Wichtiger als Geld - Robert T. Kiyosaki - E-Book

Wichtiger als Geld E-Book

Robert T. Kiyosaki

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Beschreibung

Viele Menschen haben Millionen-Dollar-Ideen. Sie sind davon überzeugt, dass ihr neues Produkt oder ihre revolutionäre Dienstleistung sie reich machen wird. Das Problem dabei ist nur: Die meisten Menschen haben de facto keine Ahnung, wie sie ihre Millionen-Dollar-Idee tatsächlich in Millionen umwandeln können. Ein Faktor, der mehr als alles andere darüber entscheidet, ob eine Geschäftsidee funktioniert, ist das soziale und berufliche Netzwerk, also Menschen, mit denen wir regelmäßig zu tun haben und die wir um Rat fragen. In seinem #1-Bestseller Rich Dad Poor Dad hat Robert Kiyosaki immer wieder gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit Menschen zu umgeben, die eine ähnliche Einstellung haben, also ein ähnliches Mindset. In Wichtiger als Geld zeigt Robert Kiyosaki zusammen mit den Rich Dad Advisors, wie Gründer und Entrepreneure das perfekte Team für ihre Millionen-Dollar-Idee aufbauen können. Zusätzlich verraten die Advisors ihre besten Tricks in ihrem jeweiligen Fachgebiet wie Immobilien, Steuern, Verkauf und Kapitalbeschaffung.

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Seitenzahl: 527

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WICHTIGERALSGELD

ALS GRÜNDER ODER ENTREPRENEUR DAS PERFEKTE TEAM AUFBAUEN

Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

1. Auflage 2019

© 2019 by FinanzBuch Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Copyright © 2017 by RDA Press, LLC.

This edition published by arrangement with Rich Dad Operating Company, LLC.

Die englische Originalausgabe erschien 2017 unter dem Titel More Important Than Money … An Entrepreneur’s Team bei RDA Press, LLC.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Übersetzung: Monika Lubitz

Redaktion: Manuela Kahle

Korrektorat: Dunja Reulein

Umschlaggestaltung: In Anlehnung an die Originalausgabe, © RDA Press

Umschlagabbildung: © RDA Press

Satz: inpunkt[w]o, Haiger (www.inpunktwo.de)

Druck: CPI Books GmbH, Leck

ISBN Print 978-3-95972-092-2

ISBN E-Book (PDF) 978-3-96092-160-8

ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-96092-161-5

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.finanzbuchverlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de

In diesem Buch werden Sie erfahren, warum die Schulbildung unseren angeborenen Unternehmergeist tötet.

Und, was noch wichtiger ist, Sie werden in diesem Buch erfahren, wie Sie Ihren Unternehmergeist zurückerlangen.

Wir sind alle Unternehmer.Jeder von uns kann einen Limo-Stand aufmachen.

In diesem Buch geht es um den Unterschied zwischen Unternehmern, die einen Limo-Stand aufmachen, und Unternehmern, die globale Unternehmen wie Apple und Facebook gründen.

»Man erahnt die Bedeutung von Ereignissen nicht vorwärts schauend; man erkennt sie nur im Rückblick. Also muss man darauf vertrauen, dass die Ereignisse irgendwie in der Zukunft verknüpft werden. An irgendetwas muss man ja glauben – an sein Bauchgefühl, an das Schicksal, an Karma oder an was auch immer. Dieser Ansatz hat mich nie enttäuscht, und es hat einen großen Unterschied in meinem Leben gemacht.«

STEVE JOBS

Widmung

An den Unternehmergeist … der in uns allen steckt.

Vorwort

Robert Kiyosaki

Viele Menschen haben millionenschwere Ideen. Sie glauben, ihr neues Produkt oder ihre neue Dienstleistung würde sie reich machen und all ihre Träume wahr werden lassen. Das Problem ist, dass die meisten Menschen nicht wissen, wie sie ihre millionenschwere Idee in eine tatsächliche Million verwandeln können.

F: Warum können die Menschen ihre Idee nicht in Millionen von Dollar verwandeln?

A: Weil die meisten Menschen in der Schule gelernt haben, Angestellte zu werden und nicht Unternehmer.

Deshalb sagt man den meisten Leuten: »Lerne was und such dir dann eine Stelle.« Niemals hört man: »Geh zur Schule und lerne, wie man Stellen schafft«, was die erfolgreichen Unternehmer tun.

Die meisten Leute gehen zur Schule, um zu lernen, wie man für Geld arbeitet, für ein regelmäßiges Gehalt. Nur wenige lernen, Geld zu kreieren, sodass sie niemals ein Gehalt brauchen. Falls Sie Rich Dad Poor Dad gelesen haben, erinnern Sie sich vielleicht an die erste Lektion meines reichen Vaters, die da lautet: »Die Reichen arbeiten nicht für Geld.«*

Unternehmer haben diese Lektion verstanden, und sie finden Wege, das Geld für sie arbeiten zu lassen und Vermögen aufzubauen, das sowohl Cashflow als auch einen Vermögenswert zur Verfügung stellt.

David, Goliath und Schumpeter

Es gibt drei unterschiedliche Typen von Unternehmern auf der Welt: Davids, Goliaths und Schumpeters.**

_______________

* Anmerkung der Redaktion: Robert Kiyosaki spricht sowohl von seinem »reichen Vater« als auch von seinem »armen Vater«. Wenn er von seinem »reichen Vaters« spricht, meint er den Vater seines besten Freundes, wenn er von seinem »armen Vater« spricht, meint er seinen leiblichen Vater.

** Joseph A. Schumpeter (1883–1950) war Nationalökonom und Politiker. Er gilt als einer der herausragenden Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Seine Hauptwerke sind Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung und Kapitalismus Sozialismus und Demokratie.

Die Goliaths sind Unternehmer wie Steve Jobs, der Gründer von Apple Inc., eine der reichsten Firmen Amerikas. Andere Goliaths sind Larry Ellison, der Gründer von Oracle, Henry Ford, Gründer der Ford Motor Company, Bill Gates, Gründer von Microsoft, Thomas Edison, Gründer von General Electric, Richard Branson, Gründer von Virgin, und Walt Disney, Gründer der Walt Disney Company.

Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass all diese Goliaths als Schumpeters angefangen haben, das heißt innovative Unternehmer waren, die in ihrer Branche kreative Zerstörung betrieben. Und wir dürfen nicht vergessen, dass sie alle auch irgendwann einmal Davids waren – Davids, die den Goliaths die Spitzenposition streitig machten.

Es gibt einen Film über die noch jungen Bill Gates und Steve Jobs, Pirates of Silicon Valley, wie sie die Goliaths IBM und Xerox attackierten. Der Film beschreibt, wie Bill Gates das PC-Geschäft von dem Mainframe-Riesen IBM »stahl«; und Steve Jobs »stahl« das, was später die Konzepte dessen, was einmal die Maus und der Macintosh sein würden, von Xerox. Pirates of Silicon Valley anzusehen, ist Pflicht für die Schumpeters und Davids dieser Welt, die mutigen Kleinen, die den Riesen den Kampf ansagen … und möglicherweise später einmal selbst Riesen werden.

Die Geschichte von Richard Branson rankt sich um ein ähnliches Thema: Ein Rock-’n’-Roll-Unternehmer wurde ein David, als er den Nerv hatte, mit seiner Start-up-Firma Virgin Airways der weltbekannten Fluglinie British Airways den Kampf anzusagen. Heute sind die Virgin-Firmen »Riesen-Killer «, die den fetten, faulen, aufgeblähten und teuren Riesenfirmen nachstellen.

Nicht alle Davids sind Goliath-Killer. Manche Schumpeters werden Goliaths, indem sie Produkte erfinden, die die Welt verändern. Thomas Edison zum Beispiel entwickelte sich von einem Schumpeter zu einem David und dann zu einem Goliath, als er die Glühbirne erfand und schließlich General Electric gründete.

Mark Zuckerberg begann als Schumpeter in seinem Studentenheim an der Harvard-Universität, als er an Facebook arbeitete. Er wurde zum David, als er Facebook auf andere College-Standorte ausweitete. Und als er in die ganze Welt expandierte, wurde er zum Goliath.

Elon Musk entwickelte sich von einem Schumpeter zu einem David und dann zum Goliath, als seine Firma SpaceX der NASA Konkurrenz machte. Dann wandte sich Elon mit seiner Firma Tesla Automobilriesen wie General Motors zu, als er Elektroautos sportlich und sexy machte.

Schumpeters verändern die Welt

Man muss kein David oder Goliath sein, um die Welt zu verändern. Auch Schumpeters können die Welt verändern, indem sie wie Trimmungsklappen an einem Flugzeug wirken. In meinem Buch Second Chance (dt.: Zweite Chance, nicht auf Deutsch erschienen), veröffentlicht im Jahr 2015, schrieb ich über Dr. R. Buckminster Fuller und wie er mein Leben veränderte. Hätte ich Dr. Fuller, oder »Bucky«, wie er auch genannt wurde, nie kennengelernt, gäbe es keine Rich Dad Company. Ich wäre wahrscheinlich immer noch im Rock-’n’-Roll-Geschäft, wie Richard Branson, und niemals Lehrer oder Unternehmer geworden.

