FC Schalke 04 – Fußballkult - Lutz Hanseroth - E-Book

FC Schalke 04 – Fußballkult E-Book

Lutz Hanseroth

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FC SCHALKE 04 – Was jeder echte Schalke-Fan über seinen Verein wissen sollte… Hast du dich schon einmal gefragt, welche Facts und Infos du über deinen Lieblingsclub noch nicht kennst? Dieses Buch gibt dir als Schalke-Fan die Antworten. Wenn du möchtest, kannst du das auch gleich mit dem Schalke-Quiz im Buch nachprüfen! FC SCHALKE 04. Der Traditionsverein und seine Geschichten – von Klaus Fichtel, Gerald Asamoah und Klaus Fischer. Eine Geschichte über die Mannschaft aus dem Ruhrpott. Begleite uns in diesem Buch auf der Reise durch gut 116 Jahre Geschichte deiner Mannschaft aus Gelsenkirchen. Natürlich findest du in diesem Buch auch alle Rekorde und Bestleistungen deiner Lieblingsmannschaft. Nur einige Facts und Beispiele aus dem Buch: - Die Geschichte: Von den Gründerjahren bis Heute - Alles rund um die Spielstätten von Schalke 04 - Alle Erfolge und Rekorde des FC Schalke 04 - Die Fangesänge - Wer sagte: „Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert.“ - Welcher Trainer ließ verlauten: „Es sind Worte gefallen. Jetzt werden Taten fallen.“ - Wer erzielte die meisten Bundesligatreffer für die Schalker? - Welcher Spieler hat die beste Elfmeter-Quote? - Welche 5 Spieler liefen am häufigsten für S04 auf? - Wie oft kam das „Tor des Monats“ aus Gelsenkirchen? Das ideale Geschenk für jeden kleinen und großen Fußballfan. Insbesondere dann, wenn das Herz für die Blau-weißen Schalker schlägt. Oder du beschenkst dich einfach selbst!

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Seitenzahl: 124

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Lutz Hanseroth

FC Schalke 04 – Fußballkult

Was jeder echte Schalke-Fan über seinen Verein wissen sollte…

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

FUSSBALL ALS KULT – EMOTIONEN ERLEBEN

DIE GESCHICHTE DES FC SCHALKE 04

DIE SPIELSTÄTTE

ERFOLGE DES FC SCHALKE 04

DIE SCHALKER JAHRHUNDERTELF

FANSZENE DES FC SCHALKE 04

ZITATE

WAS MACHT EIGENTLICH …?

QUIZFRAGEN

„12 MINUTEN“

RECHTLICHER HINWEIS

Impressum neobooks

FUSSBALL ALS KULT – EMOTIONEN ERLEBEN

Brasilien. Rio de Janeiro. Maracana Stadion. Deutschland spielt im Finale der Fußballweltmeisterschaft 2014 gegen Argentinien. Am Ende der regulären Spielzeit steht es 0:0. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff, in der 88. Minute, kam Mario Götze für Miroslaw Klose auf das Spielfeld. Der Satz, den Trainier Joachim Löw bei der Einwechslung sagte, ist ebenso legendär wie der WM-Sieg. »Zeige der Welt, dass du besser bist als Messi.«

Die Partie geht in die Verlängerung. In der ersten Halbzeit der Verlängerung passiert nichts. Doch die Spannung steigt. Die Chancen sind ausgeglichen. Beide Mannschaften kämpfen bis zur Erschöpfung. Dann bricht die 113. Minute an. Mario Götze nimmt die Flanke von Mannschaftskollege André Schürrle mit der Brust an. Er bekommt ihn punktgenau vor den Fuß und setzt eine Flanke, die das Stadion und die deutschen Fans beben lässt. Der Ball geht ins Tor. Es steht 1:0. Hatte noch jemand damit gerechnet? Das Elfmeterschießen war so nah.

Die letzten Minuten des Spiels sind geprägt von hitzigen Phasen, von dem blutigen Gesicht Bastian Schweinsteigers, und schließlich von dem jubelnden Aufschrei, der Deutschland durchfuhr. Unsere Jungs haben es geschafft. Die Mannschaft hat gesiegt. Wir sind Fußball-Weltmeister 2014. Die Mannschaft taumelt vor Freude.

