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DAS PANGÄA-/NEUMERIKA-UNIVERSUM: ZWEI KONTINENTE, ZWEI WELTREICHE, EINE MENSCHHEIT! Case ist ein Gemini und er träumt von einem freien Leben in Neumerika, dem Erzfeind Pangäas. Ihm gelingt, gegen den Willen seiner Siamschwester Lux, die Flucht aus einem verborgenen Reaktorkomplex. Sein Ziel ist die Passage über die Große Spalte. Case ist bereit, dafür die geheimste Technologie des Reiches zu verraten und alles zu riskieren. GEMINIS BLUT - die NEUE Geschichte eines Kampfes zwischen zwei Weltreichen und zwei Geschwistern, die seit ihrer Geburt aneinander gebunden sind
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Veröffentlichungsjahr: 2021
Copyright © 2021 bei Patrick Helmuts
Alle Rechte vorbehalten.
ISBN Print: 978-3-948649-06-7
Korrektorat: Jörg Querner, Pforzheim (www.anti-fehlerteufel.de)
Cover: P. Isele, Freiburg; Shutterstock: Sergey Shubin (1), Dotted Yeti (2), Channarong Pherngjanda (3)
Impressum: Patrick Helmuts, c/o AutorenServices.de, Birkenallee 24, 36037 Fulda
www.patrickhelmuts.com
Patrickhelmutsautor(at)gmail.com
Es würde sehr wenig Böses auf Erden getan werden, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
Marie von Ebner-Eschenbach
Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.
Seneca
Der Welle - Teilchen - Dualismus ist eine Erkenntnis der Quantenphysik, wonach den Objekten gleichermaßen die Eigenschaften von Wellen wie die von Teilchen zugeschrieben werden müssen.
Wellen können gleichzeitig an verschiedenen Stellen präsent sein und dabei auch verschieden stark einwirken.
Ein Teilchen kann zu einem Zeitpunkt nur an einem bestimmten Ort anwesend sein.
Beide Eigenschaften scheinen sich gegenseitig auszuschließen. (Wikipedia)
QEG – Quanten Energie Generatoren /
QRU – Quanten Reaktor Unit
Basierend auf einem Patent von Elon Tesla, intensivierten sich in den letzten Jahren die Forschungen zum Bau der ersten Quanten Energie Generatoren.
QEGs konvertieren und nutzen sogenannte Raumenergie u. a. aus der vierten und sechsten Dimension (nach Billmark Heim).
Seit den frühen 10er-Jahren entwickelten Jeff Trapp und Steve M. Robitaille die ersten Prototypen.
Doch erst die Einbindung des Quanten-Wellen-Teilchenphänomens zur stabilen Katalyse eines Quantenfeldes, verhalf den geheimen Raumenergie-Konvertern zum Durchbruch.
Die Steuerung des Phänomens mittels menschlichen Bewusstseins, stellte sich dabei als maßgebend heraus.
Die Zwillingsgeschwister der GEMINIS besitzen ähnliche Merkmale, Quantenfelder zu aktivieren und stabil zu halten (mittels Devices und in sogenannten Quanten Reaktoren Einheiten (QRUs). Die erzeugten Effekte können auch auf einfache Materie übertragen werden.
Die SIMULTANE SYNTHESE von Raum- und Feststoffenergie ist eine unerschöpfliche, nutzbargemachte Energiequelle. Eine technische Revolution.
(Aus Fachartikel: Spektrum Science)
Für alle Pangäaner, HP und meine Familie
Der Nachthimmel öffnete alle Schleusen und der Regen prasselte im Grenzgebiet auf sie nieder, dass es fast schon wehtat. Case’ Lunge brannte, sein Atem stieß weiße Wölkchen in die raukalte Luft. Sein Hemd unter dem Mantel war durchgeschwitzt. Die Riemen des Lifebags, in dem Lux saß, scheuerten an seinen Schultern.
