Flammenengel - Jeanette Choritz - E-Book

Flammenengel E-Book

Jeanette Choritz

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Beschreibung

Alyssa ist wunderschön, doch sehr zurückhaltend und gheimnisvoll. Als sie den Klassenraum betritt spürt Elias eine seltsame Präsenz, welhe anscheinend von diesem seltsamen Mädchen ausgeht. Ab diese Moment sieht er immer wenn er ihr in die Augen sieht, dort lodernde Flammen. Er erfährt werAlyssa ist und was diese Flammen bedeuten. Zusammen suchen sie einen Ausweg um aus dem Bann zu entkommen und treten gegen die Zeit an ...

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Seitenzahl: 81

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Jeanette Choritz

Flammenengel

Niemand hält uns auf

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Epilog

Impressum neobooks

Prolog

Auf einer violetten Wolke, sah ein Engel dem Sonnenaufgang und der Erde entgegen. Ihm entfuhr ein Seufzen. Die wunderschönen langen, roten Haare des Mädchens umspielten ihr Gesicht, mit den hellgrünen Augen, den langen Wimpern, den hohen Wangenknochen, der kleinen Nase und den vollen Lippen. Ihr langes, weißes Kleid umspielte ihre langen Beine. Ihre großen, leicht violett schimmernden Schwingen leuchteten in der roten Morgensonne. In ihren Gedanken an die Welt unter ihr, bemerkte sie nicht wie sich ein weiteres Mädchen näherte. „Hey, Naidiana. Hängst du mal wieder in Tagträumen an die Erde nach?“, fragte es. Der Engel an der Kante drehte sich um und sah sie an.

„Jeden Tag sehen wir wie die Kinder dort unten spielen, aufwachsen, sich verlieben, heiraten und selbst Kinder kriegen“, antwortete Naidiana betreten und zeigte nach unten auf die Erde. „Uns bleibt dieses Glücke verwehrt, Naisukia!“ Naisukia sah sie mit ihren klaren blauen Augen an. „Dafür auch der Schmerz der Zurückweisung oder wenn wir einen geliebten Menschen verlieren. Ich denke das ist ein geringer Preis.“ Naidiana stand auf und sah der Blonden funkelnd entgegen. „Wir können niemals das Gefühl erfahren geliebt zu werden oder zu lieben! Ich will es fühlen!“ Naisukia wies sie mit ruhiger Stimme zurecht: „Wie willst du das anstellen? Du kannst ja wohl kaum mit riesigen Flügeln unter den Menschen wandeln! Außerdem wäre der Thron darüber nicht gerade glücklich.“ Naidiana sah sie an und dachte über eine Lösung nach. Naisukia erklärte ihr, dass sie ebenfalls mit ihrem Namen dort unten auffallen würde. „Es gibt eine Möglichkeit“, murmelte Naidiana trotzig. „Oh nein, Naidiana, das wirst du nicht tun!“

„Oh doch!“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und weitete ihre Flügel aus.

Sie flog zu einer tiefgelegenen grauen Wolke, setzte sich auf sie und flüsterte leise: „Tarne mich als Mensch.“ Ein silberner Nebel legte sich um sie und sie wurde auf die Erde geschleudert. Sie war der erste Engel seit 55000 Jahren der es wagte sich zur Erde hinab zugeben...

… und unter Menschen zu wandeln.

Kapitel 1

Montagmorgen klingelte Elias Wecker. Das erste Mal nach den Sommerferien. Waren die sechs Wochen wirklich schon um? So schnell? Diesen Sommer war viel passiert: seine Freundin Jennis hatte ihn mit seinem besten Freund betrogen und seine ältere Schwester war (nun im neunten Monat schwanger) mit dem Vater ihres Kindes, Jonathan, zusammengezogen.

Und nun ruft wieder die Schule. Elias raffte sich auf und ging ins Badezimmer. Immerhin musste er jetzt nicht mehr warten bis Kathrin im Bad fertig wurde, sie braucht immer Stunden. Er kämmte seine braunen Haare und putzte sich die Zähne. Seine blauen Augen wirkten noch immer verschlafen, als er in die Küche ging und sich ein Sandwich machte. Seine Mutter war schon zur Arbeit gegangen. Eine Krankenschwester aus Freude zur Arbeit.

