8,99 €
1 g Praxis ist mehr als 1.000 Tonnen Theorie! Alexander Bilina, geb. 14. März 1961 in Hannover, hat bereits als junger Mensch den Lebenssinn in der faszinierenden Welt der Bücher gesucht - und gefunden: Das gelesene Wort in die Tat umzusetzen, die Empfehlungen der Buchautoren in das eigene Leben umzusetzen: Erst dann haben die vielen tausend Bücher ihre Mission erfüllt! "Wieviele Male schaut der Wille durch's Fenster, ehe die Tat durch's Tor schreitet." Alexander Bilina schildert seinen Lesern eindrucksvoll und lebensnah, wie er sein Leben trotz vieler Hindernisse und Herausforderungen gemeistert hat: Als Vertreter der positiven Psychologie nach Abraham Maslow beschreibt er lebensnah anhand von wahren Begebenheiten aus seinem eigenen Leben, dass es sich für jeden Menschen ganz sicher lohnt, sich mit den positiven Aspekten des Menschseins - LIEBE, GESUNDHEIT, GLÜCK, OPTIMISMUS, VERTRAUEN, GEBORGENHEIT - intensiv zu beschäftigen und diese aktiv in das tägliche Leben zu integrieren. Die Teilnahme und der Zieleinlauf beim New York Marathon, Berlin und Hamburg Marathon sind der Beweis für den Autor, dass positives Denken, Liebe, Zielsetzung, Disziplin und Durchhaltevermögen die Basis für Glück & Erfolg im privaten und beruflichen Bereich sind. Die Schule des Lebens kann niemand schwänzen. Die schwierigste Prüfung, die das Leben für uns bereit hält, ist der Verlust eines geliebten Menschen und eines geliebten Tiers. Nach dem Tod seiner geliebten Lebensfrau und seines Vaters innerhalb von einem Jahr 2017/2018 haben die Bücher zum Positiven Denken einmal mehr Bedeutung gewonnen: Das richtige Buch im richtigen Moment - verbunden mit einem Menschen, der die gleiche Sprache spricht und womöglich ein ähnliches Schicksal erlebt hat, sind Balsam für die Seele und laden zu einem neuen Leben ein - denn: Die Liebe und der Tod verändern alles im Leben! Ein unbedingt liebenswertes und lesenswertes Buch!
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 195
Veröffentlichungsjahr: 2019
Alexander Bilina
Dr. med. Jürgen Apel
Gesundheit & Lebensfreude
Unsere wahre Lebensaufgabe ist, glücklich zu sein
Alexander Bilina Dr. med. Jürgen Apel
Gesundheit & Lebensfreude
Unsere wahre Lebensaufgabe ist, glücklich zu sein
Copyright: © 2019: Alexander Bilina
Verlag und Druck:
tredition GmbH
Halenreie 40-44
22359 Hamburg
978-3-7482-4980-1 (Paperback)
978-3-7482-4981-8 ((Hardcover)
978-3-7482-4982-5 (E-Book)
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Du fragst mich, was soll ich tun? Und ich sage: Lebe wild und gefaehrlich, Artur!
Inhaltsverzeichnis
Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens
Wenn ich noch einmal von vorne beginnen dürfte: Resüme eines langen Lebens
Zufall? Schicksal? Bestimmung? Glück? 6er im Lotto?
Eine Geste kann ein Leben verändern
Ich habe mich entschieden, um mein Leben zu rennen
Glück: was ist das?
Das Glück hat tausend Gesichter Erfolg: was ist das?
Wenn Sie sich lösen können, sind Sie der Lösung nahe
Die Macht der Gewohnheit
Lernen Sie heute, systematisch positiv zu denken!
Ziehen Sie das Glück einfach an!
Auster oder Adler?
Was ist ein Verkaufs-Talent?