Lux war in dem Transportsack viel schwerer als sonst, was daran liegen mochte, dass der Bag sich völlig mit Wasser vollgesogen hatte. Mit großen Schritten stapfte Case auf dem aufgeweichten Weg weiter bergauf Richtung Sill, der Grenzstadt vor der Spalte. Sie hatten bestimmt schon die Hälfte des Weges geschafft. Das hoffte er.
Kurz horchte er in die Schwärze. Er konnte sich noch keine Rast gönnen, denn die Zeit drängte. Das Verschwinden konnte die MRU vielleicht schon bemerkt haben und diese Befürchtung trieb ihn an. Durch seine Adern schoss ein Schwall Adrenalin, es verdrängte das Stechen in den Waden und Brennen in den Fußsohlen und Case zog sich die durchnässte Mütze tiefer über die Ohren. Ein Fuß oder Arm strampelte im Bag, stieß ihn in den Rücken. Lux genoss offenbar seine Anspannung.
Als er auf dem schlammigen Pfad auf eine Wurzel trat, kam er aus dem Gleichgewicht und rutsche beim nächsten Tritt auf dem glitschigen Boden aus. Es folgte Lux’ angsterfüllter Aufschrei, dann sein dumpfer Aufprall. Reglos blieben sie für einige Sekunden auf dem Boden liegen. Verdammt.
Die festgezurrte Lux stieß ein krächzendes Wimmern aus. Er war Gott sei Dank nicht auf den Rücken gefallen, sondern konnte sich im letzten Moment drehen.
Case regte sich stöhnend und versuchte seine Schmerzen zu lokalisieren. Schultern und Arm. Sein Handgelenk hatte den Sturz abgefangen, aber schien ok. Er drehte sich im Schlamm auf den Hosenboden.
Lux hatte sich schneller wieder im Griff. Es waren ihre Hormone der Wut, die durch sein Blut strömten und augenblicklich eine unangenehme Reaktion in seinem Solarplexus auslösten. Die empfindliche Haut um seinen Nabel glühte.
Sie fuchtelte wütend mit ihren Ärmchen, krallte sich am Rucksack fest, in dem ihre verkrüppelten Stummelbeine und der kleine Körper bis zur Brust steckte und der mit Gummibändern und Schnüren festgezurrt war. Spätestens wenn sie in Sill ankamen, musste er sie umlagern, damit sie nicht wundrieb. Oft hatten sich die Schnüre so festgezogen, dass er sie nur noch mit dem Messer oder der kleinen Astschere durchtrennen konnte, die sich als praktisch dabei erwiesen hatte. Damit konnte er den Bag schneller öffnen. Er war froh, dass er trotz der Eile daran gedacht hatte.
»Alles in Ordnung, Lux?«
»Du bist ein Scheißdieb und wirst verrecken.
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du damit Erfolg haben wirst. Spätestens an der Grenze werden sie dich aufknöpfen und zerlegen. Wenn ich nicht so verdammt an dir hängen würde, wärst du mir scheißegal.«
Sie verfiel in einen schrecklichen Lachanfall und verschluckte sich fast.
Case rappelte sich auf. Wie gern würde er sie auf der Stelle aussetzen. Die Nabelschnur zerreißen, die ihn seit seiner Geburt an sie band. Lux’ kleinen, quirligen, hasserfüllten Körper, diesen Ballast auf seinen Schultern, endlich loswerden.
Um das zu schaffen, musste er weiter. Über die Schlucht, nach Neumerika, dort gab es Rechte auch für sie, dort hatten sie fortschrittliche Behandlungsmöglichkeiten, die ihm dabei helfen konnten, den bei der Initiierung verstärkten Nabel fachärztlich zu trennen. Nur dort konnten sie überleben.
Lux ahnte davon, doch sie durfte nichts davon erfahren. Sie hätte den Ausstieg heute früh mit ihrem Geschrei verhindert.
Umso heftiger war ihr Widerstand jetzt.
