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Texte, Gedanken und Zitate aus meiner Gedankenwelt. Vollgepackt mit Drama und Melancholie. Vielleicht ist es Poesie, vielleicht auch nicht. Aber es kommt von Herzen.
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Seitenzahl: 32
Veröffentlichungsjahr: 2017
Vorwort
Neuanfänge
Weglaufen
Nur eine Sekunde
Ein kleiner Raum
Angst
Maskenbildner
Nacht
Zwei Fragen
Tanzen
Fassadenspiel
Weglaufen II
Dämonen
Tag für Tag
Gedanken denken
Das ist Liebe
Erwachsen werden
Über Depressionen
Ein kleiner Kampf ums Weitermachen
Das Meer (Vielleicht können die Wellen unsere Sorgen brechen)
Liebe
Lass mal an uns selber glauben
Musik
Liebe II
Weglaufen III
Zusammensetzen
Ich hab so viel zu sagen
Für die, die immer an mich geglaubt haben.
„It’s better to burn out than to fade away”
- Kurt Cobain
Dieses Buch steckt voller Herzblut,
Leidenschaft und eigenen Erfahrungen.
Manche mögen es Lyrik schimpfen, andere
stempeln es als wirre Gedankengänge eines
naiven Mädchens ab.
Die Texte scheinen wahllos aneinandergereiht,
aber es hat alles einen Sinn denn auch in einer
Welt außerhalb von Buchstaben weiß man nie,
was einen erwartet.
Indem ich Themen wie Depressionen offen
anspreche, hoffe ich, einen kleinen Teil dazu
beizutragen, das Thema psychische
Erkrankungen ein wenig zu enttabuisieren.
Jedes Jahr zu Silvester
die in prickelnde Gläser
geblubberten Vorsätze,
die verschwinden unter dem Knall
hell leuchtender Farben.
Wir sitzen in diesem Auto, die Musik ist laut
und draußen zieht das Leben im Sekundentakt
vorbei.
Kilometer für Kilometer verändert sich die
Landschaft,
Kilometer für Kilometer lassen wir alles
zurück.
Wir schreien unsere Lieblingssongs gegen den
Fahrtwind
hinein in die Nacht.
Und zusammen mit den Lichtern am
Straßenrand
verschwimmen unsere Gedanken,
bis wir alles zurücklassen.
Wir rennen vor uns davon.
Rennen weg von diesem Leben
ohne Sinn und ohne Inhalt
- reden wir uns ein.
Wir war’n gefangen in unserer Welt
und mit jedem Kilometer,
der sich dazwischen schiebt,
zerbricht dieses Konstrukt aus Zahlen immer
mehr.
Und wir reden uns ein, dass Weglaufen
funktioniert.
Wir sind frei,
Vögel im Wind,
Schwalben, nein Adler – denn wir beherrschen
den Moment.
Und wir lachen und reden und sind genau hier,
Malen unsere Zukunft in Pastellfarben an die
Wände,
Sind Superhelden,
Könige nur mit Kippen und Tequila,
Alleskönner und Allesversteher
mit Tatendrang und Endorphinen in unserer
Brust.
Wir sind eine Supernova,
ein Vulkanausbruch
und vielleicht ist es better to burn out than to
fade away
und ausnahmsweise ist die Flasche mal
halbvoll und nicht halbleer.
Und wir reden uns ein, dass Weglaufen
funktioniert.
Wir sind Querdenker,
immer lieber links als rechts.
Weltenveränderer
und Steineschmeißer.
Wir sind Querfeldeinrenner,
auf Mauern Balancierer
und kippeschnippend auf Banklehnen Sitzer.
Wir sind mit überdimensionalen Pinseln
Sonnenuntergänge an den Himmel Maler,
Ozean Verehrer,
Auf Regentropfenwettrenn Setzer.
Wir sind lautes Lachen,
Lieblingssong in die Nacht Brüller
Blumenkronen Bastler.
Du bist mein zuhause
und wenn du sagst, du willst geh’n,
bekomm‘ ich Heimweh,
also kannst du jetzt noch nicht geh’n
Und wir reden uns ein, dass Weglaufen
funktioniert.
Wir verlieren uns in dem Moment
und finden uns nie wieder,
verlaufen uns in unseren Träumen
und schlagen mit dem bisschen Wut in uns
beiden
die Wände ein, auf denen so überzeugend
„Ausgang“ steht.
Lösen uns von Fesseln und Barrikaden,
bauen eine Stadt aus leuchtenden Farben,
in der jeder willkommen ist.
Denn wir scheißen auf Rassismus,
was sollen Farben und Grenzen schon
bedeuten
und an einen Gott der Liebe bestraft, wollen
wir nicht glauben.
Wir trennen den Schaden von der Freude
und sind verdammt nochmal unendlich –
solange wir nicht stehen bleiben.
Denn stehen wir still‘, kommt alles wieder
hoch,
unsere Gedanken folgen uns
über Mauern und Bäche,
gesicherte Grenzen und Ozeane.
Und wir fragen uns, ob es jemals darum ging
irgendwo zu bleiben.
Und wir reden uns ein, dass Weglaufen
funktioniert.
Also rennen wir weiter durchs Leben,
behaupten voller Überzeugung, dass wir echt
sind,
dass wir leben,
dass wir glücklich sind.
Obwohl wir gar nicht wirklich fühlen.
Denn wir haben uns verloren.
Verloren im Streben nach Perfektion
