Gedanken, Gedichte,Geschichten - Klaus Binding - E-Book

Gedanken, Gedichte,Geschichten E-Book

Klaus Binding

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Beschreibung

Gedanke, Gedichte Geschichten Texte zum Thema Geisteswissenschaft/ Anthroposophie

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Seitenzahl: 96

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Für Alisha

Inhalt

Vorwort

Glaubensbekenntnis Mensch

Wanderung

Der erste Garten

Die Elemente

Frühes Jahr, Wasser und Sonne…..

Frühjahr

Erwachen…

Amsel und Krähe

Kleine Welt Mensch

Mein Sommerkind

Selbstbetrachtung

Brot und Spiele

Der Wüstenmensch

Gleichnisse

Die alten Kräfte

Für meinen geliebten Johann Wolfgang

Judas klagt an

Kinderträume

Loslassen…

Wandlungen…

Wandlungen, polar

Wandlungen

Kindheit meines Vaters

Der Märchenbote

Kontraste?

Für Franz

Glaubt ihr, die Deutschen wollen Krieg?

Fragen an den Geist

Der Adler von Patmos

Golgotha-Liebe

Die 7 Schöpfergeister vor dem Thron

Vater…

Freiheit oder Schicksal

Verzweifelt…

Abschiedsfest

Der Laternenanzünder

Am Abend der Zeit

Der Herbst kommt…

Die Jahreszeiten wechseln

Herbsttag

Das elfte Sternenkind

Dunkel wird’s…..

Dunkelheit…

November

November

Winter…

Mein Sternenkind

Für meinen geliebten Vater

Weihe Nacht

Abstand von Steiner…

An der Schwelle

Auf dem Pfad…

Ahriman kommt…

Bedingungen der Geheimschulung

Frage an Rudolf Steiner und das Prinzip der Heilung

Fundamente

Ziel der Menschheitsentwicklung…

Die Zahlen als Grundlage aller Schöpfung

Die Welt als Spiegel

Wasser, Wein und Geist

Sprung über den Abgrund

Abwege…

Apokalypse…

Atem ist Leben

Auf Augenhöhe…

Das Auferstehungs-Rätsel… Versuch einer Erklärung

Bilder und Bildung

Dankgebet des Nikolaos von Antiochien

Der Pilatus-Dialog, Teil 1

Der Pilatus-Dialog , Teil 2

…der Wasserspiegel… im Gedankenspiegel…eine Denk-Kette…

Die chymische Hochzeit… wunderbare Wahrheitder Märchen….

Die geheimnisvolle Zahl DREI

Ein Tag ist wie ein Leben

Einweihung

Die Entwertung des Menschen

Das ewige göttliche Muster…

Der Fluch der Freiheit

Das Prinzip der Fußwaschung

Das Geheimnis des ICH

Geisteskinder und Auferstehung

Glauben ist nur der Anfang

Glaubensbekenntnis heute….

Goethe 1784 (36-jährig)…

Der Herr des Karmas

Die kosmische Wende…

Das Prinzip des Lebens…

Die Samenkorn- Meditation

Sonnengedanken…

Erfassen der Wirklichkeit

Das Wachsen der geistigen Augen und Ohren…

Der unverwesliche Doppelgänger

Vom Urgrund der Schöpfung

Die Verdrehung der Welt

Wahrheit und Weisheit

Eine Biografie

Eine Biografie

Eine Biografie

Ein komischer Kerl

Judi und Joshi

Der falsche Mann…

Der Kameltreiber und der Zimmermann

Hingabe…

Ödipus-Judas

Das Unspezialisierte ist frei…die menschliche Hand

Blutmond

Begegnung

…unser täglich Brot gib uns heute…

Autobiographisches, Tagebuch-Eintrag 12.10. 2036

Autobiographisches, Tagebucheintrag 30. Januar 2037

Vorwort

Geisteswissenschaft, Kunst und Religion sind drei Begriffe die zusammen gehören. Inspirierend für diese Einsicht war für mich die Anthroposophie Rudolf Steiners, die ich erst im sechsten Lebensjahrsiebent kennen lernte. Ab diesem Zeitpunkt wurde Rudolf Steiner mein geistiger Wegbegleiter und großer Erklärer, ein produktiver Wissender, kein spekulierender Philosoph.

