Freies Geistesleben und Wissenschaftstheorie(n) - Michael Heinen-Anders - E-Book

Freies Geistesleben und Wissenschaftstheorie(n) E-Book

Michael Heinen-Anders

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Beschreibung

Benötigt das Freie Geistesleben (Wissenschaft, Erziehung, Kultur) eine einzige wissenschaftliche Methode? Und wenn ja, welche?

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Seitenzahl: 16

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Inhaltsverzeichnis

Die Ideen der französischen Revolution

Die Methode Goethes als Wegweiser

Freies Geistesleben und Wissenschaftstheorie(n)

Literatur

Autobiographische Notiz

Die Ideen der französischen Revolution

Bereits in der Devise der französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit klingt an, was als Unbewusstes in den Ideen der sozialen Bewegung lebt: die Dreigliederung des sozialen Organismus. Spätestens seit den 1919 zuerst veröffentlichten Untersuchungen Rudolf Steiners1 kann die soziale Dreigliederung als bewusste Erkenntnispraxis gelten.

In dieser sind die Freiheit als Ziel des Geisteslebens, die Gleichheit als Ziel des politischen Rechtslebens und die Brüderlichkeit als Ziel des Wirtschaftslebens als Gestaltungsprinzipien durchgeführt und damit überhaupt auf eine konkrete Grundlage gestellt worden, nämlich: Selbstverwaltung für das Geistesleben, Demokratie für das politische Rechtsleben und Assoziations-Sozialismus für das Wirtschaftsleben.

1 Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der sozialen Frage, Edition Rudolf Steiner, Dornach 1996

Die Methode Goethes als Wegweiser

Dies bedeutet nicht, der Wirklichkeit eine ausgedachte Utopie überzustülpen, sondern heißt Wesenserkenntnis ohnehin schon vorhandener Wirkungsweisen nach dem Gesetz von Polarität und Steigerung, das Goethe als maßgeblich für die Morphologie2 erkannte: „...wir machen...auf eine höhere Maxime des Organismus aufmerksam, die wir folgendermaßen aussprechen. Jedes Lebendige ist kein Einzelnes, sondern eine Mehrheit,....Je unvollkommender das Geschöpf ist, desto mehr sind diese Teile einander gleich oder ähnlich und desto mehr gleichen sie dem Ganzen. Je vollkommener das Geschöpf wird, desto unähnlicher werden die Teile einander ....

Die Subordination der Teile deutet auf ein vollkommenes Geschöpf.“3

Steiner bezieht diese Vorstellung unmittelbar auf den sozialen Organismus, indem er sagt: „Die Auseinanderspaltung ist eigentlich immer da; es handelt sich nur darum, dass man findet wie die drei Glieder zusammen gebracht werden können, so dass sie nun tatsächlich im sozialen Organismus mit einer solchen inneren Vernunft wirken, wie, sagen wir, das Nerven-Sinnes-System, das Herz-Lungen-System und das Stoffwechselsystem im menschlichen Organismus wirken“.4