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Während des Dritten Skorpkrieges wurden die Planeten Virgom und Turon zerstört. Eine kleine Flotte mit überlebenden Menschen, Elfen und Aroschin erreicht ein ihr unbekanntes Sonnensystem. Es wird ein Spähtrupp vorausgeschickt, der nach einem geeigneten Landeplatz suchen soll. Doch die Suche gestaltet sich nicht ohne Verluste, der Kapitän fühlt sich mit seiner bunt gemischten Mannschaft überfordert, und bald müssen die Völker der Flotte erkennen, dass der Dritte Skorpkrieg noch gar nicht beendet ist... FREMDE WELTEN ist der erste Band der Reihe PROJEKT CANIRON. Hier unternehmen nicht die handelnden Charaktere eine Zeitreise, sondern die Leser.
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Veröffentlichungsjahr: 2016
Inhaltsverzeichnis
Über das Buch
Wichtige Personen
Worterläuterungen
Der Oberst
Dienstgrade und andere Kennzeichen
1 - Zu fremden Welten
2 - Kontakt!
3 - Straßenkampf
4 - Schiffbruch
5 - Im Land der Spitzbauten
6 - Wunden lecken
7 - Spurensuche
8 - Im Lande der Sebnanen
9 - Das Dorf im Wald
10 - Tod nur und Feinde ringsum
11 - Caniron
12 - Anbeginn
Bereits erschienen
Der Autor wurde 1966 in Berlin geboren und studierte in aller Ruhe Alte Geschichte an der dortigen Technischen Universität, bis das Fach dort irrig mit vielen anderen abgeschafft wurde.
Fremde Welten ist der erste Band der Reihe Projekt Caniron. Die Urfassung entstand in den Jahren 1984-1987.
Impressum
Zweite, überarbeitete Auflage
© 1992- Oliver H. Herde, Berlin
http://ohher.de/PC.htm
Alle Rechte vorbehalten.
Titelbild: Gabriele Stippa
Illustrationen: Oliver H. Herde
Die OBERST-Mannschaft
Kapitän Arrog Feink
Professor Dano Tork
Hauptmann Lobo Lan
Hauptmann Rex Abadon
Magister Ron Abadon
Dienstoffizier Ted Aragorn
Dienstoffizier Nig Shayenne
Sigma von Turon
Colossus von Virgom
Roy-8
Weitere wichtige Personen
(in der Reihenfolge des Auftretens)
Admiral Caniron Odyn
Professor Ron Prolax
Brunabora Jandart
Rim Eldaro
‚Der Alte’
Lagerhauswächter Argus Zandon
Soldat Girandur Baal
Bote Firan Pendaric
Arnwina, Tochter Arnwins, Sohn Arnberts
Albenuria:Heimatkontinent der Elfen auf dem Planeten Turon
Algoria:Heimatkontinent der Algorianer auf dem Planeten Virgom
Algorianer:seltener auch: Algorier; blauhäutiger Mensch vom Planeten Virgom
Aroschin:adlerähnliche Wesen mit humanoidem Körperbau und Rückenflügeln; die Größe eines ausgewachsenen A. liegt zwischen 1,1 und 1,4 Meter
Elf:anscheinend naher Verwandter des Menschen, nur größer und schlanker; spitze Ohren; bräunliche Pigmentierungen auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule und den Schulterblättern, die durch Licht oder Wärme verstärkt werden; Geruchssinn und Gehör nehmen bei der Wahrnehmung des Elfen einen ähnlich hohen Rang ein, wie der Gesichtssinn
Ferranga:Heimatkontinent der Ferranganer auf dem Planeten Virgom
Ferranganer:dunkelhäutiger Mensch vom Planeten Virgom
Ganglion:knotenförmige Ansammlung von Nervenzellen
Hominide:Angehöriger der Menschen, der Elfen oder derer nächsten frühzeitlichen Verwandten (z.B. Cro-Magnon, Neandertaler)
humanoid:menschenähnlicher Körperbau
Ortanac:Heimatkontinent der Ortanaci auf dem Planeten Virgom
Ortanaci:hellhäutiger Mensch vom Planeten Virgom
Thorax:Brustsegment der Gliederfüßler
Turon:zerstörter Heimatplanet der Elfen und Aroschin
Venuria:Heimatplanet der Venurier
Venurier:humanoides Planzenwesen; Verständigung durch Telepathie; hochentwickelter Tastsinn
Virgom:zerstörter Heimatplanet der Menschen
Walhalla:Kommandoschiff der Flotte
Wakoria:Heimatkontinent der Aroschin auf dem Planeten Turon
1 Pilotenkanzel
2 Roboterraum
3 Fahrzeugraum III (10 Wüstenroller + 8 Motorschlitten)
4 Schleuse
5-10 Schlafräume:
5 Kapitän Arrog Feink
6 Rex und Ron Abadon
7 Lobo Lan
8 Professor Dano Tork
9 Nig Shayenne
10 Ted Aragorn
11 Fahrzeugraum I (Motorboot + 5 Motorwasserschi)
12 Fahrzeugraum IV (Hüpfer)
13 Fahrzeugraum V (Hüpfer)
14 Krankenraum
15 Labor
16 Werkstatt
17 Küche
18 Aufenthaltsraum / Konferenzzimmer
19 Fahrzeugraum II (Panzer)
20 hinterer Maschinenraum
21 Kuppel / Beobachtungsraum
Mit Unterlichtgeschwindigkeit zog die Kolonne von etwa fünfzig Raumschiffen auf das Zentrum eines ihr unbekannten Sonnensystems zu. Sternenstaub bedeckte die teilweise leicht beschädigten Schiffe, die einen Mantel um den größten Flugkörper, das Kommandoschiff WALHALLA, bildeten.
