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Ein heiter/besinnliches Lesebuch, mit einer augenzwinkernden Sicht auf Geschehnisse der Bibel, Geschichte, Mythologie und dem Heute. Es gibt außergewöhnliche Tiergeschichten und auch einen psychologischen Krimi zu lesen. Alles in allem ein Buch so recht zum Lesen in einem gemütlichen Sessel oder im Urlaub.
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Seitenzahl: 64
Veröffentlichungsjahr: 2018
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In Erinnerung an meinen Vater
Wolfgang Bröll / Peter Wolick
Morgenstunde
Das Paradies
Mein Garten
Die Arche Noah
Jahreswechsel
Die Olympischen Spiele
Erinnerungen
Fazit
Robinson Crusoe
Galilei
4 Uhr
Frühling
Shakespeare
Einsicht
Erwartung
Vertrauen
Odysseus und Circe
Erbe der Menschheit
Nero
Lysistrata
Feierabend
Alles Bio
Leonardo da Vinci
Der zertretene Tag
Sommer
Die Nibelungen
Rubens
Gedankenzeit
Meeresleuchten
Oberammergau
Das Ende vom Paradies
Häusle-Bau
Chanel
Frühstücksbesuch
Wie sein?
Die Borgias
Der Baum
Abschied
Abendgebet
Carmen
Ein neuer Tag
Pongpong
Frieden
Herbstgedanken
Katharina die Große
Heinrich der Achte
Mutter
Moral
Vergänglichkeit
Für meinen Mann
Vertrautheit
Freude
Joseph und Frau Potiphar
Die Wikinger
Cäsar
Morgen am See
Sokrates
Wer sind wir?
Macht
Zuversicht
Die Minnesänger
Herbstzeit
Kälteeinbruch
Gier
Stallweihnacht
Weihnachten
Im zitternden Spiegel fließt er vorbei –
weiß und stolz – unverletzbar –
die Kühle der Frühe im Gefieder.
Ihm gehört der See – noch.
„Schenkst du mir ein Stück von Dir?
Ein Stück Gelassenheit?“
Ein kurzer Blick aus schwarzen Augen.
„Ja?“
Der See nimmt ihn mit ...
Weiße Federn sind mein Kleid – ein Zauber
und dann ist es da – das Geschenk.
Das Reich des ersten Menschen hieß
recht paradox das „Paradies“,
denn heute ist der Menschheit klar,
dass dieser Fall ein Reinfall war.
Erst hatte Adam Langeweile,
darauf entnahm der Herr ihm Teile
und bastelte zum Zeitvertreib
aus seinem Rippenstück – das Weib.
Hätt’ er was Männliches geschnitten,
den zweiten Adam oder dritten,
dann spielte dieses Triumvirat
im Paradies noch heute Skat.
Jedoch nicht ohne Hintergründe
kam Eva – und mit ihr die Sünde.
Zwar waren eine kurze Zeit
die ersten Menschen nur zu zweit.
Er konnte nicht zum Stammtisch gehen
und nicht nach fremden Weibern sehen.
Sie konnte sich noch nicht beklagen,
dass andere Damen Nerze tragen.
Ganz abgesehen herrschte ja
vorm Sündenfall noch FKK.
Derweil die Kirche an der Scham
erst nach dem Fall-Obst Anstoß nahm.
Die Unschuld währte nicht sehr lange,
Schleichwerbung trieb die böse Schlange
für Äpfel, deren Vitamine
dem Scharfblick der Erkenntnis diene.
Eva biss an, auch Adam schmeckte
den Wurm, den da der Herr versteckte.
Das Paradies ward prompt gekündigt,
weil beide hatten erbgesündigt.
So leidet jetzt noch Adams Sippe
an einer falsch verpflanzten Rippe.
So lebt man denn so vor sich hin;
doch Grübelei macht keinen Sinn,
statt auf das Glück zu warten,
geh ich in meinen Garten.
Dort find’ ich Farbenfröhlichkeit,
Vogelgesang wird mich erquicken,
Auge und Seele werden dort weit;
er zaubert ein Lächeln auf meine Lippen.
Mit beiden Händen ergreife ich sie –
ich fühle das Sein der Erde.
Mit Liebe und Hacke geb ich mich hin,
auf dass es Leben werde.
Seidige Wurzeln umfassen die Erde,
die Geburt einer Blume drängt hinauf zum Licht;
es wächst und sprießt, dass es Fülle werde –
jetzt zeigt eine Blüte ihr Gesicht.
Die Welt soll toben – sie ist ja verrückt,
ich fliehe dem bösen Gewimmel,
ich steh im Grünen, bin weltentrückt
und fühle mich näher dem Himmel.
Zu diesem Quell lass’ ich mich ziehn,
es ist mir, als würde er warten
auf meine Seele, die spricht zu ihm:
„Kein Königreich für Dich, mein Garten!“
Herr Noah, fromm und gottgefällig,
doch offenbar recht ungesellig,
erfuhr, dass Gott der Menschheit grollte
und alle Welt ersäufen wollte.
