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Gedanke, Gedichte Geschichten Texte zum Thema Geisteswissenschaft/ Anthroposophie
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Seitenzahl: 96
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Für Alisha
Vorwort
Glaubensbekenntnis Mensch
Wanderung
Der erste Garten
Die Elemente
Frühes Jahr, Wasser und Sonne…..
Frühjahr
Erwachen…
Amsel und Krähe
Kleine Welt Mensch
Mein Sommerkind
Selbstbetrachtung
Brot und Spiele
Der Wüstenmensch
Gleichnisse
Die alten Kräfte
Für meinen geliebten Johann Wolfgang
Judas klagt an
Kinderträume
Loslassen…
Wandlungen…
Wandlungen, polar
Wandlungen
Kindheit meines Vaters
Der Märchenbote
Kontraste?
Für Franz
Glaubt ihr, die Deutschen wollen Krieg?
Fragen an den Geist
Der Adler von Patmos
Golgotha-Liebe
Die 7 Schöpfergeister vor dem Thron
Vater…
Freiheit oder Schicksal
Verzweifelt…
Abschiedsfest
Der Laternenanzünder
Am Abend der Zeit
Der Herbst kommt…
Die Jahreszeiten wechseln
Herbsttag
Das elfte Sternenkind
Dunkel wird’s…..
Dunkelheit…
November
November
Winter…
Mein Sternenkind
Für meinen geliebten Vater
Weihe Nacht
Abstand von Steiner…
An der Schwelle
Auf dem Pfad…
Ahriman kommt…
Bedingungen der Geheimschulung
Frage an Rudolf Steiner und das Prinzip der Heilung
Fundamente
Ziel der Menschheitsentwicklung…
Die Zahlen als Grundlage aller Schöpfung
Die Welt als Spiegel
Wasser, Wein und Geist
Sprung über den Abgrund
Abwege…
Apokalypse…
Atem ist Leben
Auf Augenhöhe…
Das Auferstehungs-Rätsel… Versuch einer Erklärung
Bilder und Bildung
Dankgebet des Nikolaos von Antiochien
Der Pilatus-Dialog, Teil 1
Der Pilatus-Dialog , Teil 2
…der Wasserspiegel… im Gedankenspiegel…eine Denk-Kette…
Die chymische Hochzeit… wunderbare Wahrheitder Märchen….
Die geheimnisvolle Zahl DREI
Ein Tag ist wie ein Leben
Einweihung
Die Entwertung des Menschen
Das ewige göttliche Muster…
Der Fluch der Freiheit
Das Prinzip der Fußwaschung
Das Geheimnis des ICH
Geisteskinder und Auferstehung
Glauben ist nur der Anfang
Glaubensbekenntnis heute….
Goethe 1784 (36-jährig)…
Der Herr des Karmas
Die kosmische Wende…
Das Prinzip des Lebens…
Die Samenkorn- Meditation
Sonnengedanken…
Erfassen der Wirklichkeit
Das Wachsen der geistigen Augen und Ohren…
Der unverwesliche Doppelgänger
Vom Urgrund der Schöpfung
Die Verdrehung der Welt
Wahrheit und Weisheit
Eine Biografie
Eine Biografie
Eine Biografie
Ein komischer Kerl
Judi und Joshi
Der falsche Mann…
Der Kameltreiber und der Zimmermann
Hingabe…
Ödipus-Judas
Das Unspezialisierte ist frei…die menschliche Hand
Blutmond
Begegnung
…unser täglich Brot gib uns heute…
Autobiographisches, Tagebuch-Eintrag 12.10. 2036
Autobiographisches, Tagebucheintrag 30. Januar 2037
Geisteswissenschaft, Kunst und Religion sind drei Begriffe die zusammen gehören. Inspirierend für diese Einsicht war für mich die Anthroposophie Rudolf Steiners, die ich erst im sechsten Lebensjahrsiebent kennen lernte. Ab diesem Zeitpunkt wurde Rudolf Steiner mein geistiger Wegbegleiter und großer Erklärer, ein produktiver Wissender, kein spekulierender Philosoph.
