Gärtnern mit dem Hochbeet - Folko Kullmann - E-Book

Gärtnern mit dem Hochbeet E-Book

Folko Kullmann

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Beschreibung

Allroundtalent Hochbeet Reiche Ernte, rückenschonendes Arbeiten und Gärtnern an (fast) jedem Standort – das alles ermöglicht ein Hochbeet. Und dank der Vielfalt an Materialien und Gestaltungsrichtungen findet sich das passende Modell für jeden Garten. Mit detaillierten Anleitungen zum Selberbauen und Tipps zum idealen Standort steht dem eigenen Hochbeet nichts mehr im Weg! Für die Praxis liefert der Ratgeber Know-how zu Aussaat, Bepflanzung und Pflege. Egal, ob Gemüse, Salate, Kräuter oder Naschobst – Pflanzenporträts geeigneter Pflanzen fürs Hochbeet und konkrete Anbaupläne für Gemüsehochbeete helfen bei der Entscheidung, was angebaut werden soll. Plus: Arbeitskalender durchs Gartenjahr und Übersicht zur Mischkultur.

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Seitenzahl: 177

Veröffentlichungsjahr: 2026

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IMPRESSUM

eBook: © 2026 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Grillparzerstraße 8, 81675 München

GU ist eine eingetragene Marke der GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Verbreitung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG (»Text und Data Mining«) zu gewinnen, ist untersagt.

www.gu.de/kontakt|[email protected]

ISBN 978-3-7589-0137-9

1. Auflage 2026

GuU 8-0137 01_2026_02

DIE BÜCHERMENSCHEN HINTER DEM PROJEKT

Verlagsleitung: Nadja Harzdorf-van Wickeren

Projektleitung: Julia Herko

Lektorat: Barbara Kiesewetter

Bildredaktion: Hannah Crawford

Covergestaltung: zero-media.net, München

eBook-Herstellung: Liliana Hahn

BILDNACHWEIS

Coverabbildung: Shutterstock

Illustrationen: Florian Hauer; Shutterstock

Fotos: AdobeStock; Alamy; Baumjohann, Dorothea; Botanikfoto; Borkowski, Elke; Borstell, Ursel; Depositphotos/Dleonis; Flora Press/BIOSPHOTO/NouN; Flora Press/GWI; Flora Press/MAP; FloraPress; Friedrich Strauss/CLIVE NICHOLS; Friedrich Strauss/GBA/NouN; Friedrich Strauss/GBA/Wothe; Friedrich Strauss; GAP Photos/Brian North; GAP Photos/Dave Bevan; GAP Photos/Gary Smith; GAP Photos/Hanneke Reijbroek; GAP Photos/Heather Edwards; GAP Photos/J S Sira - Vestra Wealths jardin du Gourmet, RHS Hampton Court Flower show 2013; GAP Photos/Jenny Lilly; GAP Photos/Jonathan Buckley; GAP Photos/Michael King; GAP Photos/Paul Debois; GAP Photos; GU/Martin Staffler; Herwig, Modeste; iStock; Matic, Kristjan; mauritius images/Alamy; mauritius images/Harpur Garden; MMGI/Marianne Majerus; Nickig, Marion; Sachse, Guido; Shutterstock/Arina P Habich; Shutterstock/Tatiana Volgutova; Shutterstock; Timmermann, Annette; Vietmeier, Andreas; Westend61

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WARUM UNS DAS BUCH BEGEISTERT

Perfekt für den Einstieg: Mithilfe der klar verständlichen Anleitungen kann jeder erfolgreich im Hochbeet gärtnern!

Nadja Harzdorf-van Wickeren, Verlagsleitung

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

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WICHTIGER HINWEIS

Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung des Verfassers dar. Sie wurden vom Autor nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbstverantwortlich. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

ERKLÄRUNG DER SYMBOLE

sonnig

halbschattig

HOCHBEETE IM GARTEN

HOCHBEETE SIND GENIAL. Es gibt sie in unterschiedlichen Materialien und Bauweisen, für jeden Geschmack, Gartenstil und Geldbeutel. Egal ob elegantes Stein-Hochbeet oder rustikal aus Holz: Mit einem Hochbeet sind Sie unabhängig vom gewachsenen Boden und können überall Gemüse, Kräuter, Blumen und kleine Sträucher kultivieren – und das alles, ohne sich bücken zu müssen. Hochbeete sind aber auch ideale Raumteiler und vielseitig einsetzbar bei der Gestaltung Ihres Traumgartens.