Ich hatte das Glück, dreimal an Seminaren mit Dr. Fuller teilzunehmen: jeweils im Sommer 1981, 1982 und 1983. Dr. Fuller starb einige Wochen nach dem Seminar, das ich 1983 bei ihm besuchte. Sein Tod animierte mich, die Rock-’n’-Roll-Branche zu verlassen und eine Trimmungsklappe, ein Schumpeter in der Bildungsbranche zu werden. Die Rich Dad Company produzierte ein Video mit dem Titel Der Mann, der die Zukunft sehen konnte, eine Kurzdokumentation über die Finanzkrise. Es ist kostenlos für jeden zugänglich, der daran interessiert ist zu lernen, wie man die Zukunft vorhersieht und wie man die Wirtschaftskrise mittels finanzieller Bildung löst. Besuchen Sie die folgende Webseite, um sich diesen Dokumentarfilm anzusehen: RichDad.com/RDTV.

Heute knöpft sich die Rich Dad Company die alte, antiquierte, abgehobene und extrem teure Bildungsindustrie vor. Unsere Aufgabe ist nicht, Goliath zu töten. Unsere Aufgabe ist es, auf der Titanic – also dem Bildungssystem – als Trimmungsklappe zu fungieren.

F: Was ist eine Trimmungsklappe?

A: Eine Trimmungsklappe ist eine winzige Fläche an der Hinterkante einer größeren Steuerungsfläche an einem Boot oder Flugzeug. Eine Trimmungsklappe ist wie ein Ruder am Ruder eines Schiffes – so werden Schiffe stabilisiert, auf Kurs gehalten, ohne dass der Steuermann ständig die Hand am Steuer hat.

Fuller fragte sich oft: »Was kann ich tun? Ich bin nur ein kleiner Mann ...« Damals beschloss er, eine Trimmungsklappe zu werden. Anstatt ein Republikaner oder ein Demokrat zu werden und für ein politisches Amt zu kandidieren – in der Hoffnung, Kapitän des Schiffes zu werden –, wurde er eine Trimmungsklappe, hinten am Ende des Schiffes. Eine kleine, aber starke Kraft, die Richtung und Veränderung beeinflussen konnte. Im Jahr 1927 wurde er ein Schumpeter, ein kleiner Mann, der die Welt veränderte. In dem Video Der Mann, der die Zukunft sehen konnte werden Sie einige von Fullers Errungenschaften aus seinem Lebenswerk, wie zum Beispiel die Geodätische Kuppel auf der Expo ’67, der Weltausstellung 1967 in Montreal, Kanada, sehen. Sie werden sehen, wie er mich beeinflusst hat, ein Schumpeter, eine Trimmungsklappe in der Bildungsbranche zu werden.

Die Rich Dad Company zeigt, wie man als Trimmungsklappe die Welt verändern kann. Unternehmer tun so etwas. Heute wird das CASHFLOW-Spiel in der ganzen Welt gespielt und ist ein Lehrmittel, das am Schulsystem vorbei finanzielle Bildung vermittelt.

Dieses Buch ist für alle geschrieben, die daran interessiert sind, Unternehmer zu werden und die Welt zu verändern, indem sie ein reicher und kluger Unternehmensleiter sind. Es gibt keinen einfachen Weg zum unternehmerischen Erfolg, egal, ob Sie die großen Jungs angreifen oder Ihre Ansprüche auf unbekanntem Gebiet abstecken. Man braucht Kraft, Engagement und Disziplin sowie eine Vision und Selbstvertrauen, um sich mit einem Team von intelligenten, erfahrenen und vertrauenswürdigen Beratern zu umgeben.

Ich denke, Sie werden feststellen, dass Ihr Team zu Ihren größten Vermögenswerten zählen kann. Und die Mitglieder Ihres Teams können den Unterschied ausmachen, ob Sie einfach nur eine Millionen-Dollar-Idee haben oder ob Sie diese in ein Multimillionen-Dollar-Geschäft verwandeln können.

Teil 1

WER IST IN IHREM TEAM?

»Unternehmensführung und Investieren sind Teamsport.«

Rich Dad

Einführung

Robert Kiyosaki

Vor ein paar Monaten sprach ich mit meinem Arzt, der mir stolz erzählte, er sei Millionär geworden. »Ich habe endlich über 1 Million Dollar verdient.«

Ich gratulierte ihm, und da wir auch befreundet sind, brauchte ich mich nicht zu scheuen, ihn zu fragen: »Wie viel Steuern hast du bezahlt?«

»Ungefähr 700.000 Dollar«, antwortete er verlegen.

»Das ist eine Menge Geld«, brachte ich heraus und schnappte dabei nach Luft.

»Und wie viel zahlst du an Steuern?«, fragte er. »Ich weiß, du verdienst mehr als ich.«

»Ich zahle viel weniger als 700.000 Dollar«, antwortete ich. »Und ich verdiene mehr als du. Deutlich mehr ... doch was ich Vater Staat zahle, ist mit Abstand weniger.«

»Was soll ich machen?«, fragte er.

»Feure deinen Steuerberater.«

Schlechter Rat

Ich musste im Lauf der Jahre viele Steuerberater, Anwälte, CEOs, Präsidenten und andere sogenannte professionelle Berater entlassen. Ich hatte schon Steuerberater und Anwälte von angesehenen, namhaften Firmen, die hoffnungslos schlecht waren. Also meinte ich es auch so, als ich meinem Arzt sagte: »Feure deinen Steuerberater.«

Wenn Sie meine anderen Bücher gelesen haben, wissen Sie, dass ich oft darüber schreibe, wie wichtig es ist, ein Team zu haben. In diesem Buch werden Sie von meinem Team hören. Ihm gebührt die wahre Ehre. Die Rich-Dad-Advisors, zusammen mit anderen Unternehmern im Rich-Dad- Team, werden ihr Fachwissen teilen genauso wie die Erfolge, Herausforderungen, aber auch Misserfolge, die das Unternehmertum mit sich bringt.

Mein Team ist viel wichtiger als Geld, denn ohne sie hätte ich wahrscheinlich kein Geld.

In diesem Buch wird mein Team Ihnen nicht erzählen, was sie tun. Sie werden Ihnen sagen, warum das, was sie tun, wichtig ist. Mein Steuerberater, Tom Wheelwright, zum Beispiel wird erklären, warum die Reichen viel weniger Steuern bezahlen und wie Sie das auch können. Toms Wissen ist wichtiger als Geld, weil Toms Rat mir Millionen Dollar an Steuern spart, und zwar legal. Garrett Sutton tut das Gleiche auf dem Gebiet von Kapitalgesellschaften und Vermögensschutz.

Sie denken vielleicht insgeheim: »Ich erwirtschafte keine Millionen. Ich verdiene wirklich nicht viel Geld. Nützt mir dieses Buch dann überhaupt etwas?« Die Antwort lautet: »Aber sicher!« Für viele Menschen ist der Grund, warum sie nicht mehr Geld verdienen, der gleiche Grund, aus dem sie mehr Steuern zahlen, als sie müssten: schlechte Berater und schlechte Ratschläge.

Das Wichtigste

Nach Meinung vieler Sozialwissenschaftler ist das soziale und berufliche Netzwerk das Wichtigste im Leben eines Menschen. Mit anderen Worten, die Leute um Sie herum, Ihr Team und die Menschen, mit denen Sie arbeiten. Wenn Sie von armen Menschen umgeben sind, werden Sie wahrscheinlich arm sein. Wie das Sprichwort schon besagt: »Gleich und Gleich gesellt sich gern.«

Der CASHFLOW-Quadrant repräsentiert die vier verschiedenen Persönlichkeiten in der Geschäftswelt. Denken Sie daran, dass in drei der vier Quadranten Unternehmer zu finden sind: in S, in B und in I.

E steht für Angestellter (engl.: employee)

S steht für Selbstständiger (engl.: self-imployed)

B steht für Großunternehmer (engl.: big business, mehr als 500 Angestellte)

I steht für Investor (engl: investor)

Mein Arzt ist Unternehmer im S-Quadranten ... und S kann auch für Spezialisten, Kleinunternehmer, smart und Star, wie zum Beispiel Profisportler und Filmstars, stehen.

Bevor er sich von seinem Steuerberater trennte, fragte er: »Mit wem sollte ich reden, wenn ich meinen Steuerberater feuere?«

Ich gab ihm drei Namen: Tom Wheelwright, mein Steuerberater, Garrett Sutton, mein Anwalt, und Ken McElroy, mein Partner für Immobilien-Investments.

»Warum muss ich alle drei anrufen?«, fragte er.

»Weil Unternehmensführung ein Mannschaftssport ist und sie alle Teil meines Teams sind«, antwortete ich. »Wir arbeiten seit Jahren zusammen. Wir haben zusammen Millionen gemacht. Ich vertraue ihnen mein Leben an.«

»Aber warum drei?«, fragte der Arzt.

Weil man drei verschiedene Berater braucht, um Geld zu verdienen, dieses Geld vor Steuern zu schützen und vor unseren Feinden. Hätte ich diese drei Partner nicht, wäre ich wie du: Ich würde Millionen machen, aber zu viel an Steuern zahlen und mir Sorgen machen, dass Geldhaie mir mithilfe des Rechtssystems meinen Reichtum stehlen wollen.

»Meinst du Prozesse?«, fragte er.

Ich nickte. »Prozesse und Steuern. Du siehst, wenn man plant, reich zu werden, muss man wissen, wie man sich davor schützen kann, bevor man reich wird.«

Mein Arzt hatte noch eine Frage: »Warum hat mir mein Steuerberater nicht diesen Rat gegeben?«

Das ist wirklich die Millionen-Dollar-Frage, oder? Und die Antwort darauf lautet: »Ich weiß es nicht.« Mein Freund würde dies seinen Steuerberater fragen müssen. Was ich aber weiß, ist, dass meine früheren Steuerberater auch nicht wirklich wussten, wie ich meinen Reichtum schützen kann. Sie waren schlau und teuer. Als ich merkte, dass sie nicht wussten oder verstanden, warum ich in Immobilien investierte, ließ ich sie gehen. Als eine andere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorschlug, ich solle all meine Immobilien verkaufen und in Investmentfonds investieren, habe ich sie sofort gefeuert. Sie mögen intelligente Steuerberater für Angehörige des E-Quadranten sein, aber sie waren keine intelligenten Steuerberater für Angehörige des I-Quadranten.