Lernen Sie heute die Kunst der kleinen Schritte
Tee für zwei Personen
Ändern Sie Ihre Sichtweise
Urteilen Sie nicht zu früh
Die Macht Ihres Unterbewusstseins
Steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit durch positive Selbstbeeinflussung
Lassen Sie Ihre Seele hinterherkommen
Lerne, Dich zu freuen
Machen Sie das Beste aus Ihrem Leben
Es gibt kein schlechtes Wetter
Die Macht des Pessimismus
Schaffen Sie heute die Voraussetzungen für mehr Lebensfreude und Erfolg
Finden Sie heraus, was wirklich wichtig ist für Sie in Ihrem Leben
Arbeitslos – und jetzt erst recht positiv denken
Liebe Deine Arbeit
Rentner – na und? Wir starten noch einmal durch!
Danke für die Krankheit: Das Beste, was mir passieren konnte
Marathon: Wie man sich selbst besiegt
Hechelnd durch den Marathon
Laufen Gehen Joggen: Wie fange ich an?
Körperliche Gesundheit durch gesunde, vollwertige Ernährung
Die richtige Ernährung für jeden Tag ist wichtiger denn je
Wie Sie sich selbst positiv aufbauen
Gesund und fit älter werden
Das Ideal
So werden Sie Optimist
Rezept für das ganze Jahr
Quellenhinweise
Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens
Weine, wenn Du traurig bist,lache, wenn Du fröhlich bist,schreie, wenn Du wütend bist,handle, wenn Du Angst hast –
dann lebst Du frei!
Jan Sur
Vor gut zwei Jahren gab es eine Zeit, da es mir nicht so gut ging und ich intensiv nach einer Neuorientierung suchte. Alle Autofahrer kennen das: Der Nebel ist manchmal so dicht, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sehen kann und man sich vorsichtig im Schneckentempo vorantastet – intensiv und konzentriert Ausschau hält nach dem nächsten Markierungspfosten an der Autobahn.
Jeder von uns kommt ab und zu in solche Phasen. Es ist eine Zeit des Nachdenkens und der intensiven Suche.
Da kann der richtige Gesprächspartner und/oder das richtige Buch wahre Wunder wirken.
Viele Leser haben mir geschrieben, was für eine Revolution meine Bücher in ihrem Leben ausgelöst haben.
Als ich in meiner letzten schweren Phase intensiv suchte, fand ich in einer Zeitschrift eine Geschichte, die mein Leben und meine Einstellung in Bruchteilen von Sekunden veränderte:
Die Papageiin und der Affe
Es war einmal eine Papageiin, die deprimiert und voller Schuldgefühle im Urwald auf dem Ast eines Baumes saß. Sie hatte zwar ein herrliches grünrotes Federkleid, es war ganz grau von Staub. Die Papageiin freute sich nicht mehr über die anderen Vögel. Die Sonne schien ihr zu grell, und die Wolken, die sie früher geliebt hatte, kamen ihr auf einmal bedrohlich vor.
Da kam der Affe Sen und fragte: „Papageiin, was ist mit dir los?”
Die Papageiin seufzte und antwortete: „Du weißt, wir Papageien mit dem grünroten Federkleid legen sehr selten Eier. Und wenn wir es tun, legen wir immer nur ein Ei auf einmal. Gestern nun war ich nervös und hatte Angst vor der Zukunft, und in meiner Nervosität stieß ich mein Ei aus dem Nest, und es zerbrach. Nun bin ich nicht nur traurig, sondern fühle mich auch schuldig, weil ich ja auch schuld daran bin.”
„Das kann ich verstehen”, meinte der Affe.
„Du dummer Affe, wie willst du das verstehen?” fragte die Papageiin. „Erstens legen Affen keine Eier, sondern bringen lebende Junge zur Welt, zweitens bist du ein Mann und kannst gar nicht nachfühlen, wie eine Frau sich da fühlt, und drittens steht ihr Affen auf einer ganz anderen Entwicklungsstufe als wir Vögel!”
