diese Zukunft.

1996 wurde das CASHFLOW®-Spiel entwickelt.

1997 wurde Rich Dad Poor Dad veröffentlicht.

2018 bestätigte Steven Brill, dass die Zukunft, die Fuller kommen sah, heute Wirklichkeit ist.

Deshalb habe ich die Veröffentlichung von FAKE verschoben.

Ich wollte, dass Sie das fertige Puzzle sehen.

Teil 1

FAKE-GELD

1971 entkoppelte Präsident Richard Nixon den US-Dollar vom Goldstandard.

1971 wurde der US-Dollar zu »Buchgeld« – Geld der Regierung. Mein reicher Vater nannte das Geld der Regierung »Fake-Geld«.

Er sagte auch:

»Fake-Geld macht die Reichen reicher.

Leider macht Fake-Geld auch die Armen und die Mittelschicht noch ärmer.«

Deshalb lautet die erste Lektion in Rich Dad Poor Dad

»Die Reichen arbeiten nicht für Fake-Geld.«

– RTK

Lüge Nr. 1:Geld sparen macht Sie reich.

Einführung

TEIL 1

Echte finanzielle Bildung:Mit Ihrem Verstand zu sehen, was Ihre Augen nicht sehen können.

–RTK

Kapitel 1

FAKE-GELD

DIE WELT IST IM BEGRIFF, SICH ZU VERÄNDERN ...

1972 war ich Pilot der Marineinfanterie, ein Kampfhubschrauber fliegender Leutnant, und war an Bord eines Flugzeugträgers vor der Küste Vietnams stationiert. Dies war meine zweite Tour nach Vietnam. Meine erste Tour war 1966 als Seekadett, Student in Kings Point, an der US-Handelsmarine-Akademie.

1966 war ich 19 Jahre alt, und befand mich an Bord eines rostigen, massenproduzierten »Victory-Schiffes«, einem Frachtschiff, das gebaut wurde, um im Zweiten Weltkrieg Waffen und Vorräte für den Kampf gegen die Deutschen, Italiener und Japaner zu transportieren. Doch 1966 transportierte das rostige alte Schiff 500-, 750- und 1.000-Pfund-Bomben nach Vietnam.

1972 war ich ein 25-jähriger Pilot an Bord eines anderen Schiffes. Diesmal war es ein Flugzeugträger.

Ein Brief meines reichen Vaters

Eines Tages erhielt ich an Bord des Flugzeugträgers einen Brief von meinem reichen Vater: »Präsident Nixon hat den Dollar vom Goldstandard entkoppelt. Achtung, die Welt ist im Begriff, sich zu verändern.«

Präsident Richard Nixon entkoppelte am 15. August 1971 den US-Dollar vom Goldstandard. Er machte seine Ankündigung während der beliebten Fernsehsendung Bonanza. Anscheinend hatte ich diese Episode der TV-Serie und die wichtige Ankündigung des Präsidenten verpasst.

Die Nachricht nicht verstanden

Im Jahr 2018, während ich diese Zeilen schreibe, versteht die Mehrheit der Menschen immer noch nicht die Bedeutung von Nixons Botschaft von 1971. Wie mein reicher Vater sagte: »Die Welt ist im Begriff, sich zu verändern«, und sie hat sich bereits verändert. Bei der Entkoppelung des US-Dollars vom Goldstandard hat Präsident Nixon eine der größten Veränderungen in der Weltgeschichte vorgenommen. Leider gibt es auch heute noch nur wenige Leute, die verstehen, welchen Einfluss diese Veränderung auf unser ganzes Leben und die ganze Welt hat.

Auf der Suche nach Gold

1972 hatte ich keine Ahnung, warum oder wie sich die Welt verändern würde. Ich habe die Botschaft von Präsident Nixon nicht verstanden. Doch die Warnung meines reichen Vaters im Jahr 1972 faszinierte mich.

Im Bereitschaftsraum der Piloten an Bord des Flugzeugträgers fand ich ein Exemplar des Wall Street Journal und begann, nach Antworten zu suchen. Sogar das Wall Street Journal berichtete kaum über Gold, mit Ausnahme einiger Kommentare zum Goldpreis, der von 35 US-Dollar pro Unze angestiegen war und nun zwischen 40 US-Dollar und 60 US-Dollar pro Unze schwankte. In einer anderen Publikation fand ich einen Artikel, der von einem »Verrückten« geschrieben war, der voraussagte, dass der Goldpreis auf 100 US-Dollar pro Unze steigen würde.

Der schwankende Goldpreis faszinierte mich. »Warum steigt der Goldpreis?«, fragte ich mich. »Was bedeutet das?«

Heute, während ich dieses Buch schreibe, steigen die Preise für Bitcoin und andere Cyber-Währungen rapide an und stürzen ab. Wieder einmal verstehen nur sehr wenige Menschen, wie Bitcoin oder die Blockchain-Technologie-Währungen ihr Leben, ihre Zukunft und ihre finanzielle Sicherheit beeinflussen werden. Der steigende Goldpreis 1971 und Bitcoin 2018 sind ein Grollen, die Ankündigung tiefgreifender globaler Veränderungen, Verschiebungen in der globalen Tektonik der Finanzstruktur, die finanzielle Erdbeben und Finanz-Tsunamis auf der ganzen Welt verursachen werden.

Echte finanzielle Bildung

Ted war ein Kollege, der sich auch für Gold interessierte. In unserer Freizeit begannen wir mit unserer eigenen Studie und forschten, um den Zusammenhang zwischen Gold und dem zukünftigen globalen Wandel besser zu verstehen.

Es hieß, dass Präsident Nixon die Koppelung an den Goldstandard offiziell beendet hatte, weil die Vereinigten Staaten zu viele Volkswagen aus Deutschland, zu viele Toyota aus Japan und zu viel guten Wein aus Frankreich importierten. Die Vereinigten Staaten hatten ein Problem mit ihrer Handelsbilanz.

LEKTION IN FINANZIELLER BILDUNG: Handelsdefizit: Ein Handelsdefizit bedeutet, dass Amerika mehr importierte als exportierte.

Das Problem: Das Problem waren Länder wie Frankreich, Italien und die Schweiz, die keine Zahlung in US-Dollar wollten. Sie wollten mit Gold bezahlt werden. Sie trauten dem US-Dollar nicht.