Auf den Straßen Berlins, Münchens, Frankfurts, Hamburgs, in unzähligen Bars, Pubs, Kneipen, an den Bildschirmen in Millionen Haushalten wird gefeiert. Am nächsten Tag kennt die Nation nur ein einziges Thema. Die Zeitungen sind schwarz-rot-gold. Sie zeigen die erschöpften, jubelnden Jungs von Jogi, mit dem Pokal in der Hand. Deutschland verneigt sich vor der Mannschaft.

Wer verstehen möchte, das Fußball bedeutet, was es bewirken kann und was der Begriff Kult bedeutet, der braucht sich nur an den 13. Juli 2014 erinnern. Und an die Tage danach. Es war Urlaubszeit. Die Deutschen feierten nicht nur zu Hause, sondern auch an ihren Urlaubsorten. Nach den knapp verpassten Chancen in den Jahren 2006 und 2010 hatte es endlich geklappt. Jogis Jungs sind Weltmeister. Der Fußball hat neue Fans dazu gewonnen. Die positive Stimmung dieses Sommers hielt lange an.

Ein paar Monate später konnten die Fans im Kino die Gänsehautmomente noch einmal erleben. In einer Dokumentation erfuhren sie, wie das Sommermärchen gelingen konnte. Eine Nation befand sich im Fußballfieber. In einem wahren Freudentaumel. Und der Gewinn dieser WM ist nur ein Beispiel für die Emotionen, die Fußball in seinen Fans, aber auch im neutralen Zuschauer wecken können.

Kult - was ist das eigentlich?

Das kleine Wörtchen Kult findet im Zusammenhang mit dem Fußball sehr häufig Erwähnung. Doch was drückt es aus?

Kult ist ein sehr alter Begriff. Er stammt von dem lateinischen Wort cultus ab. Und dieses Wort steht vornehmlich für die Verehrung eines Gottes. Tatsächlich bezog sich der Kult über einen Zeitraum von Jahrhunderten auf die Anbetung von Göttern, später von dem einen Gott der christlichen Kirche. Doch wird das Wort »Gott« nicht auch gern mit dem Fußball in Verbindung gebracht?

Wer regelmäßig Fußball schaut, weiß, dass es tatsächlich einen Fußballgott gibt. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Munde der Sportmoderatoren aus Fernsehen und Radio. Wenn Entscheidungen keine Erklärung finden oder wenn der Ball wie durch ein Wunder in der letzten Minute die Torlinie überrollt, dann ist dies häufig nicht das Werk eines talentierten Spielers oder eines glücklichen Zufalls. Der Fußballgott hatte seine Hand im Spiel.

Auch Ausnahmetalente wie Pele, Messi, der Brasilianer Ronaldo oder der Deutsche Gerd Müller werden gern als Götter des Fußballs bezeichnet. Deutschland hat sogar einen Fußballkaiser. Franz Beckenbauer schaffte es, als Spieler und als Trainer den Weltmeistertitel zu erringen. Dies gelang außer ihm nur dem Franzosen Didier Dechamps und dem Brasilianer Mario Pagallo. Und es gibt noch viele andere Spieler, die von den Zuschauern wie Götter verehrt werden. Oder die sich gern selbst als Gottheit sehen. So der Brasilianer Neymar Jr., zweifelsohne einer der besten Spieler unserer Zeit. Doch er wird nicht nur mit seinen genialen Dribblings in Erinnerung bleiben, sondern auch mit seinem theatralischen Verhalten. Dieses bringt ihm nicht selten Kritik ein und es schmälert seine sportliche Leistung.

