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Kleine Zettel auf denen ein Schlagwort stand, gaben Anlass etwas zu dem Thema zu schreiben. Die Zettel lagen alle gemischt in einer Blechdose. Nach und nach wurden die Themen gezogen und dann spontan dazu geschrieben. Oftmals eine kleine Herausforderung.
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Seitenzahl: 81
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Geschichten aus der Blechdose
Kleine kurze Texte zum Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Lesen, zum Vortragen, zum Grübeln, zum Lachen, zum Weinen und zum Innehalten.
Sabine Otten
2024/2025
Einleitung Teil eins
FREMDE
Kuhstall
Kunst
MEIN KÖRPER IST EINE
Mein liebstes
SONNTAG
PFLASTERSTEINE
TRIEFNASS IM REGEN
WAS ICH LIEBE
WILDE TIERE
GESCHWISTER
BEGEGNUNGEN IM TREPPENHAUS
VIELFALT VERBINDET
ZIEL
ZUSAMMENHALT
SCHMUCK
MEINE LIEBLINGSSTADT
SINGEN
WÜNSCHE
POESIE
SPIELEN
HUNGER, wirklich HUNGER?
DEMO
KLEIDUNG
GLÜCK
ABSCHMECKEN
DIALOG
FRIEDHOF
KAPITÄN
WEIHNACHTEN
LECKERBISSEN
NOTGROSCHEN
Obdachlose in meiner Stadt
DIE BANK
Nur ein Augenblick
Ungeziefer – Das Duell in der Nacht
VERLETZUNGEN
Teil zwei: Surreales und Wirklichkeit aus dem Schreib Café Thomas Dahl
Der Obdachlose und sein Hund
Das Treffen im Wald mit dem verträumten Tramp
Die Begegnung im Wald
Ein Funke Hoffnung
Poesie zum Thema: Ein Funke Hoffnung
Köln,2.April 2025 Brief an eine fiktionale Figur über dein Leben und deine Wünsche.
Vertrauen wir dem Kompromiss
Ich bin das Universum
Wie siehst du die Welt im Jahr 3025
Einmal in der Woche treffe ich mich seit einigen Jahren mit einem kleinen Damen Schmölzchen, im fortgeschrittenen Alter, zum Quatschen, Gedankenaustausch über Literatur und auch zum Schreiben.
Es hieß 2024 ein neues Konzept zu verwirklichen und umzusetzen. Jede von uns bekam den Auftrag auf 30 kleinen Zetteln spontan ein Wort, was einem gerade einfiel oder aktuell war, zu schreiben.
Alle Zettel wanderten danach, ordentlich gefaltet in eine Blech Dose.
Dort wurden sie gemischt und geschüttelt. Es galt nun jede Woche drei Zettel zu ziehen, auf das Thema zu schauen, sich für eins zu entscheiden und die restlichen zwei wieder in die Dose wandern zu lassen.
Manchmal fiel die Entscheidung ganz leicht, manchmal musste man jedoch etwas länger überlegen. Das Ergebnis waren auf jeden Fall immer interessante kleine Geschichten aus dem „Hier und Jetzt“.
Auf diese Art und Weise entwickelte sich eine bunte Reihe von Texten mit Kurzgeschichten, Poesie und Fantasie, kleine Sachtexte und Erlebnisgeschichten, die mich 2024/2025 im Leben begleitet und interessiert haben. Es ist erstaunlich, was mir spontan zu einem bestimmten Wort oder Thema einfällt, aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
Ich habe alle meine Geschichten gesammelt und hier aufgeschrieben, damit sie nicht irgendwo in einer Schublade oder einem Schuhkarton ein trauriges Leben fristen.
Geschichten müssen gelesen werden, hier und heute, in der Gegenwart und der Zukunft, denn sie bereichern das Leben.
FREMDE sind Personen, die in einer neuen Umgebung oder Gesellschaft nicht als Teil derselben betrachtet werden. Als FREMDER fühlt man sich oft isoliert, unsicher und unverstanden. Man kann erleben, dass man ausgeschlossen oder misstrauisch behandelt wird, manchmal aber auch freundliche Gesten der Aufnahme findet.
