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Ich bitte inständigst um Vergebung für den absolut unpassenden Titel des vorliegenden Werkes, aber leider war kein anderer mehr übrig (alles andere ist schon dagewesen) und ich muss sagen, dass ich ausgesprochen froh bin, diesen so gerade noch erwischt zu haben. Ab jetzt kann also kein weiteres Werk mehr herausgebracht werden - dieses Buch ist echt das Allerletzte ...
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Seitenzahl: 55
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Achtung!
Schon die Lektüre eines einzigen Buches kann schlechte Laune erheblich gefährden!
Vorwort
Ein missglücktes Märchen
Der Bankraub
Schulp
Rezl-Spezl fragt (1)
Brief aus Washington
Forsicht, Vake! (1)
Dumm gelaufen…
Rezl-Spezl fragt (2)
Der kleine Bischof
Ein nützliches Rezept
Rezl-Spezl fragt (3)
Die Bewerbung
Rezl-Spezl fragt (4)
Der Zahn
Rezl-Spezl fragt (5)
Mein schönstes Ferienerlebnis
Rezl-Spezl fragt (6)
Der Einfluss der Zeit auf das Alter
Lästerlyrik
Rezl-Spezl fragt (7)
Ein Urlaubsbrief
Rezl-Spezl fragt (8)
Der große psychopathische Persönlichkeitstest
Rezl-Spezl fragt (9)
Dem Nachwuchs eine Chance!
Rezl-Spezl fragt (10)
Ein haariges Problem
Timo der Träumer
Forsicht, Vake! (2)
Rezl-Spezl fragt (11)
Hans im Glück? Fast...
Rezl-Spezl fragt (12)
Hinten a
Profiling
Rezl-Spezls Auflösungen
Glossar
Nachwort
Danksagung
Bibliographie
Liebe Leseperson (auf heftigstes Anraten einer nicht genannt werden wollenden Mitgliedin der niederfedderwarderkoogischen Akademie für politische Überkorrektheit absolut alternativlos heranzuziehende Anrede), hiermit bitte ich inständigst um Vergebung für den aus meiner Sicht absolut unpassenden Titel des vorliegendes Werkes, aber leider war kein anderer mehr übrig (alles andere ist schon dagewesen…), und ich muss sagen, dass ich ausgesprochen froh bin, diesen noch erwischt zu haben. Ab jetzt kann also kein weiteres Werk mehr herausgebracht werden – dieses Buch ist echt das Allerletzte…
Ansonsten gibt es für das Ganze weder die große Klammer, die man hier sowohl tiefsinnig als auch -schürfend pointiert darlegen könnte noch gibt es irgendeine Spur von Sinnhaftigkeit – von einer gewissen Unsinnhaftigkeit einmal abgesehen; insofern hat ein Vorwort hier aber auch nicht die mindeste Daseinsberechtigung, und deshalb brechen wir jenes an dieser Stelle hiermit konsequenterweise auch umgehendst ab.
Ich danke für Ihr Verständnis.
Ihr Autor
"Gute Nacht, Alexa!" – "Gute Nacht, Steffen!" Steffen zog den Vorhang vor Alexas Fenster zu und begab sich wie jedesmal unter Hochspannung zur Tür.
"Erzählst du mir noch ein Märchen?" Zack! Und da war es wieder, das Grauen…
Steffen war im Grunde gerne Babysitter, wobei er im Prinzip ältere "Babys" vorzog, so wie Alexa, ein aufgewecktes Mädchen von neun Jahren – für seinen Geschmack aber etwas zu aufgeweckt…
"Habe ich dir nicht gerade gestern ein Märchen erzählt?" unternahm Steffen einen ziemlich lahmen Versuch, der Heimsuchung zu entgehen. "Ja, aber das war doof." Eine Antwort in der Art hatte Steffen erwartet.
"Dann lass uns doch heute endlich mal ein Märchen aus einem deiner schönen Märchenbücher lesen; dafür sind die doch schließlich mal geschrieben worden." Steffen gab noch nicht auf. "Aber die sind langweilig!" Alexa ließ erwartungsgemäß nicht locker. "Das macht doch viel mehr Spaß, wenn man sich Märchen ausdenkt". Eine gewagte These, dachte Steffen und startete einen letzten Versuch, wohl wissend, dass er am Ende den Kürzeren ziehen würde: "Ja, dann denk' du dir doch ein Märchen aus und erzähl' es mir!" "Nee, wer wird denn hier für den Abend bezahlt, du oder ich?" Jou, alles klar, er hatte natürlich wieder die Arschkarte.