In der Auseinandersetzung mit Steiner und vielen anderen geistigen Größen, besonders erwähnt seien hier Emil Bock, Paracelsus, Samuel Hahnemann, Herbert Fritsche und Pietro Archiati, entstanden neue Gedanken, und andere Sichtweisen. Der Horizont weitete sich. Es entstand das Bedürfnis neu Erkanntes aufzuschreiben, es festzuhalten, um es immer wieder neu durchdenken zu können. Das Aufgeschriebene entspringt geistigen Grundlagen, die einen persönlichen Stempel bekommen haben, immer mit dem Bemühen, das Wesenhafte zu erhalten.

Anthroposophie ist keine Angelegenheit für’s stille Kämmerlein, außer für Übung und Meditation. Die Ergebnisse geistiger Arbeit sind Geistgeschenke und gehören der Welt. Geisteswissenschaft ist Weg zum Geist und will jede Erkenntnis ständig in der Lebenswirklichkeit verbreitet sehen, im Hier und Jetzt. Herbert Fritsche prägte den Satz: Der Philosoph spekuliert, der Esoteriker schafft!

Glaubensbekenntnis Mensch

Ich bin gern ein Mensch…

Laufe auf zwei Beinen

Bin verwandt mit Erden-Steinen

Mit Pflanzen teile ich die Lebenskraft

Die Wachstum, lichtes Grün erschafft

Die Tierwelt empfinde ich im Seelenleben

Im Geist nur kann der Mensch zum Menschen sich erheben.

Ich bin gern ein Mensch…

Kreise in Gedanken

Überwinde in Freiheit alle Schranken

Der ganze Kosmos steht mir offen

Sonnen-Leben überwindet irdisch Hoffen

Im Geist der Wahrheit lern ich Schauen

Im Welten-Ich die neue Stadt erbauen.

Ich bin gern ein Mensch…

Sehne mich nach Liebe warmer Hand

Das Totenreich lass ich weinend unbenannt

Brauch die Nähe einer ganzen Welt

Und den Sinn der alles das zusammenhält

Will mit Mensch und Erde mich versöhnen

Jetzt und Hier schon sollen Himmelsglocken tönen.

Ich bin gern ein Mensch…

20. März 2019 Klaus Binding

Wanderung

Wer durchs Dunkle wandern will,

der braucht das Licht.

Er tue diese Reise still, denn sonst gelingt sie nicht.

Durch lautes Reden, mit Hörnern und Trompeten,

lässt sich das Geheimnis nicht begreifen,

doch in stiller Kammer sitzend beten,

lässt es behutsam in uns reifen.

Der erste Garten

Zwei Bäume standen voller Kraft

starker Stamm, geheimnisvolle Frucht

einer spendet Leben, der andere Wissenssucht

der Schlangenstab vorerst keinen Frieden schafft.

Das strenge Wort, die Hand erhoben

voll Angst im tiefen Gartengrün verborgen

es war nicht Ich, das Du verströmt die Sorgen

verloren in geteilter Welt, Sehnsuchtsblick nach oben.

Trockner Acker, Brot wie schwerer Lehm

Verschlossen ist das Göttertor

Zwei Trauerwesen träumend fremdwärts gehen

Eine Dunkel-Zeit bricht an, nichts ist wie zuvor

Ich und Du werden einst wieder vor dir stehen

Im Sonnenglanz singt dann der Geister Chor.

Die Elemente

Die Quelle muss fließen

Damit der Fluss nicht versiegt

Die Liebe muss sprießen

Damit Menschlichkeit überwiegt.

Die Erde muss leben

Um Keime zu zeugen

Ihr mütterliches Geben

Lässt und in Demut verbeugen.

Die Luft lebt im blauen Erdenkleid

Bäume im Wind sind luft-verwandt

Das Atmen ist der Luft geweiht

Im Atem schwingt das Menschheits-Band.

Im Feuer herrscht Wärme und Licht

Warmes Blut belebt den Geist

Kaltes Denken erbricht

Heiliges Sonnenfeuer, das im Menschenherz sich

beweist.