Oder Cristiano Ronaldo, den weniger ein außer-gewöhnliches Talent, als viel Fleiß und hartes Training an die Spitze trieben. Unvergessen bleibt die EM 2016, die Portugal gewann. Aufgrund einer Verletzung musste Ronaldo in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. Für den charismatischen Spieler, der sich nichts sehnlicher wünschte als einen großen internationalen Titel mit seiner Nationalmannschaft, war diese Verletzung eine mittlere Katastrophe. Die dazu führte, dass er am Spielfeldrand seinen Trainer in den letzten Minute beiseite schubste und prompt das Coaching seiner Teamkollegen übernahm. Der Einsatz zeigte Erfolg. Portugal gewann. Ronaldos Leidenschaft ist in der Lage, ein Feuer zu entfachen. Diese Eigenschaft kam ihm zugute. Seine übermäßige Freude war gleichermaßen rührend und beeindruckend. Auch, dass die Schiedsrichter ihn an der Coachinglinie ebenso gewähren ließen wie der Trainer.

Man kann Gott verehren oder einen Fußballer. Man kann dem Fußballgott die Verantwortung für das Glück zuschreiben, das in diesem Sport für den Gewinn eines großen und bedeutenden Turniers erforderlich ist. Wer einen Gott verehrt, betreibt einen Kult. Echte Fans des Fußballs gehören dazu.

Schals, Trikots und das Gefühl der Zugehörigkeit

»Football's coming home« ist ein Song, der im Mutterland des Fußballs, in England, seit mehr als zwei Jahrzehnten regelmäßig angestimmt wird. Der Fußball kommt nach Hause. Viele Fans fühlen sich angekommen, wenn sie im Stadion ihres Vereins mitfiebern. Oder wenn sie bei großen Turnieren gemeinsam mit ihrer Nationalmannschaft die Hymne singen und dann wild mitfiebern. Sie sind nicht allein. Fußball hat in Europa, aber auch in Südamerika eine riesige Fangemeinde. Sie tragen die Mannschaften der beiden Kontinente regelmäßig zu ihren Siegen. Viele Spieler aus Südamerika spielen in den ersten europäischen Ligen. Und die Fans sind verrückt danach, im Stadion mitzufiebern. Nicht umsonst bieten Stadien wie das Camp Nou in Barcelona oder das Wembley Stadion in London zwischen 90.000 und knapp 100.000 Fans die Möglichkeit, ihre Idole live zu erleben. Wäre das möglich, wenn Fußball keinen Kultstatus hätte?

Bei jedem bedeutenden Spiel, bei jedem großen Match sehen wir die Fans im Trikot ihres Lieblingsspielers, mit dem Schal des Lieblingsvereins oder den Farben der Nationalmannschaft in der Hand. Die Mannschaft, die Spieler: sie werden verehrt. Und mit dieser Verehrung ist der Fan nicht allein. Es sind Hunderttausende, die diese Verehrung teilen. Und so hat der Fußball dafür gesorgt, dass die Bedeutung des Wörtchens Kult eine Erweiterung bekam. In der Beschreibung handelt es sich um eine »übertriebene Verehrung, die einer Sache oder einer Person zuteil wird«. In diesen Worten kommt die Bedeutung des Fußballs besonders gut zum Tragen. Der Verein wird verehrt, der Trainer ist Kult, ein einzelner Spieler hat Millionen Fans, die nicht nur aus seinem Heimatland kommen. Spätestens seit der WM 2006 hat Fußball in Deutschland Kultstatus erreicht. Nicht nur bei den eingefleischten Fans. Auch bei denen, die sich zuvor dafür eher wenig interessierten.

Götterverehrung und die Verehrung eines Fußballstars haben also viel gemeinsam. Doch manches Mal wurde ein Fußballer selbst zum Gott. Oder ein Teil von ihm. Wer sich für Fußball interessiert, dem wird die Hand Gottes ein Begriff sein. Es handelt sich um eine Hand, die einen großen Fehler machte. Doch in ihrer Zeit, wir schrieben das Jahr 1986, gab es noch keine Technik, die jeden Fehler gnadenlos entlarvte. Manch ein Fan wünscht sich sehnlichst, dass das auch heute noch so wäre.