Die Lösung: Nixon »schloss das Goldfenster«. Das bedeutete, dass kein Gold mehr Amerika verlassen würde.

Wahr oder fake: War das der wahre Grund – oder ein vorgeschobener Grund, das Goldfenster zu schließen?

Wahrscheinlich ein vorgeschobener Grund. Die Welt nannte Präsident Nixon nicht ohne Grund »Tricky Dick«.

Später in diesem Buch werden Sie herausfinden, warum Nixons Grund eine Lüge war. Später in diesem Buch werde ich Ihnen sagen, was meiner Meinung nach der wahre Grund dafür war, den US-Dollar vom Goldstandard zu entkoppeln.

Nixon versprach auch, zum Goldstandard zurückzukehren, sobald die Vereinigten Staaten das Handelsdefizit wieder ausgeglichen hätten. Er hat sein Versprechen nie gehalten. Und er trat im Schatten einer Anklage wegen Vergehen im Amt zurück.

Eine Goldmine finden

Ted und ich studierten die Karte von Vietnam und fanden bald eine Goldmine. Das Problem war, dass die Vereinigten Staaten 1972 dabei waren, den Krieg zu verlieren und die Goldmine auf der Karte nun in feindlichen Händen war.

Ted und ich gründeten eine Partnerschaft und planten eine Mission für den nächsten Tag. Unser Plan war es, vom Träger zu fliegen, feindliche Linien zu überqueren, die Goldmine zu finden und Gold mit einem Rabatt zu kaufen.

Früh am nächsten Morgen starteten wir vom Flugzeugträger und flogen etwa 25 Meilen über das Meer nach Vietnam. Als wir über die ausgebrannten, schwelenden Wrackteile von Panzern und anderen Fahrzeugen flogen, die von der sich zurückziehenden südvietnamesischen Armee zurückgelassen worden waren, bekamen wir immer mehr Angst. Die nordvietnamesische Armee war auf den Fersen der Südvietnamesen auf dem Weg nach Süden. Als wir die Grenze zum feindlichen Gebiet überschritten hatten, wussten Ted und ich, dass wir in ernsthaften Schwierigkeiten sein würden, wenn wir abgeschossen und gefangen genommen würden. Aus offensichtlichen Gründen hatten wir niemandem an Bord des Schiffes gesagt, wohin wir wollten.

Der Karte folgend, entdeckten wir bald einen großen Hain von Riesenbambus, der das gesuchte Dorf umgab. Es lag etwa 30 Meilen hinter den feindlichen Linien. Anstatt schnell zu landen, zogen wir erst niedrige enge Kreise über dem Dorf, einmal nach links und dann nach rechts. Wären wir beschossen worden, hätten wir die Mission beendet und wären zum Träger zurückgeflogen.

Doch wir wurden nicht beschossen und glaubten uns sicher, und so landeten wir auf einem grasbewachsenen Feld in der Nähe der Reisfelder. Wir fuhren die Motoren runter, machten uns auf den Weg ins Dorf und ließen unseren Crew-Chef beim Hubschrauber zurück.

Noch heute kann ich mich lebhaft daran erinnern, wie Ted und ich hinter feindlichen Linien den Weg durch das Dorf aus ausgetrocknetem Schlamm hinunterschlenderten, vietnamesischen Dorfbewohnern zuwinkten, die Gemüse, Enten und Hühner verkauften. Niemand winkte zurück. Die meisten starrten uns nur an und konnten wohl nicht glauben, dass zwei amerikanische Piloten dumm genug waren, am helllichten Tag in ihr Dorf hereinzuwandern, mitten auf den Bauernmarkt – mitten im Krieg und hinter feindlichen Linien.

Wir lächelten und hoben die Hände und zeigten den Dorfbewohnern, dass wir unbewaffnet waren. Wir hatten unsere persönlichen Handwaffen im Hubschrauber zurückgelassen.

Ted und ich gingen ohne Waffen hinein, weil wir wollten, dass die Dorfbewohner wussten, dass wir als Geschäftsleute mit US-Dollar kamen, nicht als Marineinfanteristen mit Waffen.

Wir trafen einen kleinen Jungen, der uns zum »Goldhändler« mitten im Dorf führte. Die Händlerin, eine kleine Frau, deren Zähne durch das Kauen von Betelnüssen blutrot waren, lächelte und begrüßte uns. Ihr Büro war eine winzige Bambusbaracke, deren Bambusblende hochgezogen war, was darauf hindeutete, dass das Geschäft offen hatte. Nixon hatte das »goldene Fenster« der USA geschlossen, aber ihr goldenes Fenster war offen.

Echtes Gold oder Fake-Gold?

Ted und ich, beide Marinepiloten und Offiziere mit einem Collegeabschluss, erkannten bald, dass wir nichts über Gold wussten. Wir hatten keine Ahnung, wie echtes Gold aussieht.

Die Goldstücke der Vietnamesin waren winzige Nuggets, die in Pillenschachteln aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 3 Zoll und einer Dicke von einem halben Zoll aufbewahrt wurden.

Als wir die Kunststoffgehäuse gegen das Licht hielten, warfen wir unseren ersten Blick auf echtes Gold. Leider sah ihr Gold aus wie winzige getrocknete Rosinen, die mit goldener Farbe angemalt worden waren.

»Ist das Gold?«, fragte ich Ted.

»Woher soll ich das wissen?«, gab Ted bissig zurück. »Ich weiß nicht, wie Gold aussieht. Weißt du nicht, wie Gold aussieht?«

»Ich dachte, du wüsstest das«, antwortete ich und schüttelte vor Unglauben den Kopf. »Deshalb bist du mein Partner.«

Der Druck, Geschäfte hinter feindlichen Linien zu tätigen, machte uns zu schaffen. Ted hielt mich für einen Idioten und ich dachte dasselbe von ihm.

Die Stunde der Wahrheit

Die meisten Unternehmer haben viele Stunden der Wahrheit. Für Ted und mich schlug unsere erste Stunde der Wahrheit, als wir erkannten, dass, obwohl wir vielleicht als Piloten großartige Partner waren, wir beide in Sachen Gold jedoch vollkommene Idioten waren.

Nachdem wir uns beruhigt und erkannt hatten, dass wir beide Idioten waren, begannen wir mit unseren Preisverhandlungen.