Quintessenz

In Götterhöhen lebt das fünfte Wesen

Vier irdisch Wesen bilden seinen Leib

Ist nur in der Sternenschrift zu lesen

Es ist der Seele ewig Weib.

Frühes Jahr, Wasser und Sonne…..

Die Krähe Baut ihr Nest…

Wasser und Sonne feiern das Frühlingsfest

Gnome reiben sich verschlafen die Augen

Salamander-Wärme will an Keimen saugen

Nymphen singen Wasserlieder

Sylphen lieben Flügelschlag im Gefieder

Die Elemente erwachen draußen und im Menschengeist

Mutter Erde wird vom Sonnenstrahl gespeist

Ängstlich erscheinen neue Triebe

Frühlingskraft erweckt durch kosmische Liebe.

Frühjahr

Dunkelheit und Kälte müssen weichen

Neu geborenes Licht schafft Frühlingszeichen

Was im Herbst zu Boden fiel

Strebt nun himmelwärts

Blühendes Leben wird zum Gottesziel

Sonnenkraft erweckt den März

Ein Kreislauf seit dem Urbeginn

Ein Fallen und Steigen

Auferstehung als des Sterbens Sinn

Der Weltengeist will sich zeigen

Erwachen…

Warmer Sonnenstrahl küsst mir das Gesicht

Wind und Vogellied streicheln zärtlich mir das wache

Ohr

Gelber Faltertaumelt durch das Himmelslicht

Hummel-Gesumm mischt sich in den Vogelchor

Blütenluft dringt tief bis in mein Blut

Lebenskraft erfüllt mein ganzes Wesen

Farbenfrohes Blumenspiel im Spiegel meiner Augen ruht

Mit den Händen will ich die Schrift der Bäume lesen

Mit den Sinnen will ich nach Allem greifen

Die Welt soll in mir neu entstehen

In der Seele lass ich Geisteskeime reifen

Das Ich lernt durch die Seele sehen

Amsel und Krähe

Für wen singst du, eitles Wesen,

Fragt die Krähe ihre Vogelschwester.

Wer kann die Schrift des Himmels lesen,

Gib Ruhe und baue Nester.

Für Gott und Menschen singe ich mein Lied,

Spricht die Amsel mit stolzer Brust.

Liebesschöpfung, die jeder hört und sieht,

Ich verkünde Lebenslust.

Wer würde Lust und Liebe kennen,

Krächzt der fliegende Gefährte.

Wer könnte Herrlichkeit benennen,

Mein hässlich Krähen schafft dir deine Werte.

Kleine Welt Mensch

Zwei Schmetterlinge umtaumeln sich im Sonnenwind

Grünblatt glitzert auf dem Wasserspiegel

Nur denkend Menschengeist enthüllt das Weltensiegel

Mensch geschaffen als der Weltenkind.

Welt ist Mensch und Mensch ist Welt

Wir sind eins und doch entzweit

mit hoher Menschennatur dem Erdengeit geweiht

auch nachdem der letzte Vorhang fällt.

Erkennen heißt die Welt zu lieben

Das Ich der Erde lebt in unserem Geist

In Seelen-Wüsten oft verwaist

Doch göttlich Sonnenkeim sprießt ewiglich in irdisch

Trieben.

Mein Sommerkind

Aus Himmelsglanz geborenes Kind

Geschenkt durch Liebesglück im Sonnenwind

Himmelslicht trägst du ins Weltenrund

Hoffnung tragend, zum tiefsten Herzensgrund.

Du bist das Sommerkind, zwischen leuchtend Blumen

erwacht Liebste Schwester des Knaben der Nacht

Aus Holz und Stroh wachsen Rosen wunderbar empor

Die Winterkälte wird verzaubert, es öffnet sich das

Frühlingstor.

Gotteskinder sind sie alle, die Kinder dieser Erde

Rettende Liebesfunken in dumpfer Menschenherde.

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder……

Für Alisha…

Selbstbetrachtung

Angstvoll ist der Blick in die Tiefen deines Wesens

was lauert hinter der lachenden Fassade

entfache nun die Kunst des inneren Lesens

betritt die Abwärtsstiege, eröffne die Kaskade.

