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Ein Büchlein gezeichnet von einer Grundschullehrerin für Kolleginnen und Kollegen, die ihren Freundinnen und Freunden erklären wollen, was in der Grundschule abgeht. Sylvias Schulzeichnungen werden denjenigen gefallen, die selbst in der Schule arbeiten und mit den Kindern all das tun - erzählen, lesen, malen, zeichnen, schreiben, forschen, singen, spielen, streiten, rechnen - alles was Bildung vermittelt. Im Gegensatz zu populären Cartoons zum Thema Schule, die Lehrpersonal und Schüler*innen im Visier haben, um sich lustig zu machen, zeigen Sylvia Villwocks Zeichnungen Mitgefühl und Humor
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Seitenzahl: 26
Veröffentlichungsjahr: 2022
Vorwort
Elisabeth Ahrens, Zweites Vorwort
Einschulung
Im Sitzkreis
Der Alltag in Unterricht und Pause
Projekte
Kunst
Sprachförderunterricht
Management
Elternarbeit
Kolleg*innen
Außerunterrichtliche Zeiten
Nachwort
Über die Zeichnerin
Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß.
Wilhelm Busch
Schon in den 1980-er-Jahren konnte es man in der Fülle des Angebots schwer haben, einen Berufswunsch überhaupt zu ermitteln. Die Dame in der Berufsberatung riet mir damals zur Flugbegleiterin, ich wählte erst die Ernährungsberaterin, dann das Geschichts- und BWL-Studium, erwog das Verlagswesen und die Porzellanmalerei, irgendwann wollte ich Grafik studieren. Am Ende wurde ich Lehrerin für Kunst und Grundschule – und konnte alles miteinander vereinen.
2017 verschlug es mich aus wieder aufkeimender Lust ein zweites Mal in die Zeichengruppe „Fritz and Friends“, gegründet von Fritz Weigle alias F. W. Bernstein, einer bunten Gruppe zeichnender Persönlichkeiten aus vielen Professionen. Darunter auch einige Bekannte aus meiner Zeit an der HdK Berlin, wie die Professoren Fritz Weigle, Heinrich Dreidoppel und Jörg Funhoff.
Ich hatte zuvor begonnen, die kleinen typischen Szenen meines Grundschulalltags wie in einem Bilderbuch für Kinder aufzuzeichnen und tagebuch-artig aneinander zu reihen. Das bloße Niederschreiben des Kindermunds schien mir nicht genug. Dazu kamen die symbolischen Bilder, die vertrackte, stressige berufliche Situationen oder meine Konflikte damit darstellen. Mit Humor, aber auch mit einem kritischen Blick auf mein berufliches Umfeld kann ich wunderbar auf Distanz gehen. Ich mag es, das für mich Witzige einer Situation zu konservieren oder auch die Überforderung und meine inneren Konflikte zu verbildlichen und sie mit anderen zu teilen – ohne viele Worte.
Manchmal weiß ich schon Sekunden nach einer bestimmten Situation im Klassenraum oder auf dem Flur, dass sie Stoff für das Skizzenbuch ist und zeichne sie später als eine Art gezeichneten Schnappschuss auf. Es kann auch gut tun, den Berg aller Stressfaktoren zeichnerisch aufs Papier zu bringen, um den Situationen selbst wieder mit Abstand oder Humor zu begegnen und sie auf diese Weise auch zu reflektieren können. Wenn zum Beispiel deutlich wird, wie sich das Gebirge der Arbeitsbelastung im Reigen der Schuljahreszeiten stetig wiederholt oder wie bunt das Unterrichten und Erziehen von Grundschulkindern sein kann.
So entstand das gezeichnete Tagebuch der Frau Gärtner, die ihren Berliner Grundschulalltag zu bewältigen versucht. Vieles wird meinen Kolleg*innen sehr bekannt vorkommen.
Besonderer Dank gilt Heinrich Dreidoppel, der mir zu diesem Büchlein riet und mich bei der Zusammenstellung meiner Zeichnungen und dem Design des Ganzen unterstützt hat.
Sylvia Villwock, 21.10.2021
Von Elisabeth Ahrens
Frau Gärtner ist Grundschullehrerin. Sie liebt ihren Beruf, auch wenn sie manchmal an den Widrigkeiten des Schulalltags verzweifeln möchte. Und sie kann zeichnen! Das ist ein Glück, denn so macht sie sich mit spitzer Feder Luft und gewährt uns den Blick auf ihr tägliches Tun. Was andere Berufskolleg*innen in Glossen und satirischen Texten über das Lehrer*innen-Dasein mitteilen, zeigt Frau Gärtner in 88 feinen, aquarellierten Zeichnungen.