Irgendwo in dessen Innerem wartete Admiral Caniron Odyn - der vom Militärrat der Zwei Planeten gewählte Anführer der kleinen Flotte - auf einen seiner fähigsten Kundschafter.
Caniron war ein ungewöhnlich großer, grünhäutiger Mann mit schwarzgrünen Haaren, die an den Schläfen ob seines Alters allerdings bereits vor Jahrhunderten schwefelgelb geworden waren. Ein rundes dunkles Pflaster verdeckte sein rechtes Auge. Mit dem linken aber starrte er gedankenverloren aus dem Fenster seines Zimmers ins All hinaus.
Die Sorge des Hünen galt seiner Aufgabe, all den Wesen in den Raumtransportern da draußen ein neues Zuhause, einen neuen Heimatplaneten zu suchen. Hätte man doch nur schon früher auf ihn gehört! Wie viele Leben mehr hätten gerettet werden können!
Ein jähes Computersignal riss ihn aus seinen Träumen und Hoffnungen, und so hastete er gespannt und erwartungsvoll zu dem Bildschirm auf dem metallenen Schreibtisch.
Für einen Moment hielt Caniron in seiner Bewegung inne, als sein Blick auf das vollkommen schwarze Stoffwappen fiel, das fast eine gesamte Wand des kleinen Gemaches bedeckte. Seine absolute Schwärze symbolisierte die gegenwärtige Heimatlosigkeit der Flotte.
Auf einen Knopfdruck Canirons hin erhellte sich der Monitor, und das Antlitz eines alten Mannes mit hellblauer Haut, buschigen weißen Augenbrauen und strahlend weißem Haar erschien. Caniron begrüßte ihn erwartungsvoll mit einer Frage: »Wie sieht es aus, Professor?«
»Wir konnten bisher sieben Planeten ausmachen. Die vier bereits bekannten Gasriesen sind die äußeren.«
»Irgendwelche Lebenszeichen?« erkundigte Caniron sich ernst.
Der wohlbeleibte Wissenschaftler auf dem Schirm schüttelte verneinend den Kopf. »Bis jetzt noch keine.«
»Danke, Ron. Ich komme nachher mal vorbei.« Caniron zog den Finger nachdenklich zurück, woraufhin das Bild des Professors verschwand.
Indessen landete eine kleine Raumfähre in einem der beiden großen Hangars der WALHALLA. Die Besatzung bestand aus dem Piloten und einem einzigen Passagier, dem knapp einen Meter achtzig großen, brünetten Kapitän Arrog Feink, einem erfahrenen Kundschafter und Abenteurer.
Schlaff kratzte er sich am unrasierten Kinn und der gewundenen Narbe unterhalb seines Mundes, während sein müder Blick durch die mit Kurzstrecken-Raumschiffen angefüllte Halle wanderte, wobei er erst das rechte und danach das linke Auge zukniff. Seit Wochen hatte er nicht mehr ruhig geschlafen. Frische Luft war es, wonach er sich sehnte.
Er näherte sich den am Rande des Hangars gelegenen Schienen, wo er in einen fahrbaren Untersatz einstieg, der für einen Fahrer und dahinter sechs Passagiere in Zweierreihe Platz bot.
Im Wagen saßen noch zwei andere Wesen: Zum einen ein hellblonder Mann mit spitzen Ohren, kurzem Vollbart und einer getönten Brille. Ein graues Stirnband hielt seine schulterlangen Haare davon ab, ihm die Sicht zu nehmen. Er war mit einem sogenannten Hrodnander bekleidet, einer Art sehr kurzem Umhang mit Rollkragen und zwei Stoffstreifen, die wie Ärmel von den Schultern herabhingen. Bei seinem Volk galt dieses Kleidungsstück als hohe Auszeichnung eines Kämpfers, als Preis für besondere Taten.