In diesem Buch lernen Sie von meinem Team, damit Sie Ihr eigenes Team aufbauen können. Unternehmer sein ist nicht schwer. Fast jeder kann Unternehmer sein.

In meiner Nachbarschaft lebte ein junges Mädchen, das einen Babysitter-Dienst anbot. Ihre Eltern erlaubten ihr, abends Kleinkinder unterschiedlichen Alters im Familienheim zu betreuen. Die Eltern gaben ihre Kinder ab und zahlten ihr gern ein Honorar, um einen Abend ohne die Kinder genießen zu können. Sobald ihre Schützlinge eingeschlafen waren, machte die junge Unternehmerin ihre Hausaufgaben und verdiente dabei pro Kind 10 Dollar pro Stunde. Samstagabends hatte sie mit der Betreuung von sieben Kindern am meisten zu tun und verdiente 70 Dollar pro Stunde, zuzüglich Trinkgeld. Nicht schlecht für ein 15-jähriges Mädchen.

Mit ihren Einnahmen finanzierte sie hauptsächlich ihre Studiengebühren. Mit anderen Worten, sie reinvestierte ihr Geld und wurde deshalb eine reichere Unternehmerin. Ich weiß nicht, ob sie Steuern gezahlt hat. Das geht nur sie selbst, ihr Gewissen und das Finanzamt etwas an.

Es geht darum, dass jeder Unternehmer sein kann. Das Problem ist, dass sehr wenige Unternehmer reich werden. Statistiken zeigen, dass die meisten Unternehmer nicht reich werden. Tatsächlich verdienen viele Kleinunternehmer weniger als ihre Angestellten. Die Kleinunternehmer verdienen weniger, weil sie weiterarbeiten, wenn das Geschäft bereits geschlossen ist und ihre Mitarbeiter nach der Arbeit nach Hause gegangen sind. Wenn Sie die Anzahl der Arbeitsstunden des Kleinunternehmers rechnen und wie viel diese bezahlt bekommen, haben viele einen geringeren Stundenlohn als ihre Angestellten.

Über eine Freundin, eine Unternehmerin, wurde vor Kurzem ein Zeitungsartikel veröffentlicht. In der Zeitung stand, dass sie monatlich 80.000 Dollar verdiene. Ich bin sicher, viele Leute schnappten nach Luft, als sie diesen Betrag lasen. Später, als ich mit ihr bei einer Tasse Kaffee saß, fragte ich: »Wie viel von diesen 80.000 Dollar pro Monat behältst du?« Lächelnd sagte sie: »Nichts davon. Ich reinvestiere jeden Cent, um die Firma voranzubringen. Wir leben vom Gehalt meines Mannes.«

Unternehmer ist man rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Selbst wenn sie nicht körperlich arbeiten, so arbeiten die meisten geistig oder haben emotional aufwühlende Sorgen. Mitarbeiter können nach Hause gehen oder Urlaub machen. Die meisten Unternehmer können das nicht. Ich habe gehört, dass Bill Gates sich acht Jahre lang keinen Tag freigenommen hat, als er Microsoft aufbaute.

Ich betone dies, weil viele Mitarbeiter denken, »Chef« zu sein sei einfach. Viele Mitarbeiter denken, sie machen die ganze Arbeit, und der Chef hat es leicht und bekommt das ganze Geld. Viele Mitarbeiter denken, der Chef arbeitet nicht so hart wie sie, weil Mitarbeiter und Unternehmer unterschiedliche Arten von Arbeit leisten, Arbeiten, die unterschiedliche Kompetenzen erfordern.

Statistiken zeigen, dass neun von zehn Kleinunternehmen in den ersten fünf Jahren scheitern, weil die meisten Angestellten, sogar Collegeabsolventen mit höheren Abschlüssen wie MBAs, nicht die wesentlichen Fähigkeiten besitzen, die ein Unternehmer braucht. Noch schlimmer ist, dass in den darauffolgenden fünf Jahren neun von zehn Unternehmen, die die ersten fünf Jahre überlebt haben, wiederum scheitern. Ich weiß das genau. Ich bin ebenfalls in diese Statistiken eingegangen. Ich hatte viel mehr Misserfolge als Erfolge.

Ich bin ziemlich sicher, dass die meisten Angestellten nicht Unternehmer werden, weil der Gedanke, zu versagen – und keinen regelmäßigen Lohn zu erhalten –, sie abschreckt. Wer diese Angst nicht kontrollieren kann, ist am besten damit beraten, seine Stelle zu behalten und die mit dem Angestelltendasein einhergehenden Vorteile zu genießen: die Möglichkeit, um 17 Uhr den Stift fallen zu lassen, um abends gemeinsam mit der Familie zu essen und fernzusehen, und jedes Jahr vier Wochen bezahlten Urlaub zu haben.

Was ist ein Unternehmer?

Unternehmer ist ein großes Wort, das für jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Barron’s veröffentlicht ein Buch mit dem Titel Finance and Investment Handbook (dt.: Barrons Handbuch für Finanzen und Investment) und bietet darin die folgende Definition eines Unternehmers:

Unternehmer: eine Person, die das Risiko eingeht, ein neues Unternehmen zu gründen. Viele Unternehmer haben technisches Wissen, mithilfe dessen sie ein marktfähiges Produkt produzieren oder eine neue Dienstleistung entwickeln.

Netter Versuch, Barron’s! Oberflächlich betrachtet, passt ihre Definition genau. Doch die Bedeutung des Worts »Unternehmer« geht viel tiefer. Wie bereits erwähnt, die meisten Unternehmer scheitern in den ersten fünf Jahren, weil ihnen die Fähigkeiten fehlen, die ein Unternehmer braucht. Meine Nachbarin, die junge Babysitterin, hat die technischen Fähigkeiten, um eine erfolgreiche Babysitterin zu sein. Im Vergleich zu anderen Altersgenossen verdiente sie viel Geld und konnte sich das Studium finanzieren. Aber selbst nach ihrem Hochschulabschluss fehlen ihr die Fähigkeiten, ein Unternehmen aufzubauen und eine reiche Unternehmerin zu werden. Heute ist sie eine hochbezahlte Angestellte in einem großen medizinischen Unternehmen.

Diejenigen unter Ihnen, die meine anderen Bücher gelesen haben, wissen bereits, dass ich immer kritisiere, dass unsere Schulen junge Menschen lehren, Angestellte zu werden und nicht Unternehmer. Deshalb werden wir alle darauf getrimmt, auswendig zu lernen und die Ermahnung »Lerne was und such dir eine Stelle« dann abzuspulen, ähnlich wie ein Pawlow’scher Hund, der darauf trainiert wurde, jedes Mal, wenn die Glocke ertönte, Speichel abzusondern, da dies das Signal für das Abendessen war. Wir lernen nicht: »Geh zur Schule, um ein Unternehmen zu gründen und Arbeitsplätze zu schaffen.«

Ein junger Freund von mir hat kürzlich seinen Master in Unternehmertum gemacht. Er sagte, viele Dozenten verbrachten eine Menge Zeit damit, seiner Klasse zu lehren, wie man einen Lebenslauf schreibt ... um eine hochbezahlte Stelle zu bekommen. Machst du Witze? Echte Unternehmer konzentrieren sich nicht auf Lebensläufe. Echte Unternehmer bewerten laufend Lebensläufe und stellen Mitarbeiter ein, deren Lebensläufe die Fähigkeiten widerspiegeln, die das Team benötigt.

Verschiedene Unternehmer

Unternehmer gibt es in vielen, vielen verschiedenen Formen, Größen und Stilen. Ein anderer meiner Nachbarn ist Arzt und betreibt eine Privatpraxis. Er ist ein Unternehmer. Ein anderer Mann, in der gleichen Nachbarschaft, ist ebenfalls Arzt und kündigte seine Stelle in einem großen Krankenhaus, um ein Unternehmen zu gründen, in dem an einem neuen Medikament gearbeitet wird, um eine Gehirnkrankheit zu heilen. Er und seine Frau hatten sechs Jahre lang finanzielle Schwierigkeiten, als ihr neues Medikament den staatlichen Genehmigungsprozess durchlief. Drei weitere Nachbarn sind große Immobilienentwickler.

Eine weitere Nachbarin ist Immobilienmaklerin, die keine Immobilien entwickelt, sie aber verkauft. Sie ist Unternehmerin und besitzt ein mittelständisches Immobilienmakler-Unternehmen. Zwei andere Nachbarn besitzen professionelle Sport-Teams, Baseball und Basketball. Sie sind Sportunternehmer, die professionelle Athleten und Trainer beschäftigen und einigen der Athleten Millionen Dollar pro Jahr zahlen. Ein paar meiner Nachbarn sind die Trainer dieser Teams, Angestellte der Sportunternehmer.

Künstler sind tendenziell Unternehmer. Viele Künstler sind professionelle Maler, Musiker und Schauspieler. Die Beatles waren Unternehmer: Sie verdienten ein Vermögen in der Musikbranche.

Viele wählen den Weg zum Unternehmer, weil sie es hassen, angestellt zu sein. Sie wollen ihr eigener Chef sein, sie wollen ihr eigenes Ding machen, und sie mögen nicht herumkommandiert werden. Viele wurden Unternehmer, weil sie keine Arbeit bekommen oder keine Stelle auf Dauer behalten können.

