Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Es wird das wirkliche Leben mit dem Tun eines Dämons und seinen Helfern spannend und aktionsreich vermischt. Die Widersacher, so wie die Opfer des Dämons sind in fesselnde Begebenheiten verwickelt, die Spannung pur bringen, dem Leser aber genug Freiheit für seine Fantasie einräumen. Mehr wird nicht verraten.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 162
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Emma Schneid
Gefangen in der Finsternis
Roberto
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Einleitung
I.
II.
III.
IV.
V.
VI.
VII.
VIII.
IX.
X.
XI.
XII.
XIII.
XIV.
XV.
XVI.
XVII.
XVIII.
XIX.
Impressum neobooks
Pater Roberto wird eilig zum Abt gerufen und gehorsam geht er mit raschen Schritten zum Büro des Klostervorstehers. Seine Gedanken rasen durch seinen Kopf: Was ist geschehen? Wieso ruft er mich zu sich? So betritt er das Büro des Abtes, begrüßt ihn und steht abwartend vor dem Schreibtisch.
Abt Bonifaz bedeutet Roberto sich zu setzen und beginnt sofort, Roberto über den Bericht aus der deutschen Stadt zu informieren und reicht dabei die Akte, die er vom Vatikan erhalten hat, über den Schreibtisch. Roberto vertieft sich in die Aufzeichnungen und die Auswertungen des Vatikans.
Innerlich sehr erregt, bittet er Abt Bonifaz um Erlaubnis, an den Ort des Geschehens reisen zu dürfen, um eigene Erkenntnisse sammeln zu können. Diese Erlaubnis erhält er und Abt Bonifaz beurlaubt Pater Roberto auf unbestimmte Zeit.
Damit ist für Roberto der Weg geöffnet, endlich gegen den Dämon vorzugehen. Roberto packt noch am selben Tag seine Sachen in einen kleinen Koffer, meldet sich zum Nachtexpress mit seinem Auto an. Er will flexibel sein und so braucht er sein gewohntes und eigenes Auto an Ort und Stelle.
Die Buchung wird angenommen und so reist Roberto im Autozug nach Deutschland. Er hat ein Abteil für sich und so kann er über Nacht schlafen. Leider ist es kein erquickender Schlaf für Roberto, er träumt von dem Dämon in vielen Facetten, es ist ein einziger Alptraum.
Am frühen Morgen erreicht Roberto seine Zielstadt und holt sofort seinen kleinen Fiat ab. Als er die Ausfahrt der Entladestation erreicht, sieht er einen Mönch stehen und er gibt sich zu erkennen.
Pater Hubertus und Roberto begrüßen sich und begeben sich gleich auf den Weg ins Kloster. Dort angekommen führt Hubertus den Mitbruder Roberto in eine Mönchsklause, wo er sich von der Reise erfrischen kann und bittet diesen anschließend in den Speisesaal, um ein Frühstück zu sich zu nehmen.
Schon während des Frühstücks beginnen sie das Gespräch über die gemeldeten Vorkommnisse und so erfährt Roberto noch einige Details, die im Bericht nicht erwähnt sind. Pater Hubertus spürt, dass Roberto mehr Information will und braucht und so verweist er ihn an Dr. Piescher:
„Pater Roberto, Dr. Piescher, der in unserer Stadt wohnt, hat die Ereignisse mit und um den Dämon miterlebt. Er ist der einzige Überlebende des Dramas und kann Ihnen bestimmt mehr helfen als ich. Die Adresse von Dr. Piescher gebe ich Ihnen und zeige ihnen den Weg auf der Stadtkarte und Sie fahren am Besten gleich zu ihm.“
Roberto ist begeistert über die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Er bedankt sich bei Pater Hubertus herzlich und macht sich sogleich auf den Weg zu Dr. Piescher. Durch die Wegmarkierungen auf der Stadtkarte und den genauen Schilderungen von Pater Hubertus findet er ohne Umwege zu Dr. Pieschers Haus. Er betätigt die Hausglocke und eine Frau mit umgebundener Schürze öffnet die Tür. Roberto bittet Dr. Piescher sprechen zu dürfen und die Frau, die sich als Dr. Pieschers Zugehfrau zu erkennen gibt, zeigt ihm den Weg zum Büro des Herrn Doktors.