Er musste es einfach über die Große Spalte schaffen. Auf nichts anderes hatte er die letzten Monate hingearbeitet.
Er wischte sich den Dreck an seinen Händen an den Hosenbeinen ab und ignorierte die Schürfwunden an den Handflächen.
»Du bist ein Nichtsnutz, Dummkopf und Verräter. Hättest du dir nur das Genick gebrochen«, hallte es von hinten.
Case’ Herz raste. Ihr Zorn ließ ihn Galle schmecken. Case wünschte, Lux’ Schädel würde wie eine Melone zerplatzen und den Schwall ihrer Tiraden für immer zum Schweigen bringen. Wie oft schon hatte er dem Impuls widerstanden, sie wie einen Schmutzbeutel weit von sich zu schleudern und die Nabelschnur reißen zu lassen.
Er griff aufgebracht an die Riemen, striff hastig den Rucksack ab und warf das Bündel mitsamt der Gift speienden Lux vollends grob in den Schlamm, um ihr unversöhnliches Gezeter endlich zu stoppen.
Schmatzend und Dreck spritzend landete ihr kleiner Körper mit dem viel zu großen Kopf erneut im Schlamm.
Und im nächsten Moment tat ihm sein grobes Handeln leid.
Lux war seine Zwillingsschwester, sie war auf ihn angewiesen. Und er auf sie. Vielleicht vergiftete ihr Neid auf ihn die letzten Reste ihrer Menschlichkeit. Was, wenn es damals anders gekommen wäre und sie ihn ausgewählt hätten?
Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und sah auf sie hinab. Lux’ nasses Gesicht glänzte im Schein der kleinen Taschenlampe zerbrechlich wie weißes Porzellan, blassblaue Zweige ihrer Adern schlängelten sich wie die Gänge von Würmern gläsern unter der Haut. Die tiefen Falten um ihre Mundwinkel ließen beim Sprechen klebende Fäden tanzen. Schuppen und Schleim. Wenn der Regen nachließ und ihre Haut austrocknete, würde sie sich wieder wie grobkörniges Pergament über die herausstehenden Knochen in ihrem monströsen Gesicht spannen.
Wütend riss Lux ihre regenübeströmte, bleiche Fratze herum, an dem die lichten Haare wie Reste von Fäkalien klebten, und nutzte geschickt die seltene Gelegenheit, nach über sieben Stunden Marsch endlich von seinem Rücken abgeschnallt, ihm ihren Hass ins Gesicht schmettern zu können.
Ihre tiefliegenden, glasigen Augen, die geblendet waren und sich einen Moment lang panisch orientieren mussten, stierten ihn an und forderten ihn mit feindseligem Blick auf, aufzugeben und sich zu stellen. Doch das würde er nicht tun.
»Du Dummkopf«, spie sie aus.
Case fröstelte. Er wich zurück, soweit es die Nabelschnur zuließ, die sich bedenklich zwischen ihren beiden Körpern wie ein Lederriemen spannte, und spürte das Ziehen in seinem Solarplexus.
»Es tut mir leid.«
Sie ahnte seine kleine Schwäche und verzog kaum merklich ihre Mundwinkel zu einem verzerrten Lächeln.
Über Monate hatte er diese Flucht geplant. Hatte Stück um Stück alle Beweise gesammelt. Sie auf verschiedenen Sticks getrennt voneinander gespeichert, damit niemand das Gesamtbild erkennen konnte. Das, was er in seinem tief verborgensten Inneren geplant hatte.
Nicht einmal sein eigenes Blut hatte es bemerkt.
Nicht einmal Lux, die alle seine kleinsten Gefühlsschwankungen über den Hormonaustausch des Blutkreislaufes registrierte, so wie er ihre bemerkte. An ihre Wut und ihre Verbitterung konnte er sich jedoch nur schwer gewöhnen. Sie überflutete seinen Organismus mit diesem großen Hass auf sich selbst. Er überlegte sich, ob sie ihn umbrächte, wenn sie die Gelegenheit dazu bekäme.
