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Ein MINTmachbuch für Kinder und Jugendliche im Projekt: Wissenschaft für ALLE! In Band 2 betreten die Freunde Violetta und Pablo wieder das Magische Labyrinth - ein fantastisches Raum-Zeit-Labor. Doch sie sind nicht allein: Zusammen mit dem Zwillingspaar (Lena und Leo) erforschen sie das menschliche Gehirn. Und auch dieses Mal müssen die Schüler beweisen, wie gut sie zusammenarbeiten. Denn ohne Zusammenhalt und Teamgeist werden sie ihr Ziel nicht erreichen ... Die spannende Abenteuer-Reise ins menschliche Gehirn beginnt. Insgesamt werden in dieser Serie verschiedene wissenschaftliche Themen behandelt (auf altersgerechtem Niveau - ab 7 Jahre), die von der Biologie des Menschen bis zur Ökologie reichen. Zusätzlich werden auch Themen wie der Umgang mit Misserfolgen, Teamarbeit, Mut, Eifersucht und Diversität behandelt. Das Buch lässt sich zu der sog. MINT-Themenbuchreihe zählen. (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) - im Englischen STEM. Neben "Wissenschaft für ALLE! versteht sich das Buch als Beitrag zu Kultur, Verständigung, Diversität, Freundschaft und soziale Kompetenz und trifft damit den aktuellen, öffentlichen Diskurs sowie den Zeitgeist.
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2023
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Für Jorge. Ich hätte mir keinen besseren Teamkollegen wünschen können. —T.G.
Für meine Eltern, Tony und Sabina. Danke, dass Ihr mich immer zum Zeichnen ermutigt habt. —R.B.
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Bauanleitung aus dem Magischen Labyrinth
Stelle eine Prismen-Brille her!
MINTmachen!
Backe ein Gehirn!
» Glaubst du, dass es in der Ausstellung echte Gehirne gibt?«, flüsterte Violetta ihrem besten Freund Pablo zu.
Pablo erschauderte. »Ekelhaft! Hast du dich in einen Zombie verwandelt, oder was?«
»Vielleicht habe ich das ... grrrrr.« Violetta hob ihre Hände über den Kopf und tat so, als würde sie in Pablos Schulter beißen. Sie lachten, als sie mit dem Rest ihrer Klasse in der Schlange warteten. In der Neuenburger Grundschule fand gerade die Woche des Gehirns statt, und die Studenten der örtlichen Hochschule hatten eine Ausstellung zum Thema Gehirn vorbereitet. Keiner wusste genau, was es war, aber sie hörten, dass es viele Spiele und Abenteuer geben sollte.
»Ich frage mich, ob das Reisen in den Weltraum vielleicht Auswirkungen auf unser Gehirn haben könnte«, überlegte Pablo und kratzte sich am Hinterkopf. »Da gibt es keine Schwerkraft oder so.«
»Wenn du Astronaut bist, werde ich vielleicht ein paar kleine Experimente mit dir machen, um es herauszufinden!«, erwiderte Violetta und tippte mit ihren Fingerspitzen aneinander.
»Niemals!«, lachte Pablo und hielt seine Hände schützend über seinen Kopf.
Pablo und Violetta waren seit der ersten Klasse beste Freunde. Sie spielten nach der Schule in der gleichen Fußballmannschaft. Und beide liebten es, beim Italiener Pizza mit sauren Gurken zu bestellen. Aber was sie wirklich zu besten Freunden machte, war ihre Liebe zur Wissenschaft. Pablo wollte einmal Astronaut werden. Violetta wollte ein eigenes Labor leiten und verschiedene Krankheiten erforschen.
»Okay, Schüler«, sagte Herr Eng vom Anfang der Reihe her. »Es ist gleich Zeit, hineinzugehen.«
»Juhu!«, jubelten alle Schüler laut.
Herr Eng zog einen Bleistift hinter seinem Ohr hervor und hielt ihn an seine Lippen. »Schhhhh! Wir sind immer noch auf dem Flur und müssen daher leise sein.«
Die Klasse beruhigte sich. Aber es lag ein aufgeregtes Gemurmel in der Luft.
Violetta war die Größte in der Klasse und versuchte, durch das Fenster der Turnhallentür zu spähen.
»Alles, was ich sehe, sind ein paar Viert- und Fünftklässler, die aussehen, als hätten sie Spaß.» Sie verschränkte die Arme und seufzte.
»Wann sind wir denn endlich dran?«
Die Türen der Turnhalle öffneten sich, und die Direktorin Frau Jansen kam heraus.