Unser Eröffnungsgebot betrug 40 US-Dollar für eine Unze. Ted und ich wussten, dass der »Kassapreis«, der internationale Goldpreis, an diesem Tag etwa 55 US-Dollar betrug. Wir dachten, wir könnten einen Rabatt bekommen, da wir US-Dollar hatten und hinter den feindlichen Linien standen. Die kleine Frau mit den roten Zähnen grinste nur und dachte wahrscheinlich: »Ihr beide seid Idioten. Wisst ihr nicht, dass der Kassapreis für Gold auf der ganzen Welt gleich ist?«

So sehr wir es auch versuchten, sie ließ sich nicht von ihrem Preis abbringen. Sie wusste, dass »Kassa eben Kassa« war. Und inzwischen wusste sie, dass wir richtige Idioten waren. Wenn sie unehrlich gewesen wäre, hätte sie uns getrocknete, goldbemalte Rosinen verkaufen können. Sie hätte uns mit goldener Farbe bemalten Kaninchenkot verkaufen können und wir hätten den Unterschied nicht gemerkt.

Panik setzt ein …

Plötzlich wurden unsere Verhandlungen durch hektisches Rufen und verängstigte Schreie unseres Crew-Chefs unterbrochen: »Leutnants, Leutnants, kommen Sie sofort zurück.« Sofort brachen mein Co-Pilot und ich unsere Verhandlungen ab und liefen durch den Bauernmarkt der Dorfbewohner und zurück zum Hubschrauber. Ich hörte ein Quietschen und fühlte mich schlecht, als mir klar wurde, dass ich versehentlich erst ein Huhn und dann eine Ente getreten hatte, als ich zurück zum Hubschrauber sprintete.

In meiner Fantasie tauchten Schreckensszenen auf. Ich konnte Reihen von Vietcong im schwarzen Anzug und nordvietnamesische Armeetruppen in Khaki-Uniformen sehen, die die Reisfelder überquerten und sich unserem Helikopter näherten. Dann fiel mir ein, dass wir unbewaffnet waren und uns nicht verteidigen konnten. Die kleine Frau mit den roten Zähnen hatte Recht: Wir waren Idioten.

Ein sinkendes Gefühl

Gott sei Dank gab es keinen Vietcong oder NVA. Unser Crew-Chef war in Panik geraten, weil unser Hubschrauber zu sinken begonnen hatte. Das grasbewachsene Feld, auf dem ich es geparkt hatte, war ein altes Reisfeld.

Aufgrund des Gewichts von Motor, Bomben, Maschinengewehren und Munition neigte sich der Hubschrauber nach hinten und versank langsam, der Heckrotor berührte schon fast den Schlamm. Wir mussten den Motor sofort starten oder wir waren verloren.

Unser Crew-Chef war der Kleinste und Leichteste von uns dreien, also setzte er sich auf den Pilotsitz, um den Motor zu starten, während wir, die beiden Piloten, mit unseren Schultern den Heckschaft stützten, um zu verhindern, dass der Heckrotor den Boden berührte.

Der Start klappte einwandfrei, und nun begann sich der Hauptrotor langsam zu drehen. Sobald die Rotorblätter auf Hochtouren waren, begann der Crew-Chef, den Hubschrauber sanft vor und zurück zu schaukeln, und so langsam und vorsichtig die Kufen aus dem klebrigen Schlamm zu befreien, während Ted und ich schrien und riefen und ihn warnten, wenn der sich jetzt drehende Heckrotor zu nahe an den Schlamm zu kommen schien.

Alles lief nach Plan, bis der Hubschrauber freikam und ins Schweben ging. Sofort flog überall stinkender, klebriger Schlamm herum, der Ted und mich mit ekligem Dreck bedeckte, der unsere grünen Fluganzüge, Gesichter und Haare dunkelbraun überzog.

Ich kletterte auf den leeren Pilotsitz, übernahm die Kontrolle über den Hubschrauber, und Ted kletterte auf den anderen Pilotsitz und ersetzte den Crew-Chef, der dann nach hinten kletterte und sich bereit machte, eines der Maschinengewehre zu bedienen.

Es war ein langer, ruhiger Rückflug zum Flugzeugträger. Ted und ich sprachen nicht miteinander, und der Crew-Chef wagte es nicht, uns zu fragen, ob wir Gold bekommen hätten.

Als wir wieder an Bord des Schiffes gelandet waren, versammelten sich Marineinfanteristen und Matrosen um unseren schlammbedeckten Hubschrauber. Nachdem er abgestellt und auf dem Flugdeck gesichert war, stiegen Ted und ich aus. Die Matrosen und Marineinfanteristen starrten nun Ted und mich an, die wir mit noch mehr Schlamm bedeckt waren als unser Hubschrauber. Als wir über das Flugdeck zu den Duschen und unseren Zimmern gingen, sagten wir zu denjenigen, die uns anstarrten, nur: »Fragt bloß nicht.«

Aus Fehlern lernen

Rich Dad Poor Dad wurde erstmals 1997 veröffentlicht. Mein reicher Vater hatte sehr wenig formale Bildung. Mein armer Vater – mein leiblicher Vater – war ein akademisches Genie, der sein Studium in nur zwei Jahren mit einem Bachelor-Abschluss beendete und an der Stanford Universität, der Universität von Chicago und der Northwestern Universität im Magisterkurs studierte und schließlich im Bereich Bildung promovierte. Während meiner Schulzeit war mein Vater der Leiter des Bildungsressorts des Staates Hawaii.3

Ich erwähne meine beiden Väter an dieser Stelle, weil beide Väter völlig entgegengesetzte Philosophien hatten, wenn es darum ging, wie wir lernen.

Mein armer Vater glaubte, dass Fehler bedeuten, dass der Mensch dumm war. Auswendig gelernte »richtige« Antworten waren das eigentliche Maß der Intelligenz.

Die Philosophie meines reichen Vaters war, dass Fehler die Art sind, wie wir Menschen lernen. Er sagte oft: »Man kann durch das Lesen eines Buches kein meisterhafter Golfspieler werden. Du musst eine Menge Fehler machen, bevor du ein echter Golfspieler wirst. Das Gleiche gilt, wenn man ein wirklich reicher Mensch werden will.«

Da ich nie ein akademisches Genie war, befürworte ich die Philosophie meines reichen Vaters über wahres Lernen.