Er war sich sicher, sie würde die nächste Möglichkeit nutzen, um wieder ihre spitzen Zähne in seine Arme und Hände zu stoßen oder sein Gesicht zu zerkratzen und ihm die Flucht so schmerzhaft wie möglich zu machen. Sie konnte so böse sein.
Case achtete nun auf den nötigen Abstand und rieb sich über die Bisswunde an seinem Unterarm, die sie ihm letzte Nacht beigebracht hatte, als er mit einem Lappen ihre Schreie abwürgen musste und eine Sekunde zu langsam war. Schon hatte sie kraftvoll ihre krummen Zähne in seinen Arm geschlagen – so tief, dass sie sogar auf den Ellenknochen traf, ihn ein unglaublicher Schmerz durchfuhr und er sie nur mit rohester Gewalt fortstoßen konnte.
Vorsichtig hob er sie an und schnallte sie sich wieder auf den Rücken. Doch sie steigerte sich in den nächsten Anfall, fluchte und spie die übelsten Beleidigungen. Case ertrug diesmal den Schwall ihres Hasses.
Er lauschte dem Pfeifen des Windes und Prasseln des Regens. Von Ferne wurde das weit entfernte Heulen von Signaltönen durch die kalte Luft herangetragen.
Sie waren in der Nähe der Grenzposten. Lux’ Gezeter würde sie verraten.
»Halt endlich dein Maul. Wenn du nicht sofort still bist, leg ich dir den Knebel an«, sagte er.
Lux verstummte kurz. Sie war sich darüber bewusst, dass ein eng gebundener Knebel ihre Atmung schmerzhaft erschweren würde. Durch ihre missgebildete Nase bekam sie nie genug Luft.
Andererseits wusste sie auch, dass er sie nicht ersticken lassen konnte.
Starb einer von beiden, setzten die Körpergifte dem anderen über den gemeinsamen Blutkreislauf ein langsames, qualvolles Ende.
»Mach doch. Du traust dich ja eh nicht«, keifte sie wieder. »Unser kleiner Wechselbalg hat so jämmerliche Angst«, giftete sie provozierend. »Die Blutkrankheit sollst du dir holen. Das wäre es mir wert.«
Case ignorierte sie einige Wimpernschläge und konzentrierte sich stattdessen auf den schmalen Pfad, auf deren aufgeweichten Erde sich Pfützen und kleine Teiche ausbreiteten. Nur noch wenige Meilen, dann stieß ihr Weg auf eine ausgebaute Schnellstraße, die sie an die Grenze des Reiches führte.
Nicht gut, zu viel Verkehr. Sein Ziel blieb es, bis Sill auf Nebenwegen unentdeckt zu bleiben. Siams waren bei den gewöhnlichen Menschen ständigen Schikanen und Vorurteilen ausgesetzt.
Am Checkpoint musste er Lux zum Schweigen bringen. Sie würde sonst alles zunichte machen.
Case spähte durch den Regenschleier.
Der dichte Laubwald wich langsam einer spärlicher bewachsenen Vegetation mit vereinzelten Bäumen. Das war ein weiteres Problem, denn die tundraartige Landschaft mit den verstreuten Felsklippen bot jetzt nur noch wenig Schutz. Bei Tage wären sie meilenweit zu sehen. Doch sie hatten Glück. Wenig Mond, dichte Wolken. Er sah nichts außer den Rinnsal von Schlamm einige Meter vor sich und musste aufpassen, nicht erneut auszurutschen. Bis zum Einsetzen der Dämmerung waren es noch einige Stunden in dieser Jahreszeit.
Case versuchte die Zeit, die er noch bräuchte, abzuschätzen. Noch hatten sie das Plateau nicht erreicht. Sie mussten sich beeilen.
Lux verfolgte verkniffen jede seiner Bewegungen und lauerte auf kleine Unachtsamkeiten.