Das andere war ein kaum eineinhalb Meter großes geflügeltes Geschöpf, eingehüllt in eine hellbraune Kutte, deren Kapuze es tief ins Gesicht gezogen hatte. Dennoch ragte der gelbe Schnabel eines Vogels daraus hervor.
Nach kurzer Fahrt bestieg Arrog Feink einen Aufzug und gelangte so in jene Etage, in der die Büros der obersten Befehlshaber der Flotte lagen. Nachdem er einen der Knöpfe neben den Stahltüren gedrückt hatte, verschwand diese seitwärts in der Wand.
Er trat ein und begrüßte seinen Freund Caniron Odyn, soweit jemand diesen genügend kennen mochte, ihn so zu nennen. Jener wandte sich nun zu ihm: »Wir sind soeben in ein Sonnensystem eingetreten, in dem es möglicherweise bewohnbare Planeten gibt. Wie du weißt, hat sich die Forschung auf Virgom allzu sehr dem Turon gewidmet und außersystemische Planeten ziemlich vernachlässigt, was sich nun rächt. Wir wissen daher noch vergleichsweise wenig. Deine Aufgabe wird die Erkundung der bisher gesichteten Himmelskörper sein, wobei dich neun von mir ausgewählte Intelligenzen unterstützen werden.«
»Es geht gleich los?« wollte Arrog wissen. Er fühlte sich ein wenig überrumpelt. Dass der Admiral die Formulierung ›Lebewesen‹ absichtlich vermieden hatte, fiel ihm nicht auf. Caniron nickte auf seine Frage hin, ging zur Tür und winkte Arrog, ihm zu folgen.
Ihr Weg führte sie durch einen langen Gang, in dem geschäftig Leute umherliefen. Seit man den Flug vor vier Monaten antreten musste, hatte es nicht soviel Leben an Bord gegeben. Offensichtlich sorgte die Nachricht von dem erreichten Sonnensystem für freudige Erregung.
Caniron und Arrog betraten einen Aufzug, der sie emporbeförderte.
So gelangten sie kurz darauf in das Observatorium des Kommandoschiffes. Eine riesige Glaskuppel schützte die Insassen vor dem lebensfeindlichen Weltall. Ein freier Blick auf Myriaden von Sternen und einige Raumschiffe der Flotte bot sich ihnen. Da die Halle nur durch einige Kontrolllämpchen und Bildschirme erhellt wurde, benötigte man stellenweise eine Taschenlampe, um ungehindert hindurch zu gelangen.
Zielsicher marschierte Caniron an zahlreichen Teleskopen, Monitoren und scheinbar wirr auf dem Boden verlaufenden Kabeln vorbei, direkt auf den beleibten algorianischen Professor zu, der gerade mit zwei Kollegen über ein Computerbild diskutierte.
Arrog indes, der diesen Saal zum ersten Mal zu Gesicht bekam, torkelte nur beeindruckt durch die Gegend und riss dabei fast einen Funkpeilsender um, als er sich mit seinen Füßen in ein Kabel verhedderte. Seine Freiheit wiedergewonnen, schloss sich Arrog - etwas verlegen wegen seines peinlichen Auftritts - der Gruppe um den Admiral an.
Dieser stellte den Kapitän und die Wissenschaftler einander vor: »Meine Herren, dies ist Kapitän Arrog Feink, der Leiter des Spähtrupps. Arrog... Professor Ron Prolax, Professor Dano Tork, Doktor Set Siggmau.« Anschließend erkundigte sich Admiral Odyn nach Neuigkeiten.
Doktor Siggmau wies auf den Bildschirm, wo ein grüner Pfeil auf einen winzigen Punkt aufmerksam machte. »Das ist der achte Planet, den wir bisher gefunden haben. Er ist zwar aus festem Stoff, aber viel zu klein und viel zu weit von der Sonne entfernt, als dass er für eine Besiedlung in Frage käme. Man muss ihn sogar den Zwergplaneten zuordnen.
Wir befinden uns momentan circa 795 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Die drei anderen der kleinen vier Planeten sind der Sonne näher, die großen aus Gas weiter entfernt als wir. Ich schlage vor, wir stationieren unsere Schiffe hier, im Orbit des größten und Innersten der Gasriesen, bis wir wissen, ob wir uns irgendwo niederlassen können.«
Caniron stimmte zu, schon allein, weil der Planet eine gute Deckung darstellte, und ließ Professor Prolax den Piloten der Flotte über Funk Bescheid geben. Dann wandte er sich an Arrog: »Professor Tork wird zu deiner Besatzung gehören.« Damit betrachtete Caniron das Gespräch als beendet und bewegte sich eilig zum Ausgang, wohl um die anderen acht Besatzungsmitglieder abzuholen, von denen er vorhin gesprochen hatte.
