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,,Fantsch - Orte sind Worte'' ist das Nachschlagewerk zu Ortsnamen, das niemand gebraucht hat, aber jetzt, da es nun einmal veröffentlicht wurde, nicht mehr wegzudenken ist! Man liest sie auf Tafeln und Hinweisschildern, in Zeitungsartikeln und auf Landkarten - und man nimmt sie als Gott gegeben hin ohne über ihre wahre Bedeutung nachzudenken: die Ortsnamen. Dabei exisitiert sogar eine eigene Forschung, die - zugegeben - ein bisschen klingt wie eine seltene Krankheit: die Toponomie, zu deutsch Ortsnamenkunde. Mit derlei seriöser Wissenschaft hat der Autor dieses Buches, Volker Liebmann, allerdings exakt gar nichts am Hut. ,,Fantsch - Orte sind Wort'' ist die ultimative und gänzliche unernst gemeinte Fibel zu den (fiktiven) Bedeutungen der Ortsnamen in der Steiermark. Garantiert frei erfunden, mit Sicherheit historisch unbelegt!
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Seitenzahl: 61
Veröffentlichungsjahr: 2021
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Das ultimative Nachschlagewerk zu steirischen Ortsnamen, das niemand gebraucht hat, aber jetzt, da es nun einmal erschienen ist, nicht mehr wegzudenken ist.
Man liest sie auf Tafeln und Hinweisschildern, in Zeitungsartikeln und auf Landkarten und man nimmt sie in seiner näheren Heimat als gottgegeben hin ohne großartig über deren Bedeutung nachzudenken: die Ortsnamen. Dabei existiert dazu sogar eine eigene Forschung, die zugegebenermaßen ein bisschen klingt wie ein Krankheitsbild: die Toponomie, zu deutsch Ortsnamenkunde.
Mit derlei seriöser Wissenschaft hat der Autor dieses Buches, Volker Liebmann, jedoch exakt gar nichts am Hut. FANTSCH – Orte sind Worte ist die ultimative und gänzlich unernst gemeinte Fibel zu den fiktiven Bedeutungen der steirischen Ortsnamen. Garantiert frei erfunden und historisch unbelegt!
„Es ist alles so verflucht wahr – bis auf die Stellen, die gelogen sind!“
Douglas Adams
VORWORT
Kapitel A
Kapitel B
Kapitel D
Kapitel E
Kapitel F
Kapitel G
Kapitel H
Kapitel I
Kapitel J
Kapitel K
Kapitel L
Kapitel M
Kapitel N
Kapitel O
Kapitel P
Kapitel Q
Kapitel R
Kapitel S
Kapitel T
Kapitel U
Kapitel V
Kapitel W
Kapitel Z
Ortsverzeichnis von A bis Z
Nachwort zum Vorwort
In den Neunziger Jahren fanden Douglas Adams´ Elaborate Eingang in mein Leben und Herz: ein liebenswerter und humorbegabter Arbeitskollege beschenkte mich mit dem Buch „Dirk Gentley´ s holistische Detektei“, das mich ob seines feinen Witzes und ironischen Blickes auf die Menschheit schlichtweg übermannte. Als mir kurz darauf noch ein anderer Arbeitskollege – selbst Autor und in Sachen Humor ein wahrer Bruder im Geiste – das fulminate Adams-Werk „Der tiefere Sinn des Labenz“ (ein Lexikon mit originellen, aberwitzigen Interpretationen von Ortsnamen) ans Herz legte, ward ich verzückt und nach Adams viel zu frühem Ableben im Jahr 2001 inspiriert, diesem meinem Lieblingsautor irgendwann einmal zu huldigen.
Gut zwanzig Jahre später (tja, das hat ein bisschen gedauert und kürzlich hat leider mein großer Humor-Bruder im Geiste das Zeitliche hinter sich gelassen) fasste ich schließlich den Entschluss, meine bis hierher nur unter Freunden und im Bekanntenkreis vorgetragenen, aber ansonsten eher im Verborgenen umherstreunenden Vokabelverhunzungen, Begriffsverunstaltungen und Wortumdeutungen in Form eines Büchleins öffentlich zu machen.
Wie Douglas Adams-Kenner wissen, ist unsere Sprache mangelhaft und unvollständig, das bedeutet, uns fehlen in diesem unserem Universum (und im ganzen Rest) mitunter die passenden Worte, um Situationen, Eigenschaften, Gegenstände, Tätigkeiten, Gefühlswelten oder einfach irgendwelche Zustände zu beschreiben. Die gute Nachricht: Es existieren bereits ausreichend Begriffe. Nur, dass man sie bisher noch nicht mit den richtigen Inhalten und Bedeutungen aufgefüllt hat. Anstatt diese Wörter also mehr oder weniger sinnlos auf Schildern herumhängen zu lassen um auf irgendwelche Orte zu deuten (wieder muss ich Adams zitieren), wird hier ein vollkommen unernster Versuch unternommen, den Wortschatz ein wenig zu erweitern. Wobei: Fantsch – Orte sind Worte nicht den geringsten Anspruch erhebt irgendeinen Anspruch zu erheben! Die zugeordneten Bedeutungen sind Hirngespinste, die Auswahl ist nicht nur dem Potenzial der Namen, sondern auch dem Zufall, der Phonetik und sogar der Fantasie gedankt!