In der Auseinandersetzung mit Steiner und vielen anderen geistigen Größen, besonders erwähnt seien hier Emil Bock, Paracelsus, Samuel Hahnemann, Herbert Fritsche und Pietro Archiati, entstanden neue Gedanken, und andere Sichtweisen. Der Horizont weitete sich. Es entstand das Bedürfnis neu Erkanntes aufzuschreiben, es festzuhalten, um es immer wieder neu durchdenken zu können. Das Aufgeschriebene entspringt geistigen Grundlagen, die einen persönlichen Stempel bekommen haben, immer mit dem Bemühen, das Wesenhafte zu erhalten.
Anthroposophie ist keine Angelegenheit für’s stille Kämmerlein, außer für Übung und Meditation. Die Ergebnisse geistiger Arbeit sind Geistgeschenke und gehören der Welt. Geisteswissenschaft ist Weg zum Geist und will jede Erkenntnis ständig in der Lebenswirklichkeit verbreitet sehen, im Hier und Jetzt. Herbert Fritsche prägte den Satz: Der Philosoph spekuliert, der Esoteriker schafft!
Ich bin gern ein Mensch…
Laufe auf zwei Beinen
Bin verwandt mit Erden-Steinen
Mit Pflanzen teile ich die Lebenskraft
Die Wachstum, lichtes Grün erschafft
Die Tierwelt empfinde ich im Seelenleben
Im Geist nur kann der Mensch zum Menschen sich erheben.
Ich bin gern ein Mensch…
Kreise in Gedanken
Überwinde in Freiheit alle Schranken
Der ganze Kosmos steht mir offen
Sonnen-Leben überwindet irdisch Hoffen
Im Geist der Wahrheit lern ich Schauen
Im Welten-Ich die neue Stadt erbauen.
Ich bin gern ein Mensch…
Sehne mich nach Liebe warmer Hand
Das Totenreich lass ich weinend unbenannt
Brauch die Nähe einer ganzen Welt
Und den Sinn der alles das zusammenhält
Will mit Mensch und Erde mich versöhnen
Jetzt und Hier schon sollen Himmelsglocken tönen.
Ich bin gern ein Mensch…
20. März 2019 Klaus Binding
Wer durchs Dunkle wandern will,
der braucht das Licht.
Er tue diese Reise still, denn sonst gelingt sie nicht.
Durch lautes Reden, mit Hörnern und Trompeten,
lässt sich das Geheimnis nicht begreifen,
doch in stiller Kammer sitzend beten,
lässt es behutsam in uns reifen.
Zwei Bäume standen voller Kraft
starker Stamm, geheimnisvolle Frucht
einer spendet Leben, der andere Wissenssucht
der Schlangenstab vorerst keinen Frieden schafft.
Das strenge Wort, die Hand erhoben
voll Angst im tiefen Gartengrün verborgen
es war nicht Ich, das Du verströmt die Sorgen
verloren in geteilter Welt, Sehnsuchtsblick nach oben.
Trockner Acker, Brot wie schwerer Lehm
Verschlossen ist das Göttertor
Zwei Trauerwesen träumend fremdwärts gehen
Eine Dunkel-Zeit bricht an, nichts ist wie zuvor
Ich und Du werden einst wieder vor dir stehen
Im Sonnenglanz singt dann der Geister Chor.
Die Quelle muss fließen
Damit der Fluss nicht versiegt
Die Liebe muss sprießen
Damit Menschlichkeit überwiegt.
Die Erde muss leben
Um Keime zu zeugen
Ihr mütterliches Geben
Lässt und in Demut verbeugen.
Die Luft lebt im blauen Erdenkleid
Bäume im Wind sind luft-verwandt
Das Atmen ist der Luft geweiht
Im Atem schwingt das Menschheits-Band.
Im Feuer herrscht Wärme und Licht
Warmes Blut belebt den Geist
Kaltes Denken erbricht
Heiliges Sonnenfeuer, das im Menschenherz sich
beweist.