Arrog fühlte sich nicht recht wohl bei der Einsilbigkeit des Admirals. Hilflos blickte er Professor Tork an, einen ältlichen Algorianer mit türkisen Haaren, der ihn freundlich aus seinem blassblauen Gesicht anlächelte und einlud: »Kommen Sie, Kapitän!« Gemeinsam folgten sie dem Admiral ins Innere des Schiffes.
Einige Gänge weiter betätigte Caniron Odyn eine Bürotür. Vor ihnen tat sich eine dunkle kleine Kammer auf. An einem Arbeitstisch saß, fast bewegungslos hinter Videobändern, losen Blättern und Sternenkarten hervorragend und der Tür zugewandt, ein mittelblonder Mann mit Vollbart. Schnell setzte er sich eine Sonnenbrille auf. Er vertrug kein grelles Licht, wie es vom Korridor hereindrang. Dies und seine langen, nach oben hin spitz auslaufenden Ohrmuscheln wiesen ihn als einen Elfen aus. Seine tiefschwarze Kleidung konnte sich kaum vom Halbdunkel des Zimmers abheben. Das Wesen sah kurz auf seine Uhr, die es am rechten Handgelenk trug, und blickte dann wieder abwartend auf den Admiral.
Durch den Anblick leicht verunsichert erkundigte sich Arrog misstrauisch flüsternd, ob der Elf etwa auch zur Besatzung gehöre. Der Ortanaci hielt es für gefährlich, ein Wesen dieser Spezies mitzunehmen. Schließlich sei es ja bekannt, dass Elfen sich aus purer Abenteuerlust an allerlei gewagten Unternehmungen beteiligten und das Leben als ein einziges, großes Spiel betrachteten. Dass ihm auch die oft bewusst eigenwillige Sprechweise der Elfen auf die Nerven ging, erwähnte Arrog nicht.
Der Elf schien sich derweil sehr über das Getuschel zu amüsieren, jedenfalls lehnte er sich feixend zurück und verschränkte die Arme hinter dem Kopf.
Caniron antwortete, ohne auf Arrogs geäußerte Bedenken einzugehen, dass jede Art und jede der menschlichen ethnischen Hauptgruppen bei der Expedition vertreten sein solle. »Sein Name ist übrigens Nig Shayenne«, erklärte er. Dann winkte er jenem zum Mitkommen.
Am Fuß einer Treppe unterhielten sich zwei recht unterschiedliche Gestalten: Das eine war eines jener kleinen Adlerwesen, genannt Aroschin, mit dem großen weißen Flügelpaar auf dem Rücken und eingehüllt in einen weiten, schwarzen Hosenanzug mit übergroßer Kapuze.
Es stritt heftig mit einem kahlköpfigen, dunkelhäutigen Hünen, der rechts einen goldfarbenen Ohrring trug und dessen Oberkörper nur mit einem leichten, ärmellosen Hemd bekleidet war.
Die Auseinandersetzung schien nicht sonderlich ernst gemeint zu sein, jedenfalls grinsten sich die beiden Kontrahenten keck an, und die Lautstärke ihrer Sprache wirkte irgendwie gekünstelt.
Gerade rief das kleine Wesen: »Dein enges Hemdchen schneidet deinem Gehirn wohl die Blutzufuhr ab, dass du mir etwas über das Fliegen erzählen willst!« Es hob flügelschlagend vom Boden ab, um mit seinem muskulösen Gesprächspartner auf gleiche Höhe zu kommen und ihm so zu zeigen, dass es von dessen Größe nicht im mindesten beeindruckt sei.
Als sie jedoch Caniron und seine drei Begleiter bemerkten, landete der Aroschin wieder. Sie begrüßten Caniron und auch den Elfen Nig, den sie gut zu kennen schienen. Der Admiral stellte sie Arrog und dem Professor vor: »Unser kleiner, hitziger Freund heißt Ted Aragorn, der große Ferranganer Lobo Lan.« Ohne ein weiteres Wort und weitere Zeit zu verlieren, bewegte er die Gruppe zum Weitergehen.
Als sie einen Gang durchquerten, dessen rechte Wand aus höchst belastbarem Panzerglas bestand, konnten sie ein vergleichsweise kleines Raumschiff erkennen, das an das Kommandoschiff angedockt war. Es sah aus, wie ein ovaler Diskus, dessen längere Seiten abgeflacht sind und an dem ein Dreiecksprisma befestigt ist. Es mochte etwa dreißig Meter lang sein, fünfzehn Meter breit und, die gläserne Kuppel in der Mitte der Oberseite nicht gerechnet, rund fünf Meter hoch.
