Förderung bei Hochbegabung - Eva Stumpf - E-Book

Förderung bei Hochbegabung E-Book

Eva Stumpf

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  • Herausgeber: Kohlhammer
  • Kategorie: Bildung
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2011
Beschreibung

Der Anspruch Hochbegabter auf Förderung ist heute unumstritten. Im ersten Teil des Buches werden die Grundlagen zum Thema Hochbegabung erörtert (z.B. aktuelle Hochbegabungsmodelle, diagnostische Möglichkeiten usw.). Anschließend wird der Zusammenhang von Begabung und Leistung aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt. Weiterhin wird die Frage, in welchen Entwicklungsbereichen sich hochbegabte Kinder und Jugendliche von durchschnittlich Begabten unterscheiden, auf Basis einschlägiger Befunde der Intelligenzforschung diskutiert. Im zweiten Teil werden - vornehmlich schulische - Begabtenfördermaßnahmen vorgestellt und anhand der verfügbaren Wirksamkeitsstudien reflektiert.

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Seitenzahl: 185

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Der Anspruch Hochbegabter auf Förderung ist heute unumstritten. Im ersten Teil des Buches werden die Grundlagen zum Thema Hochbegabung erörtert (z.B. aktuelle Hochbegabungsmodelle, diagnostische Möglichkeiten usw.). Anschließend wird der Zusammenhang von Begabung und Leistung aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt. Weiterhin wird die Frage, in welchen Entwicklungsbereichen sich hochbegabte Kinder und Jugendliche von durchschnittlich Begabten unterscheiden, auf Basis einschlägiger Befunde der Intelligenzforschung diskutiert. Im zweiten Teil werden - vornehmlich schulische - Begabtenfördermaßnahmen vorgestellt und anhand der verfügbaren Wirksamkeitsstudien reflektiert.

PD Dr. Eva Stumpf ist stellvertretende Direktorin der Begabungspsychologischen Beratungsstelle der Universität Würzburg.

Fördern lernen – Intervention Herausgegeben von Stephan Ellinger

Band 9

Eva Stumpf

Förderung bei Hochbegabung

Verlag W. Kohlhammer

Alle Rechte vorbehalten © 2012 W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Umschlag: Gestaltungskonzept Peter Horlacher Umschlagmotiv: © Jose Manuel Gelpi – Fotolia.com Gesamtherstellung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart

ISBN 978-3-17-021562-7

E-Book-Formate

pdf:

epub:

978-3-17-027850-9

mobi:

978-3-17-027851-6

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definitionen und Modelle der Hochbegabung

1.1 Begriffsklärungen

1.2 Modelle der Hochbegabung

2 Diagnostik von Hochbegabung

2.1 Einzelfalldiagnostik

2.2 Auswahlverfahren für Förderprogramme

2.3 Diagnostische Verfahren

3 Entwicklung von Hochbegabung

3.1 Entwicklung von Intelligenzunterschieden: Anlage- oder umweltbedingt?

3.2 Universelle Intelligenzentwicklung: Flynn-Effekt

3.3 Stabilität von Hochbegabung: Differenzielle Perspektive

3.4 Intelligenzförderung

4 Entwicklungsbesonderheiten Hochbegabter

4.1 Kognitive Entwicklung

4.2 Nichtkognitive Entwicklungsbesonderheiten

4.3 Etikettierung

4.4 Frühe Indikatoren einer Hochbegabung

5 Intelligenz und Leistung

5.1 Erkenntnisse aus der Intelligenzforschung

5.2 Erkenntnisse aus der Expertiseforschung

5.3 Das Schwellenwertmodell zur Erklärung von Leistungsunterschieden

5.4 Underachiever und Hochleister

6 Begabtenförderung im Überblick

6.1 Vorbemerkungen zur Begabtenförderung

6.2 Akzelerationsmaßnahmen

6.3 Enrichmentmaßnahmen

6.4 Vorübergehend separierende Fördermodelle

6.5 Separierende Beschulung

6.6 Unterrichtsgestaltung und Individualisierung

7 Relevante Forschungsbefunde zu Begabtenfördermaßnahmen

7.1 Vorbemerkungen zu methodischen Anforderungen

7.2 Befunde zu Akzelerationsmaßnahmen

7.3 Befunde zu Enrichmentmaßnahmen

7.4 Befunde zu vorübergehend separierenden Maßnahmen

7.5 Befunde zu separierender Beschulung

7.6 Befunde zur Unterrichtsgestaltung

8 Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Begabtenförderung

Literatur

Anhang

Statistische und methodische Begriffe

Weiterführende Verweise

Vorwort des Reihenherausgebers

Die Reihe Fördern lernen umfasst drei klare thematische Schwerpunkte. Es sollen erstens die wichtigsten Förderkonzepte und Fördermaßnahmen bei den am häufigsten vorkommenden Lern- und Verhaltensstörungen dargestellt werden. Zweitens gilt es, die wesentlichen Grundlagen pädagogischer Beratungsarbeit und die wichtigsten Beratungskonzepte zu diskutieren, und drittens sollen zentrale Handlungsfelder pädagogischer Prävention übersichtlich vermittelt werden. Dabei sind die Bücher dieser Reihe in erster Linie gut lesbar und unmittelbar in der Praxis einzusetzen.