Er nahm sein Sandwich und seinen Rucksack und eilte zur Bushaltestelle.

Nach fünf Minuten kam der Bus, wie immer rappel voll, sodass er stehen musste. Noch vor sechs Wochen hätte er sich neben Eric, seinen ehemaligen besten Freund, gesetzt doch dort saß nun Jennis, und würdigte ihn nicht eines Blickes. In der Schule angekommen ging er sofort in seinen Klassenraum und setzte sich, wie jedes Jahr, in die zweite Reihe ans Fenster.

Nach weiteren zehn Minuten, in denen er alte Freunde und Klassenkameraden begrüßte und immer mal wieder aus dem Fenster sah, begann der Unterricht. Am Anfang begrüßte Elias´ Klassenlehrer, Herr Hermswold, die Klasse wie jedes Jahr, doch dann kam ein Mädchen in die Klasse gerannt und bliebt so abrupt stehen, als hätte sie soeben ein Gespenst gesehen. Herr Hermswold sah das Mädchen und lächelte. „Leute, ab heute habt ihr eine neue Klassenkameradin!“, erklärte er fröhlich, an das Mädchen gewandt setzte er hinzu: „Alyssa, richtig?“ Sie nickte schüchtern. „Tja, also, neben Elias wäre noch ein Platz frei. Wie wäre du setzt dich dahin?“ Wieder nickte sie und ging zu ihrem neuen Platz. Als sie sich setzte hielt sie die Augen auf ihre Hände gerichtet. Elias wollte ihr die Aufnahme in die Klasse leichter gestalten und wollte ein Gespräch anfangen. „Hey, Alyssa, oder?“, fragte er deshalb. „Äh, ja, hi“, antwortete sie ohne aufzusehen. „Ich heiße Elias. Nett, dich kennenzulernen.“ Dieses Mal sah sie auf und er glaubte in ihren Augen lodernde Flammen zusehen. Er erschrak und Alyssa sah sofort wieder auf ihre Hände, als hätte sie einen Fehler gemacht.

Den Rest der Schultages sah sie ihn nicht mehr an, aber viele andere. Es wirkte auf ihn, als könnte nur er die Flammen sehen. Elias dachte schon, es sei Einbildung gewesen und wollte es genau wissen, also ging er an der Bushaltestelle auf sie zu und sprach sie erneut an. „Hi, Alyssa.“

Sie wirkte erschrocken und zuckte kurz zusammen. Dann fasste sie sich wieder und antwortete ihm ohne ihn anzusehen: „Hi.Was... ist?“ „Nichts weiter. Hey, ähm, ich dachte vorhin in der Ersten nur das du vielleicht Lust hättest schon mal jemanden zu kennen, ich wollte dich nicht bedrängen oder so.“ Bingo! Er hatte das erreicht was er wollte, sie sah ihn an, und er sah wieder die Flammen in ihren Augen. Als könnte sie es in seinem Gesicht lesen, wandte sie sich um, stieg in den Bus und fuhr davon.

Verdammt noch mal, es war keine Einbildung! In Alyssas Augen züngelten tatsächlich rot-orangen Flammen. Was ist nur mit diesem Mädchen los?, fragte er sich. Was immer es auch war, er würde der Sache auf den Grund gehen, komme was da wolle!

***

Am nächsten Tag nahm er sich vor, noch einmal mit Alyssa zu reden. Es ließ ihn einfach nicht los, dass er in ihren Augen diese Flammen sah.Er würde sie darauf ansprechen müssen. In der ersten Stunde hatten sie Sport mit Frau Prewiet. Da die Lehrerin offenbar einmal gute Laune hatte, was selten passierte, gingen sie nach der Erwärmung in die Schwimmhalle. Als Fr. Prewiet pfiff sprangen alle, mit Ausnahme von Alyssa, ins Wasser. „Na, was ist den mit dir? Bist am Beckenrand fest geankert, oder was?“, brüllte Fr. Prewiet Alyssa an. „Ich,äh...“, stammelte sie. „Ich... ich kann nicht schwimmen...“ „Ein 15-jähriges Mädchen kann nicht schwimmen? Das ich nicht lache!“, rief die Prewiet aus und fing an lauthals zu lachen. Alyssa wurde rot und sah zu Boden.

