Gedankenfetzen - Marie Dickmann - E-Book

Gedankenfetzen E-Book

Marie Dickmann

0,0
2,49 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Texte, Gedanken und Zitate aus meiner Gedankenwelt. Vollgepackt mit Drama und Melancholie. Vielleicht ist es Poesie, vielleicht auch nicht. Aber es kommt von Herzen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 32

Veröffentlichungsjahr: 2017

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Vorwort

Neuanfänge

Weglaufen

Nur eine Sekunde

Ein kleiner Raum

Angst

Maskenbildner

Nacht

Zwei Fragen

Tanzen

Fassadenspiel

Weglaufen II

Dämonen

Tag für Tag

Gedanken denken

Das ist Liebe

Erwachsen werden

Über Depressionen

Ein kleiner Kampf ums Weitermachen

Das Meer (Vielleicht können die Wellen unsere Sorgen brechen)

Liebe

Lass mal an uns selber glauben

Musik

Liebe II

Weglaufen III

Zusammensetzen

Ich hab so viel zu sagen

Für die, die immer an mich geglaubt haben.

„It’s better to burn out than to fade away”

- Kurt Cobain

Vorwort

Dieses Buch steckt voller Herzblut,

Leidenschaft und eigenen Erfahrungen.

Manche mögen es Lyrik schimpfen, andere

stempeln es als wirre Gedankengänge eines

naiven Mädchens ab.

Die Texte scheinen wahllos aneinandergereiht,

aber es hat alles einen Sinn denn auch in einer

Welt außerhalb von Buchstaben weiß man nie,

was einen erwartet.

Indem ich Themen wie Depressionen offen

anspreche, hoffe ich, einen kleinen Teil dazu

beizutragen, das Thema psychische

Erkrankungen ein wenig zu enttabuisieren.

Neuanfänge

Jedes Jahr zu Silvester

die in prickelnde Gläser

geblubberten Vorsätze,

die verschwinden unter dem Knall

hell leuchtender Farben.

Weglaufen

Wir sitzen in diesem Auto, die Musik ist laut

und draußen zieht das Leben im Sekundentakt

vorbei.

Kilometer für Kilometer verändert sich die

Landschaft,

Kilometer für Kilometer lassen wir alles

zurück.

Wir schreien unsere Lieblingssongs gegen den

Fahrtwind

hinein in die Nacht.

Und zusammen mit den Lichtern am

Straßenrand

verschwimmen unsere Gedanken,

bis wir alles zurücklassen.

Wir rennen vor uns davon.

Rennen weg von diesem Leben

ohne Sinn und ohne Inhalt

- reden wir uns ein.

Wir war’n gefangen in unserer Welt

und mit jedem Kilometer,

der sich dazwischen schiebt,

zerbricht dieses Konstrukt aus Zahlen immer

mehr.

Und wir reden uns ein, dass Weglaufen

funktioniert.

Wir sind frei,

Vögel im Wind,

Schwalben, nein Adler – denn wir beherrschen

den Moment.

Und wir lachen und reden und sind genau hier,

Malen unsere Zukunft in Pastellfarben an die

Wände,

Sind Superhelden,

Könige nur mit Kippen und Tequila,

Alleskönner und Allesversteher

mit Tatendrang und Endorphinen in unserer

Brust.

Wir sind eine Supernova,

ein Vulkanausbruch

und vielleicht ist es better to burn out than to

fade away

und ausnahmsweise ist die Flasche mal

halbvoll und nicht halbleer.

Und wir reden uns ein, dass Weglaufen

funktioniert.

Wir sind Querdenker,

immer lieber links als rechts.

Weltenveränderer

und Steineschmeißer.

Wir sind Querfeldeinrenner,

auf Mauern Balancierer

und kippeschnippend auf Banklehnen Sitzer.

Wir sind mit überdimensionalen Pinseln

Sonnenuntergänge an den Himmel Maler,

Ozean Verehrer,

Auf Regentropfenwettrenn Setzer.

Wir sind lautes Lachen,

Lieblingssong in die Nacht Brüller

Blumenkronen Bastler.

Du bist mein zuhause

und wenn du sagst, du willst geh’n,

bekomm‘ ich Heimweh,

also kannst du jetzt noch nicht geh’n

Und wir reden uns ein, dass Weglaufen

funktioniert.

Wir verlieren uns in dem Moment

und finden uns nie wieder,

verlaufen uns in unseren Träumen

und schlagen mit dem bisschen Wut in uns

beiden

die Wände ein, auf denen so überzeugend

„Ausgang“ steht.

Lösen uns von Fesseln und Barrikaden,

bauen eine Stadt aus leuchtenden Farben,

in der jeder willkommen ist.

Denn wir scheißen auf Rassismus,

was sollen Farben und Grenzen schon

bedeuten

und an einen Gott der Liebe bestraft, wollen

wir nicht glauben.

Wir trennen den Schaden von der Freude

und sind verdammt nochmal unendlich –

solange wir nicht stehen bleiben.

Denn stehen wir still‘, kommt alles wieder

hoch,

unsere Gedanken folgen uns

über Mauern und Bäche,

gesicherte Grenzen und Ozeane.

Und wir fragen uns, ob es jemals darum ging

irgendwo zu bleiben.

Und wir reden uns ein, dass Weglaufen

funktioniert.

Also rennen wir weiter durchs Leben,

behaupten voller Überzeugung, dass wir echt

sind,

dass wir leben,

dass wir glücklich sind.

Obwohl wir gar nicht wirklich fühlen.

Denn wir haben uns verloren.

Verloren im Streben nach Perfektion