Geile Zeit - Christine Rey - E-Book

Geile Zeit E-Book

Christine Rey

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Beschreibung

+++Lesen und helfen!+++ Der komplette Erlös jedes verkauften Buches ist eine Spende zugunsten des Mukoviszidose e.V., Bonn. Für alle, die sich gerne an die erste Liebe erinnern, es romantisch mögen und nichts gegen Überraschungen haben. Valentina fürchtet sich vor dem Wiedersehen mit Jayden, der für sie Blütenblätter regnen ließ und bei Fackelschein zu Hardrock tanzte. Der Deutsch-Amerikaner wollte nach der Schule eine Zeit lang bei seinen amerikanischen Verwandten leben; danach sollte geheiratet werden. Doch dann kam es anders. Jetzt steht die todkranke Valentina vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens und will das Klassentreffen nutzen, Jayden ein letztes Mal zu sehen. Da rückt er mit einer Neuigkeit heraus – und auf einmal wendet sich wieder alles … "Christine Rey hat hier eine zauberhaft romantische und gleichzeitig tragische Geschichte erschaffen, die einen von Anfang bis Ende im Bann hält. Wer sich darauf einlässt, kann die Musik aus den Boxen dröhnen hören und sieht die Sterne funkeln, während er die kranke Protagonistin durch Vergangenheit und Gegenwart begleitet." Bas Lindgaard

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Seitenzahl: 52

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Geile Zeit

Eine romantische Geschichte

Inhalt

Impressum

Das Buch/Die Autorin

Widmung

Intro

Track 1

Track 2

Track 3

Track 4

Track 5

Track 6

Track 7

Quelle

Dank

Impressum

Co­py­right © 2018 by Chris­ti­ne Rey

Al­le Rech­te vor­be­hal­ten.

Das Werk darf nur mit Ge­neh­mi­gung

der Au­to­rin wie­der­ge­ge­ben wer­den.

Gra­fi­sche Ge­stal­tung: Tifra-De­sign

Fo­tos: Pri­vat

Chris­ti­ne Rey

c/o R. Rey

Hardt­waldring 95

Das Buch/Die Autorin

Das Buch

Va­len­ti­na fürch­tet sich vor dem Wie­der­se­hen mit Jay­den, der für sie Blü­ten­blät­ter reg­nen ließ und bei Fa­ckel­schein zu Har­d­rock tanz­te. Der Deutsch-Ame­ri­ka­ner woll­te nach der Schu­le ei­ne Zeit lang bei sei­nen ame­ri­ka­ni­schen Ver­wand­ten le­ben; da­nach soll­te ge­hei­ra­tet wer­den. Doch dann kam es an­ders.

Jetzt steht die tod­kran­ke Va­len­ti­na vor der schwers­ten Ent­schei­dung ih­res Le­bens und will das Klas­sen­tref­fen nut­zen, Jay­den ein letz­tes Mal zu se­hen. Da rückt er mit ei­ner Neu­ig­keit her­aus – und auf ein­mal wen­det sich wie­der al­les …

Die Au­to­rin

Chris­ti­ne Rey wur­de 1965 in Mann­heim ge­bo­ren, ist in der Kur­pfalz auf­ge­wach­sen und lebt heu­te in der Nä­he von Lud­wigs­burg. Sie schreibt Ge­dich­te und Kurz­ge­schich­ten. Gei­le Zeit

Widmung

Für mei­ne Schwes­ter

Ich wünsch mir, ich konnt dir was ge­ben

in der kur­z­en Zeit -

viel­leicht das Ge­fühl von Ge­bor­gen­heit.

Intro

Stän­dig ha­be ich Angst. Ei­ne Scheiß­angst vorm Ster­ben. Sie sitzt mir im Na­cken. Tag und Nacht. Lässt mich kaum zur Ru­he kom­men. Es fühlt sich an wie in ei­nem Film, in dem ein Mäd­chen von ei­nem Kerl ver­folgt wird, der ihr an die Wä­sche will. Sie rennt und rennt und rennt, und er ist ihr dicht auf den Fer­sen; sie riecht sei­nen stin­ken­den Atem, rennt schnel­ler, hängt ihn ab. Er hetzt nach, holt auf und ist wie­der hin­ter ihr. Die jun­ge Frau, sie läuft um ihr Le­ben. Schwitzt, keucht, weiß, am En­de wird er sie krie­gen.

Doch es gab mal ei­ne Zeit, da konn­te ich die Pau­se­tas­te drücken und ein ganz nor­ma­les Mä­del sein. Dann stand ich in der Turn­hal­le. Ver­teil­te Krei­de­staub auf mei­nen Hän­den, und al­les war ru­hig. Nur Frie­de und Stil­le in mei­nem Kopf. Oder wenn ich mit Jay­den zu­sam­men war – noch viel bes­ser. Wie hun­dert­tau­send, ach was, ei­ne Mil­li­ar­de Sport­hal­len.