Gott hat es Noah anvertraut,
dass der sich einen Kasten baut
und außer seinem Weibe möcht er
drei Söhne und drei Schwiegertöchter
die Sintflut überleben lassen,
und von den Tieren aller Rassen
ein Paar, sich fruchtbar zu begatten,
auch Bandwurm, Kopflaus, Wanzen,
Ratten.
Durch die Beziehung, ganz nach oben
hat nichts den Baubeginn verschoben,
und Noah kam nicht ins Gedränge
durch sinnlose Behördengänge.
Drei Stockwerk hoch hat er gebaut
und alle haben zugeschaut;
und sich gefragt, warum, wieso,
was hast du vor mit deinem Zoo?
Doch Noah rief, vermutlich heiter:
„Ein kleines Hobby, gar nichts weiter!“,
und als die Flut dann kam, da lief er
vom Stapel mit dem Ungeziefer
und tat nicht einen Finger regen,
als Nachbarn, Freunde und Kollegen
das Wasser bis zum Halse stand,
ob er sich selbst nicht schäbig fand?
Hernach den Katastrophenschaden
hat Noahs Sippe auszubaden.
Sie mussten ganz von vorn beginnen
mit Klapperschlangen, Flöhen, Spinnen,
und dürfen sich voll Gottvertrauen
diesmal Atomschutzbunker bauen.
Darum wohl pflanzte Noah Reben
und hat sich still dem Suff ergeben.
Altes Jahr leg Dich zur Ruh’,
nimm Krieg, Not und Elend mit,
deck alles mit Deinem abgetragenen
Kleide zu.
Eine Blume reiche ich Dir zum Schluss
und gebe Dir für die schönen Momente in Dir
einen Abschiedskuss.
Sei gegrüßt, Du neues Jahr,
jung, stolz und strahlend stehst Du da.
Weißt Du, was Deine Zeit uns bringt?
Wird Einsicht in den Herzen sein,
die Erde von Gier und
Maßlosigkeit befreien?
Wird kostbar die Natur erkannt,
und Raubbau von ihr abgewandt?
Werden Menschen sich als Brüder sehen
und sich nicht mit Waffen
gegenüberstehen?
Werden sie erkennen,
es gibt für alle nur einen Gott,
den sie nur jeweils anders nennen?
Sei gegrüßt, Du neues Jahr!
Vielleicht wird es diesmal doch noch
wahr?
Olympia, in Griechenland,
ist darum heute noch bekannt,
weil dort vor fast dreitausend Jahren
die so genannten Spiele waren,
zu denen man die Jugend rief,
doch leider derart primitiv,
dass, wenn man zum Vergleich es nimmt,
an der Idee heut’ nichts mehr stimmt.
Da hat man völlig antiquiert
noch keine Mannschaft boykottiert,
und kein Athlet benutzte da,
wie heute, Anabolika.
Kein Arzt nahm in der Garderobe
von Kämpfern eine Pinkelprobe,
denn Doping war noch nicht alltäglich,
drum blieben die Rekorde kläglich.
Auch ob an dem Verdacht was dran war,
dass eine Frau vielleicht ein Mann war,
ist bei den griechischen Athleten
im Altertum nicht aufgetreten,
weil es zu jener Zeit den Frauen
nicht mal erlaubt war zuzuschauen.
Verständlich, weil nach alten Sitten
die jungen Männer nackend stritten
und sicher keiner Wert drauf legte,
dass außer Ehrgeiz sich was regte.
So dann am Schluss der Held, der siegte,
als Preis ein Lorbeerzweiglein kriegte,
nicht eine Drachme für Reklamen,
kein Sportgerät auf seinen Namen.
War einem Athlet der Diskusflug gelungen,
der andere eine große Weite gesprungen,
da reichten hier nicht nur die Ehr’,
es mussten Privilegien her.
So zog auch hier der antike Held
nackt, aber nicht unbezahlt vom Feld.
Ob da schon Funktionäre saßen,
die Schaffleisch nicht mehr gerne aßen,
lieber heimlich waren am Beginnen,
ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen?
Es sieht Dich an – das Gesicht im See,
Spiegel des gelebten Lebens.
Er zerfließt in sich entfernenden Kringeln.
Fort ist das Gesicht – zurück bleibt Deines –
und die Gedanken, Erinnerungen…
Ich habe ihnen ins Gesicht gesehen –
in mein Gesicht!
Erinnerungen… sind sie spiegelverkehrt?
Wahr oder geschönt?
Erträglich gedacht?
Kann man aushalten, was man jetzt sieht?
Ich möchte das Lächeln finden in der
Erinnerung und auch den Schmerz…
Den süßen Schmerz, denn was verloren ist,
war jetzt so schön!
Am Rande meines Lebens – verlebte Restzeit!
Deine Worte sind in mir: Du wirst noch um mich weinen.
Ein unüberlegtes Wort zur unrechten Zeit,
nichts kann zurück genommen, besser gemacht werden.