Viele Türen gilt es zu durchschreiten

dunkle Räume der Vergangenheit

ein winzig Licht nur wird dich leiten

zaghaft, ohne Raum und Zeit

Und aus dunklen Spiegeln grinsen alte Sünden

voller Schreck erkennst du dein Gesicht

deine Dämonen werden dir verkünden

diese Reise ist dein Gericht.

Das kleine Licht, dein Freund der ersten Stunde

es muss an Glanz gewinnen

bringt dem Finst’ren letzte Kunde

aller Zweifel wird im Augenblick zerrinnen.

Vergib dir selbst und deinesgleichen

erfülle auch den letzten Raum mit Lichterkraft

klare Luft, statt Seelenkellerdunst kannst du erreichen

Selbsterkenntnis, die die Freiheit schafft

Keine unbewusste Qual bricht fortan in deine

Lebensreise

Trotz Angst und Schmerz bist du den Pfad gegangen

erst abwärts führte er, macht dich doch weise

im neuen Aufwärtssteigen ist sein Sinn gefangen.

Brot und Spiele

Ja, lauft in die großen, steinernen Arenen,

schreit und grölt euch die Seele bis zu Tränen,

oder brüllt in euren Mauern froh zum Bilderleuchten,

vergesst dann aber nicht mit Salz den Gaumen zu

befeuchten,

lest am Tage nach den Kämpfen im bunten raschelnden

Holz,

die ach so wahre Wahrheit stolz,

oder verschlingt mit Muschelohren,

des Ausrufers Wort im Äther auserkoren,

wunderbar das Duell um Ränge

wie berauscht ist rasch die Menge,

tobt euch weiter durch den Lärm,

schreit, bis ihr selber seid euch fern,

das Spiel der Spiele, runde Lust,

gepaart mit dumpfer Stirn und Siegerbrust,

doch das letzte Spiel wird mit neuen Regeln kommen,

die Seifenblase platzt, die Augen werden blass

verschwommen,

es war so herrlich nichts zu wissen, nur jetzt gibt’s kein

Zurück,

schöne, heile Welt, wir werden dich vermissen.

Der Wüstenmensch

Ein Rufer in der Wüste, ein Erdenengel voller Glut

vor dem Feuer wirkt das Wasser

ruft nach Umkehr, trotzt dem König voll von Herzens-

Mut.

Er muss schwinden, der And’re soll als Gott-Mensch

leben

er sah die Taube wie den Geist aus Wolken schweben.

Er ist der stille Diener, der keinen Zweifel hat

lacht über Kerker und den Wahnsinns-Herrscher

nimmt vor den Mund kein welkes Blatt.

Unsterblich ist sein Geist

wenn auch Hassgefühle morden

Kopf auf blankem Teller

zum Lichtverkünder ist er geworden.

Gleichnisse

In mir bist Du allgegenwärtig.

In allem was mir begegnet, finde ich Dich!

In den bewegten Zweigen der Birken,

sehe ich dein dunkles eigenwilliges Haar,

im grau-grünen Schimmer der Morgendämmerung,

deine leuchtenden Augen,

in der saphranfarbenen Wüstendüne,

den zarten Ton deiner Haut,

im stillen Halbmond,

deine weichen, weiblichen Rundungen,

und im Gesang des Nachtvogels,

höre ich deinen lusterfüllten Atem.

In Allem bist DU zu finden…

Die alten Kräfte

Oh, Sturmgewalten treibt nur euer Spiel,

Wütet, brüllt und lacht dabei,

alte Erdenkraft, entfesselt ohne Ziel,

dir biete ich die Stirn, denn ich bin frei.

Mein Wesen zu den Sternen reicht,

und weiter bis zum ersten Licht,

mein Werkzeug nur der Erde gleicht,

kein irdisch Element ist mein Gericht.

Vom Wurzelgrund der Mutter will ich mich trennen,

schlichten Dank las ich zurück,

die Lichterwelt will ich erkennen,

dieses Wollen führt zum Meisterstück.

Alle Erdenstürme, Menschenwerk und Wetterkraft,

schmelzen hin in dunkle Weltennacht,

ich schau auf zu dem, der ewig schafft,