Fake versus Echt

In diesem Buch geht es um Fake-Geld, Fake-Lehrer und Fake-Vermögenswerte. In diesem Buch geht es auch um echtes Geld, echte Lehrer und echte Vermögenswerte.

Fake-Geld

Als Präsident Nixon den US-Dollar vom Goldstandard nahm, wurde der US-Dollar zu Fake-Geld.

Definition von Fake-Geld: Fake-Geld macht die Reichen reicher, aber die Armen und die Angehörigen der Mittelschicht immer ärmer.

Fake-Lehrer

In der Schule fand ich heraus, dass viele meiner Lehrer Fake-Lehrer waren.

Mit einfachen Worten ausgedrückt, sie praktizierten nicht, was sie lehrten.

In der Schule hatte ich viele Fake-Lehrer. Als ich auf die US-Marine-Flugschule kam, waren alle meine Lehrer echte Lehrer. Alle meine Fluglehrer konnten fliegen.

Fake-Vermögenswerte

Millionen von Menschen investieren in Fake-Vermögenswerte. Wie ich in Rich Dad Poor Dad schrieb, lautet die Definition eines Vermögenswertes »etwas, das Geld in die Tasche steckt«. Im Fall der meisten Menschen nehmen ihre »Vermögenswerte« ihnen Geld aus der Tasche. Von jedem Gehalt wird in den USA Geld abgezogen und über Altersvorsorgeprogramme wie 401(k)s4, IRAs5 oder staatliche Renten an die Wall Street geschickt.

Jahrelang sparen Millionen »für den Ruhestand« in der Hoffnung, dass sie ein Vielfaches an Geld zurückbekommen. Millionen von Menschen in meinem Alter, Babyboomer, werden bald herausfinden, dass sie nicht genug Geld haben, um sich nach ihrer Pensionierung selbst zu versorgen. Das liegt daran, dass das Geld, das von ihrem Gehalt abgezwackt wurde, in Fake-Vermögenswerte gesteckt wurde, die die Reichen reicher machten – sie selbst jedoch leer ausgehen ließen.

Ein wahrer Lehrer

Ich bin gesegnet, viele große wahre Lehrer gehabt zu haben, Lehrer wie meinen reichen Vater. Jedes Mal, wenn ich etwas lernen möchte, ist meine erste Aufgabe, einen echten Lehrer zu finden, jemanden, der das, was er lehrt, auch praktiziert, jeden Tag tut und dabei erfolgreich ist.

Die winzige Vietnamesin war eine weitere meiner echten Lehrerinnen. In nur wenigen Minuten lehrte sie mich nicht nur, was für ein Idiot ich war, sondern sie inspirierte mich auch, mehr zu lernen – nicht nur über Gold, sondern auch über das mysteriöse, magische und wichtige Thema »Geld«, ein Fach, das nicht in der Schule unterrichtet wurde.

Der Besitz von Gold war illegal

Nachdem Ted und ich uns den Schlamm abgeduscht hatten, kehrten wir in den Bereitschaftsraum der Piloten zurück und wurden zu Recht ausgelacht.

Unser befehlshabender Offizier drohte uns mit einer Klage. Der Einsatzleiter drohte damit, dass wir unseren Hubschrauber vor allen anderen waschen sollten. Doch es war der Waffenoffizier, der meine Aufmerksamkeit erregte. Er sagte: »Hättet ihr dieses Gold an Bord gebracht, wärt ihr verhaftet worden.«

»Was? Warum hätte man uns verhaftet?«

»Weil es für Amerikaner illegal ist, Gold zu besitzen.«

»Warum ist es illegal?«, fragte Ted.

Der Waffenoffizier wusste es nicht. Und der Vorfall wurde nicht weiter verfolgt. Schließlich gab es einen Krieg zu führen, und wir hatten wichtigere Missionen, die wir am Morgen fliegen mussten. Das Treffen endete und wir gingen alle zum Abendessen.

Aber ich hatte eine neue Frage im Kopf: Warum war es für Amerikaner illegal, Gold zu besitzen?

Diese Frage veranlasste mich, meine kontinuierliche finanzielle Ausbildung fortzusetzen und meine eigenen Antworten zu suchen.

Wie mein reicher Vater habe ich aus meinen Fehlern gelernt.

1933 verbot Präsident Franklin Delano Roosevelt den Amerikanern, Gold zu besitzen. So, wie die meisten Amerikaner, hatten Ted und ich Goldschmuck gesehen – aber nie Goldmünzen, geschweige denn Goldnuggets. Das einzige Geld, das wir kannten, waren Geldscheine und Münzen aus Metalllegierungen, keine echten Gold- oder Silbermünzen.

Heute kennen die meisten Menschen nur noch Fake-Geld.

Altes Geld und modernes Geld

Im Laufe der Geschichte dienten viele verschiedene Dinge als »Geld«. Geld nahm die Form von Muscheln, bunten Perlen, Federn, lebenden Tieren und großen Steinen an.

Heute gibt es drei Arten von modernem Geld. Das sind:

Gottes Geld:

Gold und Silber

Das Geld der Regierung:

Dollar, Euro, Pesos et cetera

Das Geld des Volkes:

Bitcoin, Ethereum, ZipCoin und so weiter

Die Fragen, die dieses Buch zu beantworten versucht, sind, welches Geld echt oder fake ist, welche Lehrer wahr oder fake sind und welche Vermögenswerte echt oder fake sind.

IHRE FRAGEN – ROBERT T. KIYOSAKIS ANTWORTEN

F: Wann haben Sie zum ersten Mal daran gedacht, Gold zu kaufen? Und was hatten Sie damit vor?

Barbara E. – Kanada

A: 1972, in dem Jahr, in dem ich anfing, Gold zu kaufen, dachte ich nicht an die Zukunft. Ich war nur neugierig. Ich war nur neugierig auf die Beziehung zwischen Gold und dem US-Dollar.

1972 dachte ich dummerweise, ich könnte Gold zu einem reduzierten Preis kaufen, weil ich hinter den feindlichen Linien war. Je mehr ich über Gold, den US-Dollar und das Fake-Geld erfuhr, desto neugieriger wurde ich.