So geht Roberto die Treppe ins Obergeschoss hinauf und findet das Büro. Er klopft an die Türe, erhält aber keine Antwort. Er wiederholt sein Klopfzeichen und als wieder keine Reaktion erfolgt, öffnet er vorsichtig und spähend die Tür.
Er sieht einen alten Mann, der über den Schreibtisch gesunken auf den Bürostuhl sitzt. Roberto tritt in den Raum und geht zum Schreibtisch. Er erkennt, dass Dr. Piescher kurz vor seinem Eintreffen verstorben ist. Trotzdem fühlt er nach dem Puls, aber dieser ist nicht mehr vorhanden. Dabei fällt sein Blick auf das Manuskript, das vor dem Verstorbenen liegt und liest die ersten Zeilen:
„Niederschrift meiner Erlebnisse mit dem Dämon, zum Andenken an meine geliebte Catlyn und zur Warnung an die Nachwelt.“
Roberto nimmt das Manuskript zur Hand, überfliegt die erste Seite und steckt es ein.
Er besinnt sich auf seine Pflichten als Mann Gottes und spendet Dr. Piescher das Sterbesakrament und informiert die Behörden über das Ableben des Mannes. Roberto sieht seine Pflicht erfüllt und kehrt ins Kloster zurück. Dort begibt er sich sofort in seine Klause und beginnt die Aufzeichnungen von Dr. Piescher zu lesen.
Zuerst beschreibt dieser seine Erlebnisse, die im ersten Teil dieses Romans geschrieben worden sind, dann folgen die Ergebnisse seiner Nachforschungen, die er bezüglich des Dämons unternommen hat.
Mit Erstaunen und Anerkennung stellt Roberto fest, dass Dr. Piescher akribisch und zielstrebig eruiert hat, sich einen pensionierten Kriminalisten und eines Detektivs zur Mithilfe an seine Seite geholt hat. So kann Roberto die Spur des Dämons, die dieser durch seine Opfer gelegt hat, verfolgen.
Zuerst nahm der Dämon seinen unheilvollen Weg vom Ruhrgebiet zum Rhein, folgte dem Fluss schwenkte dann ins Alpenvorland ab. Die Aufzeichnungen ergeben, dass der Dämon sein nächstes Opfer in einem kleinen Ort, nahe der Österreichischen Grenze gefunden hat. Roberto nimmt das beiliegende Foto zur Hand und stellt fest, dass der Dämon immer den gleichen Typ Frau im selben Alter auswählt. Roberto sucht auf der Landkarte die beste Fahrtroute, um in den kleinen Ort zu gelangen und er hofft inständig, die Frau aus den Klauen des Dämons retten zu können und ihn dann in die Unterwelt verbannen zu können.
Roberto verfasst einen kurzen Bericht an seinen Abt und macht sich am folgenden Morgen auf den Weg.
Am Rande der Ortschaft Dinkel steht ein neu erbautes Haus. Es ist in dem typischen Stil des Alpenvorlandes erbaut, mit breitem Vordach und rundum laufendem Holzbalkon. Darunter ist längs der Hauswand Holz aufgeschichtet, das für den Kachelofen bestimmt ist. Die Garage schließt unmittelbar an das Haus an und in dem großen Garten blühen üppig die Blumen, die Obstbäume tragen reichlich Früchte und die Nutzstauden sind teilweise schon abgeerntet. An der Ostgrenze des Grundstückes führt eine breite Einfahrt zur Garage und dient gleichzeitig als Weg zur Haustüre.