Während sie weitergingen, erklärte Caniron: »Wie ihr wisst, wird das Raumschiff dort für die Dauer eures Einsatzes euer provisorisches Zuhause. Alles, was ihr in dieser Zeit an Ausrüstung benötigt, ist bereits an Bord, ebenso eure restlichen fünf Besatzungsmitglieder. Sein Name ist übrigens OBERST. Von innen habt ihr es ja fast alle schon gesehen, als ihr euch eingerichtet habt.«
Kurz darauf gelangten sie an die Schleuse, die das Kommandoschiff mit dem OBERST verband. Caniron Odyn verabschiedete sie: »Ab hier kann ich euch nicht mehr begleiten. Ihr müsst sofort starten, da unsere Vorräte an Energie, Nahrung und Sauerstoff langsam zur Neige gehen.«
Die Fünf Kundschafter stiegen durch die Schleuse. Einen Moment lang hielt Kapitän Feink dabei mit besorgtem Gesicht inne. Er hatte kein gutes Gefühl, was ihre Mission betraf. Dann folgte er den anderen und schloss die Schleuse hinter sich.
Gleich darauf fiel das reguläre Licht in dem Flur der WALHALLA aus, und die Notbeleuchtung setzte ein. Einsam an eine Wand gelehnt und tief in seine düsteren Gedanken versunken blieb Caniron Odyn im Halbdunkel des schmalen Ganges zurück. »Macht’s gut, Kinder... Die Zeit wird knapp.«
Auf der anderen Seite der Schleuse begab man sich zunächst auf den Weg ins Cockpit, einem nach vorne leicht gewölbten Raum, wo die dunkelhaarigen Zwillinge Rex und Ron Abadon schon auf den Start warteten.
Rex war Mechaniker, Ron sollte die Aufgaben eines Schiffsarztes übernehmen. Rein äußerlich waren sie nur durch die Rangabzeichen auf den Ärmeln ihrer Jacken zu unterscheiden.
Obwohl man sich überwiegend noch nicht kannte, wurde auf eine Begrüßungszeremonie verzichtet. Ohne einen Anwesenden eines Blickes zu würdigen, ließ sich Lobo Lan in den Pilotensessel fallen, gefolgt von Arrog Feink, der links neben ihm Platz nahm.
Einige Knopfdrucke später verließ der OBERST langsam gleitend das Dock - als fiele ihm der Abschied vom Mutterschiff schwer - um dann zu beschleunigen und in Sekunden aus dem durch ein kleines Fenster begrenzten Blickfeld des melancholisch gestimmten Admirals Caniron Odyn zu verschwinden.
Im Cockpit des OBERSTs unterrichtete Professor Dano Tork die Mannschaft davon, welcher der kleinen inneren Planeten des Systems am nächsten gelegen sei und somit das erste Ziel der Expedition verkörpere.
Der Elf Nig Shayenne wandte sich einem der beiden Monitore an den Seitenwänden zu und betätigte einige der davor befindlichen Tasten, nachdem er sich auf einem im Boden verankerten Drehstuhl platziert hatte. »Mal sehen, was der Rechner schon alles über diesen Himmelskörper weiß...« Die auf dem erhellten Bildschirm erscheinenden Informationen gab Nig sofort an die anderen weiter: »Durchmesser 6780 Kilometer, Entfernung zur Sonne 230 Millionen Kilometer, Geschwindigkeit 24 Kilometer pro Sekunde, Umlaufzeit 700 Tage, Eigendrehung 25 Stunden. Die Atmosphäre ist sehr dünn, hauptsächlich aus Kohlendioxyd... Die Angaben sind natürlich nur vorläufige Schätzwerte, da der Computer noch zu kümmerliche Datenmengen erhalten hat. Einstufung: Zur Besiedlung ungeeignet, Rang vier.«
»Welcher verfluchte Idiot hat das angeordnet?« empörte sich Arrog lautstark. »Warum fliegen wir einen Planeten an, von dem wir wissen, dass er unbewohnbar ist?«
Der Professor versuchte, ihn zu beruhigen: »Wir landen ja nicht, sondern umfliegen ihn nur, um zu sehen, ob er wirklich auch unbewohnt ist. Außerdem liegt er fast auf direktem Wege zu unserem eigentlichen Ziel, dem zweitgrößten der inneren Planeten.«
Nur sehr ungern gab sich Arrog mit dieser Erklärung zufrieden. Es passte ihm überhaupt nicht, dass der Professor so viel besser über ihre Mission informiert schien, als er.
Unterdessen war Admiral Odyn im Kommandoschiff der zurückgebliebenen Flotte nicht zum ersten Mal gezwungen, jeglichen nicht absolut notwendigen Energieverbrauch zu untersagen. Jedoch gab es Personen, die das eher freute: die Elfen. Sie konnten nun endlich die drückenden Sonnenbrillen abnehmen, und auch die geflügelten Aroschin, die von demselben mäßig mit Sonnenlicht beschienenen Planeten stammten, durften ihre Kapuzen zurückschlagen und sich gemeinsam mit den Elfen an Intelligenzspielen versuchen. Immer vorausgesetzt, dass sie nicht Arbeiten übernehmen mussten, welche die Menschen wegen der Dunkelheit nicht mehr verrichten konnten und statt dessen gelangweilt einnickten. Selbst die Wissenschaftler aus dem Observatorium zogen sich zurück, um weniger Luft zu konsumieren und den Strom für ihre aufwendigen Geräte einzusparen.