1983 las ich Bucky Fullers Buch Grunch: Raubzug der Giganten, und das Ausmaß und der Umfang des globalen Geldraubs wurden klarer. Im Jahr 2008 geriet der Geldraub außer Kontrolle, als die Zentralbanken der Welt Billionen von US-Dollar druckten – unter dem Deckmantel der Rettung der Weltwirtschaft. Die Zentralbanken retteten sich selbst und »wir, das Volk« hatten die Rechnung zu begleichen.

Im dritten Teil dieses Buches werden Sie entdecken, wie düster und allgegenwärtig dieser Geldraub heute ist und warum dieser außer Kontrolle geratene Geldraub mich veranlasst, mir Sorgen um die Zukunft zu machen.

F: Warum ist es so schwierig für die Menschen, einem Start-up zu vertrauen?

Momoh S. – Nigeria

A: Ideen gibt es wie Sand am Meer. Millionen von Menschen haben Millionen von Ideen für ein neues Produkt oder Geschäft.

Ohne echte finanzielle Bildung wissen nur sehr wenige Menschen, wie man eine 1-Million-Dollar-Idee in 1 Million Dollar umwandelt. Deshalb vertrauen die meisten Menschen Start-ups nicht.

F: Wenn ich all mein Vermögen in Buchgeld halte, werde ich dann irgendwann alles verlieren?

Noah W. – USA

A: Ja, Sie werden alles verlieren. Wenn wir uns an der Geschichte orientieren können, hat keine einzige Währung in Form von Buchgeld jemals überlebt.

Fake-Geld behält seinen Wert nicht. Könnte der US-Dollar das erste Fake-Geld der Geschichte sein, das für immer überlebt? Ja, aber ich würde nicht darauf wetten.

F: Wie kann man den Kassapreis für Gold bestimmen, nachdem Nixon den US-Dollar vom Goldstandard entkoppelt hat?

Tessa H. – Peru

A: Theoretisch wird der Kassapreis von Gold durch die internationalen freien Märkte bestimmt. Aber das ist nur die Theorie. Heute wird der Goldpreis manipuliert, ebenso wie die meisten Finanzanlagen.

Im dritten Teil dieses Buches gehe ich ausführlicher darauf ein, wie der Goldpreis manipuliert wird, warum er manipuliert wird und warum diese Manipulation nicht viel länger andauern kann.

F: Warum war es für Amerikaner illegal, Gold zu besitzen? Welchen Grund gaben sie dem amerikanischen Volk?

Gordon P. – USA

A: Die Fed, Grunch und die US-Regierung wollten die Kontrolle über die Geldmenge und die Tausenden von kleineren Banken – kleinere Banken, die mit den Großbanken und der Fed konkurrierten – übernehmen.

Vor nicht allzu langer Zeit gab es 20 größere Banken. Heute gibt es nur noch vier Banken, die zu groß sind, um Pleite zu gehen. Jeder ist jetzt in einem kleineren Bankensystem gefangen. Viele vermuten, dass es schon seit Langem der Plan ist, die US-Wirtschaft von ein paar großen Banken und der Fed kontrollieren zu lassen.

F: Woher kannte die Vietnamesin den Goldpreis, wenn es kein Internet gab?

Anthony O. – Australien

A: Sie war eine professionelle Goldverkäuferin. Fachleute müssen den Preis ihrer Produkte kennen. Ich nehme an, dass sie ein Telefon, Funk, ein Radio, eine Zeitung, andere Händler und die Besitzer der Mine als Ressourcen und so die Möglichkeit hatte, mit den globalen Märkten in Kontakt zu bleiben.

Eine relevantere Frage ist: Wie viele Ihrer Freunde wissen, wie hoch der Kassapreis von Gold heute ist? Wie viele von ihnen sind an Gold interessiert?

Kapitel 2

UNSER VERTRAUEN GEHÖRT GOTT

WER VERDIENT IHR VERTRAUEN?

Am 15. August 1971 hob Präsident Richard M. Nixon »vorübergehend« die Konvertierbarkeit des US-Dollar in Gold auf.

Am 17. Juni 1972 wurde in den Hauptsitz des Demokratischen Nationalkomitees im Watergate-Gebäude in Washington, D.C. eingebrochen. Dieses Ereignis führte zu dem berüchtigten Watergate-Skandal.

Am 10. Oktober 1973 machte Vizepräsident Spiro Agnew keine Einwände gegen die Anklage wegen Steuerhinterziehung des Bundes geltend, weil die Anklage wegen politischer Korruption fallen gelassen worden war. Gerald Ford, Sprecher des Repräsentantenhauses, wurde später neuer Vizepräsident von Nixon.

Am 6. Februar 1974 verabschiedete das US-Repräsentantenhaus die Resolution 803, die dem Justizausschuss die Befugnis erteilte zu prüfen, ob genügend Gründe vorlagen, um Präsident Nixon für seine Beteiligung am Watergate-Skandal anzuklagen.

Am 27. Juli 1974 genehmigte der Ausschuss den ersten von drei Punkten der Anklage: erstens wegen Behinderung der Justiz, zweitens Machtmissbrauch und drittens Geringschätzung des Kongresses.

Am 9. August 1974 trat Nixon als Präsident der Vereinigten Staaten zurück.

Am 8. September 1974 sprach Präsident Gerald Ford die vollständige und bedingungslose Begnadigung für Nixon aus und gewährte ihm Immunität von der Strafverfolgung für alle Verbrechen am Bundesstaat, die er als Präsident begangen hatte oder an denen er möglicherweise als Präsident beteiligt gewesen war.

Und wir vertrauen diesen Staatsführern – unseren Staatsführern?

Niemand hat den US-Dollar jemals wieder zum Goldstandard zurückgebracht. Haben sie es einfach vergessen? Wann und warum wurde das Temporäre dauerhaft?

Wem vertrauen Sie?

Ich finde es interessant, dass wir auf allen Fake-US-Dollar-Scheinen die Worte sehen:

Unser Vertrauen gehört Gott

Warum werden wir gebeten, auf Gott zu vertrauen? Was ist mit Gottes Geld, Gold und Silber passiert?

Gold hat im chemischen Periodensystem die Ordnungszahl 79. Silber die Ordnungszahl 47.

Gold und Silber waren zur Zeit der Entstehung des Planeten Erde schon hier. Gold und Silber werden auch noch hier sein, wenn die letzte Kakerlake ausgestorben ist.