Die Erfahrung als FREMDER kann sowohl herausfordernd als auch bereichernd sein, und sie bietet die Möglichkeit, neue Perspektiven zu gewinnen und kulturelle Vielfalt zu schätzen.
Manchmal lebt ein Mensch als FREMDER jahrelang mit dir Haus an Haus. Du kennst genau seine Statur, seinen Gang, seine Kleidung und seine Gewohnheiten, doch er ist dir trotzdem ein FREMDER. Du kennst ihn eigentlich nicht.
So ein FREMDER wohnt bei mir nebenan. Ich sehe ihn fast täglich seit vielen Jahren.
Er ist männlich, klein von Statur, älteren Semesters und manchmal nenne ich ihn, graue Maus, denn seinen richtigen Namen kenne ich nicht. Noch nie habe ich mit ihm gesprochen, noch nie hat er mich gegrüßt. Er trägt Sommer wie Winter einen Dufflecoat Mantel, auf dem Kopf meist eine schwarze Kappe und auf dem Rücken einen Rucksack, der aussieht wie ein Geigenkasten.
Der FREMDE geht immer schnellen Schrittes, vielleicht hat er Angst, dass ich ihn einmal anspreche, vielleicht ist er so ein richtiger Einsiedler und will einfach in Ruhe gelassen werden.
Sein Gesichtsausdruck ist leicht abweisend, was aber auch an seiner blassen Haut liegen kann.
Wie lange er schon mein Nachbar ist, weiß ich nicht, mir ist er auf jeden Fall FREMD und wird es wohl auch immer bleiben.
FREMD sein heißt nicht, dass man aus der FREMDE kommen muss, denn selbst dein Gegenüber kann dir FREMD sein für immer.
In einem KUHSTALL, der in einem kleinen Dorf in den Bergen lag lebten mehrere Kühe, die dem Bauer Paul gehörten. Paul liebte seine Kühe, und jede hatte von ihm einen schönen Namen bekommen. Da gab es die Resi, die Else, die Lou, die Judith, die Wanni, die Marie, die Mimi und die Franzi. Die acht Kühe verstanden sich prima. Gemeinsam gingen sie auf die Weide, zur Wassertränke und zum Stall. Jede Kuh hatte einen kleinen Platz für sich alleine mit frischem Stroh. Manchmal legten sie sich in das Stroh, und es sah aus, als wollten sie kuscheln. Resi war die älteste der Kühe, und wenn sie schnaubte, laut muhte oder mit den Hufen auf dem Boden kratzte, dann wussten die anderen genau, was sie wollte. Resi war echt schlau.
Morgens, wenn Bauer Paul in den Stall kam zum Melken, dann drängte Resi alle Kühe zum Tor, wo die Melkanlage stand.
Manchmal gab es ein wenig Gedränge, aber meistens reihten sich die Kühe ganz alleine ein.
Die Stöpsel der Melkmaschine waren oftmals ganz kalt, wenn sie auf die Euter Zisten geschoben wurden. Es kribbelte dann im ganzen Körper, und besonders Wanni schüttelte sich dabei ein bisschen.
Resi träumte gelegentlich von der Zeit, als Bauer Paul sie alle noch mit der Hand gemolken hatte. Resi mochte das ganz besonders, weil Paul sie immer vorher gestreichelt hatte. Dann war auch etwas mehr Zeit gegeben, und Paul sang hin und wieder ein Lied, nicht unbedingt schön, aber dafür laut. Die Kühe fühlten sich wohl bei Paul im Stall und auf der Weide. Sie schenkten ihm dafür die köstlichste Milch, die noch warm getrunken etwas Besonderes war. So reihte sich ein Tag an den anderen.
Das Leben im KUHSTALL wiederholte sich täglich. Wenn ich heute in die Berge fahre, dann schaue ich immer aus nach einem Bauernhof, und mein erster Besuch gilt den Kühen, die schnaubend im Stall stehen und mich neugierig anschauen.