VIELSEITIGE HOCHBEETE

ALLROUND-TALENTE FÜR JEDEN GARTEN

Mit Hochbeeten können Sie fast jede Pflanze in Ihrem Garten, auf der Terrasse und dem Balkon anbauen. Hochbeete gliedern den Garten und erweitern seine Nutzungsmöglichkeiten. Kurzum: Sie sind eine wirkliche Bereicherung des Gartens.

DIE IDEE, Pflanzen auf erhöhten Beeten anzubauen ist nicht neu. Schon im Mittelalter wurden sogenannte Hügelbeete angelegt, weil man festgestellt hatte, dass sich viele Pflanzen besser entwickeln, wenn sie nicht auf dem flachen Boden wachsen. Durch die leicht geneigte Beetoberfläche eines Hügelbeets trifft die Sonnenstrahlung im Frühling in einem steileren Winkel auf den Boden und erwärmt diesen schneller. Damit die Erde beim Gießen nicht weggeschwemmt wird, kam man recht schnell darauf, die Ränder der Beete mit Holzbalken, Brettern oder Weidenflechtzäunen zu befestigen – und so war der Weg vom einfachen, eingefassten Gemüsebeet zum Hochbeet vorgezeichnet. Dieses hat zwar keine geneigten Flächen mehr, aber die Erde erwärmt sich auch hier schneller, weil die Sonnenstrahlen ja auch auf die Seiten des Beets treffen. Gärtner der französischen Potagerien (Gemüsegärten) und der Gärten in der edwardianischen Zeit in England machten sich in Mistbeeten ebenfalls den Effekt zunutze, dass Wärme das Wachstum fördert. Allerdings entsteht bei diesen Beeten die Wärme, weil der in einem Graben unter dem Beet eingebrachte frische Stallmist verrottet und seine Wärme an den umliegenden Boden abgibt. Was lag also näher, als diese verschiedenen Beetformen und Anbaumethoden zu kombinieren und weiterzuentwickeln? Und so entstanden die ersten Kastenbeete zur Kultur empfindlicher, wärmeliebender Gemüse- und Obstarten in den Gärten der englischen und französischen Aristokratie. Sie fanden schnell ihren Weg in die Gärten der einfachen Bürger.

HOCHBEETE KÖNNEN MEHR

Hochbeete können aber noch viel mehr. Sie sind ideal, wenn Sie im Garten oder auf der Terrasse Gemüse anbauen möchten, aber nicht so viel Zeit für Unkraut jäten, Schnecken bekämpfen, Bodenverbesserung sowie Fruchtfolge und Mischkultur aufbringen möchten wie in einem traditionellen Gemüsegarten. Ein Hochbeet ist wie eine kleine Intensivkultur. Sie können auf derselben Fläche mehr und häufiger ernten wie in einem normalen Gemüsegarten. Ein Hochbeet lässt sich auch direkt an oder auf der Terrasse aufstellen, so haben Sie immer frische Kräuter und Gemüse zur Hand und müssen bei Regen zum Ernten nicht durch den Garten laufen.

GARTENGESTALTUNG MIT HOCHBEETEN

Mit Hochbeeten können Sie Ihren Garten in unterschiedliche Nutzungsbereiche gliedern, Hänge abfangen, organische Gartenabfälle kompostieren, ohne dass der Anblick stört, und Pflanzen anbauen, die in der normalen Erde in Ihrem Garten nicht gedeihen würden.

Egal wie groß der Garten ist, ein Hochbeet ist immer eine Bereicherung – und wenn Sie erst einmal mit dem Hochbeetgärtnern angefangen haben, werden Sie es nicht mehr missen wollen.

