Flamingos - Lucie Lepelbet - E-Book

Flamingos E-Book

Lucie Lepelbet

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Beschreibung


Alles, was zum Ukrainekrieg und zu den Bemühungen, Hoffnungen und Zielen des Westens realistischerweise zu sagen ist, parallel zu einer Handlung mit folgenden Personen: Rafaella und Vanessa (17 und 16 Jahre), die befreundet sind und in Schwierigkeiten geraten; Lara (12 Jahre, 'Junge Tigerin' und Vanessas Schwester); der alte Meister Chun mit seiner fernöstlichen Weisheit; das Team Binswanger der Berliner Polizei, bestehend aus Hans 'Sperber' Binswanger, Kommissarin Bella Praesel, Halfmann und Krawuttke.
Die neue Update-Version vom 19.12.2025 enthält zusätzlich Laras Todesgedicht und Laras 16 Punkte umfassendes Thesenpapier als Grundlage für einen Frieden für die Ukraine und Europa. Erhältlich ist auch eine in englischer Sprache verfasste Ausgabe mit dem Titel "Enlightenment: Young Tigress and the Place of Light and Song".
Ergänzung von Lucie Lepelbet zum Jahresanfang 2026: "Flamingos ist im Grunde eine stark komprimierte Version von Binswanger 2, das ich vorläufig oder endgültig aus dem Handel zurückgezogen habe. 'Flamingos' ist bei gleicher inhaltlicher Aussagekraft besser und schneller lesbar sowie interessanter und es bietet mehr Abwechslung. Die neuen Dialoge zwischen Meister Chun und seiner jungen Kampfkunst-Schülerin alternieren mit den Kapiteln und lassen einen herausfordernden Auslegungs- und Anwendungsspielraum von buddhistisch und daoistisch inspirierten Ansichten auf europäische Bündnis- und Geopolitik. Ein mögliches Resultat wäre eine sichtbar werdende Erkenntnisebene, die als zweite Hälfte einer Wahrheit betrachtet werden kann, die in den westeuropäischen Ländern absichtlich oder aufgrund von Inkompetenz immer nur teilweise präsentiert wird. Das vervollständigte Gesamtbild könnte kritische Fragen zur Politik von EU und NATO insbesondere seit dem Jahr 2013 formen, die auch in der Gegenwart mit grundsätzlich identischer Geisteshaltung und unverändertem Selbstverständnis ohne Erfolg fortgesetzt wird. Das Buch bietet einen Weg, an dessen Ende entschieden werden kann, ob der europäischen Politik wichtige Einsichten fehlen oder nicht, und ob historische Indizien nahezu mit Beweiskraft belegen oder nicht belegen, dass Europa die kriegerische Gegenwart, die wir jetzt haben, entscheidend mitgestaltet hat. Falls dem so sein sollte, könnte auch in Betracht gezogen werden, ob Europa durch eine kluge Politik immer noch erstens einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer friedlichen Zukunft leisten kann und zweitens durch Beibehaltung des bisherigen politischen Kurses endgültig einen Zeitpunkt des Überreizens realisieren kann, ab dem eine Rückkehr zum Frieden unwiderruflich unmöglich sein wird. Ich schrieb dieses Buch als sachlichen und neutralen Gegenentwurf zu den üblichen Mainstream-Publikationen und Meinungsäußerungen über den Europa-Ukraine-Russland-Komplex, der mit dem Krieg gegen die Ukraine eine Phase erreicht hat, die eine schlimme Tragödie mit Potenzial für einen kontinentweiten Krieg ist."

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Lucie Lepelbet

Flamingos

UUID: 1da02b22-30ec-473a-8db8-709104561033
Dieses eBook wurde mit Write (https://writeapp.io) erstellt.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1: Neue Nachbarn

Dialog 1: Über die Reinheit des Herzens

Kapitel 2: Rafaella und Vanessa

Dialog 2: Über Liebe und Tugenden

Kapitel 3: Zum Arschloch geworden ... Unverschuldet?