Im Schwerpunkt Intervention informiert jeder einzelne Band (1–9) in seinem ersten Teil über den aktuellen Stand der Forschung und entfaltet theoriegeleitet Überlegungen zu Interventionen und Präventionen. Im zweiten Teil eines Bandes werden dann konkrete Maßnahmen und erprobte Förderprogramme vorgestellt und diskutiert. Grundlage für diese Empfehlungen sollen zum einen belastbare empirische Ergebnisse und zum anderen praktische Handlungsanweisungen für konkrete Bezüge (z. B. Unterricht, Freizeitbetreuung, Förderkurse) sein. Schwerpunkt des zweiten Teils sind also die Umsetzungsformen und Umsetzungsmöglichkeiten im jeweiligen pädagogischen Handlungsfeld.

Die Bände im Schwerpunkt Beratung (10–15) beinhalten im ersten Teil eine Darstellung des Beratungskonzeptes in klaren Begrifflichkeiten hinsichtlich der Grundannahmen und der zugrundeliegenden Vorstellungen vom Wesen eines Problems, den Fähigkeiten des Menschen usw. Im zweiten Teil werden die Methoden des Beratungsansatzes anhand eines oder mehrerer fiktiver Beratungsanlässe dargestellt und erläutert, so dass Lehrkräfte und außerschulisch arbeitende Pädagogen konkrete Umsetzungen vornehmen können.

Die Einzelbände im Schwerpunkt Prävention (16–21) wenden sich allgemeinen Förderkonzepten und Präventionsmaßnahmen zu und erläutern praktische Handlungshilfen, um Lernstörungen, Verhaltensstörungen und prekäre Lebenslagen vorbeugend zu verhindern.

Die Zielgruppe der Reihe Fördern lernen bilden in erster Linie Lehrkräfte und außerschulisch arbeitende Pädagogen, die sich entweder auf die Arbeit mit betroffenen Kindern vorbereiten oder aber schnell und umfassend gezielte Informationen zur effektiven Förderung oder Beratung von Betroffenen suchen. Die Buchreihe eignet sich auch für die pädagogische Ausbildung und als Zugang für Eltern, die sich nicht auf populärwissenschaftliches Halbwissen verlassen wollen.

Die Autorinnen und Autoren wünschen allen Leserinnen und Lesern ganz praktische Aha-Erlebnisse!

Stephan Ellinger

Einzelwerke in der Reihe Fördern lernen

Intervention Band 1: Förderung bei sozialer Benachteiligung Band 2: Förderung bei Lese-Rechtschreibschwäche Band 3: Förderung bei Rechenschwäche Band 4: Förderung bei Gewalt und Aggressivität Band 5: Förderung bei Ängstlichkeit und Angststörungen Band 6: Förderung bei ADS/ADHS Band 7: Förderung bei Sucht und Abhängigkeiten Band 8: Förderung bei kulturellen Differenzen Band 9: Förderung bei HochbegabungBeratung Band 10: Pädagogische Beratung Band 11: Lösungsorientierte Beratung Band 12: Kontradiktische Beratung Band 13: Kooperative Beratung Band 14: Systemische Beratung Band 15: Personzentrierte BeratungPrävention Band 16: Berufliche Eingliederung Band 17: Förderung der Motivation bei Lernstörungen Band 18: Schulische Prävention im Bereich Lernen Band 19: Schulische Prävention im Bereich Verhalten Band 20: Resilienz Band 21: Hilfen zur Erziehung

Einleitung

Das Phänomen Hochbegabung faszinierte die Menschheit von jeher. Außerordentlich begabte Persönlichkeiten stehen weit über ihre Begabungsdomäne hinaus im Fokus der Aufmerksamkeit. Seit der Antike wurde vielfach ein Zusammenhang von Genialität und Wahnsinn postuliert, dessen Ausläufer sich bis heute in Form von relativ starren Vorurteilen über hochbegabte Personen auswirken. Von dieser Bipolarität scheint eine besondere Faszination auszugehen. In einer etwas abgeschwächten Variation werden den Genies nicht unbedingt psychiatrische Auffälligkeiten attestiert, die Fähigkeiten zur praktischen Alltagsgestaltung jedoch weitgehend abgesprochen. Nach Arthur Schopenhauer (1788–1860) galt: „Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar wie ein Sternteleskop im Theater.“

Wenngleich solche Überzeugungen für einzelne Persönlichkeiten mit außergewöhnlicher Begabung bestätigt werden konnten, sind sie keineswegs aussagekräftig für die gesamte Gruppe der Hochbegabten. Heutzutage stehen hochbegabte Kinder und Jugendliche vorwiegend aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit im Fokus wissenschaftlichen Interesses und das Phänomen Hochbegabung wird überwiegend im Leistungskontext thematisiert. Während im US-amerikanischen Sprachraum ein hoher Deckungsgrad der Konstrukte „Begabung“ und „Leistung“ beobachtet werden kann, herrscht in deutschsprachigen Ländern stärker die Differenzierung der beiden Kompetenzbereiche vor. Insofern gilt es hierzulande auch umso mehr, die Zusammenhänge zwischen Begabungen und erbrachten Leistungen zu untersuchen sowie Einflussfaktoren genauer zu bestimmen, die diese Zusammenhänge modifizieren.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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