Frisch aus dem eigenen Garten geerntet, schmeckt Salat unvergleichbar knackig und frisch. Im Hochbeet angebaut, können Sie ernten, ohne sich zu bücken.

ZAHLREICHE VORTEILE

UNENDLICHE MÖGLICHKEITEN

Hochbeete bieten so viele Möglichkeiten, dass man sich wundert, warum man sich noch nicht eher eines in den eigenen Garten geholt hat. Und warum nicht mehr Menschen mithilfe von Hochbeeten unbeschwert und bequem gärtnern.

GÄRTNERN IN Hüfthöhe hat viele Vorteile, nicht nur, dass man sich zum Pflegen und Ernten nicht bücken muss.

Bei einem trichterförmigen Hochbeet können Sie besonders nah an die Pflanzen herantreten.

NIE WIEDER KREUZSCHMERZEN

Hochbeete sind ideal, wenn Sie beim Gärtnern auf lästiges Umgraben verzichten und weniger hacken und jäten möchten. Mit einem Hochbeet macht man sich im wahrsten Sinne des Wortes »den Rücken nicht krumm«. Alle Arbeiten – Aussaat, Einpflanzen, Auszupfen überzähliger Setzlinge, Pflege und Ernte – lassen sich bequem im Stehen oder sogar im Sitzen auf einem Gartenstuhl neben dem Beet ausführen. Und zum Verschnaufen können Sie sich auf der Beetumrandung abstützen.

Ein weiterer Vorteil des erhöhten Anbaus ist, dass Sie Ihre Pflanzen immer im Blick haben und schnell erkennen, ob gegossen werden muss oder ob die Erdbeeren schon reif sind.

MEHR ERTRAG

Die Pflanzen bekommen im Hochbeet genau die Erde, die sie brauchen. Auch dies führt dazu, dass die Ernte bei Kräutern und Gemüse deutlich höher ausfällt als in einem normalen Gemüsegarten.

Nährstoffreiche Erde

In ein Hochbeet können Sie hineinfüllen, was Sie möchten – klassisch die Kompost-Schichtung (Seite 58) oder spezielle, nährstoffreiche Pflanzerde (Seite 59) für Tomaten oder Blattgemüse. Auch eine Kompost-Erde-Mischung erweist sich als Wachstumsbooster, denn auch sie enthält mehr Nährstoffe als die Erde im flachen Beet im Gemüsegarten. Mehr Nährstoffe bedeuten schnelleres Wachstum, größere Blätter, dickere Wurzeln und mehr Blüten – Sie können also nicht nur mehr, sondern auch eher ernten und durchaus ein oder zwei Sätze Salat, Küchenkräuter, Möhren oder Radieschen mehr anbauen als in einem Grundbeet mit normaler Erde auf dem Boden.

WENIGER PROBLEME

Schnecken, Unkraut, Wühlmäuse, Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule bei Tomaten, Kohlhernie an den Wurzeln der Kohlgewächse und Gemüsefliegen an Möhren – jeder Gemüsegärtner kann ein Lied davon singen. Natürlich können auch in einem Hochbeet Krankheiten und Schädlinge auftreten, denn es ist ja kein steriler Operationssaal. Aber von den meisten unerwünschten »Gästen« bleiben Ihre Schützlinge verschont. So fliegen Gemüsefliegen selten höher als 50 cm über dem Boden – und so sind Ihre Möhren im Hochbeet von ganz allein außer Reichweite der lästigen Schädlinge, und Ihre Tomaten sind hoch über dem Erdboden vor Braunfäulepilzen geschützt.

Gärtnern ohne Unkrautjäten

Wenn sich im Hochbeet »unerwünschte Beikräuter« zeigen, lassen sie sich einfach und bequem im Handumdrehen auszupfen, bevor sie groß und lästig werden oder sich gar versamen. Wurzelunkräuter wie Giersch, Quecke und Ackerwinde treten im Hochbeet praktisch nicht auf.

