Gespräche auf dem Muses Plateau - Carsten Welp - E-Book

Gespräche auf dem Muses Plateau E-Book

Carsten Welp

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Beschreibung

Ein Reisebericht mit naturwissenschaftlichen Gedankengängen und Traumsequenzen auf 2.918 Höhenmeter. Der wissbegierige Christian, der sich am liebsten selber reden hört und Efi, die ihn auch gerne reden hört sich aber noch lieber über ihn lustig macht, besteigen gemeinsam die Spitze des Olymps. Sie durchqueren das Mouses Plateau und den schmalen Aufstieg der Zonaria und erfinden dabei neue Götter, denken über den Ursprung des Lebens nach und gehen dem Konzept der Seele auf dem Leim. Je näher sie ihren Überlegungen, den Spitzen und sich selbst kommen, desto näher rückt auch der Abstieg.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 28

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Die Erzählung ist eine Collage aus naturwissenschaftlichen Fakten und realitätstreuen Landschaftsbeschreibungen, geschöpft aus dem eigenen Wissens- und Erfahrungswerten des Autors C. Welp. Seine persönliche Leidenschaft zu Naturwissenschaften kombiniert mit der Familientradition der jährlichen Olympbesteigung führten zu dieser Erzählung. Eine Wanderung auf den Olymp und durch die vielleicht interessantesten physikalischen und gesellschaftlichen Faktoren unserer Gegenwart. Mit Humor und frei von jeglichem Dogmatismus werden die Gesetze der Natur mit diesen der Moral verbunden. Dabei entstehen neue Götter, dort wo einst noch die alten waren.

Ein Reisebericht mit naturwissenschaftlichen Gedankengängen und Traumsequenzen auf 2.918 Höhenmeter.

Das Muses Plateau ist die Hochebene unterhalb der Gipfel des Olymps. Es gibt keine Seilbahn, die den Aufstieg hinauf erleichtern würde, daher haben sämtliche Wanderer, denen man begegnet, je nach körperlicher Verfassung und Startpunkt, einen 5 bis 10-stündigen, ungefährlichen aber schweißtreibenden Aufstieg hinter sich. Dieser Umstand gestaltet die Gesellschaft sympathisch.

Inhaltsverzeichnis

Profitis Ilias

Frühstück auf der Hütte

Zonaria

Mitikas

Skala

Zurück zum Muses Plateau

Der letzte Abend

Profitis Ilias

„Wir sind alle Kinder der Sonnen“

Ein paar Höhenmeter niedriger, unweit vom Tempi Tal, zwischen der Aprikosen- und Pfirsichproduktion hatten die Planungen anlässlich des freien Wochenendes in der Konservenfabrik ein Höchstmaß an Diplomatie und ansteckender Vorfreude erfordert. Es hatte Christian wahnsinnig viel Mühe gekostet Efi zu überreden, mitzukommen. Nun saßen sie auf der Mauer einer kleinen Steinkapelle auf dem Profitis Ilias, einer der Olymp Gipfel.

„Ich wusste gar nicht, dass es so viele Sterne gibt“, bemerkte Efi gelangweilt, um das anstrengende Schweigen zu beenden. Sofort war Christian im Dozentenmodus: „Wie viel Sterne meinst Du denn zu sehen?“ Efi abschätzend: „Gut tausend“. „Stimmt ungefähr, wahrscheinlich 2000“. Efi entgegnete verwundert: „Wusste gar nicht, dass es so viele gibt. In der Stadt sieht man keine 50! Was ist überhaupt ein Stern?“

Christian mittlerweile im Professorenmodus:

„Unsere Sonne ist ein Stern. Sie ist ein riesiger Atomreaktor, bei dem Kernfusionen bei 15 Millionen Grad stattfinden, Helium reagiert zu Wasserstoff und ...“ „Ist mir zu weit hergeholt“ unterbrach ihn Efi ungeduldig: „Hat das irgendwas mit uns zu tun?“ Christian lachte, nur ein bisschen überheblich: „91 der 94 natürlich vorkommenden Elemente entstehen in Sternen, ca. 90 % unseres Körpers besteht aus Elementen, die in Sonnen entstanden sind. Wir sind alle Kinder der Sonnen!“

Efi ist beeindruckt. „Was Du alles weißt!“ „Ich weiß nichts, die Menschheit weiß nichts, ca. 95% des Universums besteht aus dunkler Materie und dunkler Energie, von der wir nur sehr wenig wissen. Wir erfassen nur einen ganz kleinen Teil des Ganzen.“ „Aber all die Sterne, die erfassen wir doch.“

„Die gehören zu den 5 %“. „Wie viel Sterne gibt es überhaupt?“ „Unsere Milchstraße hat ungefähr 100 Milliarden Sonnen. Das Universum hat ungefähr 100 Milliarden Galaxien, wie unsere Milchstraße, also 100 Milliarden Galaxien mal 100 Milliarden Sonnen, da streikt mein Taschenrechner.“

Efi stirnrunzelnd: „Glaubst Du, dass es anderes Leben im Universum gibt?“ „Ich bin mir sicher.“ „Was lässt Dich das glauben?“ „So viele Sonnen; viele haben Planeten, es gibt viele Planeten mit ähnlichen Lebensbedingungen. Warum sollte es nur bei uns funktioniert haben?“ Efi herausfordernd: „Wann werden wir Kontakt haben mit unseren Mitbewohnern?“ „Höchstwahrscheinlich nie, weil die Entfernungen zu groß sind. Die nächste Sonne ist 4 Lichtjahre entfernt, das bedeutet, das Licht braucht 4 Jahre um dort hinzukommen. Das schafft kein Mensch und keine Sonde.“ Efi schmunzelnd: „Lass uns absteigen zu den irdischen, schnarchenden, heimlich furzenden Mit-Olymp-Besteigern“.