Quintessenz
In Götterhöhen lebt das fünfte Wesen
Vier irdisch Wesen bilden seinen Leib
Ist nur in der Sternenschrift zu lesen
Es ist der Seele ewig Weib.
Die Krähe Baut ihr Nest…
Wasser und Sonne feiern das Frühlingsfest
Gnome reiben sich verschlafen die Augen
Salamander-Wärme will an Keimen saugen
Nymphen singen Wasserlieder
Sylphen lieben Flügelschlag im Gefieder
Die Elemente erwachen draußen und im Menschengeist
Mutter Erde wird vom Sonnenstrahl gespeist
Ängstlich erscheinen neue Triebe
Frühlingskraft erweckt durch kosmische Liebe.
Dunkelheit und Kälte müssen weichen
Neu geborenes Licht schafft Frühlingszeichen
Was im Herbst zu Boden fiel
Strebt nun himmelwärts
Blühendes Leben wird zum Gottesziel
Sonnenkraft erweckt den März
Ein Kreislauf seit dem Urbeginn
Ein Fallen und Steigen
Auferstehung als des Sterbens Sinn
Der Weltengeist will sich zeigen
Warmer Sonnenstrahl küsst mir das Gesicht
Wind und Vogellied streicheln zärtlich mir das wache
Ohr
Gelber Faltertaumelt durch das Himmelslicht
Hummel-Gesumm mischt sich in den Vogelchor
Blütenluft dringt tief bis in mein Blut
Lebenskraft erfüllt mein ganzes Wesen
Farbenfrohes Blumenspiel im Spiegel meiner Augen ruht
Mit den Händen will ich die Schrift der Bäume lesen
Mit den Sinnen will ich nach Allem greifen
Die Welt soll in mir neu entstehen
In der Seele lass ich Geisteskeime reifen
Das Ich lernt durch die Seele sehen
Für wen singst du, eitles Wesen,
Fragt die Krähe ihre Vogelschwester.
Wer kann die Schrift des Himmels lesen,
Gib Ruhe und baue Nester.
Für Gott und Menschen singe ich mein Lied,
Spricht die Amsel mit stolzer Brust.
Liebesschöpfung, die jeder hört und sieht,
Ich verkünde Lebenslust.
Wer würde Lust und Liebe kennen,
Krächzt der fliegende Gefährte.
Wer könnte Herrlichkeit benennen,
Mein hässlich Krähen schafft dir deine Werte.
Zwei Schmetterlinge umtaumeln sich im Sonnenwind
Grünblatt glitzert auf dem Wasserspiegel
Nur denkend Menschengeist enthüllt das Weltensiegel
Mensch geschaffen als der Weltenkind.
Welt ist Mensch und Mensch ist Welt
Wir sind eins und doch entzweit
mit hoher Menschennatur dem Erdengeit geweiht
auch nachdem der letzte Vorhang fällt.
Erkennen heißt die Welt zu lieben
Das Ich der Erde lebt in unserem Geist
In Seelen-Wüsten oft verwaist
Doch göttlich Sonnenkeim sprießt ewiglich in irdisch
Trieben.
Aus Himmelsglanz geborenes Kind
Geschenkt durch Liebesglück im Sonnenwind
Himmelslicht trägst du ins Weltenrund
Hoffnung tragend, zum tiefsten Herzensgrund.
Du bist das Sommerkind, zwischen leuchtend Blumen
erwacht Liebste Schwester des Knaben der Nacht
Aus Holz und Stroh wachsen Rosen wunderbar empor
Die Winterkälte wird verzaubert, es öffnet sich das
Frühlingstor.
Gotteskinder sind sie alle, die Kinder dieser Erde
Rettende Liebesfunken in dumpfer Menschenherde.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder……
Für Alisha…
Angstvoll ist der Blick in die Tiefen deines Wesens
was lauert hinter der lachenden Fassade
entfache nun die Kunst des inneren Lesens
betritt die Abwärtsstiege, eröffne die Kaskade.