Dialog 3: Über richtig und falsch

Kapitel 4: Messerheld und Rasselbande

Dialog 4: Über Frieden und Tod

Kapitel 5: Verhängnisvolle 13 ... Irgendwie blöd, oder?

Dialog 5: Über die Freiheit

Kapitel 6: Lara, erst 12 ... Cool! No future, no sin ...

Dialog 6: Über Weise und Narren

Kapitel 7: Einsatz für das Team

Dialog 7: Über Kriege und Anführer

Kapitel 8: Flamingos, die junge Tigerin und der alte Meister Chun

Dialog 8: Über das abgrundtief Böse

Kapitel 9: Aus Laras Tagebuch

Dialog 9: Über Freundschaft und Feindschaft

Hinweise

Über Lucie Lepelbet und weitere Bücher

Impressum

Virtueller Klappentext

landmarks

Titelseite

Cover

Inhaltsverzeichnis

Buchanfang

Vorwort

Ich meine, dass Rafaella, Vanessa und Lara es verdient haben, ein eigenes Büchlein zu erhalten. Deshalb biete ich die entsprechenden Kapitel aus einem früheren Buch, in dem ihre fiktive Geschichte bereits erzählt wurde, zusätzlich als eigenständigen Roman an, ergänzt um die neuen Kapitel 1, 8 und 9. Auch die neun Kapitelchen mit den Fragen der Kung Fu-Schülerin "junge Tigerin" und den Sprüchen von Meister Chun in einem Berliner Kloster am Rande eines kleinen Waldes sind eine Premiere. Zeitlich sind sie alle nach dem Kapitel 8 einzuordnen, aber in der Reihenfolge wechseln sie sich mit den Kapiteln der Geschichte ab. Viel Spaß!

Lucie Lepelbet, im September 2025

Kapitel 1: Neue Nachbarn

Dienstag, 26. März 2024

Es war der zweite Tag der Osterferien und in wenigen Tagen würden ihre Eltern zur Lüneburger Heide in den Urlaub fahren. Rafaella hatte sich entschieden, zum ersten Mal alleine zu Hause zu bleiben. Erstens war sie längst alt genug dafür, zweitens würde sie auch in Berlin eine coole Zeit haben, und drittens hoffte sie, dass ihre Eltern ihren Urlaub zu zweit sehr zu schätzen wissen würden. Und so romantisch die Heide auch sein mochte: Sie blühte jetzt noch nicht und ein Heideurlaub war doch sowieso nur etwas für Landschaftsliebhaber oder verliebte Paare. So ganz allein mit ihren Eltern in der Heide spazierenzugehen, wäre zwar nett gewesen, und auch schön, aber auch irgendwie ein kleines bisschen langweilig.

Also wollte sie sich zu Hause, wo sie mehr Möglichkeiten hatte, eine schöne Zeit machen. Hier konnte sie sich mit ihren Freundinnen verabreden. Langeweile war so gut wie ausgeschlossen, denn es würde ein Urlaub voller Aktivitäten werden. Aber auch ein wenig ausruhen und es sich gut gehen lassen, würde sie zwischendurch immer mal wieder einstreuen.

Das schöne Wetter lockte sie nach dem Frühstück nach draußen. Als sie vor dem Haus in der Sonne stand, bemerkte sie nur zwei Häuser weiter geschäftige Aktivitäten. Die neuen Mieter einer Wohnung waren mit ihrem Einzug beschäftigt. Interessiert nahm Rafaella zur Kenntnis, dass das Ehepaar zwei Töchter hatte. Beide hatten schwarzes Haar, das sie schulterlang trugen. Die Schwestern ähnelten sich sehr, aber was das Beste aus Rafaellas Sicht war: Während die jüngere vielleicht 12 Jahre jung sein mochte, musste die andere in ihrem Alter sein.