Es gibt viele Leute, die »Serienunternehmer« genannt werden. Sie gründen eine Firma und verkaufen sie dann. Sie gründen dann eine andere Firma und verkaufen auch diese. Sie sind wie die Leute, die Immobilien nur kaufen, um sie so schnell wie möglich wieder zu verkaufen.

Und ein paar Unternehmer wählen diesen Weg, um die Welt zu verändern. Ich rechne Henry Ford, Thomas Edison, Walt Disney, Steve Jobs, Bill Gates, Oprah Winfrey, Sergey Brin, Jeff Bezos, Richard Branson und Mark Zuckerberg zu dieser Kategorie. Sie beeinflussen die Welt über Jahrzehnte hinweg.

In Bezug auf dieses Buch ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Henry Ford, Walt Disney, Thomas Edison, Steve Jobs, Bill Gates, Oprah Winfrey, Mark Zuckerberg und Richard Branson ihre Ausbildung nicht abgeschlossen haben. Diese Unternehmer haben vielleicht die Ausbildung abgebrochen, weil sie nicht »zur Schule gehen wollten, um eine Stelle zu bekommen «. Sie wollten Unternehmer werden, die die Welt verändern, und genau das taten sie dann auch.

Werden wir als Unternehmer geboren?

Die Frage, die viele Leute stellen, lautet: »Sind Menschen geborene Unternehmer? Oder werden sie erst zu Unternehmern?«

Ich glaube, wir sind alle geborene Unternehmer. Deshalb habe ich zu Beginn des Kapitels die Geschichte der Highschool-Schülerin mit ihrem eigenen Babysitter-Unternehmen erzählt. Wir haben alle Kinder mit Limonaden-Ständen gesehen oder die Mädchengruppen, die Girl Scout Cookies verkauften. Jeder kann Unternehmer werden – jung oder alt, hochgebildet oder Studienabbrecher.

Während des Agrarzeitalters waren die meisten Bauern Unternehmer. Sie hatten ein kleines Stück Land, bearbeiteten es, bepflanzten es, fuhren die Ernte ein und ernährten ihre Familien. Was sie nicht brauchten, wurde verkauft. Dann kam das Industriezeitalter. Millionen Bauern verließen ihre Farm, zogen in die Städte, wo die Fabriken waren, und wurden Angestellte. Heute bilden unsere Schulen weiterhin junge Menschen zu Angestellten aus. Das Problem ist, wir sind jetzt im Informationszeitalter, und neue Technologien ersetzen Mitarbeiter. Wenn Arbeitnehmer streiken und höhere Löhne verlangen, werden die Arbeitsplätze ins Ausland, in Niedriglohnländer verlagert, oder eine neue Technologie ersetzt den Mitarbeiter. Die Aufregung über den »Aufstieg der Roboter« ist real. In unseren Supermärkten werden Kassenangestellte heute durch automatisierte Check-out-Stationen ersetzt.

Da die lebenslange Arbeitsplatzsicherheit in Gefahr ist, ist Unternehmer der angesagte neue Beruf. Viele Prognostiker sagen voraus, dass der S&P 500 auf S&P 300 reduziert wird, weil die neuen Unternehmer 200 der heutigen 500 Unternehmen obsolet machen werden. Dies bedeutet mehr Arbeitslosigkeit für Millionen von Angestellten, die eine Stelle bei der falschen Firma angetreten haben.

Vielleicht erinnern Sie sich, dass es Steven Sasson war, ein Angestellter von Eastman Kodak, der 1974 die digitale Fotografie erfand. Weniger als vier Jahrzehnte später, im Jahr 2012, stellte Kodak, ein 131-jähriges Unternehmen, einen Insolvenzantrag. Es war ihre eigene Technologie, die sie aus dem Geschäft verdrängte und Tausenden von Kodak-Mitarbeitern den Arbeitsplatz kostet.

Heute ist das Mantra von »Geh zur Schule, um eine sichere Stelle zu bekommen « eine veraltete Idee. Durch neue Technologien und den globalen Wettbewerb werden wir alle eines Tages als Angestellte überflüssig. Das könnte der Grund sein, warum an so vielen Hochschulen in der ganzen Welt die Studentenwohnheime zu »Inkubatoren« für studentische Unternehmer werden, die die Hoffnung haben, das nächste Facebook, das nächste neue Ding zu erfinden … die nächste Firma, die die Welt verändern wird. Das Problem ist: Die meisten Unternehmer werden nie reich, selbst wenn sie ein Unternehmen auf die Beine stellen.

Tatsächlich sind die meisten Unternehmer kaum anders als Angestellte, die von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben. Die Herausforderung ist, ein reicher Unternehmer zu werden.

Fragen Sie Unternehmer

Das Folgende ist ein Auszug aus dem Forbes-Magazin über die Bedeutung einer Hochschulbildung und Unternehmer zu sein:

»Obwohl 69 Prozent der befragten Geschäftsinhaber das College besucht haben (weit über dem nationalen Durchschnitt), sagten nur 68 Prozent dieser Gruppe von College-Absolventen, sie glaubten, dass diese Ausbildung einen Unterschied in ihrem Erfolg mache. Vergleichen Sie das mit 86 Prozent der allgemeinen Bevölkerung, die glauben, der College-Abschluss bleibe eine gute Investition – wenn auch eine zunehmend teurere. Nur 61 Prozent aller Geschäftsinhaber waren der Meinung, ein College-Abschluss sei in der heutigen Zeit sehr oder ziemlich wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg. Diese Zahl steht im krassen Gegensatz zur allgemeinen öffentlichen Meinung über den Wert eines Hochschulabschlusses.«

Das bedeutet: Wenn Sie ein Angestellter oder selbstständiger Arzt oder Anwalt sein wollen, ist eine traditionelle Ausbildung wichtig.

Taxifahrer als Unternehmer

Im Jahr 1907 importierte Harry N. Allen, Unternehmer und Gründer von The New York Taxicab Company, 600 Taxis mit Verbrennungsmotor aus Frankreich. Er prägte das Wort »Taxicab«, und Millionen von Menschen wurden Unternehmer, besser bekannt als Taxifahrer.

Heute ersetzt Uber das Wort »Taxi«, und viele unabhängige Unternehmer werden Uber-Fahrer. Die Frage ist, wie lange wird es wohl dauern, bis Taxifahrer und Uber-Fahrer überflüssig sein werden? Wie lange dauert es noch, bis Innovationen wie das selbst fahrende Auto von Google, ein Auto, das keinen menschlichen Fahrer benötigt, sowohl Uber-Fahrer als auch Taxifahrer ersetzen werden?

Im Jahr 2014 nahm ich an einem Treffen von Pilotenkollegen aus dem Marine Corps in Pensacola, Florida, teil. In Pensacola absolvierten wir in den 1970er-Jahren das Pilottraining, bevor es nach Vietnam ging, und wir flogen alle im selben Geschwader. Es war nicht verwunderlich, dass die Diskussion der alten Piloten mit den jungen sich auf die Frage konzentrierte: »Brauchen wir überhaupt noch Piloten?« Viele der jungen Piloten lernen, Drohnen zu steuern, nicht Flugzeuge.

Wenn das Google-Auto die Notwendigkeit von Uber-Fahrern ersetzen kann, werden wohl Drohnen Piloten abschaffen? Als ehemaliger Pilot weiß ich, dass die Piloten heute immer weniger selbst fliegen. Moderne Flugzeuge können heute ohne menschliche Piloten abheben, fliegen und landen. Menschliche Piloten sind Reservepiloten, die nur dazu dienen, den Passagieren das Gefühl der Sicherheit zu geben, falls die Technik versagt.

In der Medizin sind Roboter in der Lage, im Operationssaal bessere Arbeit zu leisten als menschliche Chirurgen.

Wir sollten uns fragen: Wer sonst wird ersetzt werden?

Warum Unternehmer werden?

Dies sind einige Beispiele dafür, warum immer mehr Menschen Unternehmer werden. Technologie und ausländische Konkurrenz machen den Arbeitnehmer obsolet. Die Ideen einer hoch bezahlten Stelle und eines lebenslangen Gehaltes sind sehr alte – sogar veraltete – Ideen.

Heute erkennen Millionen, dass ein Unternehmer besser abgesichert sein kann als ein Angestellter. Andy Grove, einer der Gründer und CEO der Intel Corporation, ist bekannt für sein Leitmotiv: »Nur die Paranoiden überleben.« Dieses Buch ist für die Paranoiden geschrieben, für diejenigen, die sich der Fortbildung verschrieben haben, und diejenigen, die als Unternehmer reicher werden wollen.

Während des Industriezeitalters waren Unternehmer für das Schaffen von Stellen und Firmen bekannt. Im Informationszeitalter sind Unternehmer als Zerstörer von Arbeitsplätzen und Unternehmen verschrien. Ein Beispiel ist die Buchbranche. Als Rich Dad Poor Dad 1997 veröffentlicht wurde, blühte der Buchhandel in den Geschäften. Dann kam Amazon, und viele Buchhandlungen aus dem Industriezeitalter, wie zum Beispiel Borders, verschwanden.

Vor ein paar Tagen war ich in einem Lebensmittelmarkt, und eine der Frauen, die Waren in die Regale räumte, hielt mich an und fragte: »Erinnern Sie sich an mich?«

Als klar war, dass ich mich nicht erinnerte, sagte sie: »Ich war Managerin bei der Borders-Buchhandlung in der Nähe Ihres Hauses. Früher organisierte ich Ihre Lesungen und Signierstunden.«

Die Unterhaltung stimmte mich traurig. Ich gab mein Bestes, um fröhlich zu bleiben, und dankte ihr für alles, was sie für meine Bücher, meine Unternehmen und mich getan hatte. Während wir über die alten Zeiten sprachen, hallte der Spruch von Andy Grove in meinem Gehirn wider: »Nur die Paranoiden überleben.«

Ich wiederhole: Unternehmer schaffen keine Arbeitsplätze mehr. Heutzutage zerstören sie mit großer Geschwindigkeit Arbeitsplätze und andere Unternehmen.