„Das stimmt”, nickte der Affe, „natürlich sehe ich das von einem ganz anderen Standpunkt als du. Aber vielleicht kann ich dir gerade aus diesem Grunde helfen. Wenn du willst, erzähle ich dir eine Geschichte von Tieren, die noch auf einer anderen Entwicklungsstufe stehen als wie Affen. Diese Tiere nennen sich Menschen.”
„Oh ja, bitte erzähle”, antwortete die Papageiin.
Der Affe machte eine weit ausholende Bewegung mit seinem linken Arm und begann: „Eine alte Menschin lief mit einem großen, schweren Korb auf dem Rücken durch die Welt und klagte, dass sie so schwer zu tragen habe. In dem Korb befand sich ihre Vergangenheit: Nämlich die Wiege, in der sie nach ihrer Geburt gelegen hatte, eine Locke von ihrem einst so schönen Haar, die Rute, mit der ihre Mutter sie geschlagen hatte, die Scherben des Kruges, den sie zerbrochen hatte, die Schiefertafel aus ihrer Schulzeit und vieles andere.
Da kam der Zwerg Heider des Weges, hörte die Alte klagen und stöhnen und riet deshalb, die schwere Last doch abzusetzen.
„Seine Vergangenheit kann man nicht einfach wegtun. Was geschehen ist, ist geschehen”, jammerte die Alte. „Und außerdem, ohne meine Vergangenheit wäre ich ja gar nicht mehr ich selber!” Und während sie so sprach, liefen ihr die Tränen der Erschöpfung übers Gesicht.
Der Zwerg Heider dachte nach und sagte dann: „Ich werde dir einen Zauberspruch verraten, und dann kannst du den Korb absetzen, denn niemand außer dir selbst kann an den Korb, nachdem du den Spruch gesagt hast. Natürlich, wenn du an den Korb ran willst, musst du dich auf den Weg zu ihm machen. Doch weil du sonst nichts mehr zu tragen hast, wird dir der Weg leicht!”
Dann flüsterte er ihr den Zauberspruch ins Ohr: „Weine, wenn du traurig bist, lache, wenn du fröhlich bist, schreie, wenn du wütend bist, handele, wenn du Angst hast – dann bist du frei, Tassilomao!”
Die Alte hatte viele Zweifel, und der Gedanke, den Korb so viele Jahre nutzlos mit sich herumgetragen zu haben, war ihr schrecklich. Dann aber sagte sie: „Warum weiter leiden, nur weil ich schon so lange gelitten habe?” Und sie setzte den Korb neben den Weg und sprach so laut sie konnte den Zauberspruch, den sie sich gut gemerkt hatte: „Weine, wenn du traurig bist, lache, wenn du fröhlich bist, schreie, wenn du wütend bist, handele, wenn du Angst hast – dann bist du frei, Tassilomao!”
Und obwohl sie das magische „Tassilomao” nicht richtig ausgesprochen hatte, konnte sie mit den neuen Augen, die der Zauberspruch ihr gegeben hatte, sehen, wie sich eine unsichtbare Glocke über dem Korb aufbaute und ihn für alle Wesen unerreichbar machte. Nur sie selbst konnte immer an den Korb heran. Und seit vielen Jahren richtete sie sich zum ersten Mal wieder gerade auf und atmete tief. Ja, seitdem läuft sie nicht mehr mit einem gebeugten Rücken durch die Welt.”
Die Papageiin hatte aufmerksam zugehört und ihren Kopf dabei geneigt, wie das die Papageien tun, wenn sie aufmerksam sind. Jetzt richtete sie den Kopf hoch und fragte: „Aber wie soll ich denn mit meinem Problem fertig werden?”
Der Affe Sen warf seine langen Arme in die Luft und rief:
„Heut’ ist ein neuer Tag!
Es ist der erste Tag vom Rest deines Lebens!