Die Hand Gottes

Diego Maradona war in seiner aktiven Zeit ein charismatischer Fußballspieler. Er spielte in den Jahren 1979 bis 1994 für die argentinische Nationalmannschaft. 1986 stand Argentinien gegen England im Finale der Weltmeisterschaft. Im Stadion in stand es bis zur 51. Minute 0:0. Maradona ist im Ballbesitz und zieht an zwei Spielern vorbei. Er verliert den Ball an Steve Hodge. Der Abwehrspieler will den Ball klären, was ihm jedoch nicht gelingt. Maradona nimmt ohne Ball Kurs auf das Tor. Shilton, der englische Torwart, geht nach vorn, das Tor ist frei. Wie durch ein Wunder kommt Maradona vor dem leeren Tor erneut in Besitz des hoch gespielten Balles. Er plant, den Ball in das Tor zu köpfen. Doch dafür fehlt es ihm schlicht an Körpergröße. Also nimmt er seine Faust und boxt den Ball ins Tor.

Schiedsrichter Ali Bin Nasser entgeht diese massive Verletzung der Spielregeln. Er gibt ein reguläres Tor, es steht 1:0. Heftige Proteste einiger englischer Nationalspieler konnten den Schiedsrichter nicht von seiner Entscheidung abbringen. Argentinien gewinnt das Spiel mit einem Endstand von 2:1 und wird Weltmeister.

Bis heute schlägt dieses Tor in der Fußballwelt Wellen. Nicht nur die Fahrlässigkeit des Schiedsrichters steht in der Diskussion, sondern vor allem das Verhalten des Torschützen. Bereits nach dem Spiel gab er in einem Interview zu, den Ball mit der Hand berührt zu haben. Reue war ihm vollkommen fern. Im Gegenteil: Er prägte den heute legendären Begriff mit seinem Satz: Es war ein bisschen Maradonas Kopf und ein bisschen die Hand Gottes.

Erst Jahre später, es war 2005, gab Maradona zu, bewusst mit der Hand gespielt zu haben. Anzeichen von Reue zeigte er weitere drei Jahre später, im Jahre 2008. Die Tatsache, dass bis in die Gegenwart ein einziges Tor und das Verhalten eines charismatischen Spielers diskutiert werden, zeigt, wie Fußball die Gemüter erhitzen kann. Dabei waren es zwanzig Jahre zuvor die Engländer, die von einem Fehler des Schiedsrichters profitierten und ebenfalls ein Tor schossen, von dem die Fußballwelt heute noch spricht.

Wembley 1966

Im ausverkauften Londoner Wembleystadion spielten die Nationalmannschaften von Deutschland und England am 30. Juni 1966 im WM-Finale. Nach 100 Minuten steht es 2:2. Es sieht so aus, als ob ein Elfmeterschießen diese WM entscheiden wird. Doch eine Minute später schießt Geoffrey Charles Hurst ein Tor, das eigentlich keines ist. Der Ball prallt aus kurzer Distanz gegen die Unterkante der Latte und kommt auf dem Boden auf. Dann springt er aus dem Tor heraus und wird von dem deutschen Nationalspieler Wolfgang Weber über das Tor geschossen. Die Spieler der englischen National-mannschaft brechen im Glauben an das 3:2 in frenetischen Jubel aus. Auch die Fans können sich nicht mehr halten. Doch der Schiedsrichter Gottfried Dienst aus der Schweiz gibt einen Eckball.

Plötzlich kommt es zu einer Beratung mit dem Linienrichter. Beide sprechen kurz miteinander, dann gibt der russische Linienrichter das Tor. Es steht 3:2.

Die Spieler der deutschen Nationalmannschaft protestieren. Doch Jahrzehnte vor der nicht selten umstrittenen Torlinientechnik war die Entscheidung des Schiedsrichters unanfechtbar. Kurz vor dem Ende des Spiels schoss England ein weiteres, diesmal reguläres Tor und wurde Weltmeister. Spätere Untersuchungen nach Auswertung des Videomaterials ergaben, dass der Ball das Tor um sechs Zentimeter verfehlte. Deutschland hatte die Chance, Weltmeister zu werden, verpasst.