Als sie sich wieder beruhigt hatte und alle anderen, die ebenfalls angefangen hatten zu lachen, anschickte, sie sollen gefälligst die zehn Bahnen schwimmen, sagte sie zu Alyssa: „Tja,äh... Alyssa... Dann musst du wohl zusehen, bist du selbst schwimmen kannst.“ Diese nickte nur schüchtern und setzte sich auf eine der umstehenden Bänke.

Sie tat Elias leid, also setzte er sich, nachdem er seine Bahnen geschwommen hatte, zu ihr, worauf sie sofort den Kopf wegdrehte. „Hi“, sagte sie jedoch zu seiner Verwunderung. „Hallo.“ Er suchte nach den rechten Worten um die Flammen in ihren Augen zu erwähnen, als sie wieder zu sprechen begann: „Hör zu, wenn du gekommen bist um dich auch über mich lustig zu machen, dann kannst du gleich wieder gehen!“ Er sah sie verblüfft an. „Wow. Das war vermutlich das längste das du je zu mir gesagt hast“, sagte er mit spöttischem Unterton. Sie zuckte mit den Schultern. „Vermutlich.“

Er sah sie an und sagte: „ Also erstens, wollte ich mich nicht über dich lustig machen, ich wollte dich nur fragen, ob ich dir vielleicht helfen soll. Das mit dem Schwimmen meine ich.“ Sie sah ihn scheu an und er holte tief Luft um nicht zusammen zu zucken. Ungläubig fragte sie ihn: „Ist das dein Ernst? Du willst mir wirklich helfen?“ Die züngelnden Flammen in ihren schön hellgrünen Augen erstaunten ihn. Ihre langen Haare sahen aus, wie aus roter Seide gesponnen. Ihre Schönheit war atemberaubend. Er nickte. „Ja, das ist mein Ernst.“ Sie bemerkte, dass er ihr gebannt in die Augen sah, drehte den Kopf aber diesmal nicht weg. Es wäre sinnlos gewesen, er hatte die Flammen bereits gesehen. Sie sah in seinen Augen die Aufrichtigkeit seiner Worte, sie glaubte ihm.

***

Nachdem der Schultag überstanden war, sah Elias Alyssa wie sie auf die Bushaltestelle zuging, packte sie am Handgelenk und zog zur Schwimmhalle. Alyssa kreischte auf, doch als sie sah, dass es sich um Elias handelt hielt sie den Mund und ließ sich mitziehen. An dem Eingang der Schwimmhalle angekommen sagte Elias: „Jetzt geh dir dein Schwimmzeug an und dann legen wir los.“ Alyssa nickte und ging los in die Umkleide. Elias wartete solange bis sie wieder kam und dann gingen sie zum Schwimmbecken. Elias sprang ins Wasser und sah dann Alyssa auffordernd an. „Okay, also du gehst jetzt über die Leiter da ins Wasser“, sagte er zu ihr und zeigte dabei auf die Leiter. Als er ihren ängstlichen Blick bemerkte, fügte er hinzu: „Keine Angst, ich bin hier.“ Sie schien sich etwas zu beruhigen und stieg ins Wasser. Elias schwamm zu ihr hinüber und hielt sie fest, sodass sie vom Beckenrand abließ. „Pass auf, ich werde meinen Griff jetzt lockern, sodass ich dich zwar noch festhalten kann damit du nicht untergehst, du dich aber mit Schwimmbewegungen oben halten musst.“ Alyssa nickte und murmelte ein leises Okay. Als sie versuchte sich oben zuhalten benutzte sie perfekte, fließende Bewegungen.