Das Problem ist, dass unsere Schulen immer noch Schüler zu Angestellten ausbilden, die eher Arbeitsplatzsicherheit suchen, als Unternehmer auf der Suche nach finanzieller Sicherheit. Die gute Nachricht ist, dass Universitäten jetzt Kurse in Unternehmertum anbieten. Obwohl ich ihre Bemühungen gutheiße, fürchte ich, dass dort Angestellte versuchen, Studenten beizubringen, Unternehmer zu werden.

Das wäre, als würde man durch die Lektüre eines Buches lernen wollen, wie man surft oder Golf spielt. Wenn Sie nie von einer riesigen Welle »plattgemacht « wurden, wie können Sie dann wissen, wie es sich als Unternehmer anfühlt, wenn Ihre Firma von der Konkurrenz »plattgemacht« wurde?

Kurz gesagt, Angestellte betrachten die Welt mit der Einstellung eines Mitarbeiters. Unternehmer haben einen anderen Blick auf die Welt. In diesem Buch geht es darum, die Welt mit den Augen des echten Unternehmers zu sehen.

Eines meiner Lieblingszitate von Steve Jobs steht am Anfang dieses Buches. Es ist eine kraftvolle Botschaft, die es wert ist, wiederholt zu werden:

»Man erahnt die Bedeutung von Ereignissen nicht vorwärts schauend; man erkennt sie nur im Rückblick. Also muss man darauf vertrauen, dass die Ereignisse irgendwie in der Zukunft verknüpft werden. An irgendetwas muss man ja glauben – an sein Bauchgefühl, an das Schicksal, an Karma oder an was auch immer. Dieser Ansatz hat mich nie enttäuscht, und es hat einen großen Unterschied in meinem Leben gemacht.«

Die meisten Menschen werden nicht Unternehmer, weil sie zur Schule gehen und lernen, durch das Leben zu fahren, während sie in den Rückspiegel schauen. Unternehmer können die Zukunft sehen.

Echte Unternehmer

Kim, meine Frau und Geschäftspartnerin, ist eine richtig gute Unternehmerin in der Immobilienbranche. Sie und unsere Berater haben alle zu diesem Buch beigetragen, weil das Team, das wir zusammenstellt haben, die Grundlage für unseren Erfolg mit der Rich Dad Company und unseren persönlichen Investitionen ist. Unsere Berater sind echte Unternehmer draußen im Gefecht. Sie sind gestandene Männer und Frauen, erfolgreich und möchten mit Leidenschaft das lehren, was sie gelernt haben. Kim und ich danken ihnen für ihre Beiträge zu diesem Buch.

Die Unternehmer in diesem Buch teilen ihre Erfolge und, vielleicht wichtiger noch, ihre Fehler – und wie ihre Fehler unbezahlbare Lektionen wurden. Obwohl eine College-Ausbildung wichtig sein kann, ist die reale Geschäftserfahrung als bester Lehrmeister durch nichts zu ersetzen.

Eines der Probleme der traditionellen Bildung ist, dass unsere Schulen immer noch glauben, Fehler zu machen sei schlecht. Traditionelle Lehrer bestrafen Schüler für Fehler, was bedeutet, dass die Person, die die wenigsten Fehler macht, als der klügste Schüler bezeichnet wird.

In der realen Welt des Unternehmertums gewinnt der Unternehmer, der die meisten Fehler macht und aus seinen Fehlern lernt. Thomas Edison zum Beispiel scheiterte über 1000 Mal, bevor er die elektrische Glühbirne erfand. Henry Ford ging fünfmal in Konkurs, bevor die Ford Motor Company erfolgreich war. Steve Jobs wurde von seiner eigenen Firma, Apple, gefeuert, bevor er zurückkam und sie vor dem Bankrott rettete. Heute ist Apple eines der reichsten Unternehmen in der Welt. Bill Gates wurde von der US-Regierung wegen monopolistischer Praktiken verklagt und gewann den Prozess. Und Mark Zuckerberg wurde von den Winklevoss-Zwillingen verklagt, die behaupteten, sie hätten Facebook geschaffen.

Ich erwähne die Schwierigkeiten dieser riesigen Unternehmer, denn solche Dinge machen echte Unternehmer durch. Das können Lektionen sein, die die Zukunft eines Unternehmens bestimmen – wenn wir nach der Lektion in jedem Fehler oder Misserfolg suchen.

In diesem Buch erfahren Sie, was wichtig und wertvoll ist und was Sie vielleicht lernen müssen, um ein erfolgreicher Unternehmer zu sein. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie lernen werden, warum eine »großartige Idee« nur der Anfang ist …

Der Ehrenkodex des Teams

Blair Singer

Wir sehen es sonntagnachmittags im Fernsehen. Wir haben davon in erstaunlichen Geschichten über Mut und Erfolg gelesen. Wir tragen die Trikots unserer Favoriten. Es ist die magische Dynamik einer Gruppe von engagierten Individuen, die zusammenkommen, um etwas Außergewöhnliches und zu dem Zeitpunkt Unvorhersagbares zu produzieren. Wir nennen es Championship-Teamspiel.

Für viele ist es etwas, von dem sie nur hören, es aber nie selbst erleben. Aber für jeden erfolgreichen Unternehmer ist – gleich nach dem Verkauf – die wichtigste Fähigkeit, die es zu meistern gilt, um seine Ideen oder seinen Traum zum Leben zu erwecken und zum Erfolg zu verhelfen, ein Championship- Team zu rekrutieren und aufzubauen.

Warum ist das so überaus wichtig? Schon allein deshalb, weil Sie lediglich eine begrenzte Menge an Zeit, Energie und Ressourcen haben, um die Dinge selbst zu erledigen, brauchen Sie ein Team, das der erwartungsvollen Öffentlichkeit gegenüber ein Versprechen einlösen kann. Darüber hinaus jedoch ergibt sich bei großen Teams eine magische Synergie, die Ergebnisse über die Erwartungen hinaus liefert. Dr. Buckminster Fuller definierte Synergie als ganze Systeme, die nicht aus der Summe ihrer Teile »vorhersehbar « sind.

Ein großartiges Team in der Geschäftswelt aufzubauen, funktioniert nicht allein mit ein bisschen Glück. Es ist auch nicht einfach die »perfekte« Mischung aus Talent und zwischenmenschlicher Harmonie. Herb Brooks, der legendäre Trainer der Olympischen Eishockey-Mannschaft der USA im Winter 1980, erzählte seinen jungen Spielern, dass sie nicht genug Talent hätten, um mit Talent allein zu gewinnen. Dennoch schlugen sie in diesem Jahr die Besten der Welt in Lake Placid. Es ist etwas, das man mit inspirierender Führung und einigen sehr konkreten Schritten schaffen kann.

In den letzten mehr als 25 Jahren habe ich meine eigenen Businessteams im Speditionsgeschäft, auf dem Bildungssektor, im Franchising und im Lizenzgeschäft aufgebaut und war Teil von einigen tollen Teams. Ich habe auch Tausende von Organisationen im Aufbau ihrer Teams trainiert. Von Unternehmen so groß wie Singapore Airlines, L’Oréal, HSBC und IBM bis hin zu kleinen Unternehmen von fünf bis zehn Personen. In allen Fällen bleiben die Prinzipien erfolgreicher Teams die gleichen.

Der erste Schritt besteht darin, sicherzustellen, dass Klarheit über Ihre Definition von »Team« besteht. Für manche ist Team eine Familie, für andere eine Gruppe, die sich ein gemeinsames Ziel setzt, für andere bedeutet es ein Maß an Transparenz und Ehrlichkeit, das viele nicht einmal in ihren Familienbeziehungen erfahren.

Es gibt keine richtige oder falsche Definition. Es ist jedoch wichtig, dass alle Mitglieder sich einig sind.

Lassen Sie es uns auf ein paar wichtige Schritte herunterbrechen, um es einfach zu erklären.

Rekrutieren

Rekrutieren ist das Versprechen, das die richtigen Spieler in die Mannschaft lockt. Und dazu gibt es einen wichtigen ersten Schritt: Seien Sie sich der Mission klar. Was wollen Sie erreichen – und warum? Wahrscheinlich ist das Warum das Wichtigste. Vor vielen Jahren stellte Robert uns einem seiner Freunde, einem pensionierten General des Marine Corps, vor.

Die Unterhaltung mit ihm war faszinierend, besonders weil er für die Rekrutierung für die Marines verantwortlich gewesen war.

Er betonte eines der wichtigsten Dinge beim Aufbau eines Teams. Er sagte, dass der Sold im Marine Corps sehr niedrig ist. Damit ist eindeutig, dass die neuen Rekruten nicht wegen des Geldes kommen. Er sagte, sie würden sich einschreiben wegen der Person, die sie hofften, im Ausbildungsprozess zum Marine zu werden.

Er sagte, dass die jungen Rekruten Teil von etwas Größerem, als sie selbst es sind, sein wollen.

Stellen Sie sich das einmal vor: Es gibt keine Versprechungen und kein Geld. Nur den Wunsch zu wachsen und Teil von etwas Wichtigem zu sein.

