FM4 Wortlaut 14. Haarig - Horst Bayer - E-Book

FM4 Wortlaut 14. Haarig E-Book

Horst Bayer

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Beschreibung

FM4 bot NachwuchsautorInnen und allen, die Lust am Geschichtenschreiben haben, die Chance, sich in kurzer Form literarisch über das Thema "haarig" auszulassen. Zehn der cirka 1.000 Beiträge wurden von einer hochkarätigen Jury gekürt und schafften es in die Anthologie Wortlaut 14. Die urteilenden Barbiere und Haarkünstlerinnen: Irene Diwiak (Gewinnerin Wortlaut 13), Jens Friebe (Musiker und Musikjournalist), Gerhard Haderer (Karikaturist und Zeichner), Eva Menasse (Schriftstellerin), David Wagner (Schriftsteller). Mit Texten von: Horst Bayer Stefan Dorfstetter Julia Hager Wilhelm Hengl Paul Klambauer Kurt Kreibich Romana Ledl Lukas Lengersdorff Sabine Schönfellner Christoph Strolz

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Seitenzahl: 123

Veröffentlichungsjahr: 2014

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°luftschacht

WORTLAUT 14. HAARIG

Der FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb. Die besten Texte.

Herausgegeben vonZita Bereuter & Claudia Czesch

© Luftschacht Verlag – Wien 2014

www.luftschacht.com

Einzelrechte © jeweils bei den AutorInnen

Herausgegeben von Zita Bereuter und Claudia Czesch

Coverillustration: Gerhard Haderer

Covergestaltung: Zita Bereuter und Jürgen Lagger

Satz: Klara Kostal

Die Wahl der angewendeten Rechtschreibung obliegt dem/der jeweiligen AutorIn. Layout- und Formatvorgaben der einzelnen Texte wurden in der Regel beibehalten.

ISBN: 978-3-902844-45-3

eISBN: 978-3-902844-79-8

Inhalt

Zita Bereuter, Claudia Czesch

Haare raufen

David Wagner

Haare streicheln

Christoph Strolz

Meine Schwester

Lukas Lengersdorff

Samson

Paul Klambauer

Homo Homini Zombie

Horst Bayer

Haarig

Stefan Dorfstetter

Secret Spots

Julia Hager

Lido Mödling oder Die Pechsträhne des großen Petrowitsch Murian

Wilhelm Hengl

Dein Nichts ohne Rufzeichen

Kurt Kreibich

Paul musste weg

Romana Ledl

Oma ist ein schweres Wort

Sabine Schönfellner

Wie die Hunde

Zita Bereuter, Claudia Czesch

Haare raufen

„Da! Der FM4-Wortlaut-Wettbewerb! (…) Heute ist Einreichschluss, für einen zart gesponnenen Zerbrechlichkeitstext vom Reißbrett reicht die Zeit nicht mehr. Jetzt heißt es Risiko fahren, und irgendetwas Grobes zusammenkloppen, das radikal aussieht“, wird der Jungautor in Homo Homini Zombie (Seite 43) nervös. „Mir bleiben noch fünf Stunden, um das auf zehn Seiten hochzuziehen. Wird knapp, kann klappen.“

Es war knapp, es hat geklappt.

Paul Klambauer wurde mit dieser Kurzgeschichte Dritter.

Wir haben sehr gelacht, trifft Paul Klambauer mit seiner Beschreibung der Jungautoren im Fitnesscenter und ihrer Alltags-Schreib- Probleme doch immer wieder herrlich die Realität*.

Nur so viel – die meisten Geschichten erreichen uns wenige Stunden vor Einsendeschluss, der heuer am 5.5. um 00:00 Uhr war. Die Siegergeschichte etwa hat Christoph Strolz am 5.5. um 21:22 Uhr abgeschickt. Sieben der hier vorliegenden Kurzgeschichten erreichten uns am 5.5.

An dieser Stelle herzlichen Dank allen Autorinnen und Autoren für ihre Einsendungen!

Wochenlang hat sich die Vorjury durch haarige Texte gelesen. Wieder und wieder wurden Kurzgeschichten weitergereicht, besprochen und noch mal gelesen. Nicht immer eine einfache Aufgabe – manchmal zum Haare raufen! Großen Dank daher auch an die redaktionelle Vorjury (die FM4-RedakteurInnen Jenny Blochberger, Anna Katharina Laggner, Conny Lee, Maria Motter, Christian Pausch, Martin Pieper, Simon Welebil, Irmgard Wutscher und Markus Zachbauer, sowie Jürgen Lagger vom Luftschacht Verlag und die beiden Herausgeberinnen).