Keine Chance für Schnecken

Schnecken sind Kletterkünstler und könnten problemlos jedes noch so hohe Hochbeet erklimmen. Im Gegensatz zum Gemüsebeet können Sie Ihre Gemüsepflanzen jedoch viel effizienter und mit weniger Aufwand vor den gefräßigen Mollusken schützen. Kupferbänder, die um das Beet gespannt werden, stellen ein erstes Hindernis dar, und auch ein klassischer Schneckenzaun kann einfacher am Rand des Hochbeets angebracht werden als um ein Gemüsebeet. Da es vorkommen kann, dass sich an gekauften Jungpflanzen oder in der Pflanzerde bzw. dem Kompost zum Füllen Schneckeneier befinden, sollten Sie für alle Fälle ein umweltverträgliches Schneckenkorn auf Eisen-III-Basis bereithalten. Meist reicht eine einmalige Behandlung der Pflänzchen im Frühling aus, um den Rest der Gartensaison Ruhe vor lästigen Schnecken zu haben.

PRAXISTIPP

Die Anbausaison im Hochbeet beginnt im Durchschnitt schon zwei Wochen früher als im normalen Gemüsegarten, denn die Erde im Hochbeet erwärmt sich schneller, da die Sonnenstrahlen nicht nur auf die Erdoberfläche, sondern auch die Seiten treffen. Auch die Verrottungswärme in Kompost-Hochbeeten sorgt dafür, dass die Erde um 1–4 °C wärmer sein kann als der flache Boden im Beet.

Steine speichern tagsüber die Sonnenwärme und geben sie nachts an die Pflanzen ab.

Mit einem einfachen Weidenflechtzaun lassen sich Beete hübsch einfassen.

PFLANZEN MIT SONDERWÜNSCHEN

Da ein Hochbeet mit jeder beliebigen Erde oder speziellen Substraten befüllt werden kann, können Sie auch Pflanzen anbauen, die in ihrem normalen Gartenboden nicht wachsen, z. B. mediterrane Kräuter, die einen mageren Boden brauchen.

Im Hochbeet ist der Anbau von Gemüse sogar auf gepflasterten Flächen möglich. Durch das große Erdvolumen ist der Pflegeaufwand viel geringer als bei der Topfkultur, denn man muss nicht so häufig gießen. Doch ab und zu brauchen Gemüse und Küchenkräuter natürlich auch im Hochbeet Wasser.

WORAUF MUSS MAN ACHTEN?

Wo Sie Ihr zukünftiges Hochbeet im Garten aufstellen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Welche Pflanzen möchten Sie anbauen? Gemüse und Kräuter brauchen den sonnigsten Platz und sind für einen windgeschützten Standort dankbar (Seite 32/33).

Überlegen Sie sich den Standort genau, denn ein Hochbeet, das mit Kompost oder Erde gefüllt ist, kann man nicht mehr so einfach umstellen oder woanders platzieren wie einen großen Pflanzkübel oder Container.

Je höher das Hochbeet ist, desto mehr Material benötigen Sie zur Füllung. Ein normales Hochbeet für den Gemüsegarten mit den Maßen 2 × 1,2 × 0,8 m (Länge × Breite × Höhe) hat ein Volumen von knapp 2 m3, das sind ungefähr 25 Säcke mit Kompost- oder Pflanzerde, die gut 1,5 Tonnen wiegen. Dieses Material muss in den Garten transportiert werden, wenn Sie nicht genug Kompost aus dem eigenen Garten haben. Ist der Transport auf den Wegen, die in Ihren Garten führen, möglich?

Wenn das Hochbeet auf einer versiegelten Oberfläche wie einem betonierten Innenhof oder einer gepflasterten Terrasse aufgestellt wird, ist eine Dränage sinnvoll, damit sich keine Staunässe bildet (Seite 23). Wenn überschüssiges Wasser nicht abfließen kann, verdrängt es die Luft aus dem Boden, und die Wurzeln ersticken aufgrund von Sauerstoffmangel und verfaulen – schließlich stirbt die ganze Pflanze ab. Außerdem sieht es nicht besonders schön aus, wenn das dunkle Sickerwasser aus den Fugen zwischen Beet und Boden rinnt und sich auf der Terrasse ausbreitet.