Können Sie als Geschäftsinhaber das gleiche Angebot machen? Deshalb sage ich Ihnen, dass Ihre wichtigste Fähigkeit die Fähigkeit zu verkaufen ist. Besitzen Sie diese Fähigkeit nicht, wird es Ihnen schwerfallen, Menschen dazu zu inspirieren, aus den richtigen Gründen für Sie oder mit Ihnen zu arbeiten. Denken Sie an ein Franchiseunternehmen. Franchisenehmer bezahlen eigentlich, um Teil eines Teams zu sein.

Als Student an der Ohio State University hatte ich das Privileg, unter der Führung des legendären Trainers Woody Hayes studentischer Manager für die »Ohio State Buckeye«-Footballmannschaft zu sein. Dort lernte ich, wie wichtig Disziplin, harte Arbeit, selbstloses Teamplay und das Spielen für etwas Größeres als eine Trophäe sind. Die meisten Spieler im Team wussten, dass sie nie auf professionellem Niveau spielen würden, aber sie wollten »dabei sein«.

Mein erstes Speditionsunternehmen zählte nicht zu den Arbeitgebern, die den höchsten Lohn zahlten, aber wir hatten minimale Fluktuation und ein erstaunliches Team, das unsere Firma immer wieder vor dem Abgrund rettete und uns half, zu der Zeit eines der am schnellsten wachsenden Luftfrachttransport- Unternehmen seiner Art zu werden.

Als Kapitän einer Highschool-Querfeldein-Mannschaft, die am Wettkampf um die staatliche Meisterschaft teilnahm, war es unser Mantra, »zusammen zu bleiben und uns gegenseitig weiterzubringen«. Wenn Sie Ahnung von Querfeldein-Rennen haben, wissen Sie, dass ein oder zwei Superstars nicht den Sieg für die Mannschaft davontragen werden. Wir waren stolz darauf, zusammen zu laufen und möglichst weit vorne in der Läufergruppe. So gewannen wir schließlich. Jeden Tag fragten wir uns: »Was für ein Team müssten wir sein, um an den nationalen Meisterschaften teilnehmen zu können?«

Der Kodex

Ich habe vor langer Zeit und durch Beobachtung von Coach Hayes gelernt, dass alle großen Teams eine Gemeinsamkeit haben. Und tatsächlich gilt dies auch für jedes große Unternehmen, jede Religion, Zivilisation oder Familie.

Diejenigen, die Bestand und Erfolg haben, haben Regeln. Eine einfache, verständliche Reihe von Regeln, die wir Ehrenkodex nennen. Es ist eine Reihe von Regeln, die die Kernwerte jeder Gruppe ansprechen – Werte wie harte Arbeit, Ehrlichkeit, Verantwortlichkeit und Teamgeist – und sie mit festgelegten Regeln schützen. Denken Sie nur an die Zehn Gebote. Das ist ein klassischer Ehrenkodex. Er wurde entwickelt, um eine Gruppe von wandernden Israeliten zusammenzuhalten und als Kultur zu stärken.

Wenn in einer Firma oder einer Ehe die Regeln ignoriert oder nicht durchgesetzt werden, führt das zu Chaos und Unordnung. Coach Hayes wurde fuchsteufelswild, wenn ein Spieler die Ausgangssperre missachtete, zu spät zum Training kam oder auf dem Übungsfeld fluchte, sich einem Trainer gegenüber respektlos benahm oder in einem Kurs durchfiel. Der Kodex hielt das Team zusammen. Jeder Spieler wollte sein Bestes geben, und das Versprechen von Coach Hayes war, dass wenn man seine Regeln befolgte, man zur Höchstform kommen würde.

Wenn wir eine Firma gründen oder als Trainer in ein Unternehmen kommen, ist das Erste, was wir tun, einen Ehrenkodex zu etablieren. Warum? Wenn es keine Regeln gibt, machen sich die Menschen ihre eigenen Regeln.

Und wenn es mal brenzlig wird, kehren die Menschen zu ihren instinktiven Verhaltensmustern zurück ... und meistens ist das nicht gut für das Team. Es passiert nicht, weil es schlechte Menschen sind, sondern weil jeder seine eigenen Erfahrungen, Hintergründe und Konditionierungen hat.

In der Schule lernen wir, die Dinge alleine zu tun. Das ist nicht förderlich für das Teamspiel. In der Schule gilt Zusammenarbeit als Betrug, aber in der Geschäftswelt ist Zusammenarbeit oft der Schlüssel zum Erfolg. Ich hatte gelernt, eine starke Person zu sein, jemand, der nicht um Hilfe oder Unterstützung bitten muss. Das wird nicht funktionieren, wenn Sie versuchen, eine ganze Gruppe zusammenzuhalten. Deshalb müssen Regeln sein.

Als Team von Rich-Dad-Advisors haben wir uns auf einen Ehrenkodex geeinigt. In unseren eigenen Unternehmen haben wir andere Regeln, weil wir verschiedene Teams haben. Meine Frau und ich haben einen Kodex. Wir haben einen Kodex für unsere Kinder und die Familie. Ich habe ein Kodex für mich selbst. Warum?

Im Jahr 2012 flogen mein 16-jähriger Sohn und ich nach Tansania, um den Kilimandscharo zu besteigen. In der ersten Nacht auf dem Berg wurde mein Sohn sehr krank. Obwohl er am nächsten Tag versuchte weiterzugehen, ging es ihm nur immer schlechter. Er konnte nichts mehr essen und trinken. Es war klar, dass er absteigen und zum Arzt gehen musste. Ich hatte eine Entscheidung zu treffen: Begleite ich ihn beim Abstieg, oder lasse ich ihn von einem der Träger begleiten? Ich wollte unbedingt diesen Berg besteigen! Der Sauerstoffgehalt der Luft war gering, meine Emotionen schlugen hohe Wellen, und meine Intelligenz sank. Das ist eine schlechte Kombination, aber nicht unähnlich vieler Situationen, denen wir uns in der Geschäftswelt und in Beziehungen gegenübersehen.

Doch mitten in dieser Entscheidung tauchte ein Gedanke in meinem Geist auf. Er lautete: »Ich habe ein Buch darüber geschrieben! Es heißt Team-Ehrenkodex. Und die erste Regel, die wir beide vor dem Start aufgestellt hatten, lautete: ›Wir starten gemeinsam, wir kommen gemeinsam ins Ziel.‹ Unser Kodex war klar: Verlasse niemals einen Teamkollegen in Not.« Die Entscheidung war gefallen: Ich begleitete ihn nach unten.

Ohne diese Regeln hätte ich auf 3300 Metern Höhe eine katastrophale Entscheidung treffen können. Ich arbeite nach einem Kodex, um mich vor mir selbst zu schützen!

Nach acht Stunden Abstieg lag er in einer fragwürdigen Klinik in der Dritten Welt und ich neben ihm, bis er sich erholt hatte. Es schweißte uns für immer zusammen. Unsere Beziehung als Vater und Sohn war so stark, dass er sich entschloss, das nächste Jahr nach Tansania zurückzukehren, und an einem herrlichen Morgen am 3. Juli 2013 um 11:27 Uhr erreichen wir beide gemeinsam den Gipfel des Kilimandscharo. Ich überreichte ihm eine Schlüsselkette mit einem Anhänger, den ich den ganzen Weg bei mir getragen hatte und auf dem stand: »Wir starten gemeinsam, wir kommen gemeinsam ans Ziel. Ich werde immer zu dir stehen – Papa.«

Ich habe gelernt, dass es etwas Größeres und Stärkeres gibt als einen Berg. Es heißt Liebe. Und zum Glück hatten wir eine Regel geschaffen, um sie zu schützen. Ob Sie es glauben oder nicht, andere Familien haben auf anderen Expeditionen diese Entscheidungen nicht getroffen, und es hat sie zerrissen.

Performance – Leistung

Eine der Regeln für Teams lautet: Je höher die Leistung, desto enger die Toleranzen – und strenger die Regeln. Championship-Teams sind sehr streng miteinander. Sie lassen wenig Raum, um sich aus der Verantwortung herauszuwinden. Sobald die Regeln aufgestellt sind, gelten sie für das ganze Team, und jeder steht in der Verantwortung, sie durchzusetzen. Das ist nicht immer einfach. Es kann unangenehm werden. Deshalb müssen wir an der Beherrschung der »kleinen Stimme« arbeiten – dieser kleinen Stimme in unseren Köpfen, die ständig an uns herummäkelt und ihre Meinung darüber kundtut, was wir können oder nicht können.

Ich habe viele Teams gesehen, die hohe Leistungsergebnisse wollten, aber mit lockeren Toleranzen arbeiteten und sich wunderten, warum sie ihre Erwartungen nicht erfüllten. Das ist, als ob man versucht, einen Lamborghini so zu tunen wie eine Vespa.

Ich kann auch unzählige Geschichten von Unternehmen und Teams erzählen, in denen die größte Herausforderung nicht darin bestand, die anstehende Aufgabe anzupacken, sondern angreifbar und offen für andere Teammitglieder sein. Die Fähigkeit, mit Mitgefühl die Wahrheit zu sagen und Feedback zu erhalten, um das Team zu verbessern, ist entscheidend für den Erfolg eines Teams.