Mona braucht Rat und so fragt sie Bernd: „Was denkst Du, soll ich Das auch mitnehmen?“ und hält eine dicke Wolljacke in die Höhe. „Bestimmt sind die Nächte dort ziemlich kalt.“ Bernd schaut auf die Gepäckstücke und den noch offenen Koffer und schüttelt in gespielter Verzweiflung seinen Kopf: „Wenn es nach Dir gehen würde, würdest Du den ganzen Kleiderschrank einpacken. Aber soviel Platz werden wir nicht haben, denn ich denke, Keri und Rolf werden auch Gepäck haben. Glaube mir, für eine Woche brauchen wir viel weniger, als Du schon eingepackt hast.“ Mona schaut auf die bereits gepackten Taschen, Rucksäcke und Koffer und meint spitz: „Ach Bernd, Du nimmst auch soviel Zeugs mit, was….“ Bernd fällt ihr ins Wort: „Ich nehme nur das Nötigste mit!“
„Was ist damit?“ Mona zeigt dabei mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf das bereitgestellte Angelgerät. Bernd rollt seine Augen, über soviel Unlogik, und meint geduldig: „ Das brauche ich, stell Dir vor, eine Angelrute geht kaputt, dann brauche ich Ersatz, damit wir nicht verhungern.“
Mona meint darauf hin ungerührt: „Genauso ergeht es mir mit meinen Sachen.“ Bernd resigniert: „Von mir aus, Hauptsache ich habe dann meine Ruhe.“
Nun hören beide ein Auto in die Einfahrt einbiegen und gleich darauf die Stimmen von Keri und Rolf, die aus dem Auto ausgestiegen sind und nun ins Haus kommen. Rolf streckt seinen Kopf durch die offene Zimmertüre und fragt: „Na, seid Ihr fertig? Monas „gleich“ kommt prompt und Rolf unterrichtet die Beiden verlegen über die Veränderung: „Jaki kommt auch mit.“ Mona protestiert: „Nein bitte…...“ Rolf: „Ich konnte nicht Nein sagen, den ein Platz ist in der Maschine noch frei, oder?“ Bernd: „Ja schon, Ich verstehe mich mit Jaki sehr gut, aber Mona!“
Mona, die weiß wann sie nachgeben soll, beendet die Diskussion mit den Worten: „ Na ja, wenn es nicht anders geht. Wir werden uns schon soweit arrangieren können.“
Nun mischt sich auch Keri in das Gespräch: „Jaki wartet im Auto. Er kann auch nett sein, Du wirst schon sehen Mona.“ Mona sieht Keri fragend an: „soll ich jetzt vor Freude springen, ne, oder?“ Bernd wendet sich an Mona: „Es ist doch nur wichtig, dass Ihr beiden Euch nicht streitet.“ Mona zuckt mit den Schultern und ihr Kommentar hört sich an, als führe sie ein Selbstgespräch. „Ich glaube, Jaki hat allgemein etwas gegen Frauen und das spüre ich. Aber von mir aus……. Ach du meine Güte, jetzt muss ich die Hälfte meiner Sachen wieder auspacken. Na toll!“
Bernd und Rolf haben sich vor einem Jahr gemeinsam ein kleines Sportflugzeug gekauft. Sie haben beim Kauf darauf geachtet, dass sie damit in den entlegenen Gegenden landen können, auch auf dem Wasser, so dass sie ihren Vorlieben bezüglich der Freizeitgestaltung frönen können. Die beiden Freunde sind sehr froh darüber, dass ihre Frauen ebenfalls die wilde Natur und das Abenteuer mögen. So verbringen die Ehepaare fast jeden Urlaub in abgelegenen und naturbelassenen Gegenden, die von Touristen weitgehend verschont sind. Wichtig ist ihnen: Berge zum Klettern, Wasser zum Schwimmen und Angeln, sowie Wald.
Diesmal haben sie eine Gegend in den Karpaten in Rumänien, nahe der Slowakischen Grenze, ausgewählt, von der Jaki am Stammtisch geschwärmt hat. Die Stelle, die sie anvisieren, liegt auf einem Hochplaton, wie in den Karpaten oft anzutreffen ist. Auch ein See ist vorhanden, auf den sie wassern können.
Rolf lenkt das Flugzeug und Bernd holt eine detaillierte Landkarte aus dem Rucksack. Von der Flugzeit her, müssen sie gleich über dem See sein, den sie zur Landung ausgesucht haben.