»Guten Morgen, Schüler!«, sagte sie.
»Guten Morgen, Frau Direktorin Jansen!«, antwortete die Klasse.
»Ich hoffe, ihr seid alle bereit, etwas über unser
Gehirn zu lernen!« Mit einem warmen Lächeln winkte sie die Klasse in die Turnhalle.
»Komm schon, Pablo!« Violetta griff nach seiner Hand.
In der Turnhalle gab es so viele verschiedene Stationen zu entdecken.
Auf der einen Seite formten die Kinder schwabbelige Gehirne aus Wackelpudding. Auf der anderen Seite der Turnhalle bewegte ein Fünftklässler ein Spielzeugauto mithilfe einiger Kabel, die an seinen Armen befestigt waren.
Außerdem beobachtete eine Gruppe von Kindern, wie ein Bein einer Kakerlake im Takt der Musik auf einem Handy tanzte.
An einer anderen Station trug ein Schüler eine Kappe, aus der ein Bündel von Drähten ragte.
Es sah aus, als würden sie Signale aus seinem Gehirn aufzeichnen.
»Violetta, schau!«, rief Pablo. Er zerrte an ihrem T-Shirt. »Sieh mal da drüben!«
Violettas Augen huschten dorthin, wo Pablo hinwies. Auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes befand sich eine Station mit fünf rot-silbernen Mikroskopen, die auf einem Tisch aufgereiht waren. Ein Lächeln breitete sich auf Violettas Gesicht aus. Es wurde so breit, dass es fast ihre Ohren berührte. Ihre Finger begannen, zu zittern, und ihre Augen funkelten vor Begeisterung.
»Oooooooh!«, gab Violetta von sich. »Ich frage mich, ob sie sich Gehirne anschauen!« Sie rannte auf das letzte freie Mikroskop zu.
Doch bevor sie die Station erreichte, kam ein Viertklässler herangestürmt und setzte sich hin.
»Hey!« Violetta runzelte die Stirn. »Ich wollte mich da hinsetzen!«
»Ich war zuerst hier!«, antwortete der Viertklässler. Violetta hätte am liebsten geweint. »Das ist so ungerecht«, sagte sie.
In diesem Moment tauchte Herr Eng hinter Violetta und Pablo auf. »Ist hier alles in Ordnung?«, fragte er.
»Ich werde nie in der Lage sein, Krankheiten zu heilen, wenn ich nicht an einem Mikroskop üben kann«, sagte Violetta und ließ den Kopf hängen.
»Mach dir keine Sorgen. Ich bin sicher, dass du noch über ein Abenteuer stolpern wirst, bevor die Ausstellung vorbei ist«, sagte Herr Eng und zwinkerte.
Pablo lehnte sich dicht an Violetta heran und flüsterte: »Ahnst Du auch, wer uns heute ein weiteres Rätsel schicken wird?«
Violetta hob den Kopf, und das Funkeln kehrte in ihre Augen zurück.
»Was hat es denn damit auf sich?«, fragte Pablo und zeigte auf eine Station mit leeren Sitzen.
Violetta nickte. »Okay, schauen wir es uns an.«
An einem Tisch saß eine Studentin und begrüßte die beiden, als sie zu ihr hingingen.
»Hallo! Mein Name ist Klara«, sagte sie.
Klara saß zwischen zwei anderen Drittklässlern.
Die Zwillinge Lena und Leo sahen fast gleich aus. Außer dass Lenas Haare auf dem Kopf zu zwei Zöpfen gebunden, und Leos Haare ganz kurz geschnitten waren. Ein Blitz war seitlich in seine Frisur rasiert. Ein Blitz ...?
Am Hals trug er eine Halskette mit Anhängern.
»Wir backen Gehirne!«, erklärte Klara. Sie zeigte auf die Mitte des Tisches. Dort lagen eine Wanne mit Teig, ein Backblech, einige Farben und ein Pinsel.
»Unsere Gehirne sind bereits gebacken, und jetzt bemalen wir sie!«, sagte Lena.
Violetta blinzelte. »Ich dachte, das wäre eine Ausstellung zum Gehirn und kein Kunstunterricht«, sagte sie.
Klara lachte. »Wissenschaftler nutzen Kunst häufig als Hilfsmittel! Sie zeichnen oder fotografieren die wunderbaren Dinge, die sie entdecken.«
»Ja, Astronauten nehmen supercoole Bilder aus dem All auf!«, rief Pablo.
»Genau!«, sagte Klara. Sie griff nach der Wanne und steckte ihre Hand hinein. Sie warf zwei Kleckse Teig auf den Tisch.