Nach einer eintägigen Sitzung konnte sich die Vorjury auf zwanzig Kurzgeschichten einigen. Es lag dann an der Hauptjury, daraus die vorliegenden besten zehn auszuwählen. Irene Diwiak (Gewinnerin von Wortlaut 2013), Jens Friebe (Musiker und Musikjournalist), Gerhard Haderer (Karikaturist und Zeichner), Eva Menasse (Schriftstellerin) sowie David Wagner (Schriftsteller) waren sich bei manchen Texten schnell einig, bei anderen wurde länger diskutiert. Sprache, Stil und Form wurden analysiert. Schließlich gab es für die besten drei wie beim Wettlesen um den Bachmannpreis mehrere Wahldurchgänge. „Es war knapp, es hat geklappt.“

Der äußerst kompetenten, fairen und diskussionsfreudigen Jury sei aufrichtig gedankt!

Gewonnen hat schließlich der – nach Meinung der Jury – abstrakteste Text, der eine interessante Verpelzung der Welt zeige. Das Thema „haarig“ sei kongenial umgesetzt: in dieser literarischen Verzauberung auf kurzer Strecke, in der alles haarig wird.

„Und ja, meine Kaffeetasse fühlt sich tatsächlich pelzig an.“ – Der Zeichner Gerhard Haderer hat diesen Satz für das Cover illustriert. Darüber haben wir uns sehr gefreut! Tausend Dank!

Besonders angetan war die Jury auch vom Beginn der Coming-Of- Age-Geschichte, die es auf den zweiten Platz geschafft hat: „Wir alle dachten damals, dass Paul das schönste Mädchen war, das wir jemals gesehen hatten.“

Daneben spannt sich der Bogen von einigen Großmüttern (eine hat Haare wie Lady Gaga, eine eher Haare auf den Zähnen und wieder eine andere radelt im Sommer an den Lido von Mödling) bis hin zu Tieren – einem kastrierten Kater und einigen toten Tieren in einer Wohnanlage. Auffällig viele Tote gibt es auch im Umfeld eines Friseurs und schließlich werden noch geheime Spots für Freerider verraten. Oder auch nicht.

Gratulation jedenfalls allen in diesem Buch versammelten Autorinnen und Autoren!

Besonderer Dank noch an David Wagner für das Vorwort!

Genug erzählt – viel Vergnügen beim Lesen!

Zita Bereuter und Claudia Czesch

(Herausgeberinnen)

* Anmerkung: Übrigens das erste Mal in der Wortlautgeschichte, dass ein Text, in dem „FM4“ genannt wird, die anbiederungsresistente Jury passiert hat.

Haare streicheln

Wie liegen die Haare? Müsste ich nicht mal wieder zum Friseur? Wieso steht diese Strähne so störrisch ab?

Mit Haaren haben wir alle fast jeden Tag zu tun. Zumindest, solange wir welche haben. Haare müssen gewaschen, gekämmt oder gebürstet werden. Sie wollen gepflegt und vielleicht zu Zöpfen geflochten werden. Und sie sollten eigentlich immer gestreichelt werden.

„Haarig“, so lautete das Thema beim diesjährigen FM4-Kurzgeschichtenwettbewerb – und dementsprechend ging es in den eingereichten Erzählungen um Friseure, Haarschnitte und Locken. Es ging aber auch um Bedenkliches, Besorgniserregendes, Gefährliches und Heikles, denn eine haarige Angelegenheit kann ja auch eine nicht leicht zu lösende sein.

Die Jury las und die Jury diskutierte. Sie freute sich und sie ärgerte sich über Texte. Über die, die in diesem Buch enthalten sind, freute sie sich auf jeden Fall, weil doch jede dieser Geschichten ihre eigene Antwort auf die Frage findet, was eine haarige Angelegenheit sein könnte.

Die Jury bestand aus Irene Diwiak (die den Wettbewerb im Vorjahr gewonnen hat), Jens Friebe, Gerhard Haderer, Eva Menasse und meiner Wenigkeit. Und ich darf sagen: Es hat uns großen Spaß gemacht. Es war kitzlig, knifflig, kompliziert und nicht einfach zu lösen, wir waren kritisch, manches war uns nicht geheuer, anderes war heikel, es war problematisch, aber nicht wirklich schwierig, vielleicht ein wenig diffizil, kurz vor Schluss verzwickt, am Ende aber konnten wir uns auf drei Preisträgertexte einigen – und ich in diesem Satz fast alle Synonyme des Wortes haarig, die der Duden vorschlägt, unterbringen.

Schreiben ist ja eigentlich leicht – Autoren müssen bloß passende Wörter wählen und aneinanderfügen. Und damit unter Umständen (aber nicht unbedingt) etwas erzählen. Oft aber liegt in einem so verfassten Text dann ein Satz nicht richtig, ein anderer steht vielleicht störrisch ab, vielleicht ist die Geschichte nicht richtig durchgekämmt, schief geschnitten oder ihre Stränge sind eventuell nicht richtig verflochten. Geschichten und Frisuren haben einiges gemeinsam – und es kommt wohl nicht von ungefähr, dass so viele Friseure gute Geschichtenerzähler sind: sie sind es gewohnt, mit haarigen Situationen zurechtzukommen.

Entschuldigen Sie, liebe Leser, ich wünsche frohe Lektüre – ich muss hier leider abbrechen, denn ich muss dringend zum Friseur …

David Wagner

(Schriftsteller)

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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