Warum also haben die Eliten dann »Unser Vertrauen gehört Gott« auf all unser Fake-Geld drucken lassen?

Dies ist nicht das erste Mal in der Geschichte, dass vertrauenswürdige Führungskräfte Fake-Geld einsetzten, um sich selbst reicher und mächtiger zu machen.

Papiergeld wurde erstmals von den Chinesen während der Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) verwendet. Es war bereits viele Jahrhunderte in Gebrauch, bevor diese Praxis in Europa im 17. Jahrhundert Fuß fasste.

Das chinesische Reich brach zusammen, als die Eliten erkannten, dass es einfach war, Fake-Geld zu drucken, um Kriege zu führen und Monumente für sich selbst zu erbauen.

Die Römer verwendeten Gold- und Silbermünzen. Sie fälschten ihr Geld, indem sie die Ränder der Münzen beschnitten.

Gerillte Kanten und Münzen entwerten

Heutzutage haben die meisten US-Münzen gerillte Kanten. Gerillte Kanten erschwerten das Abschleifen von Gold- und Silbermünzen.

Die Römer schufen dann mehr Fake-Geld, indem sie ihre Gold- und Silbermünzen »entwerteten«. Entwerten bedeutet, dass Gold- und Silbermünzen mit unedlen Metallen wie Kupfer, Zinn und Nickel vermischt wurden.

1965 begann die US-Regierung damit, US-Silbermünzen zu entwerten, und deshalb weisen Silbermünzen am Rand einen Kupferstich auf.

Greshams Gesetz

Greshams Gesetz besagt:

Wenn schlechtes [fake] Geld in das System gelangt, taucht gutes [echtes] Geld unter.

1965 begann ich, in die lokalen Banken von Hilo, Hawaii, zu gehen, und Dollarscheine gegen Rollen von 10-Cent-Münzen, 25-Cent-Münzen und 50-Cent-Münzen umzutauschen. Ich ging nach Hause, packte die Münzrollen aus, holte die echten Silbermünzen heraus und brachte später die Silbermünzen mit der Kupferstichigkeit an den Rändern zur Bank zurück.

Es dauerte nicht lange, bis ich eine große Stofftasche mit echten Silbermünzen hatte.

Ich weiß nicht, warum ich anfing, Dollarscheine gegen Rollen von Münzen einzutauschen und dann die echten Silbermünzen zu sparen. Aber ich tat es. War es Greshams Gesetz in Aktion?

1965 wechselte ich nach New York aufs College und sah meine Tasche mit echten Silbermünzen nie wieder. Ich habe mich immer gefragt, ob meine Mutter das Geld ausgegeben hat, diese echten Silbermünzen.

Auf der Suche nach Gold in der ganzen Welt unterwegs

Zwischen 1996 und 2012 hatte ich einen Partner, einen echten Lehrer namens Frank Crerie. Frank war ungefähr im gleichen Alter wie mein reicher Vater und mein armer Vater. Frank hatte eine Reihe von Gold- und Silberminen durch IPOs (Initial Public Offering) an die kanadischen und US-amerikanischen Börsen gebracht.

Jetzt war er zu alt, um zu reisen, und schickte stattdessen mich in die ganze Welt auf der Suche nach Gold- und Silberminen. Es war eine unglaubliche und sehr praxisnahe Ausbildung. Ich erinnere mich, dass ich die Flanke eines Hügels in den peruanischen Anden untersuchte und dabei einer Reihe von Löchern, kleinen Goldminen und einer Goldader in diesem Hügel folgte. Mein Bergbaugeologe erzählte mir, dass die Inkas aus diesen winzigen Löcher Gold gewonnen hatten, lange bevor Francisco Pizarro aus Spanien kam, ihre Anführer tötete und dann ihr Gold stahl.

Ich erinnere mich auch daran, wie ich in die Mongolei reiste, um eine andere alte Goldmine zu besuchen, die wir »das Schachbrett« nannten. Es wurde so genannt, weil die Mine sich auf ebenem Terrain befand und aufgrund der Bohrungen wie ein Schachbrett aussah.

Eine unserer besten Minen war eine alte Silbermine in einem abgelegenen Teil Südargentiniens. Unsere Gruppe brachte diese Mine an der Toronto Stock Exchange an die Börse, als Silber weniger als 3 US-Dollar pro Unze kostete. Wir machten gute Gewinne, als der Silberpreis auf mehr als 7 US-Dollar pro Unze stieg. Heute dümpelt der Silberpreis bei etwa 15 US- Dollar pro Unze. Leider haben wir bei 7 US-Dollar verkauft.

Unsere größte Akquisition war eine alte Mine in China. Wir bekamen die chinesische Mine ohne Anzahlung. Die Vereinbarung war, dass die chinesische Regierung uns die Mine geben würde, wenn wir Geld beschaffen würden, indem wir das Unternehmen an die Börse von Toronto bringen würden. Das taten wir dann auch.

Die gute Nachricht ist, dass wir Gold gefunden haben. Massive Einlagerungen. Millionen von Unzen, »nachgewiesenes« Gold. Etwa ein Jahr lang dachten wir, wir seien Milliardäre.

Unsere chinesische Goldmine hatte einen spanischen Namen aus einer Wortzusammensetzung: Mundoro Mining, oder: eine Welt aus Gold.

Eines Tages teilte uns ein Regierungsbeamter mit, dass die chinesische Regierung unsere Geschäftslizenz nicht verlängern würde. Heute ist diese Mine im Besitz von Freunden der chinesischen Eliten, die Milliardäre sind.

Wir sind komplett aus Mundoro draußen. So etwas nenne ich echte Bildung.

Bleibende Eindrücke

Der bleibende Eindruck bei mir war folgender: isoliert lebende Menschen, ohne jeglichen Außenkontakt, wissen instinktiv Gold und Silber zu schätzen.

Was ist mit uns passiert? Was ist mit unserem Instinkt für Gottes Geld passiert? Sind wir heute zu gebildet?

Warum vertrauen wir Menschen, die wir nicht einmal kennen? Warum glauben wir den Eliten, nur weil sie die Worte »Unser Vertrauen gehört Gott« auf unser Fake-Geld schreiben?

Sehen Sie sich diese Abbildung an.