Na gut, Alexa hatte ja irgendwie Recht, das kleine Biest. Außerdem war er Germanistik-Student im dritten Semester und würde jetzt – verdammt nochmal! – ein ausgesprochen schönes, sinnvolles und stimmiges Märchen improvisieren! "Na schön, dann hör' zu!" Steffen zog sich Alexas Schaukelpferd heran und setzte sich drauf. "Nicht da drauf setzen – Lucy will auch zuhören!" Ging das schon wieder los…
"Ok, ok, dann setz' ich mich auf das Kissen hier; das wird ja wohl nicht zuhören wollen." Ha! Punkt ging an ihn.
"Also dann", Steffen baute alles an Konzentration auf, was ihm momentan so zur Verfügung stand. "Es war einmal ein König…" – "Was für ein König? So ein bescheuerter wie in Amerika?" Steffen überlegte: War es eigentlich strafbar, wenn man als Babysitter einfach aufstand und nach Hause ging? Nein, sagte er sich, ich gebe nicht auf! Noch nicht…
"Äh, also erstens ist das in Amerika kein König, sondern ein Präsident und zweitens war es ein guter König, von dem ich erzähle – so wie der in Spanien, der neulich die Krone an seinen Sohn weitergegeben hat." Steffen hoffte inständig, dass er damit durchkam, es kam aber natürlich anders. "Also, was ich so von diesem Juan Carlos, den du meinst, gehört habe, klingt aber nicht so nach guter König; ich sage nur: Elefant" – "Ja-ja, ich weiß", wandte Steffen ein, "aber er…" – "Und frag' mal seine Frau", fuhr Alexa fort, "die kann dir auch schöne Sachen erzählen." – "Jaaaa, ist ja gut!!"
Steffen begann, sich sehr einsam zu fühlen. Sollte er sich wirklich weiter abmühen? Er war so chancenlos… Nein! Aufgeben war keine Option!
"Also, Schätzchen, jetzt hör' mal gut zu: Er war einfach ein guter König und fertig!" – "Wie hieß er denn?" – "Das ist egal, wir nennen ihn einfach nur König!" Steffen fing an, ein wenig mit dem kleinen Finger seiner linken Hand zu vibrieren – kein gutes Zeichen… "Jeder König hat einen Namen", schickte Alexa hinterher, "wir nennen ihn einfach Karl-Heinz." – "Nein, wir nennen ihn nicht Karl-Heinz, ich jedenfalls nicht. Karl-Heinz ist kein Königsname – nie gewesen! Karl-Heinz ist ein saublöder Name; niemand möchte so heißen!" – "Mein Papa heißt Karl-Heinz."
Au weia.
Steffen wurde bewusst, dass er sich immer weiter ins Abseits manövrierte. Da half nur noch die Flucht nach vorne: "Und der König hatte eine wunderschöne Tochter." – "Was genau verstehst du denn unter 'wunderschön'"?, hakte Alexa sofort ein, "wahrscheinlich lange Haare und so große Kuhaugen, stimmt's?" – "Tja… jou, also lange Haare, genau, und dann…" Steffen kam nicht weit. "So ein Quatsch! Ich finde meinen Kurzhaarschnitt viel schöner als so einen blöden Vorhang am Kopf, du etwa nicht?" Steffen wusste, dass er jetzt seeehr vorsichtig sein musste, aber mehr als ein lahmes "Doch, doch, deine Haare finde ich auch sehr schön – beziehungsweise finde ich schön… finde ich am Schönsten… äh, ja" kam ihm dann doch nicht über die Lippen.
Alexa fasste zusammen: "Also, es war einmal ein ziemlich zweifelhafter König, der eine Tochter mit doofen langen Haaren hatte." Und fügte hinzu: "Kommt da noch was?" – "Ja, da kommt noch was! Vielleicht hört das Frollein mit den schönen kurzen Haaren jetzt zur Abwechslung auch mal ein Weilchen zu, ohne dauernd dazwischenzuquatschen?!" – Steffen begann allmählich, innerlich zu kochen. Wieder kam ihm der Gedanke an Abbruch dieses elenden Schmierentheaters, doch Alexa kam ihm zuvor: "Ok, ist ja alles gut, Babysitter. Dann erzähl' mal weiter. Wahrscheinlich kommt jetzt irgendwas mit einem Prinzen; hab' ich Recht?"