HOCHBEET ALS GARTENELEMENT

Wenn das Hochbeet als Gartengestaltungselement dienen soll, dann ist die Optik wichtig. Einem einfachen Hochbeet aus Holz, das für den Gemüsegarten völlig ausreicht, sieht man schon im zweiten Jahr an, dass es Wind und Wetter trotzen musste. Soll das Beet an die Terrasse grenzen oder im Blickfeld des Hauses liegen, sind Konstruktionen aus Naturstein, Ziegeln (Klinker) oder Metall auf Dauer wesentlich attraktiver. Soll es doch ein Holzbeet sein, dann können Sie mit einem ungiftigen Anstrich sein Aussehen verschönern (Seite 39).

Hochbeete mit geschwungenen Mauern wirken dynamisch und fügen sich harmonisch in den Garten ein.

HOCHBEET IM NUTZGARTEN

Ein Hochbeet zum Anbau von Gemüse und Kräutern muss vor allem eins sein: praktisch. Das bedeutet, dass es vom Haus aus leicht zu erreichen sein sollte, ohne dass man über offene Wege oder Rasenflächen laufen muss – schließlich möchten Sie auch bei Regen schnell ein paar Stängel Petersilie für den Salat schneiden, ohne nasse Füße zu bekommen. Gleichzeitig ist es immer gut, »seine« Pflanzen im Blick zu haben, denn vor allem im Sommer während anhaltender Hitzeperioden sind regelmäßige Wassergaben notwendig. Da die Pflanzen in einem Hochbeet dichter stehen können als im normalen Grundbeet, müssen sie häufiger mit Wasser versorgt werden. Ein Wasseranschluss oder Schlauch in der Nähe sind deshalb eine gute Idee.

Zum Anbau von Gemüse eignet sich am besten ein rechteckiges Hochbeet, da man es einfach in Reihen oder Quadrate zum Säen und Pflanzen einteilen kann. Pflegemaßnahmen und das Gießen sind unkompliziert, und außerdem ist eine rechteckige Konstruktion einfacher zu bauen als ein Hochbeet mit geschwungenen oder runden Kanten.

HOHE BEETUMRANDUNG ALS KOMPROMISS

Beetumrandungen mit Brettern, die eine Höhe von 20–30 cm haben, stellen einen günstigen Kompromiss zwischen einem normalen Beet und einem Hochbeet dar. Die Substratschicht ist dick genug, um alle gängigen Gemüse wie Salate, Mangold, Kohlrabi und Erdbeeren anzubauen. So können Sie auch auf gepflasterten oder betonierten Flächen, z. B. in einem Innenhof oder auf der Terrasse, ohne großen Aufwand Gemüse und Kräuter anbauen. Da in ein solches Kastenbeet viel mehr Erde hineinpasst als in viele einzelne Töpfe, haben die Pflanzen mehr Platz zum Gedeihen und brauchen nicht so viel Wasser wie Exemplare, die einzeln in kleinen Gefäßen, Kästen und Kübeln wachsen.

MATERIAL-VIELFALT

DA BLEIBEN KEINE WÜNSCHE OFFEN

Holz, Flechtwerk, Naturstein, Blech, Metall, Kunststoff: Es gibt eigentlich nichts, aus dem man kein Hochbeet bauen kann. Das Material bestimmt nicht nur den Preis der Konstruktion, sondern auch ihre Lebensdauer und ihre Verwendungsmöglichkeiten.

HOLZ UND STEIN ODER ZIEGEL sind die häufigsten Materialien, die beim Bau eines Hochbeets zum Einsatz kommen. Aber auch aus anderen Baustoffen lassen sich tolle Beete bauen. Denken Sie aber immer daran, dass ein Garten in seiner Gesamtheit wirken muss. Ein wilder Material-Mix wirkt unruhig und wenig ansprechend.

Aus Ziegelsteinen gemauerte Hochbeete sind sehr langlebig.

Hochbeete aus Weidenflechtzäunen machen sich besonders gut in traditionellen Bauerngärten.