Ob die Engländer auch dann ein weiteres Tor geschossen hätten, wenn der Schiedsrichter anders entschieden hätte, wird für immer Spekulation bleiben. Es gilt jedoch als erwiesen, dass sich der Linienrichter nicht von dem, was er sah, leiten ließ. Der frenetische Jubel der Fans und der englischen Spieler beeindruckten ihn offenbar mehr, als sie es sollten. Die Enttäuschung war auf der deutschen Seite unglaublich groß.

Bis heute wird das Wembley Tor kommentiert und analysiert. Vor allem ist es mehr als 40 Jahre später noch immer unvergessen. Auch Menschen, die nicht zu den begeisterten Fans gehören und nur große Turniere anschauen, wissen mit Wembley 66 etwas anzufangen. Wer mag, kann sich diese Fehlentscheidung immer und immer wieder im Internet anschauen. Dies gilt im Übrigen auch für die Hand Gottes, für das Siegestor von Mario Götze aus dem Jahr 2014 und für viele andere legendäre Geschichten, die der Fußball schrieb. Bei einem unvergessenen Ereignis war es jedoch ein wenig anders. Im Jahre 1954 konnte Fußball noch nicht von der breiten Masse im Fernsehen angeschaut werden. Fußball wurde gehört. Und das stellte an den Radiokommentator besonders hohe Anforderungen.

Sechs Minuten noch ...

Es ist der 4. Juli 1954, als Deutschland das erste Mal eine Fußball-Weltmeisterschaft gewinnt. Im Wankdorf-Stadion in Bern steht es unentschieden 2:2. Herbert Zimmermann kommentiert das wilde Spiel für alle Menschen, die vor ihren Radios mitfiebern. Der legendäre Kommentar beginnt den berühmten Ausschnitt mit den drei Worten »sechs Minuten noch ...« und analysiert, dass »David gegen Goliath« spielen würde. Damit meinte er den haushohen Favoriten Ungarn, der Deutschland in der Vorrunde des Turniers geschlagen hatte. Doch als die besagten sechs Minuten begannen, drehte Deutschland nochmal auf. »Schäfer nach innen geflankt ... aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen ... Rahn schießt ... Tooor.«

Deutschland schafft das schier Unmögliche. Die Mannschaft hält den Vorsprung bis zum Schlusspfiff und holt im Jahre 1954 die erste Weltmeisterschaft.

»Halten Sie mich für verrückt. Halten Sie mich für übergeschnappt. Ich glaube, auch Fußballlaien sollten ein Herz haben, sollten sich mitfreuen ...« Dieser Satz drückt wie kaum ein anderer aus, was Fußball den Fans bedeutet. Der Kult des Fußballs ist nicht zuletzt darin begründet, dass ein Spiel Massen fesseln kann. Nicht nur im Stadion. Auch vor den Fernsehgeräten. Oder eben vor dem Radio.

Fußball Fußball überall

Große Turniere sind echte Straßenfeger. Was die Schwarzwaldklinik in den 1980er Jahren und Wetten Dass ...? mit Thomas Gottschalk in den 1990er Jahren schaffte, ist heute dem Fußball vorbehalten. Es geht um traumhafte Einschaltquoten von 20, 30 oder 40 Prozent. Serien wie die Schwarzwaldklinik, Dallas oder der Denver Clan lockten regelmäßig mehr als 20 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Dies gilt heute für eine Unterhaltungssendung oder eine Serie als Utopie. Die Digitalisierung der Medien hat die Fernsehwelt komplett verändert. Vor allem junge Menschen möchten sich ihren Tagesablauf nicht mehr von dem Fernsehprogramm diktieren lassen. Während die ältere Generation aus Gewohnheit die Tagesschau einschaltet, weil sie sich über die Neuigkeiten des Tages informieren möchten, hat die junge Generation ihre Informationen längst aus dem Internet bezogen. Die Welt steht wegen einer Fernsehsendung nicht mehr still. Es sei denn, Deutschland steht im Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Dann sind die Straßen leer gefegt. Dann sitzen die Leute vor dem Fernseher. Oder vor dem Radio, wenn gerade keine andere Möglichkeit besteht.

Radioübertragungen gibt es heute noch