Schauen Sie sich jetzt die Grafik an, was mit falschem Geld passiert, wenn unsere Staatsführer mehr Fake-Geld drucken.

Quelle: Bureau of Labor Statistics

Wiederholt sich die Geschichte?

Dies ist ein Bild von deutschen Kindern im Jahr 1923, die mit Geld auf der Straße spielen – Milliarden von Fake-Geld. Während der Weimarer Republik nach dem Ersten Weltkrieg war die Inflation so hoch, dass 1 US-Dollar 4,2 Millionen Deutsche Mark wert war.

Die folgende Grafik zeigt, woher das Geld der Kinder kam.

Quelle: Wikipedia – Delphi234

Das FRED-Diagramm auf der nächsten Seite zeigt, dass die Vereinigten Staaten nach dem Crash von 2008 Billionen an Fake-Geld drucken.

Bemerken Sie eine Ähnlichkeit zu dem Drucken von Fake-Geld im Deutschland der 1920er-Jahre, der Mark?

Quelle: Wirtschaftsdaten der Federal Reserve Economic Data (FRED)

Die schlechte Nachricht ist, dass noch nie in der Menschheitsgeschichte Fake-Geld überlebt hat. Die Chancen stehen gut, dass das gesamte moderne Papiergeld zu seinem wahren Wert zurückkehren wird: Null.

Vertrauen Sie immer noch »auf Gott«, wenn es um Ihr Geld geht?

Den Schüler zurück zu seinem Studium führen

R. Buckminster »Bucky« Fuller schrieb über »die Befreiung des Gelehrten zur Rückkehr zu seinem Studium« – mit anderen Worten: die Schüler von der Schule zu holen und sie wieder an ihr Studium zurückzuschicken.

Die meiste Zeit meines Lebens war ich ein durchschnittlicher Schüler. Ich war immer ein Fake-Schüler. Mit Ausnahme der Flugschule hatte ich keinen Spaß an der Schule. Die Schule war langweilig. Wenn Fuller davon sprach, »den Gelehrten zu befreien, zu seinem Studium zurückzuschicken«, fragte ich mich oft, was mein Studienfach sein sollte.

Nachdem ich Fullers Buch Grunch: Raubzug der Giganten gelesen hatte, wusste ich, dass ich mein Studienfach gefunden hatte. Ich wurde endlich ein richtiger Student.

Als ich mit meinem Studium begann, wurde mir klar, dass ich in der vierten Klasse meinem Studium ziemlich nahe gewesen war, als ich die Hand hob und meine Lehrerin fragte: »Wann werden wir etwas über Geld lernen?« Es war die Frage, die mich dazu brachte, meinen reichen Vater, den Vater meines Klassenkameraden, kennenzulernen, der dann seinen Sohn und mich im Alter von neun Jahren bis weit in die 1930er-Jahre als echter Lehrer ausbildete.

Grunch: Raubzug der Giganten hob mein Studium und meine Forschung auf ein neues Niveau. Ich begann, nach Büchern und Seminaren von echten Lehrern zu suchen, die über Kenntnisse zum Thema Grunch verfügten. Frank Crerie, mein Partner, der mich auf die Suche nach alten Gold- und Silberminen in die ganze Welt schickte, war einer dieser echten Lehrer. Ich werde einige dieser echten Lehrer in Teil 2 dieses Buches, Fake-Lehrer, nennen.

Am 28. Mai 2018, als ich an einem Kiosk vorbeiging, sah ich das Cover des Time-Magazins. Auf dem Cover stand: »Wie meine Generation Amerika das Genick brach.« Steven Brills Artikel über die Eliten in diesem Magazin war ein weiteres Teil des Grunch-Puzzles. Brill brachte die gleichen Bedenken zum Ausdruck, die Bucky Fuller 35 Jahre zuvor in Grunch geäußert hatte.

In seinen Vorträgen sagte Fuller, dass die unsichtbaren Menschen, die die Weltwirtschaft kontrollieren, unsere Schulen nach den Besten und Klügsten durchsuchen, damit sie sie ausbilden können, die Weltwirtschaft so zu führen, wie sie wollen, dass die Weltwirtschaft geführt wird.

Steven Brill sagte nicht genau das Gleiche, aber er drückt es folgendermaßen aus:

Ich war einer dieser Elitesieger. 1964 war ich ein Bücherwurm, der in Far Rockaway aufwuchs, einer von der Arbeiterklasse bewohnten Gegend von Queens. Eines Tages las ich in einer Biografie von John F. Kennedy, dass er eine sogenannte Prep School besucht habe. Keiner meiner Lehrer an der Junior-Highschool 198 hatte eine Ahnung, was das bedeutete, aber ich fand bald heraus, dass die Prep-Schulen wie ein College funktionierten. Man besucht den Unterricht und lebt auf einem Campus, allerdings vier Jahre früher als das College, was mir eine gute Idee erschien. Es schien noch besser zu sein, als ich entdeckte, dass einige Prep-Schulen finanzielle Hilfe anboten. Ich landete an der Deerfield Academy, in Western Massachusetts, wo der Direktor, Frank Boyden, meinen besorgten Eltern, die einen ständig am Rand der Pleite stehenden Spirituosenladen betrieben, sagte, dass sein Grundsatz der Finanzhilfe vorsah, dass sie ihm jedes Jahr einen Scheck über das, was sie sich leisten konnten, schicken sollten.

Drei Jahre später, 1967, saß ich im Büro des Schulleiters meines Abschlussjahres, mit einem Mann namens R. Inslee Clark Jr., dem für Immatrikulation zuständigen Dekan von Yale. Was ich damals nicht wusste, war, dass ich Teil einer Revolution unter der Federführung von Clark war, dessen Spitzname Inky war. Ich war im Begriff, einer derjenigen zu werden, die als »Inky Jungs« und später auch »Mädels« bekannt werden sollten. Wir waren Teil der Meritokratie, die Mitte der 1960er- und 1970er-Jahre in Yale und anderen elitären Bildungseinrichtungen, Anwaltskanzleien und Investmentbanken eingeführt wurde.