Es geht nicht um den Gipfel

Ich habe den Kilimandscharo inzwischen mehrere Male bestiegen. Jedes Mal stehen wir vor der Herausforderung, wie man gewöhnliche Leute (Nichtkletterer jeder Art von Lebensstil) dazu bringt, in einem Team zusammenzuwachsen, das sich gegenseitig unterstützt, damit sie ihr Bestes geben, ihre Grenzen überschreiten und den Gipfel erreichen. Hier ist, was ich daraus gelernt habe:

Habe Spaß am Prozess Jedes Ziel eines Teams besteht aus zwei Teilen: der Vorbereitung und der Aufgabe selbst. Als Leiter lehren Sie Ihr Team, beide Teile zu lieben und den gesamten Prozess zu genießen. Bei einer Besteigung des Kilimandscharo kann alles Mögliche passieren: Sie können sich Ihren Knöchel verstauchen oder das Wetter kann sich ändern. Wenn man sich nur auf den Gipfel konzentriert, wird man schwer enttäuscht sein, und der Energiepegel kann absacken.Feiere jeden Meilenstein Aber wenn Sie alle Meilensteine des Weges feiern, gibt es keinen Misserfolg. Diejenigen, die sich nur auf den Gipfel konzentrierten, arbeiteten hart, aber es machte nicht so viel Spaß. Tatsächlich waren sie müder als der Rest von uns. Sie konnten nicht von der Energie der täglichen Gewinne zehren, um sie anzutreiben. Sie hatten nur die »kleine Stimme«, die sich Sorgen um das Endergebnis machte.Bleibe fokussiert Es ist wichtig, störende Ablenkungen zu entfernen und Ihr Team zu fokussieren. Bei der Besteigung des Kilimandscharo ließen wir über 60 Träger unsere Ausrüstung tragen, die Campingplätze vorbereiten, kochen und das Lager abbrechen. Wir mussten uns nur auf das Bergsteigen konzentrieren. Die kraftvollste Lektion am Kilimandscharo habe ich für jedes Team in meinem Leben übernommen: Sie lautet:

Ein Schritt nach dem anderen. Ein Atemzug nach dem anderen.

Schauen Sie nicht auf den Gipfel. Er kann Sie einschüchtern. Konzentrieren Sie sich auf das, was gerade passiert. Wir durften nicht danach fragen, was morgen oder am nächsten Tag passieren würde. Das Ergebnis waren fünfeinhalb Tage mit 100 Prozent Anwesenheit. Unser Verstand war still. Unsere Absichten waren konzentriert. Wir waren hoch konzentriert.

Alle konkurrierenden Teams in Meisterschafts- oder Super-Bowl-Spielen sagen in den Interviews, wenn sie danach gefragt werden, wie sie sich fühlen, in dem größten Spiel von allen zu spielen, immer das Gleiche: »Wir machen uns deswegen keine Sorgen. Wir spielen nur ein Spiel auf einmal, geben unser Bestes, nehmen Korrekturen vor, und am Ende haben wir hoffentlich ein großartiges Ergebnis.« Das ist die Sprache der Champions.

Im Geschäftsleben setzen Sie sich Ziele, erledigen die Arbeit und machen einen Schritt nach dem andern. Sie zerlegen es in überschaubare Teile. Als Führungskraft müssen Sie Ihr Team im Flow halten. Wenn Sie das schaffen, erreichen Sie unversehens den Gipfel.

Es gibt noch etwas anderes (aber sehr Ähnliches), das alle Championship- Teams sagen, nachdem sie gewonnen oder ihr Ziel erreicht haben. Auf die Frage, wie oder warum sie es geschafft haben, sagen sie selten, dass es um den Pokal ging. Sie sagen, sie hätten es füreinander getan. Ein großartiges Championship-Team unterstützt sich gegenseitig und hat sich verpflichtet, keinen zurückzulassen, besonders im Angesicht von Widrigkeiten ...

In der Nacht, bevor wir den Gipfel des Kilimandscharo erreichen würden, sprach das ganze Team aus, dass sie ein bisschen traurig waren, dass wir am nächsten Tag schon am Ziel wären. Warum? Weil wir wussten, dass die Reise danach fast vorbei sein würde. Wegen der Siege und unglaublichen Lektionen, die wir gelernt hatten, und der erstaunlichen Tiefe der Beziehungen, die wir während dieser Reise aufgebaut hatten, wollten alle, dass es weiterginge.

Großartige Teams kommen nicht zufällig zusammen. Und es geht auch nicht um den Gipfel. Das Teamziel ist es, das Team in Bewegung zu halten, zu lernen und zusammenzuwachsen. Und der Ehrenkodex eines Teams ist die Grundlage dafür. Die wahren Gewinne und Geschenke finden Sie unterwegs, wenn Sie Ausschau danach halten. Wenn Sie Ihr Team auf diese Art und Weise bewegen können, wird niemand Sie je aufhalten können.

Das B-I-Dreieck: Die acht Elemente eines Unternehmens

Robert Kiyosaki

Mission – Führungskraft – Team – Produkt, Rechte, Systeme – Kommunikation – Cashflow

»Ich habe eine großartige Idee!«

Großartig! Doch wir alle haben solche Ideen. Was wir mit ihnen machen, wird zeigen, ob diese »großartige Idee« auf einem ausgesprochen wettbewerbsorientierten Markt bestehen kann. Wie im Vorwort des Buches erwähnt, hatten schon viele von uns eine Millionen-Dollar-Idee. Das Problem ist, dass die meisten von uns nicht wissen, wie man diese Millionen-Dollar- Idee in 1 Million Dollar verwandelt. Das ist genau der Grund, warum mein reicher Vater das B-I-Dreieck für wichtig hielt. Das B – in B-I – steht für Geschäftsinhaber (Business Owner) und das I für professioneller Investor. Wahre Unternehmer »leben« auf der rechten Seite des CASHFLOW- Quadranten.

E steht für Angestellter (engl. »Employee«).

S steht für Selbstständiger, Kleinunternehmer oder Freiberufler (engl. »Small Business Owner« oder »Specialist«) wie Ärzte, Anwälte, Immobilienmakler oder Sportstars.

B steht für Geschäftsinhaber (engl. »Big Business«), also Unternehmer mit mindestens 500 Beschäftigten.

I steht für Investor, und zwar aktive, nicht passive (engl. »Investor«).

Wenn ein Unternehmer »ein Geschäft aufbaut«, wird ein B-I-Dreieck oder ein System der Systeme gebaut. Mein reicher Vater nannte diese acht Komponenten die acht Elemente einer Firma.

Wenn der Unternehmer diese acht Elemente nicht zusammenbringen kann, geht das Unternehmen unter oder leidet finanziell. Und wenn irgendeine dieser Komponenten Schwächen aufweist oder nicht funktioniert, wird die Firma wahrscheinlich Schwierigkeiten haben oder untergehen. So wichtig sind die Komponenten des B-I-Dreiecks.

Anhand dieses Buches können Sie lernen, wie Sie diese acht kritischen Komponenten eines Unternehmens zusammenstellen und das Team, das Sie brauchen, um aus Ihrer Millionen-Dollar-Idee eine Millionen-Dollar- Gelddruckerei zu machen. Ein Grund, warum die meisten Unternehmer scheitern, selbst solche mit echten Millionen-Dollar-Ideen, ist, dass sie nicht mehr als die Spitze des Dreiecks haben. Meist fehlen eine oder mehrere der anderen Elemente.

Beachten Sie, dass das Produkt oder die »großartige Idee« der Teil des B-I-Dreiecks mit der geringsten Wichtigkeit ist.

Warum viele Unternehmer scheitern

Ein Grund, warum die meisten Unternehmer scheitern, auch diejenigen, die in der Schule gute Noten hatten, liegt daran, dass die Schulen uns zu Spezialisten oder Experten in einer der Komponenten ausbilden. Jemand, der zum Beispiel Jura studiert hat, ist im Baustein »Rechte« des Dreiecks gut ausgebildet. Er ist kein Experte in den anderen Komponenten, obwohl die meisten Anwälte glauben, sie seien es.

Ein anderes Beispiel ist die unterste Zeile des Innenbereichs des Dreiecks – die Cashflow-Zeile. Die meisten Steuerberater sind für diesen Baustein des Dreiecks ausgebildet Sie können großartige Steuerberater sein, aber die meisten schneiden nicht gut bei den sieben anderen Komponenten ab.

Wenn ein Steuerberater für das Unternehmen verantwortlich ist, und dieses hat »Cashflow-Probleme«, wird er oft Ausgaben kürzen oder Abteilungen verkleinern. Ein Steuerberater wird auch am Baustein Kommunikation sparen: Mittel für Werbung, Marketing und Verkaufsteams kürzen. Dies führt häufig dazu, dass die Firma noch schneller untergeht.

In vielen Fällen wäre der schlauere Schritt, mehr für Vertrieb, Marketing und Werbung auszugeben, anstatt die Ausgaben zu kürzen. Anders ausgedrückt, der Grund, warum so viele Unternehmer scheitern, liegt darin, dass sie zu Spezialisten ausgebildet wurden: Zu einem Mitarbeiter in nur einem der acht Komponenten. Um ein erfolgreicher Unternehmer zu sein, muss der Inhaber wie ein Generalist denken und alle acht Komponenten im Blick haben: das große Bild, das ganze Unternehmen und nicht nur sein Spezialgebiet. Deshalb ist dieses Buch anders. Sie werden von vielen Unternehmern lernen, die Spezialisten aus allen acht Komponenten eines Unternehmens sind, anstatt nur von einem Unternehmer: von meinem Team.

Um ein großartiger Unternehmer zu sein, brauche ich ein großartiges Team. Heute besteht unser Team aus acht Rich-Dad-Advisors sowie weiteren Mitgliedern des Teams der Rich Dad Company, die sowohl exzellente Leistungen zeigen als auch Erfahrungen in bestimmten Komponenten des B-I-Dreiecks aufweisen. Was sie alle gemeinsam haben, ist eine Verpflichtung gegenüber der Mission der Rich Dad Company, und die Tatsache, dass sie alle einen hohen Wert auf Bildung und lebenslanges Lernen legen. Wir treffen uns oft, wir lesen zusammen Bücher und besprechen, was der Autor darlegt und wie wir diese Lektionen in unserem Leben, unseren Unternehmen und Teams anwenden können.