Die Ältere blicke zufällig in Raffas Richtung, und höchstens zwanzig Meter voneinander entfernt stehend musterten sie sich interessiert. Ob die schwarzhaarige Schönheit auf meine rosafarbenen, kurzen Haare steht?, fragte sich die 17-jährige Rafaella in Gedanken. Hoffentlich stört sie meine Lackhose nicht, oder das Flamingo-Shirt ...! Sie hob ihre Hand aus dem Ellenbogengelenk zu einem unaufdringlichen Gruß in Brusthöhe an und hielt sie dort drei Sekunden lang, während sie gleichzeitig lächelte. Die Schwarzhaarige winkte und lächelte zurück. Okay, das könnten ja noch bessere Ferien werden, als ich gehofft habe, dachte die Rosahaarige, und war gespannt, was die nahe Zukunft bringen würde. Die Aussichten hatten sich jedenfalls schlagartig verbessert, denn sie waren nicht nur viel schöner als noch vor einer Minute, sondern auch extrem sympathisch, und plötzlich ging die sympathische Schöne auf sie zu und stand kurz darauf direkt vor ihr.

»Hi! Ich bin die Vanessa. Du magst Flamingos ...?«

Dialog 1: Über die Reinheit des Herzens

»Was ist, wenn alles ausweglos erscheint?«

»Statt vor einer schwierigen Aufgabe zu kapitulieren, kann man versuchen, sie zu lösen.«

»Aber wie, Meister Chun?«

»Mit Einfallsreichtum und Leidenschaft, mit Vertrauen und Zuversicht, und mit der Hoffnung, dass Menschen ihre Ziele erreichen können, wenn sie nur wollen.«

»Aber hat nicht jeder seine Grenzen, die er nicht überwinden kann?«

»Stimmt, junge Tigerin. Deshalb habe ich auch von schwierigen Aufgaben gesprochen, nicht von unlösbaren.«

»Was ist, wenn die Aufgabe lösbar ist, aber ich trotzdem scheitere?«

»Dann hast du schlimmstenfalls deine Zeit vergeudet.«

»Aber wie kann ich den Spott der anderen und das Gefühl des Versagens ertragen?«

»Das musst du, weil es zum Menschsein dazugehört. Also lass die anderen spotten, bis sie sich wieder beruhigt haben.«

»Habe ich dann nicht mein Gesicht verloren?«

»Seit wann bist du ein Mensch des feudalen Japans, junge Tigerin? In Wahrheit haben die anderen ihre Würde verloren. Wenn du dein Bestes getan hast, genügt es vielleicht nicht für die Aufgabe, aber immer noch für einen Menschen, denn das Wichtigste ist die Reinheit deines Herzens.«

»Aber kann die Reinheit des Herzens jemals vollkommen sein?«

»Nein, aber danach zu streben ist die einzige unlösbare Aufgabe, die keine Zeitverschwendung ist ...«

(Junge Tigerin und Meister Chun, irgendwann ...)

Kapitel 2: Rafaella und Vanessa

Donnerstag, 4. April 2024

Als sie aufwachte, blickte sie auf das Gesicht der neben ihr liegenden Schwarzhaarigen; ihre neue Freundin aus der Nachbarschaft, zugezogen zu Beginn der Osterferien; ein Mädchen wie ein Traum: wunderschön, schlank, nett und überhaupt nicht arrogant.

Sie hatten sich gesehen, gemocht und gefunden. Es war Sympathie und Zuneigung vom ersten Moment an gewesen, und nun war sie froh, sich schon vor Wochen gegen den gemeinsamen Urlaub mit ihren Eltern entschieden zu haben, die daraufhin in der Lüneburger Heide nur für zwei Personen gebucht hatten.

So hatten sie zu zweit die schönsten Osterferien ihres bisherigen Lebens verbracht und in der letzten Nacht zum dritten Mal miteinander geschlafen. Im übrigen waren sie glücklich gewesen, nachts nur nebeneinander zu liegen, jedoch Hand in Hand oder sich irgendwie berührend und spürend.