An Bord des inzwischen gut 150 Millionen Kilometer entfernten OBERST dagegen ging es weit hektischer zu. Nachdem Rex und Ron Abadon und Ted Aragorn das Cockpit verlassen hatten, entdeckte Arrog einen bräunlichen Punkt in der Mitte des Panzerglasfensters, welches sich über die gesamte vordere Wand erstreckte. »Objekt genau vor uns. Offizier Shayenne, identifizieren!«
Nach wenigen Sekunden konnte Nig seinen Kapitän über die Ergebnisse der Computeranalyse informieren: »Wir haben es mit einem Asteroiden zu tun, der mit 34,7 Kilometer pro Sekunde frontal auf uns zurast. Sein Durchmesser beträgt etwa dreißig Kilometer. Soll ich ihn verpulvern?«
»Dafür reicht unsere Feuerkraft nicht aus. Es ist vernünftiger, die Energie zu sparen und auszuweichen«, erwiderte Arrog, und Pilot Lobo Lan folgte kommentarlos seinen Anweisungen.
Einige Zeit später ließ Arrog einen grünlichen Bildschirm aus der Wand vor das Fenster fahren, der sich gleich darauf fast völlig verdunkelte. Nur eine große Anzahl gelber und weißer Lichtpunkte beleuchteten nun den Monitor an jenen Stellen, wo vorher Sterne durch das Fenster zu sehen gewesen waren.
»Planet Vier der inneren sollte jetzt nahe genug sein, um ihn genauer zu betrachten. Ich schalte den Zoom ein.« Sofort vergrößerte sich ein rötlicher Punkt, etwa in der Mitte des die gesamte Vorderwand des Cockpits einnehmenden Bildschirms, bis er sich stufenlos in eine kopfgroße, breite Sichel verwandelt hatte.
»Größer geht’s nicht?«
»Nicht ohne erhebliche Auflösungsverluste. Wir sind noch zu weit entfernt«, beantwortete der Professor Nigs Frage.
Lobo Lan wunderte sich über die rote Färbung: »Ob das eine moosähnliche Vegetationsdecke ist?«
Um sicherzugehen, zog der Professor ein Spektogramm auf seinem Computermonitor zu Rate. »Scheinbar nicht, es fehlt die charakteristische Reflexion des Chlorophylls. Die Farbe beruht offenbar auf seiner chemischen Zusammensetzung - ein hoher Eisengehalt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auf ihm Mikroorganismen vorkommen. An größere Lebewesen ist wohl nicht zu denken. Jedenfalls ist der Planet nicht gerade das, was wir suchen. Wir werden ihn nur kurz auf der Tagseite überfliegen.«
Arrog ärgerte sich furchtbar, dass er als Kapitän nicht diese Entscheidung hatte treffen dürfen.
Als sie eine halbe Stunde darauf in die dünne Atmosphäre des roten Himmelskörpers eintraten, gab es von dort noch immer kein Lebenszeichen. Kurz zuvor hatten sie zwei kaum als Monde zu bezeichnende Satellitenbrocken entdeckt, welche nur klägliche Durchmesser von einigen wenigen Kilometern hatten. Nun blickten sie schweigend aus dem inzwischen wieder unverdeckten Fenster auf die mit Geröll übersäten Ebenen. Stellenweise zeigten sich Krater und gewaltige Schluchten. Obwohl ihnen der Professor keine Hoffnungen gemacht hatte, waren sie doch etwas enttäuscht.
Plötzlich ertönte Teds piepsende Stimme aus dem Lautsprecher an der Decke. Er hatte mit Rex und Ron in der Observatoriums-Kuppel auf dem Dach des Raumschiffs Stellung bezogen und von dort aus die Umgebung mittels Fernrohr betrachtet. »Wir haben am Horizont eine Art Wirbelsturm entdeckt. Ich schätze, dass er eine Geschwindigkeit von über dreihundert Kilometern pro Stunde drauf hat. Lasst uns hier besser verschwinden!«
Da der Horizont auf diesem relativ kleinen Planeten und der geringen Flughöhe des Schiffs nur wenige Kilometer entfernt lag, war Teds Sorge durchaus berechtigt, und so schoss der OBERST eine knappe Minute später wieder durch den freien Weltraum, seinem nächsten Ziel entgegen.