Ich ken­ne ihn seit mei­nem ers­ten Schul­tag. Nicht der mit der Tü­te vol­ler Sü­ßig­kei­ten und Fo­tos ma­chen. Nein, der da­nach, wo es ernst wur­de. Der, an dem Herr Fuchs ins Schul­zim­mer kam. An sei­ner Sei­te ein Jun­ge in Turn­schu­hen. Breit­bei­nig stand er da, das rech­te Knie leicht an­ge­win­kelt. Die Dau­men in sei­ne Gür­tel­schlau­fen ein­ge­hängt. Trug ein T-Shirt mit ro­tem Ami-Au­to drauf. Auf dem Kopf ei­ne Ba­se­ball­müt­ze, un­ter der brau­ne Lo­cken her­vor­quol­len. Sein Blick wan­der­te durch den Raum. Fing in ei­ner Ecke an und zog sich durch die Klas­se, oh­ne ab­zu­set­zen. So, als wür­de er mit den Au­gen das Haus vom Ni­ko­laus ma­len. Zwi­schen­durch zuck­ten sei­ne Kie­fer und ich hät­te schwö­ren kön­nen, dass er Kau­gum­mi kau­te. Ui, ui, ui, der trau­te sich was. Schon sein Käpp­chen vers­tieß ge­gen die Ord­nung.

Er wur­de zwi­schen Car­men und mich ge­setzt.

»Hey, ich bin Jay.«

Das wer­de ich nie ver­ges­sen. Ist in mir drin, wie Herz­klop­fen und Atem­ge­räusche. Hey, ich bin Jay. Da­bei hat er mich an­ge­se­hen, als wol­le er jetzt so­fort al­les über mich wis­sen.

Wäh­rend Car­mens Au­gen fast aus den Höh­len pur­zel­ten und sie »'n Ami, 'n rich­ti­ger Ami« wis­per­te, fand ich sein Shirt in­ter­essant und sag­te: »Ich heiß Val­le. Cor­vet­te is' su­per.«

Track 1

Auf dem Plat­ten­spie­ler dreh­te sich ei­ne Schei­be. Bon Scott sang von Jean, de­ren Lä­cheln ihn Ster­ne se­hen lässt und von der er weiß, wie sie es ha­ben will.

»Du hät­test dort dein Abi ma­chen kön­nen«, sag­te Jay­den. Er saß vor dem Bett. Mein Kopf lag in sei­nem Schoß, und er be­gann, sich ei­ne Sträh­ne mei­nes Haa­res um den Fin­ger zu wi­ckeln. »Mir bei den Vie­chern hel­fen. Und dich von mei­ner Gran­ny ver­wöh­nen las­sen.«

Vor­sich­tig zog er den Fin­ger aus der Lo­cke und leg­te sie mir zu­rück auf die Brust.

Ich schloss die Au­gen und schüt­tel­te den Kopf.

»Dein Texas ist ver­dammt weit weg. Wie soll 'n das ge­hen?«, frag­te ich und zeig­te auf mei­nen Brust­korb. »Es fängt an, mich in die Knie zu zwin­gen. Die Tur­ne­rei kann ich schon mal an den Na­gel hän­gen.«

Ich ball­te mei­ne Hän­de zu Fäus­ten. Öff­ne­te sie, schloss sie. Öff­ne­te sie und schob sie mir un­ter den Hin­tern.

»Ich weiß. Es ist nur … Fuck, ich hätt dich so ger­ne da­bei.«

»Mei­ne El­tern wür­den's eh nicht er­lau­ben«, sag­te ich und merk­te selbst, wie trot­zig das klang.

»Fünf Jah­re, Ho­ney. Höchs­tens. Dann ma­chen wir Nä­gel mit Köp­fen.«

Ich sah zu ihm auf: Sei­ne Lo­cken stan­den wild vom Kopf ab und um­rahm­ten das schma­le Ge­sicht. »Wird das jetzt 'ne Ver­lo­bung, Kil­lin­ger?«

Jay­dens Mund­win­kel fie­len nach un­ten. »Was rea­gierst 'n gleich so an­ge­fres­sen? Ey, wir mö­gen uns seit der ers­ten Klas­se. Spricht was da­ge­gen, mal zu hei­ra­ten?«

»Die Tat­sa­che, dass ich viel­leicht tot bin, wenn du zu­rück­kommst.«

Ruck­ar­tig zog er die Bei­ne un­ter mir her­vor und sprang auf. »Hör auf, im­mer so 'nen Scheiß zu re­den. Wenn du le­ben willst, dann quatsch nicht vom Ster­ben«, schnauz­te er, war mit zwei Schrit­ten an der Tür und warf sie knal­lend hin­ter sich zu.

Don't go and lea­ve me. Cau­se I love, I love you, I love you. Don't lea­ve me(1) sang Bon und ich muss­te an mich hal­ten, um nicht ge­gen den Plat­ten­spie­ler zu tre­ten.

Was für ei­ne be­knack­te Wo­che. Und jetzt war auch noch Jay­den wü­tend. Kam ein­fach nicht mit der Wirk­lich­keit zu­recht. Ver­dräng­te. Igno­rier­te. Ließ nichts an sich her­an. Mein ar­mer Jay­den.

Paar Mi­nu­ten spä­ter war er wie­der da. Ich hat­te mich auf die Sei­te ge­dreht. Lag auf sei­nem Bett­vor­le­ger, schluchz­te und der Plan war, mich in den Schlaf zu heu­len.

Jay­den leg­te sich hin­ter mich, schob mir sei­nen Arm un­ter den Kopf und mach­te: »Sch … sch.«