Völlig real hingegen sind in der Tat die hier erwähnten Ortsnamen, auch wenn sie nicht immer deckungsgleich mit Gemeindenamen sind, sondern mitunter Ortsteile und „Gegenden“ bezeichnen – aber: sie alle existieren wirklich und sind auffindbar. Solchermaßen geriet dies lückenhafte Lexikon zum willkürlich zusammengestellten Sammelsurium mit geografischer Verortung in der Steiermark ohne Anspruch auf Vollständigkeit (und schon gar nicht Vollkommenheit).
Sollten sich die Bewohner der gelisteten Orte von den Verwortakelungen verunglimpft fühlen, so liegt das keinesfalls in der Absicht des Autors, geht ihm andererseits aber ziemlich am => Hinterlainsach (siehe unter H in diesem Buch) vorbei. Schließlich hat er die Bezeichnungen ja nicht erfunden, sondern nur deren Deutungen/Interpretationen. Und zugegeben: in hysterischen Zeiten der Übererregtheit gefällt der Gedanke, ein wenig auf political correctness zu pfeifen.
Jedenfalls aber finden sich hier auch Namen, von denen man bislang weder ahnte oder ahnen wollte; Orte, die uns womöglich bis dato gar nicht gefehlt haben, aber auch Orte, die es sich womöglich verdient haben erwähnt zu werden und vielleicht sogar einen Besuch wert sind. Und sei es auch nur in unserer Vorstellung.
Wildon, Juli 2020
Ergänzung A zum Vorwort
Dieses vorliegende Buch, von dem ich schon lange vor Veröffentlichung ungefähr jedem, den ich kannte erzählt hatte, um mir Druck für eine rasche Fertigstellung aufzuerlegen, hätte schon viele Jahre früher publiziert werden sollen. Der Plan des Herumerzählens hat sich aber als wenig tauglich erwiesen (das hat schon damals beim Rauchen aufhören nicht so recht funktioniert!). Nachdem auch kein Verleger hinter mir her war, der die Einhaltung eines Abgabtermins einmahnte, zog sich das Projekt ein wenig in die Länge (was ist schon ein Jahrzehnt!).
Erste Ambitionen für das Buch keimten 2012 beim neuerlichen Lesen Adams‘scher Werke auf, mit ungeahnter Leichtigkeit waren einige Begriffe mitsamt Definitionen aus dem Ärmel geschüttelt bzw. zu Papier gebracht. Doch die Idee geriet ins Stocken, verschiedenste Rückschläge bremsten den literarischen Flow. Liebeskummer, Existenzängste, Verletzungen, Schreibblockaden, Selbstzweifel und diverse affective Hemmungen sowie fehlende Verleger mussten als Ausreden herhalten. Es schien zuweilen ein bisschen wie das Warten auf einen heißersehnten Nachwuchs – der klare Wunsch war vorhanden, jedoch Trieb oder Zeugungsfähigkeit nicht immer stark genug. Nachdem mit Jahresbeginn 2021 eine oberösterreichische Gemeinde namens Fucking beschloss, ihren Namen zu ändern, läuteten die Alarmglocken und es schien höchst an der Zeit endlich mit diesem Buch herauszurücken, um derlei Ortsnamen zu verewigen – noch bevor man anderswo auf die Idee kommt, selbige für immer auszulöschen! Gralla, Januar 2021
Ergänzung B zum Vorwort
Ab Seite 41 bis 98 sollten eigentlich einige wunderbare Seiten meiner geschätzten Freundin Heike, die in ihrem jüngsten Printwerk „Spieglein, Spieglein“ keinen Platz gefunden haben, publiziert werden. Sie hatte ihr akribisches gestaltetes Werk kürzen müssen, weil das Druckerpapier so teuer ist.
Nachdem mein Epos erwiesenermaßen ungleich schlanker geriet, bot ich ihr daher an, diese Seiten in meiner Buchmitte zu verstauen. Unverständlicherweise lehnte mein Verlag dieses großzügige Angebot mit dem Hinweis „Solch einen Schwachsinn können sich nicht einmal die prominentesten Bestseller-Autoren leisten“ ab.
Gratkorn, März 2021
Danke an Heike, Monika, Axel und an all jene Aufmunterer, die mich nicht nur entscheidend unterstützt, sondern mir beizeiten auch einen Tritt in den ... äh, mich mit motivierenden Worten ermutigt haben, dran zu bleiben und das Vorhaben zu einem Ende zu bringen.
Im Gedenken an Matjaz Grilj († Sept. 2020)
Admont
Hotelzimmer, das völlig entgegen dem Versprechen auf der Homepage oder im Reiseprospekt keine schöne Aussicht liefert. Vielmehr bietet sich beim Blick aus dem Fenster nur eine Wand dar, es ist nichts zu sehen außer einem riesigen Felsen – eine Felswand eben. Man wird das Gefühl nicht los, dass einen der Reiseveranstalter über den Tisch gezogen und den wohlverdienten Urlaub an eben diese Wand gefahren hat.
Adriach
Duft des Meeres, obwohl weit und breit kein Meer in der Nähe ist. Mitunter stammt der Geruch von einer unweit gelegenen Mülldeponie oder Fischfabrik, der es aber bei erprobten Adria-Urlaubern dennoch schafft Sehnsuchtsgefühle auszulösen.
Affental
Passage am Fuße eines Berges, die von Wracks übersät ist, da die Fahrzeuge mit viel zu hoher Geschwindigkeit (mit einem Affenzahn) zu Tal rasten und dort wegen der rutschigen Fahrbahn oder überhitzter Bremsen nicht rechtzeitig zum Stillstand kommen konnten.
Aflenz