Kurze Zeit später entdeckte Professor Dano Tork auf seinem Monitor, dass es noch einen fünften inneren Planeten gab. Er war vom jetzigen Zielplaneten verdeckt worden und von der Flotte aus nicht zu sehen. »Damit erhöhen sich unsere Chancen wieder ein klein wenig«, meinte der Professor.
»Und woher wissen wir, dass es sich nicht um einen Stern handelt?« wandte Arrog skeptisch ein.
»In der Vergrößerung erscheint er als Sichel«, erklärte der Professor, »was bedeutet, dass er sein Licht nicht selbst erzeugt, sondern von der Sonne bestrahlt wird. Er scheint noch näher an der Sonne zu sein als alle anderen, von denen wir bis jetzt wissen. Zudem ist er recht klein und bekommt in der vorläufigen Zählung daher die Ordnungskennzeichnung ‚Innen 5’. Das macht ihn für uns allerdings nicht sehr attraktiv... Doch wenden wir uns unserem momentanen Ziel zu...«
Erneut ließ Arrog den Bildschirm vor das Fenster fahren. »Scheint eine recht dichte Atmosphäre zu haben, man kann deutlich Wolken erkennen.« Wie gebannt starrten sie sekundenlang auf den bläulichen Himmelskörper und überflogen anschließend wieder die Instrumente, um möglichst viele Informationen über ihn zu bekommen. Als drittgrößter der inneren Planeten war er von der Sonne aus gezählt der zweite. Sein Äquatorialdurchmesser betrug, wie der Computer bekannt gab, rund 12200 Kilometer, die Entfernung zur Sonne 108 Millionen Kilometer, die Geschwindigkeit 35 Kilometer pro Sekunde, Umlaufzeit 225 Tage, Eigendrehung 243 Tage. Der Planet bekam Rang Zwei. Das bedeutete, der Computer bezeichnete den Planeten zur Besiedlung als mäßig geeignet - immerhin etwas.
Plötzlich konnte man in einem der vereinzelten wolkenfreien Gebiete eine gewaltige Explosion erkennen, und in wenigen Augenblicken bildete sich aus den Staubwolken ein gigantischer Atompilz.
»Wissen sie, was das bedeutet, Professor?« platzte Arrog hervor. »Wenn wir nicht aufpassen, werden wir in einen neuen Krieg verwickelt, den wir uns in unserer jetzigen Lage unmöglich leisten können.«
»Sie reagieren zu voreilig, Kapitän. Anscheinend war dies nur der Test einer Atomwaffe, sonst müssten doch weitere Explosionen folgen.«
»Na schön, wir landen in wenigen Minuten«, erwiderte Arrog, als wäre er schon die ganze Zeit der Meinung des Professors gewesen. Insgeheim hielt er jedoch an seiner Kriegsbefürchtung fest.
Nun suchte man nach einem Landeplatz, der für alle Fälle weit entfernt vom Atompilz liegen sollte. Auf dem Planeten herrschten Temperaturen zwischen zehn und einhundert Grad Celsius. Natürlich musste ein Gebiet gewählt werden, wo das Klima für jedes Besatzungsmitglied halbwegs erträglich war. Vor allem aber musste die Landung vorsichtshalber unbemerkt verlaufen. Es schien klüger - ja sicherer - die Einwohner erst einmal zu beobachten, bevor man Kontakt aufnahm. So landete der OBERST schließlich auf der Nachtseite des Planeten in der Nähe des sechzigsten Breitengrades in einer hügeligen, bewaldeten Gegend mit gut zwanzig Grad Außentemperatur.
Arrog näherte sich einem in die Konsole einmontierten Mikrofon. »An alle: In fünf Minuten ausgerüstet im Fahrzeugraum II versammeln!«
Lobo Lan verließ das Cockpit. Als sich die Schiebetür wieder schloss, erhob auch Arrog sich, hielt aber vor dem erstarrten Elfen Nig Shayenne inne. Dessen absolute Bewegungslosigkeit ließ ihn den mit seinem Computer beschäftigten Professor Tork ansprechen: »He, Algorianer, sehen Sie sich doch mal unseren scheintoten Elfling an.«
Dano Tork baute sich neben Nig auf. »Vielleicht spürt er irgendeine Gefahr... Offizier, ist alles okay?« Der Professor legte seine Hand auf Nigs linke Schulter. Es dauerte einen Moment, ehe eine Antwort kam.
»Ich fühle eine ungeheure Gefahr. Ihre Kriegsvermutung, Kapitän, trifft gewisslich zu. Dieser Planet scheint ein beträchtlich riskantes Pflaster zu sein.«
»Nichts Genaueres?«
»Kein Elf kann die Gefahren, die er spürt, genauer deuten. Wir unterscheiden nur die Entfernung und die Intensität. Alles Übrige ist Raterei.«
Damit war Arrog gar nicht zufrieden. »Haben wir keinen Telepathie-Experten an Bord?«
»Aber Kapitän, unser Wissen auf dem Gebiet der Telepathie ist doch sowieso nur sehr begrenzt«, merkte Professor Tork an. »Trotzdem haben wir ja noch Ted Aragorn, der sich, wie der Admiral mir erzählte, ein wenig mit dieser Wahrnehmungsart beschäftigt hat.«
Der Versuch, Arrog zu besänftigen, schlug fehl. »Soso, ein wenig...« meinte Arrog mit sarkastischem Unterton. »Und wozu haben wir dann den Elfling?« Ohne auf eine Antwort zu warten, verließ er das Cockpit.