Behalte deine Vergangenheit, wie die Alte den Korb behielt, und lege sie neben deine Seele, so wie die Alte den Korb neben den Weg stellte. ”
Dann schwang sich der Affe von Ast zu Ast, bis er aus dem Blickfeld der Papageiin verschwunden war. Die murmelte noch eine Weile vor sich hin: „Hm, hm, heut’ ist ein neuer Tag, heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens?”
Und auf einmal begann sie zu kreischen, zu lachen und zu weinen: Und Tiere, die sie später gesehen haben, erzählten mir, dass sie nicht nur wieder kreischt und pfeift und singt, sondern mehrmals am Tage heftig mit den Flügeln schlägt, so dass der Staub nur so davonfliegt und sie wieder ihr schönes grünrotes Federkleid hat.
Jan Sur
Nur wer die Herzen bewegt, bewegt die Welt.
Ernst Wiechert
Wenn ich noch einmal von vorne beginnen dürfte: Resümee eines langen Lebens
Es geht nicht darum,dem Leben Jahre –sondern den JahrenLeben abzugewinnen.
Curd Jürgens
Ich möchte Ihnen, liebe Leser, eine wunderschöne, nachdenkenswerte Geschichte vorlesen, die in einer amerikanischen Zeitschrift für menschliche Psychologie steht. Sie wurde von einem 85-jährigen Mann geschrieben, der spürte, dass sein Tod nicht mehr weit entfernt war:
„Wenn ich mein Leben noch einmal leben dürfte, dann würde ich versuchen, diesmal mehr Fehler zu machen. Ich würde mich nicht mehr so sehr um Perfektion bemühen. Ich würde mich mehr entspannen. Ich würde meinen Neigungen nachgeben. Ich würde unvernünftiger sein, als ich es in diesem Leben gewesen bin. Es gibt kaum etwas, das ich wieder so ernst nehmen würde. Ich würde verrückter sein und weniger auf meine Gesundheit achten. Ich würde mehr riskieren, mehr Reisen unternehmen. Ich würde mehr Berge besteigen und Flüsse durchschwimmen. Ich würde mehr Sonnenuntergänge anschauen und mehr Orte aufsuchen, die ich in diesem Leben nicht gesehen habe. Ich würde mehr Eiscreme essen und weniger Bohnen.
Ich würde mehr wirkliche Sorgen und weniger eingebildete Sorgen haben. Sehen Sie, ich gehörte zu den Leuten, die vorbeugend, vernünftig und nüchtern lebten, Stunde um Stunde, Tag um Tag. Oh, ich habe auch glückliche Augenblicke erlebt - aber wenn ich noch einmal von vorne anfangen dürfte, dann würde ich dafür sorgen, dass es viel mehr solcher glücklichen Augenblicke für mich gäbe: Ja, ich würde versuchen, nur noch glückliche Augenblicke zu erleben: Ich gehörte zu den Menschen, die ständig ein Thermometer, eine Wärmflasche, ein Mundwasser, einen Regenmantel und einen Fallschirm bei sich haben. Das nächste Mal würde ich mit leichterem Gepäck reisen.
Wenn ich noch einmal anfangen dürfte, dann würde ich im Frühjahr barfuß laufen - und später im Herbst damit aufhören. Ich würde mehr Karussell fahren, mir mehr Sonnenaufgänge anschauen und mehr mit Kindern spielen, wenn mir ein neues Leben geschenkt würde. Aber das wird nicht geschehen!“
Zufall? Schicksal? Bestimmung? Glück? 6er im Lotto?
Für mich bedeutet Glück:Im richtigen Momentden richtigen Menschen zu treffenund die passenden Bücher zu finden:Beides zusammen hilft mir,die scheinbaren Zufälle und Begebenheitendes alltäglichen Lebens besser zu verstehenund einen Plan derWeiterentwicklung zu erkennen.