Bernd vergleicht die Karte mit der unter ihnen liegenden Landschaft und zeigt bestätigend mit dem Finger auf den nun untenliegenden Gewässer und stellt fest: „Hier können wir landen, es ist ein guter Platz dafür, das Wasser ist ganz ruhig. Da, der Berg, den wir besteigen wollen ist auch nicht weit von diesem Platz.“
Jaki, der bis jetzt ganz still war, sagte: „Ich habe Etwas dabei, das uns bei der Orientierung helfen wird.“ Er holt aus seinen Sachen eine schwarze Mappe hervor und zeigt den Anderen mehrere gemalte Landschaftsbilder. Bernd wirft einen Blick darauf und meint: „Ich glaube nicht, dass ich viel damit anfangen kann.“ Jaki sagt darauf hin: „Ja, das dachte ich auch, als ich die Bilder das Erste Mal sah. Aber nach dem ich sie gründlich studiert habe und bei meinem letzten Aufenthalt in dieser Gegend mit der Umgebung verglichen habe, bin ich eines Besseren belehrt worden.“ Die beiden Männer vertieften sich in die Bilder und führten darüber ein Gespräch. Die beiden Frauen beginnen derweilen eine eigene Unterhaltung. Mona zu Keri: „Glaubst Du wir finden Etwas entsprechendes?“ Keri: „Nein!“ Mona: „Aber…..!“ Keri nun ausführlicher: „Weist Du, ich glaube nicht an den Plan oder den heiligen Platz. Ich weiß, dass wir eine Woche einen herrlichen Urlaub vor uns haben und unsere Männer haben ihren Spaß, sie können Entdecker spielen, oder?“ Mona zustimmend: „Genau.“
Keri wendet sich den Männern auf den vorderen Plätzen zu und animiert mit verstellter Stimme: „Baby, mach die Musik lauter, wir brauchen Stimmung!“ Bernd schmunzelt, dreht das Radio lauter und alle singen die ihnen bekannten Hits mit. Sie haben viel Spaß und die Stimmung ist gut. Rolf formt seine rechte Hand zum Mikrophon und spricht mit Ansagerstimme hinein: „So Mädels und Boys, wir sind in einigen Minuten am Ziel. Bitte anschnallen, wir setzen zur Landung an.“
Mona kann die Begeisterung der Anderen nicht ganz teilen und so mokiert sie: „Ich hoffe, das diese alte Karte recht hat und nicht auseinander fällt.“ Bernd nimmt es gelassen und meint: „He, he! Wir haben die Karte in den besten Zustand gebracht und sie ist besser als alle neuen.“ Mona, die wieder ein Mal das letzte Wort haben muss, meint: „Na klar doch.“
Keri schaut inzwischen aus dem Seitenfenster und ist voller Bewunderung über die Aussicht. Wohin man schaut, sind Berge und Wald, die ein Flusslauf durchzieht. Der Fluss verbreitert sich in einem Hochtal zu einem Gebirgssee. Die Sonne spielt mit den Regenbogenfarben im aufsteigendem Dunst und Keri stellt voll Andacht fest: „Wie ein wunderbares Gemälde.“ Mona, die sich nicht von dem Anblick fesseln lassen will, wirft prosaisch den Satz in den Raum: „Hoffentlich gibt es hier keine Krokodile.“
Rolf schlagfertig: „Wir sind hier nicht in Arizona Baby und wenn schon, dann wird Dich kein Krokodil fressen wollen, da es sich durch Deine schlechte Laune abschrecken lässt.“ Alle müssen darüber lachen und Mona kontert: „Ha, ha, sehr lustig, aber vielleicht finden sie an Dir Gefallen.“ Jaki mischt sich ein: „ Aber ich habe gehört, es gibt hier gefräßige Raubfische „ Mona schnappt: „Dich hat keiner gefragt.“ Bernd ermahnt Mona: „Bitte Mona….!“ Keri meint nachdenklich: „Hier gibt es bestimmt Bären, auf die wir aufpassen müssen. Ich hoffe, dass die alten Gewehre von Großvater noch schießen.“ Bernd schaut Keri an und sagt lachend: „Ich glaube, Du wirst schneller davonlaufen, wenn Du einen Bären siehst, als irgend Jemand schießen kann.“
Rolf ergänzt: „Ich glaube, der Bär wird sich zu Tode erschrecken, wenn er Keri schreien hört.“
Keri ein geschnappt: „Genau und überhaupt brauchen wir kein Gewehr, unser Jaki kann Karate und das weiß der Bär sofort. “Mona sieht eine Chance Jaki abzuwerten und meint: „Na klar doch, so wie ich boxen kann.“ Bernd sagt darauf hin spontan, ohne zu überlegen: „Na klar doch, am besten kannst Du boxen, wenn Du schläfst, so wie Du die letzten Nächte geübt hast. “Rolf nun ernst: „So Leute, jetzt sind wir endgültig da, bitte anschnallen.“
Rolf beginnt den Landeanflug und wassert gekonnt das kleine Flugzeug, bringt es an den Steg, der zum Ufer führt. Bernd und Jaki springen aus der Maschine und vertäuen diese.