Fuller hätte dazu gesagt: »Diese sehr klugen jungen Leute wurden von denjenigen ausgewählt und ausgebildet, die Grunch führen.«

Steven Brill fuhr fort: »Da meine Generation von Leistungsträgern an Elite-Universitäten studiert hat und in die Berufswelt eingetreten ist, hatten ihre persönlichen Erfolge oft schwerwiegende gesellschaftliche Folgen.«

Weiter auf die Prep-Schulen

Was in der Geschichte meines reichen Vaters nicht erzählt wird, ist die Tatsache, dass meine reichen Klassenkameraden nach Abschluss der Riverside School auf private Prep-Schulen gingen, nicht auf öffentliche Mittel- und Oberschulen wie der Sohn meines reichen Vaters und ich. Die meisten gingen an die Hawaii Preparatory Academy, 80 Meilen entfernt auf Big Island von Hawaii. Einige gingen zur Punahou-Schule auf der Insel Oahu, wo Barack Obama zur Schule ging.

Der zukünftige Präsident war einer dieser »Inky Jungs und Mädels«, wie Steven Brill. Der junge »Barry« Obama, wie er genannt wurde, ging von Punahou aus weiter, schaffte es schließlich an die Juristische Fakultät von Harvard und wurde letztendlich Präsident der Vereinigten Staaten, schlug also einen ähnlichen Karriereweg ein wie die Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush.

Als ich meinen armen Vater fragte, ob ich eine Prep-Schule besuchen könne, sagte er: »Wir sind nicht reich, und es wäre politisch nicht korrekt, wenn der Sohn des Leiters des Bildungsressorts eine private Prep-Schule besuchte.«

Während meine reichen Klassenkameraden auf die Prep-Schule wechselten, gingen der Sohn meines reichen Vaters und ich zusammen mit den Schülern der Grundschule von gegenüber dann zur Hilo-Mittelschule und zur Hilo-Highschool.

Der positive Effekt war, dass ich jeden Tag surfen gehen konnte. Hilo High hatte auch eine der fähigsten Football-Mannschaften des Staates Hawaii, und ich liebte Football. Wir gaben Hawaii Prep jedes Mal einen ordentlichen Denkzettel, wenn wir gegen meine ehemaligen Klassenkameraden spielten.

Und am besten war, dass Mike und ich nach der Schule und am Wochenende beim reichen Vater in die Lehre gingen. Wir erhielten eine echte kaufmännische und finanzielle Ausbildung, während unserer Zeit an der Mittelschule und der Oberschule.

Unter unseren Grundschulkameraden, die auf die Prep-Schulen wechselten, sind viele Absolventen von Stanford, Dartmouth, Yale und anderen renommierten Elite-Universitäten – den Universitäten für die Elite und zukünftige Elite.

Die Geschichte von Rich Dad Poor Dad beginnt, als ich neun Jahre alt war und die Riverside-Schule besuchte, eine Grundschule für reiche Kinder. Die Kinder aus armen und mittelständischen Familien gingen zur Hilo-Union-Schule, direkt gegenüber.

Mit reichen Kindern zusammen zu lernen, veranlasste mich, mich zu fragen, warum einige Kinder reich waren, ich jedoch arm. In der vierten Klasse, inmitten von reichen Kindern, hob ich meine Hand und fragte meine Klassenlehrerin: »Wann lernen wir etwas über Geld?« Als sie mir antwortete, »Das Thema Geld lehren wir nicht an der Schule«, begann mein lebenslanges Studium. Und wie es so schön heißt:

»Der Rest ist Geschichte.«

Mein armer Vater, der Leiter des Bildungsressorts des Staates Hawaii, erklärte mir, dass er nur das unterrichten könne, was die Regierung ihm erlaubt habe zu unterrichten. Wenn ich etwas über Geld lernen wollte, riet er mir, mit dem Vater meines besten Freundes zu sprechen, der dann mein reicher Vater wurde. Und so begann die Geschichte von Rich Dad Poor Dad, eine Geschichte über echte finanzielle Bildung von einem echten Lehrer.

Schwere gesellschaftliche Folgen

Steven Brill fuhr fort, über seine Generation von Überfliegern zu schreiben:

Sie [...] schufen eine auf Handel aufbauende Wirtschaft, bei der Vermögenswerte herumgeschoben wurden, anstatt neue aufzubauen.

Im Klartext: Die Eliten konzentrierten sich darauf, sich selbst reich zu machen, anstatt neue Unternehmen, neue Produkte, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die US-Wirtschaft wieder aufzubauen.

IHRE FRAGEN – ROBERT T. KIYOSAKIS ANTWORTEN

F: Wie können wir die finanziellen Probleme der Vereinigten Staaten lösen? Wo fangen wir an? Bringen wir zuerst den US-Dollar wieder in Beziehung mit dem Goldstandard? Schaffen wir zuerst Derivate und Fake-Vermögenswerte ab? Wie können wir den schrecklichen universellen Geldraub stoppen?

Jaime M. – USA

A: Das sind alles großartige Fragen. Ich hatte früher ähnliche Fragen. Je mehr ich die Lehren von Bucky Fuller und den Geldraub studierte, desto mehr wurde mir klar, dass es nur eine Antwort gab. Eines von Fullers generalisierten Prinzipien ist »Auftauchen durch Notfall« (Auf Englisch: »The Emergence through Emergency«). Das bedeutet, dass es einen Notfall geben muss, bevor sich etwas ändert. Wenn Sie sich das englische Wort emergency ansehen, bemerken Sie, dass das Wort emerge (Auf Deutsch: auftauchen) darin steckt. Fuller lehrte uns Teilnehmern an seinem Seminar, dass die nächste Evolution der Menschheit aus einem kommenden Notfall heraus stattfinden würde.

Die tolle Nachricht ist, dass viele von uns wissen, dass dieser Notfall im Anmarsch ist, und frühzeitig Maßnahmen ergreifen. Und ich erwarte, dass wir eine neue, intelligentere, weisere Menschheit auftauchen sehen werden (oder bereits auftauchen sehen können), und zwar vor dem kommenden Notfall. Im Jahr 2004, kurz bevor der riesige Tsunami Indonesien heimsuchte und Hunderttausende Menschen tötete, begannen Tiere wie zum Beispiel die Elefanten die Küstengebiete zu verlassen, aber die Touristen fuhren weiterhin an den Strand.

Das Gleiche geschieht heute. Millionen von Menschen entwickeln sich weiter, beschließen, nicht länger Opfer zu sein, und ändern ihr Leben noch vor der kommenden finanziellen Notlage.