In Teil 2 dieses Buches werden Kim, Ken, Blair, Garrett, Tom, Andy, Josh, Lisa und Darren vorgestellt. In Teil 3 werden wir uns darauf konzentrieren, das B-I-Dreieck beherrschen zu lernen. Dieser Abschnitt enthält Kapitel über alle acht Komponenten eines Unternehmens, jene kritischen Elemente, die das B-I-Dreieck ausmachen. Mike, Shane und Mona (sowie Kim, Garrett und Tom) haben mit sehr zielorientierten Kapiteln in Bezug auf die Komponenten des B-I-Dreiecks zum dritten Teil beigetragen, die sie unterstützen und stärken. Sie alle tragen spezifische – und essenzielle – Talente und Fähigkeiten bei.

Das alte Sprichwort, dass ein Team nur so stark ist wie sein schwächstes Glied, trifft hier sicherlich zu. Wir alle kennen die erschreckenden Statistiken über das Scheitern junger Unternehmen, und meiner Erfahrung nach sind die Herausforderungen, vor denen ein Unternehmen steht, direkt in Beziehung zum B-I-Dreieck. Wenn eine der Komponenten fehlt oder schwach ausgebildet ist, kann das das Schicksal des Unternehmens besiegeln.

Das Team von Rich Dad

Als ich ein kleiner Junge war, lud mein reicher Vater regelmäßig seinen Sohn und mich ein, samstagmorgens bei seinem Treffen mit seinem Businessteam dabei zu sein. Am Tisch saßen seine Anwälte, Steuerberater, Banker, Manager, Führungskräfte und andere Teammitglieder, die für sein Unternehmen wichtig waren.

Im Alter von zehn Jahren erkannte ich, dass das Leiten einer Firma, vor allem Unternehmertum, ein Mannschaftssport ist. Man muss nicht die klügste Person sein, um ein kluger und reicher Unternehmer zu werden. Tatsächlich sagte mein reicher Vater oft: »Wenn du die klügste Person in deinem Team bist, steckt dein Team in Schwierigkeiten.«

Darum geht es in diesem Buch. Es ist als Leitfaden geschrieben, um Ihnen beim Aufbau eines eigenen Teams aus intelligenten und reichen Unternehmern zu helfen.

Veränderung ist ein Teil des Lebens in der heutigen schnelllebigen Welt. Was gestern funktioniert hat, reicht heute vielleicht nicht mehr aus. Und ein Produkt oder eine Dienstleistung, die heute stark gefragt ist, kann morgen schon veraltet sein.

Mit diesem Gedanken und mit einem Zitat von Alvin Toffler möchte ich die Bühne für Teil 2 des Buches frei machen:

»Die Analphabeten des 21. Jahrhunderts werden nicht diejenigen sein, die nicht lesen und schreiben können, sondern diejenigen, die nicht lernen, verlernen und neu lernen können.«

ALVIN TOFFLER, amerikanischer Schriftsteller und Futurist

Im zweiten Teil finden Sie Unternehmerprofile in Form eines Fragebogens von allen Mitwirkenden an diesem Buch. Die Fragen wurden erstellt, um Ihnen persönliche Einblicke in unsere Hintergründe und Persönlichkeiten zu geben. Sie werden feststellen, dass einige »Einserschüler« waren ... und andere sich durch die Schule kämpften. Ich denke, Sie werden auch viele Gemeinsamkeiten entdecken: Wie wir alle Fehler als Gelegenheiten zu lernen betrachten und wie uns das traditionelle Schulsystem frustriert – und wie schlecht es die Menschen auf das wahre Leben vorbereitet.

Ich glaube, dass jeder von uns Talente und Stärken hat – besondere Geschenke, die uns einzigartig machen. Sie finden unsere Kolbe-Index-Diagramme in unseren Unternehmerprofilen, weil dieses Bewertungsinstrument uns geholfen hat, unsere natürlichen Stärken als Individuen und als Team zu identifizieren, damit wir sie als Vermögenswerte nutzen können.

Teil 2

ECHTE UNTERNEHMER

»Wenn du die klügste Person in deinem Team bist, steckt dein Team in Schwierigkeiten.«

Rich Dad (mein reicher Vater)

Robert Kiyosaki

Die Person und das Unternehmerprofil

Name: Robert T. Kiyosaki

Geburtsdatum: 8. April 1947

Geburtsort: Honolulu, Hawaii

Traditionelle Schulbildung

US-Handelsmarine-Akademie in Kings Point, New York Abschluss: Bachelor of Science

Berufsausbildung

3. Maatslizenz – jeder Ozean, alle Größen, Spezialgebiet Öltanker Marine Corps Pilot – einmotorige Flugzeuge und Kampfhubschrauber

Durchschnittsnoten*

Oberschule: 1,8

College: 2,01

Wert der traditionellen Bildung im Hinblick auf das Unternehmertum

Nicht sehr wertvoll.

Mein Lieblingsfach in der Schule oder im Studium

Englisch, weil ich einen wunderbaren Lehrer hatte: Dr. A. A. Norton (und ironischerweise bin ich in der Oberschule wegen einer 6 in Englisch durchgefallen)

Das Fach, das ich am wenigsten mochte in der Schule

80 Prozent dessen, was man mich in der Schule lehrte, war Zeitverschwendung.

_______________

* 1,0 ist das schlechteste, 4,0 das Beste

Das erste unternehmerische Projekt

Im Alter von neun Jahren 5-Cent-, 10-Cent- und 25-Cent-Stücke aus alten Zahnpastatuben herzustellen. (Das Unternehmen wurde eingestellt, als ich herausfand, was Fälschung bedeutet.)

Die wichtigste unternehmerische Fähigkeit, die ich NICHT in der Schule lernte

Zusammenarbeit und Kooperation – in der Schule nennt man das »Betrug«.

Wann und warum ich Unternehmer wurde und mein erstes großes Projekt

Ich wurde Unternehmer, nur um herauszufinden, ob ich wie mein reicher Vater sein könnte, statt Angestellter wie mein armer Vater.

Ich wusste, dass ich ein hoch bezahlter Mitarbeiter sein könnte – Öltanker für Standard Oil steuern, oder als Pilot für die Fluggesellschaften fliegen, oder die Karriereleiter bei Xerox hochklettern. Ich fand heraus, dass ich es hasste, ein Angestellter eines großen Unternehmens zu sein. Ich wollte meine Freiheit mehr als einen sicheren Arbeitsplatz. Ich wusste nicht, ob ich ein reicher Unternehmer werden könnte, und ich wollte herausfinden, ob ich es schaffen könnte. Ich wollte die Herausforderung annehmen.

Mein erstes großes Unternehmen war die Vermarktung der ersten Surfer-Geldbörsen aus Nylon und Velcro® im Jahr 1977. Unsere Firma hieß Rippers, und unser Standort war in Honolulu, Hawaii. Wir stellten unsere Produkte in Korea und Taiwan her, lagerten und vertrieben sie von New York aus. 1978 wurde Rippers zum besten neuen Produkt in der Sportartikelindustrie gekrönt.

Rippers begann dann, Produkte für die Rock-’n’-Roll-Branche zu produzieren. Wir produzierten Hüte, Geldbörsen und Taschen für Bands wie Pink Floyd, Duran Duran, Boy George, Iron Maiden, Ted Nugent und The Police. Rippers stieg 1978 wie eine Rakete auf und stürzte 1981 ab. Wir konnten unseren Erfolg weder bewältigen noch finanzieren.

Die beste Lektion aus meinem ersten Unternehmen

Ich lernte, dass ich noch viel zu lernen hatte. Ich wusste, dass ich als Angestellter etwas werden konnte, indem ich Öltanker über die Weltmeere steuerte oder für eine Fluggesellschaft flog. Ich wollte das Unternehmertum aufgeben und zurück zur Uni, um meinen Master zu machen, eine Stelle zu finden und ein Gehalt zu kassieren.

Es war mein reicher Vater, der mich ermutigte weiterzumachen. Er erinnerte mich daran, dass die meisten großen Unternehmer oft gescheitert waren. Henry Ford zum Beispiel ging fünfmal in Konkurs. Er erinnerte mich, dass der Weg zum Erfolg über das Scheitern führt und wir aus Fehlern lernen.

Rich Dad sagte auch: »Eine Ausbildung ist wichtig. Das Problem ist, dass man in der Schule lernt, keine Fehler zu machen. Wenn du in der realen Welt keine Fehler machst, wirst du nichts lernen. Eine Stelle zu haben ist gut, wenn du ein Gehalt brauchst. Das Problem ist, dass du gefeuert wirst, wenn du Fehler machst. Du bekommst also ein Gehalt, aber du lernst nicht viel.«

Mein reicher Vater empfahl mir also, zurück zu den Trümmern meiner Firma zu gehen, jeden Fehler, den ich gemacht hatte, aufzuschreiben, aus meinen Fehlern zu lernen und das Unternehmen neu aufzubauen, anstatt zurück zur Uni zu gehen und dann eine Stelle anzutreten.

Indem ich mich meinen Gläubigern, Investoren und Ängsten stellte, lernte und das Feedback annahm, anstatt mich zu verteidigen, wurde ich ein besserer Unternehmer. Heute scheitere ich weiterhin, nehme Feedback, wie es kommt, lerne und werde reicher, weil ich ständig aus meinen Fehlern lerne.

Die beste Lektion war zu lernen, mir selbst zu vertrauen.

Was ich über mich selbst aus meinem Kolbe-Index gelernt habe