»Wegen seines Gefahrensinns«, rief der Professor ihm ärgerlich nach, obwohl er nicht wusste, ob Arrog ihn noch gehört hatte. »Unter anderem«, fügte er leiser hinzu, um dem Elfen eindeutig darzulegen, dass er gebraucht würde.
Nig jedoch zeigte sich leicht enttäuscht. »Scheint mich nicht sonderlich zu mögen.«
»Unsinn, er steht unter Stress, weil er die Verantwortung für diese Expedition übernommen hat, ohne ausreichend darüber informiert worden zu sein. Und darüber hinaus gehört er wohl leider zu jenen Menschen, die den Elfen wenig zutrauen, und sich erst noch an sie gewöhnen müssen.«
»Sie haben wohl recht. Ich konnte seine Müdsamkeit spüren.«
»Nur spüren? Sie stand ihm doch deutlich ins Gesicht geschrieben! Na, wie auch immer. Kommen Sie, wir sollten uns beeilen, wenn wir vor Sonnenaufgang die nahe Stadt erreichen wollen!«
Sie traten hinaus auf den schmalen Gang, und Dano Tork öffnete die am rechten Ende befindliche Schiebetür. Eine kleine, kaum beleuchtete Kammer wurde sichtbar. Drinnen standen zwei knapp zweieinhalb Meter große humanoide Roboter. Hinten rechts in der Ecke gab es ein nicht ganz hüfthohes Podest, auf dem ein seltsamer, scheinbar technischer Gegenstand lag. Er erinnerte Nig in seiner Form stark an den OBERST, war jedoch nur so groß wie ein Aktenkoffer und besaß auf der Oberseite statt einer Kuppel zwei fühlerähnliche Gebilde, die nun begannen, sich zu bewegen.
»Kommt heraus, Freunde«, forderte der Professor auf. Die beiden Riesen traten heraus, und das kleine Ding auf dem Podest erhob sich in die Luft.
Ein fliegender Roboter! Nig war sichtlich überrascht und interessiert zugleich. »Können sie selbständig denken?«
»Wie hast du das bemerkt?«
»Geraten! Ich habe es wegen ihrer Bewegungen vermutet. Aber ich hatte keine Ahnung, dass es schon echte künstliche Intelligenz gibt.«
»Caniron hat sie ja auch erst vor kurzem fertiggestellt. Sie sind die übrigen drei Besatzungsmitglieder, von denen die Rede war, und die du vielleicht schon vermisst hast.«
»Und was benutzen sie als Energiequelle?«
»Sie sind mit einer Art von Akkumulatoren ausgestattet, in denen Energie für ungefähr ein ganzes Jahr gespeichert werden kann. Und für den Fall, dass sie keine Steckdose finden, können die beiden Großen ihre Brustplatten öffnen. Auf der Innenseite tragen sie nämlich Solarzellen. Der kleine dagegen hat eine ähnliche Vorrichtung am Deckel.
Jetzt muss ich aber meine Sachen packen! Bis gleich!«
Kurz nachdem sie den Gang in verschiedenen Richtungen verlassen hatten, kam Nig wieder aus seiner Kabine geschlichen und verschwand im Cockpit. Er setzte sich an seinen Computer und begann eifrig, seine Finger auf der Tastatur tanzen zu lassen.
»Hab ich’s mir doch gedacht«, murmelte er, stand auf, tat einen Schritt zu einer Luke in der Wand neben seinem Terminal und öffnete sie mit einem Ruck. Der benachbarte Maschinenraum wurde sichtbar. »Los, komm auswärts!«, rief er gebrochen in der allgemeinen Sprache der Flotte hinein.
Und tatsächlich erschien nach einigem Zögern ein blauhäutiges, etwa einen Meter sechzig großes Mädchen, das vielleicht sechzehn bis achtzehn Jahre alt sein mochte. »Wie eine Elfin scheinst du eigentlich nicht aus«, meinte Nig, denn irgendwie hatte er einen Elfen erwartet.
»Ich bin Halbelfin; mein Name ist Brunabora, Brunabora Jandart«, antwortete jene und wusste offenbar zunächst nicht so recht, ob sie würdig oder verlegen auftreten sollte. Doch dann erkannte sie Nigs Herkunft und ihr Stolz siegte.