Rolf wendet sich Mona zu und zeigt ihr die Karte: „Siehst Du, unsere alte Karte lebt noch und hat uns gute Dienste geleistet. Ich hoffe, das geschieht noch öfter.“
Alle sind nun ausgestiegen und mit dem Entladen des Flugzeuges beschäftigt. Bevor sie die Sachen ans Ufer tragen suchen die Männer einen geeigneten Lagerplatz. Dieser ist bald gefunden und die Männer richten als Erstes eine Feuerstelle ein. Während sie im Anschluss die Zelte aufbauen, kochen die Frauen ein Essen.
Dies ist bald erledigt und die Fünf setzen sich um das Feuer und genießen das warme Abendessen. Danach besprechen sie am wärmenden Feuer die Pläne für den nächsten Tag.
Bernd bestimmt: „Morgen nach dem Frühstück gehen wir auf den Berg.“ Mona widerspricht sofort: „Aber nicht, bevor ich geschwommen bin.“ Rolf greift schlichtend ein: „Am Berg gibt es sehr schöne Seen, dort könnt ihr Frauen den ganzen Tag verbringen und nach Herzenslust schwimmen, während wir auf den Berg klettern.“
Keri ist irritiert: „Ihr wollt uns ganz alleine zurücklassen? Und wenn Raubtiere kommen?“
Rolf beruhigt seine Frau sofort: „Erstens habt ihr ein Gewehr, Zweitens sind wir nicht weit von Euch. Sodass wir Euch schnell zu Hilfe kommen können, Drittens gibt es hier nur noch wenige Raubtiere und diese haben genügend Platz, den Menschen auszuweichen, was sie auch tun.“ Bernd fordert Jaki auf: „Jaki erzähl mir noch mal von diesem Plan.“ Jaki beginnt zögernd zu erläutern: „ Ich weiß nicht, ob wir diesen Plan so ausführen wollen, denn ich bezweifle, dass es diese Höhle gibt.“ Bernd überrascht: „Wieso bist Du dann mitgekommen?“ Jaki: „Na ja, obwohl ich an die Existenz dieser Höhle nicht richtig glaube, so möchte ich doch danach suchen, denn warum sollte Jemand über eine nicht existierende Höhle schreiben und sie auch noch detailliert beschreiben.“
Nach einer Denkpause fährt er fort: „Weist Du, eigentlich bin ich für Alles offen und wie Du weist, verbringe ich seit einigen Jahren meinen Urlaub auf diesen Berg. Und da ist auch noch die Entdeckung, die ich in meinem letzten Urlaub gemacht habe und ich bin sehr neugierig, ob sich diese bestätigt.“
Keri, die interessiert zugehört hat, schaltet sich in das Gespräch ein: „Ja, wir haben davon gehört, aber Jungs, Ihr seid keine….“ Bernd lässt Keri nicht aussprechen: „Wenn wir diese Höhle finden, können wir unsere Erkenntnisse an erfahrene Wissenschaftler weiterleiten, oder ….., ja sogar damit Geld verdienen und wenn nicht, so haben wir unseren Spaß gehabt.“
Rolf bestätigt: „Ja, wir Alle haben einen schönen Urlaub in der unberührten Natur verbracht und uns erholt und Das ist doch ausschlaggebend. Oder meine Süße?“ Dabei legt er zärtlich seinen Arm um Keris Schulter. Keri sieht ihren Mann bewundernd an: „Na ja, warum nicht, aber den nächsten Urlaub verbringen wir am Meer.“ Mona, die sich nicht am Gespräch beteiligt hat, was sehr ungewöhnlich ist, spricht die anderen mit gedämpfter Stimme an: „Hört Ihr das Geräusch? Es kommt immer näher!“ Bernd lässt seine Blicke in die Umgebung schweifen: „Ich sehe Nichts, aber es ist auch inzwischen zu dunkel dafür.“