HOCHBEETE AUS HOLZ

Hochbeete aus Holz sind einfach zu bauen, günstig und können in jeder Form konstruiert werden. Sie benötigen jedoch einen Schutz gegen Nässe.

Weichhölzer wie Fichte, Tanne oder Kiefer kosten nicht viel. Diese Holzarten benötigen aber einen Schutzanstrich oder eine Imprägnierung, damit sie nicht von Pilzen befallen werden.

Harthölzer wie Eiche, Lärche oder Robinie sind teurer, sehen aber besser aus und halten viele Jahre. Sie bekommen mit der Zeit eine schöne Patina und ähneln dann tropischen Holzarten wie Teak oder Bangkirai.

Für beide gilt: Eine Auskleidung der Innenseite mit einer dünnen Teichfolie verlängert die Lebensdauer des Holzes enorm, denn die feuchte Erde kann dann nicht in Kontakt mit dem Holz kommen. Wenn Sie die Außenseite des Hochbeets mit einer Holzlasur oder -farbe streichen möchten, ist es wichtig, auf umweltverträgliche, für Pflanzen ungiftige Farben zu achten. Denn mit der Zeit wird die Lasur durch Regen, Wind und Wetter aus dem Holz gewaschen und würde den umliegenden Gartenboden mit schädlichen Substanzen belasten.

Flechtwerk und Weidenzäune

Beeteinfassungen aus Weidenflechtzäunen oder Heidekrautmatten sind günstig, schnell zusammengesteckt und ideal für den Nutzgarten. Ein Unkrautschutzvlies oder Bändchengewebe auf der Innenseite verhindert, dass die Erde beim Gießen oder bei Regen herausgespült wird. Beachten sollte man, dass diese Einfassungen meist schon nach einer Saison morsch werden – und dann ein Austausch oder Ersatz notwendig ist.

STEIN, ZIEGEL, PLATTEN UND BETON

Ein gemauertes Hochbeet aus massivem Naturstein, Ziegeln oder Klinker sieht umwerfend aus. Wenn Sie dasselbe Material wie beim Verlegen der Terrasse oder der Gartenwege verwenden, entsteht ein geschlossenes, harmonisches Gartenbild.

Holz wirkt sehr natürlich und lässt sich ohne großen Aufwand verbauen.

Naturstein sieht am schönsten aus, hat aber seinen Preis. Versuchen Sie immer, Material aus der Region zu bekommen, dann sind die Transportkosten niedriger. Machen Sie vor dem Kauf den »Nässetest«: Viele helle Steine bekommen nach einem Regenschauer eine dunkle Oberfläche und wirken dann völlig anders. Ein guter Fachhändler hält immer eine Gießkanne bereit.

Ziegel aus gebranntem Ton wirken natürlich. Noch robuster gegenüber eindringendem Wasser sind Klinker, weil sie bei noch höherer Temperatur gebrannt wurden.

Platten aus unterschiedlichen Steinarten oder einfache Wegplatten, die senkrecht aufgestellt und einige Zentimeter tief in den Boden gesetzt werden, eignen sich prima, um ein Hochbeet ganz schnell und ohne Aufwand zu errichten.

Mit Beton ist praktisch jede Form möglich, die Wände müssen aber zur Stabilisierung mit einer Stahl-Armierung versehen werden.

Hochbeete aus Metall wirken besonders stylisch und passen gut in moderne Gärten.

METALL

Metall wirkt besonders stylisch und lässt sich vom Schlosser in jeder Form verarbeiten. Die Oberfläche kann feuerverzinkt, mit roher, rostiger Patina wie bei Rohstahl oder mit einem Schutzanstrich versehen sein. Damit die Wurzeln bei Sonneneinstrahlung nicht verbrennen, ist eine isolierende Styroporschicht (3–5 cm) zwischen Metall und Erde oder Substrat sinnvoll.

KUNSTSTOFF

Hochbeete aus (Recycling-)Kunststoff sind meist recht preiswert und einfach aufzubauen. Dunkelgraue Modelle sind farblich neutral und fügen sich deshalb besser in den Garten ein als braune, grüne oder terrakottafarbene.