Wieder einmal war ich mehrere Tage weit weg von Zuhause auf Vortragreisen unterwegs. Das ist anstrengend und schön zugleich:
Schließlich ist es mein Lebensinhalt geworden, interessierten Menschen von der richtigen Einstellung zum Leben und der optimalen Ernährung zu erzählen.
Immer wieder bin ich auf die Mithilfe von Journalisten angewiesen:
Wenn diese wohlwollend und positiv auf meinen Vortragsabend hinweisen und womöglich auch noch ein Foto von mir bringen, so lesen das rechtzeitig vor der Veranstaltung viele tausend Menschen in den Tages- und Wochenzeitungen. Das Ergebnis:
100 Zuhörer und mehr erscheinen dann, um wieder etwas Neues zu dem wichtigsten Thema im Leben zu erfahren: Gesundheit – denn:
Gesundheit ist nicht Alles - aber ohne Gesundheit ist alles Nichts !
Auch der Vortrag am Vorabend des nächsten schicksalhaften Tages war von großem Erfolg gekrönt – für einen gemütlichen Ausklang in der Bar des Hotels blieb jedoch an diesem Abend keine Zeit, denn ich hatte mir fest vorgenommen, um 5.00 Uhr morgens am Flughafen in Paderborn zu sein: Das waren gut 400 km von Würzburg aus. Also verstaute ich meine Vortragssachen so schnell und gut wie möglich in meinem Auto und spulte zügig die Kilometer ab – was mir in dieser Nacht nicht schwerfiel, denn ich hatte ein schönes Ziel: Eine mir sehr wohl gesonnene Journalistin aus Göttingen hatte bereits zum wiederholten Mal aufwendig und wohlwollend einen Vortrag von mir mit einem großen Foto, das meine beiden Labradorhunde und mich zeigt, in der Göttinger Wochenzeitung angekündigt – als Dankeschön hatte ich sie eine Woche nach Mallorca eingeladen: Uns verband die Liebe zu dieser wunderschönen Baleareninsel, zumal ich vier Jahre meines Lebens dort verbringen durfte. Wir hatten uns fest für 5.00 Uhr morgens verabredet – um 6.00 Uhr sollte der Flieger gehen.
In freudiger Erwartung sehnte ich die Ankunft meiner Reisebegleitung herbei – als um Viertel nach fünf noch nichts von ihr zu sehen war, versuchte ich, sie auf ihrem Handy zu erreichen. Nur die Mailbox sprang immer wieder an. Natürlich schossen mir in dieser Situation zahlreiche Gedanken durch den Kopf, ich versuchte mir auszumalen, was alles passiert sein könnte…
Der Zeiger der Flughafenuhr rückte unaufhörlich weiter gen Abflugzeit, die für 6.00 Uhr angesetzt war. Mir wurde nun immer mehr klar, dass ich nur zwei Möglichkeiten hatte: Entweder alleine zu fliegen oder alleine zurückzubleiben.
Ich wog das Für und Wider immer wieder ab – und entschied mich letztendlich für die ’Vernunftlösung’, nach dem Motto:
Bleibe im Lande und nähre Dich redlich.
Diese wohl mit wichtigste und folgenreichste Entscheidung in meinem Leben sollte ’mehr als ein 6er im Lotto’ sein wie mir später mehrere Mitarbeiter und Freunde versicherten, denen ich von meiner schicksalhaften Geschichte erzählt habe.
Natürlich habe ich immer wieder versucht, meine Reisebegleitung telefonisch zu erreichen um sie nach dem ’warum’ ihres Wegbleibens zu fragen. Es hätte ja auch sein können, dass sie verschlafen oder gar einen Unfall auf dem Weg zum Flughafen gehabt hatte.
Fast unglaublich ist der wahre Grund gewesen: Als ich später nach Hause kam, fand ich einen handgeschriebenen Brief von ihr in der Post: Sie entschuldigte sich in diesem Brief, dass sie nicht mit mit nach Mallorca reisen könne – ihre Mutter hätte gemeint, dass die Tochter nicht mit einem Mann, den sie erst vor wenigen Stunden kennen gelernt habe, in den Urlaub fliegen könne.