Keri und Rolf, die gewohnt sind, in der freien Natur zu übernachten, sitzen ganz entspannt am Feuer. Sie kennen die Geräusche des Waldes. Keri, die auch allein im Wald zurückbleibt, wenn Rolf auf den Berg geht, legt beruhigend ihre Hand auf Monas Arm: „Mona, mach Dir keine unnötige Angst. Es ist bestimmt nur ein Tier, wie ein Hase oder Ähnliches.“ Sie nimmt genussvoll einen Schluck von ihrem Wein. Alle anderen horchen in den Wald, von wo das Geräusch immer näher kommt. Es hört sich an, als pirscht sich Jemand oder Etwas gezielt an sie heran und Rolf versucht das Geräusch ein zu ordnen, er fordert Bernd auf: „ Bernd hol bitte das Gewehr. Es ist größer als ein Hase, vielleicht ein Wildhund.“ Bevor Bernd noch reagieren kann, ist Jaki bereits mit dem Gewehr bei der Gruppe. Rolf meint anerkennend: „Du bist aber schnell!“
Jaki sieht lauernd in die Richtung aus der das Geräusch kommt und sagt: „Sind wir lieber vorsichtig, Letztes Jahr bin ich auf eine Wildkatze gestoßen. Normalerweise weichen diese den Menschen aus, doch diese hatte ihr Junges dabei und war nicht mehr in der Lage, es in Sicherheit zu bringen. Die Katze griff sofort an und Jens mein Begleiter musste sie erschießen. Erst dann haben wir das Jungtier entdeckt.“ Mona ganz Mitgefühl: „Und was ist mit der jungen Katze passiert?“ Jaki: „Wir haben das Junge mitgenommen und abgegeben.“
Der Geruch eines Tieres wird immer dominanter und Mona bekommt große Angst. Auch Rolf ist nun angespannt und versucht den ungebetenen Besucher zu orten. Bernd greift nun zum zweiten mitgebrachten Gewehr, entsichert es und ist auf der Hut.
Niemand spricht, alle warten, was geschehen wird. Bernd meint schließlich: „Was auch immer es ist, es hat keine Angst vor uns. Wir haben doch laut genug gesprochen.“ Mona: „Vielleicht ist es ein Mensch oder?“ Rolf widerspricht sofort: „Nein, das ist ein Tier, Menschen hören sich anders an. Gib mir bitte eine Lampe.“ Keri holt schnell eine Lampe und Rolf leuchtet in die Richtung aus dem es raschelt und knackt. Da sehen sie deutlich einen Dachs im Lichtschein.
Rolf erleichtert: „Hallo Meister Grimmbart, willst Du uns Gesellschaft leisten?“ Der Dachs scheint wirklich keine Angst zu haben und kommt immer näher. Kurz vor der Gruppe bleibt er abwartend stehen.
Mona erleichtert: „Vielleicht geben wir ihm ein bisschen Essen?“ Keri: „Natürlich, bestimmt ernährt er sich auch von den Essensresten, die die Menschen zurücklassen, sonst wäre er nicht so frech.“ Mona schmeißt dem Dachs Essensreste hin und der lässt sich diese schmatzend schmecken, Mona ist darüber sehr angetan und meint: „Ach, wie süß!“ Bernd äfft Mona nach: „Ach wie süß, vielleicht möchtest Du ihn mit heim nehmen? Bestimmt ist er besser wie unser Hund.“ Mona beleidigt: „Was hast Du gegen unseren Piki, er ist doch so wie so die meiste Zeit bei Mama.“ Bernd : „Vielleicht weil er stinkt und ewig Haare verliert?“