Viele Türen gilt es zu durchschreiten
dunkle Räume der Vergangenheit
ein winzig Licht nur wird dich leiten
zaghaft, ohne Raum und Zeit
Und aus dunklen Spiegeln grinsen alte Sünden
voller Schreck erkennst du dein Gesicht
deine Dämonen werden dir verkünden
diese Reise ist dein Gericht.
Das kleine Licht, dein Freund der ersten Stunde
es muss an Glanz gewinnen
bringt dem Finst’ren letzte Kunde
aller Zweifel wird im Augenblick zerrinnen.
Vergib dir selbst und deinesgleichen
erfülle auch den letzten Raum mit Lichterkraft
klare Luft, statt Seelenkellerdunst kannst du erreichen
Selbsterkenntnis, die die Freiheit schafft
Keine unbewusste Qual bricht fortan in deine
Lebensreise
Trotz Angst und Schmerz bist du den Pfad gegangen
erst abwärts führte er, macht dich doch weise
im neuen Aufwärtssteigen ist sein Sinn gefangen.
Ja, lauft in die großen, steinernen Arenen,
schreit und grölt euch die Seele bis zu Tränen,
oder brüllt in euren Mauern froh zum Bilderleuchten,
vergesst dann aber nicht mit Salz den Gaumen zu
befeuchten,
lest am Tage nach den Kämpfen im bunten raschelnden
Holz,
die ach so wahre Wahrheit stolz,
oder verschlingt mit Muschelohren,
des Ausrufers Wort im Äther auserkoren,
wunderbar das Duell um Ränge
wie berauscht ist rasch die Menge,
tobt euch weiter durch den Lärm,
schreit, bis ihr selber seid euch fern,
das Spiel der Spiele, runde Lust,
gepaart mit dumpfer Stirn und Siegerbrust,
doch das letzte Spiel wird mit neuen Regeln kommen,
die Seifenblase platzt, die Augen werden blass
verschwommen,
es war so herrlich nichts zu wissen, nur jetzt gibt’s kein
Zurück,
schöne, heile Welt, wir werden dich vermissen.
Ein Rufer in der Wüste, ein Erdenengel voller Glut
vor dem Feuer wirkt das Wasser
ruft nach Umkehr, trotzt dem König voll von Herzens-
Mut.
Er muss schwinden, der And’re soll als Gott-Mensch
leben
er sah die Taube wie den Geist aus Wolken schweben.
Er ist der stille Diener, der keinen Zweifel hat
lacht über Kerker und den Wahnsinns-Herrscher
nimmt vor den Mund kein welkes Blatt.
Unsterblich ist sein Geist
wenn auch Hassgefühle morden
Kopf auf blankem Teller
zum Lichtverkünder ist er geworden.
In mir bist Du allgegenwärtig.
In allem was mir begegnet, finde ich Dich!
In den bewegten Zweigen der Birken,
sehe ich dein dunkles eigenwilliges Haar,
im grau-grünen Schimmer der Morgendämmerung,
deine leuchtenden Augen,
in der saphranfarbenen Wüstendüne,
den zarten Ton deiner Haut,
im stillen Halbmond,
deine weichen, weiblichen Rundungen,
und im Gesang des Nachtvogels,
höre ich deinen lusterfüllten Atem.
In Allem bist DU zu finden…
Oh, Sturmgewalten treibt nur euer Spiel,
Wütet, brüllt und lacht dabei,
alte Erdenkraft, entfesselt ohne Ziel,
dir biete ich die Stirn, denn ich bin frei.
Mein Wesen zu den Sternen reicht,
und weiter bis zum ersten Licht,
mein Werkzeug nur der Erde gleicht,
kein irdisch Element ist mein Gericht.
Vom Wurzelgrund der Mutter will ich mich trennen,
schlichten Dank las ich zurück,
die Lichterwelt will ich erkennen,
dieses Wollen führt zum Meisterstück.
Alle Erdenstürme, Menschenwerk und Wetterkraft,
schmelzen hin in dunkle Weltennacht,
ich schau auf zu dem, der ewig schafft,