Da ich einige Tage vor dem Abflug nicht mehr in Hamburg gewesen war, hatte mich dieser Brief nicht mehr rechtzeitig erreicht.
Und die Moral von der Geschichte?
Manchmal kann auch ein klares ’nein’ eines fremden Menschen, eines Freundes, eines Familienmitgliedes, eines Chefs, eines Mitarbeiters, ein ’nein’ der Gesundheit (= Krankheit) das Tor zu einem neuen, ungeahnt schönen, reichen, vollkommenen Neubeginn sein.
Lernen Sie genau wie ich – immer wieder und wieder, jeden Tag neu – dieses so wichtige Wort für den Anderen, den es betrifft, klar, gütig und zugleich dankbar auszusprechen – dann kann Ihnen niemand auf Dauer böse sein – und wenn doch?
Dann hat dieses Gegenüber die Spielregeln des Lebens noch nicht verstanden und muss die Klasse noch einmal wiederholen.
Etwa zur gleichen Zeit hatte ein anderer, mir noch vollkommen fremder Mensch (meine zukünftige Lebensfrau Gabriele) ähnliche Probleme mit schicksalhaften Folgen zu lösen: Sie war mit ihrer besten Freundin Margit gegen vier Uhr morgens in Berge bei Meschede losgefahren, um so früh wie möglich morgens im schönen Elysee Hotel zu sein: Wie immer waren zwei Suiten mit ganz bestimmten Zimmernummern, wie seit vielen Jahren, mit der Bitte vorbestellt, diese bereits am Vortag nicht mehr zu vergeben, damit sie am ’Schicksalstag’ bereits früh morgens gegen acht Uhr bezugsbereit seien. Wer häufiger von Ihnen in Hotels unterwegs ist, weiß, dass Hotelzimmer meist erst ab 14.00 Uhr bezugsbereit sind, da einige Gäste erst gegen 12.00 Uhr abreisen: An unserem Schicksalstag war jedoch das erste Mal seit 15 Jahren alles anders: Die Suite war noch nicht bezugsbereit, da sie doch noch am Vorabend an ein Liebespaar vermietet worden war – und dieses dachte noch gar nicht daran, freie Bahn zu schaffen. Auch in ihrem Fall spielt ein Wort eine ganz wichtige Rolle:
‘nein’
Ihre Suite ist leider noch nicht frei – es tut uns unendlich leid.
Gott sei Dank ist die beste Freundin von Gabriele eine leidenschaftliche Raucherin, so dass die Möglichkeit, die Wartezeit in ihrer Suite zu überbrücken, nicht in Frage kam. In der Hotelhalle einige Stunden zu warten, wäre zu ungemütlich gewesen – also kam Margit auf die glorreiche Idee, dass es das Beste wäre, wenn Gabriele den Schwimmbad- und Fitnessbereich besuchte. Im Prinzip eine gute Idee – wenn es nicht an einem Badeanzug mangeln würde – Margit fragte Gabriele, ob diese nicht einen Body dabeihabe — dieser sehe schließlich einem Badeanzug ähnlich. Eher widerwillig ging Gabriele dann an den Pool und zog dort entspannt ihre Bahnen.
Später erzählte Gabriele mir, dass ich ihr bereits in der Hotelhalle aufgefallen sei – sie wunderte sich, dass ein so interessanter Mann um diese Zeit noch nicht an seinem Arbeitsplatz sei.
Nachdem ich am Flughafen vollkommen erschöpft und genervt etwa 30 Minuten fest in meinem Auto geschlafen hatte, fuhr ich schnurstracks nach Hamburg in das schöne Elysee Hotel, wo ich seit über 15 Jahren immer im Schwimmbad- und Wellnessbereich den Tag beginne, wenn ich in der Stadt bin.