KUNST ist eine Ausdrucksform, die es Menschen ermöglicht, ihre Gefühle, Gedanken und Ideen visuell, auditiv oder durch Performance darzustellen. Sie umfasst verschiedene Disziplinen wie Malerei, Skulptur, Musik, Theater und Literatur.
Die Geschichte der KUNST reicht zurück bis in die prähistorische Zeit, als Menschen erstmals Höhlenmalereien schufen. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich verschiedene Kunststile entwickelt, von der Antike über die Renaissance bis zur Moderne.
Die Renaissance begann im 14. Jahrhundert in Italien. Sie war geprägt von der Antike in Malerei und Skulptur. Bekannte Künstler dieser Zeit sind Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raphael.
Im 17. Jahrhundert entstand der Barock. Er zeigte dramatische und emotionale Darstellungen.
Hier waren Künstler wie Caravaggio und Bernini am Werk.
Im späten 19. Jahrhundert entstand der Impressionismus. Er legte sein Augenmerk auf das Einfangen von Licht und Momente des Alltags. Wir kennen dort Claude Monet und Edgar Degas.
Im 20. Jahrhundert brachten Bewegungen wie Kubismus, Surrealismus und abstrakter Expressionismus radikale Veränderungen in die Kunstwelt. In dieser Epoche tobten sich Pablo Picasso und Salvator Dali aus.
KUNST dient verschiedenen Zwecken. Dem Selbstausdruck um innere Gefühle auszudrücken und der Kommunikation um Botschaften, Kommentare oder Geschichten zu erzählen. KUNST ist gleichzeitig eine Form der Ästhetik. Menschen schätzen sie wegen ihrer Schönheit und der Freude, die sie verbreitet. KUNST wird auch als Therapie genutzt zur Förderung der Gesundheit.
Insgesamt ist KUNST ein vielseitiges und bedeutendes Feld, das über Jahrtausende hinweg die menschliche Zivilisation geprägt hat und auch in der Zukunft prägen wird.
Mein Körper ist eine BAUSTELLE – ein Ausdruck, der oft verwendet wird, um die Herausforderungen und Veränderungen zu beschreiben, denen unser Körper unterliegt. Von kleinen Reparaturen bis hin zu größeren Umbauten durch Krankheit oder Verletzungen. Unser Körper ist eigentlich ständig im Wandel.
Es ist eine Erinnerung daran, dass wir alle unsere eigenen individuellen BAUSTELLEN haben. Wir pflegen sie, und wir reparieren sie bei Bedarf.
Manchmal ist es wichtig Geduld und Selbstfürsorge zu praktizieren, während wir an unserer BAUSTELLE arbeiten. Zu Hilfe nehmen wir gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, medizinische Behandlung und therapeutische Maßnahmen.
Letztendlich zeigt dieser Ausdruck, und unser Tun, dass unser Körper ein lebendiges Werk ist, welches viel Aufmerksamkeit verdient. Bis zum Lebensende basteln wir an unseren BAUSTELLEN, einige lassen sich wunderbar wieder in Ordnung bringen, andere bleiben mit uns verwurzelt bis zum Tod.
Die Hauptsache aber ist, dass wir uns wohlfühlen in unserem Körper.
Wir müssen uns nicht verstecken wegen kleiner oder größerer Makel, wir müssen sie so annehmen, wie sie sind, denn sie gehören zu unserem Erscheinungsbild und prägen damit gleichzeitig unsere Stimmung und unseren Charakter.
BAUSTELLEN gibt es in jeder Altersstruktur, sie gehören zu uns, ob wir es nun wollen oder nicht.
Für BAUSTELLEN braucht man sich nicht zu schämen.
Mein liebstes KLEIDUNGSSTÜCK ist kein gewöhnliches Teil aus meinem Kleiderschrank. Nein, es ist mein wahrer Schatz, der meine Persönlichkeit ein wenig widerspiegelt und mir Außergewöhnliches zeigt. Mit meinen bald 77 Jahren habe ich gelernt, dass Mode keine Altersgrenzen hat und kennt, und dass es wichtig ist, seinen eigenen Stil zu leben, unabhängig von den Konventionen drum herum.