Sie waren sich gegenseitig ihre ersten Freundinnen. Aber Rafaella, mit ihren 17 Jahren, und Vanessa, die immer noch schlief, mit ihren 16 Jahren, waren noch jung, und sie hatten es niemals leicht oder eilig gehabt, eine Freundin zu finden, die nicht nur eine solche im üblichen Sinne, sondern mehr sein sollte.

Nein, einfach war es wirklich nicht gewesen, und Geduld war ihnen abverlangt worden, denn schließlich standen die meisten Mädchen auf Jungs, und wenn sie nicht auf Jungs standen, so behielten sie es für sich, bis eine zufällige Gelegenheit dies ändern würde.

Abwarten war also das Motto gewesen. Gut Ding wollte schließlich Weile haben, und Geduld wurde immer belohnt, davon war Rafaella überzeugt. Ihre zufällige, doch vielleicht schicksalhafte Begegnung mit Vanessa war der Beweis.

Niemals würde sie die erste gemeinsame Nacht vergessen. Stunden zuvor hatten ihre Eltern sich verabschiedet und waren in den Urlaub gefahren. An jenem Abend waren sie zum ersten Mal allein und in ihrem Zimmer gewesen.

Vanessas Blick war auf ein Bild an der Wand gefallen, einen Ausdruck aus dem Internet. »Warum hast du denn ein Bild von Shani an der Wand?«, hatte sie betroffen gefragt. Der Anblick war ihr offensichtlich nahegegangen, was Rafaella sehr beeindruckt hatte.

»Damit ich niemals vergesse, das Leben zu schätzen, und damit ich niemals verlerne, traurig zu sein ...«, hatte Rafaella leise geantwortet.

Etwas war in jenem Moment geschehen. Eine ganz neue Verbindung war entstanden und hatte ihre Liebe und Freundschaft auf ein anderes Niveau gehoben. Vanessa hatte sie angesehen und sanft geküsst, und sie hatten sich minutenlang zärtlich umarmt. Der Kontakt ihrer Körper war mehr als bloße Berührung gewesen; er hatte Trost gespendet und ihre Seelen vereinigt. Ihre Emotionen waren eins geworden, als sie die eigenen Hoffnungen der Gegenwart und den Schmerz anderer aus der Vergangenheit spürten.

Liebe und Traurigkeit, Gewinn und Verlust – das alles hatte Rafaella empfunden und gemeinsam mit Vanessa gefühlt. Und den Kummer, dass eine junge Frau, ein Mädchen wie ein Traum, und viele weitere nicht mehr lebten, weil andere es so gewollt hatten – und dass die menschliche Existenz untrennbar mit Gewalt und Töten und mit Hass verbunden war; mit Vergeltung und Vergeltung für die Vergeltung, so dass das Sterben immer weiterging, ohne die Aussicht, irgendwann friedlich Seite an Seite leben zu können.

Rafaella hatte in diesem Moment gewusst, dass auch Vanessa, wie sie selbst, das Leben liebte, aber trotzdem niemals zu glücklich sein würde; es gar nicht sein könnte.

Doch an jenem Abend waren sie dem perfekten Glück nahe gewesen; wie auch am vergangenen Abend, und so wie in diesem Moment, als Vanessa ihre Augen öffnete und sie sich anblickten, ganz ernsthaft und erfüllt mit Liebe, Zuneigung und Dankbarkeit, einander gefunden zu haben. Rafaella wusste, dass Vanessas Seele im selben Feuer geschmiedet worden war wie ihre eigene, und dies würde sie für lange Zeit verbinden, daran gab es nicht den geringsten Zweifel.

Bald waren die Ferien zu Ende, aber am Sonntag wollten sie, als krönenden Abschluss vor dem Schulbeginn, die Flamingos im Zoologischen Garten besuchen, und am darauffolgenden Sonntag, eine Woche später, die etwas anderen im Tierpark.