Sie gingen einige Zeit bergauf, als die Steigung langsam abflachte und aus dem Tal mit jedem Schritt Grenztürme mit blinkenden Signallichtern wuchsen. Case stützte sich einige Sekunden keuchend auf seine Oberschenkel und schaufelte kalte, stechende Luft in seine Lunge. Es roch nach Ruß, der von den Häusern in Sill herangetragen wurde.
Auch Lux bemerkte den beißenden Geruch der Brennöfen, den der Regen aus der Luft wusch.
»Das wirst du nie schaffen! Du elender Narr«, zeterte Lux erneut viel zu laut.
Sie begann wieder in ihrem Bag zu strampeln und an der Aufhängung zu zerren.
»Mit mir jedenfalls nicht. Niemals wirst du dieses Land verlassen. Was glaubst du, wer du bist?«
Lux musste jetzt schweigen, doch sie würde dies nicht freiwillig tun. Er schnallte sie von seinem Rücken ab. Sie strampelte und fuchtelte wild vor seinem Gesicht, versuchte ihn zu kratzen. Doch er hielt sie in gebührendem Abstand und blieb ganz ruhig. Sie musste seine Entschlossenheit spüren, denn sie blieb stumm.
»Diesmal nicht, du kleine Giftspinne.«
Case knotete einen Gummi von der Tasche ab, nahm die kleine Astschere von seinem Gürtel, band das Gummi über die Holzgriffe der Schere, sodass die Klingen geöffnet blieben.
Lux beäugte ihn arglistig.
Er öffnete seinen Mantel und zog das Hemd aus der Hose.
Aus seinem Bauchnabel wuchs die Nabelschnur wie ein ledriger, fingerbreiter Schlauch und wand sich um seine Hüfte.
»… du wirst doch nicht …«, schrie Lux auf, als sie ahnte, was er vorhatte.
Case legte die geöffneten Klingen eng an der Nabelschnur an und band das Gummi um die Griffe, befestigte dann geschickt mit einem weiteren Gummi die Vorrichtung am Gürtel und verknüpfte sie mit einer Schlüsselkette zu seinem Unterarm. Eine hektische Bewegung, etwa beim Rennen, würde ausreichen, die Kette zu spannen, den Gummi am Griff abzuziehen. Die gespannte, messerscharfe Klinge und Gegenklinge würde zuschnappen, sich in den Nabel schneiden wie die Scheren eines Krebses und die Nabelschnur durchtrennen oder zumindest schwer verletzen.
»Du wirst wahrscheinlich zuerst verbluten«, er blickte fest in Lux’ zuckende Pupillen, die all seine Vorkehrungen verfolgt hatte, »und erst dann ich selbst; ich habe den größeren Körper. Vielleicht wird mich eine Ambulanz retten können, vielleicht könnten sie die Blutvergiftung mit ihren Medikamenten stoppen. Aber egal wie es mit mir ausgeht. So oder so, es gibt eine Riesensauerei, bei der du auf alle Fälle verlieren wirst.«
Langsam nahm er das kleine Messer aus der Hosenseite und begann beide Riemen des Rucksackes anzuschneiden. Lux' Augen weiteten sich entsetzt.
»Ein Wort nur von dir, bloß ein Laut, nur ein verräterisches Gezeter und ich werde losrennen müssen. Das werden die Riemen nicht aushalten. Und es wird mein und dein letzter Sprung sein, ehe der Blutverlust uns ohnmächtig macht.
Ich werde vielleicht jämmerlich verbluten, aber eines ist sicher, du wirst es gewiss zuerst. Halte dich an diese Vereinbarung und zwinge mich zu keiner hektischen Bewegung.«
Vom Kamm des Berges erblickte er die ersten spärlichen Lichter schmuckloser Zweckbauten – graue, quadratische Plattenbauten des Vorortes von Sill, das in der Talfalte vor der großen Spalte lag.