PFLANZEN FÜR DAS HOCHBEET

FÜR JEDEN GESCHMACK IST ETWAS DABEI

Nutzpflanzen wie Gemüse, Kräuter und Naschobst wie Beerensträucher und Erdbeeren fühlen sich im Hochbeet wohl. Aber auch Stauden, Gräser, Sommerblumen, Zwiebelblumen und kleine Sträucher gedeihen im 1. Gartenstockwerk.

GEMÜSE, OBST UND KRÄUTER sind Klassiker fürs Hochbeet und laufen hier zu Hochform auf. Nährstoffreiche Erde, weniger Unkrautkonkurrenz, kaum Schädlinge und viel Wärme machen Rekordernten möglich.

Ysop, Thymian, Currykraut und Salbei brauchen ein Hochbeet mit nährstoffarmer Erde.

GEMÜSE UND KRÄUTER

Die nährstoffreiche Erde im Hochbeet ist ideal für hungrige Gemüse wie Kohl, Sellerie, Tomaten und Zucchini. Aber auch weniger nährstoffbedürftige Gemüse wie Radieschen und Salat, Möhren, Spinat, Rote Bete und Mangold oder anspruchslose wie Zwiebeln, Erbsen und Buschbohnen gedeihen im Hochbeet. Beim Anbau sollten Sie eher den Wuchs als den Nährstoffanspruch beachten: Wenn man schon in Hüfthöhe gärtnert, machen Stangenbohnen und Stabtomaten wenig Sinn, denn man bräuchte spätestens ab Ende Juni eine Leiter zum Pflegen und Ernten. Da Sie die Erde, in der die Pflanzen im Hochbeet wachsen, selbst bestimmen, können Sie einfach das anbauen, worauf Sie gerade Lust haben. Denn im Hochbeet muss man die Fruchtfolge von Starkzehrern im ersten Jahr, Mittelzehrern im zweiten und Schwachzehrern in der dritten Saison weniger konsequent einhalten als im Gartenbeet. Auch lange Anbaupausen wie bei Kohl im Gemüsegarten zur Verminderung von Krankheiten sind nicht nötig. Wenn Sie zwei Jahre hintereinander Brokkoli ernten möchten, füllen Sie einfach frische Pflanzerde oder Kompost nach.

Auch Küchenkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Kerbel und Dill gedeihen hervorragend und profitieren von den geschützten Wachstumsbedingungen.

Sonderfall: Mehrjährige Kräuter

Einjähriges Basilikum ist für regelmäßige Wasser- und Nährstoffgaben dankbar und darf auf keinen Fall allzu sehr austrocknen. Seine mediterranen Verwandten, die den Winter überdauern, gedeihen erst richtig gut, wenn sie heiß und trocken stehen.

Mehrjährige Kräuter wie Thymian, Ysop, Rosmarin, Oregano, Salbei und Currykraut wachsen in einem Kompost-Hochbeet zu stark, haben kaum Aroma und bilden viele weiche Triebe, die im Winter besonders frostempfindlich sind. Setzen Sie diese in ein eigenes kleines Hochbeet, in das Sie eine durchlässige Dachgartensubstrat-Mischung füllen. Sie ist nicht so nährstoffreich, erwärmt sich schnell und lässt überschüssiges Wasser rasch abfließen.

Auch ausdauernde, wuchernde Kräuter wie alle Minzen und die Zitronenmelisse setzt man besser in ein eigenes Hochbeet oder ein Kastenbeet (Seite 56). Hier können Sie sich ausbreiten, ohne ihre Nachbarn zu bedrängen.

Da das Substrat im Hochbeet viele Nährstoffe enthält, können Salate enger gepflanzt werden.

NASCHOBST

Erdbeeren dürfen natürlich in keinem Naschgartenhochbeet fehlen, aber auch viele Beerensträucher fühlen sich hier wohl. Prinzipiell kann man jede Obstart in ein Hochbeet pflanzen, solange man kleinwüchsige Arten oder Sorten wählt. Für einen großen Baum oder starkwüchsige Brombeeren ist der ebenerdige Garten besser geeignet.

Beerensträucher