Nachdem ich mir zwei Tageszeitungen am Kiosk gekauft hatte, legte ich mich auf meine Liege, eingekuschelt in einen schönen weißen Frotteebademantel, hatte mir einen Milchkaffee bestellt und genoss die morgendliche Zeitungslektüre – so wie immer.
Da ich den Whirlpool über alles liebe, schielte ich immer wieder nach links, um zu schauen, ob er wohl bald wieder frei sein würde, da natürlich auch andere Hotelgäste diesen gerne nutzen.
Als ich nur noch einen Kopf über der Wasseroberfläche sah, erhob ich mich von meiner Liege, ging zum Whirlpool und tauchte in das warme, sprudelnde Wasser ein.
Dann trafen sich irgendwie ganz schnell die Blicke der attraktiven Dame mit meinen neugierigen Augen, wir kamen ins Gespräch und aus dem ursprünglich nur kurz geplanten Aufenthalt im Whirlpool wurden schnell zwei Stunden. Sie werden fragen, wie ich eine mir zunächst fremde Dame so lange im Wasser halten kann? Nun mit etwas Menschenkenntnis und Intuition habe ich das Gespräch gleich zu Beginn auf ihr Lieblingsthema gebracht:
Hunde und Pferde.
Als erfahrener ’Jäger und Sammler’ – ich war gerade mal wieder solo – dachte ich natürlich insgeheim: Wie fängst Du den Vogel?
Sie, verehrter Leser, werden dieses Gefühl kennen: Sie treffen einen scheinbar vollkommen fremden Menschen, zu dem nach kürzester Zeit eine derart tiefe Verbindung und ein starkes Vertrauen entsteht – so als würde man sich schon viele Jahre kennen.
Ich erzählte dann meiner neuen Whirlpoolbekanntschaft von meinem Erlebnis am Paderborner Flughafen und meinte dann, dass es wohl Schicksal oder Zufall sein müsse, denn planmäßig wäre ich jetzt eigentlich auf Mallorca. Sie erzählte mir dann ihre Geschichte, denn auch sie wäre jetzt an sich schon einige Stunden planmäßig in ihrer Hotelsuite, um ganz konzentriert an ihrer neuen Kollektion 2003 zu arbeiten.
Um diese liebenswerte Whirlpoolbekanntschaft noch einmal Wiedersehen zu dürfen, lud ich sie kurzerhand auf einen Gutshof zwischen Bremen und Hamburg ein, wo sieben schwarze neu geborene Labradorwelpen mit ihrer beigen Mutter „Mi Sueño“ aufwuchsen, zu besuchen im Internet unter
www.labradorzucht.de
Wir verabredeten schnellentschlossen, dass Gabriele, so heißt meine zukünftige Lebensfrau, auf der Rückfahrt von Hamburg nach Berge mit ihrer Freundin bei der Labradorfamilie vorbeischaut – auch wenn das an sich gar keinen tiefen Sinn machen würde: Der Ehemann würde ohnehin keinen Hund im Haus dulden, da ihm die zwei Pferde schon zu viel seien.
Zwei Tage später trafen wir uns dann, wie verabredet, im Pferdestall des Gutshofes, wo die stolze Mutter mit ihren 7 Welpen lebte. Fasziniert, gedankenversunken, in die bildhübschen Welpen verliebt, nahm Gabriele einen schwarzen Jungen auf den Arm, drückte ihn fest an sich und sagte den schicksalhaften Satz:
„Ich würde ja gerne sofort diesen Jungen mitnehmen – aber mein Mann würde das nicht gestatten.“
Als erfahrener Labradorzüchter kannte ich diese Sätze zur Genüge – Gabriele versprach mir dann aber sofort, dass für sie nur ein schwarzer Labradorjunge aus meiner Zucht in Frage käme, wenn sie eines Tages die Möglichkeit hätte, einen Hund aufzunehmen.
Nach gut zwei Stunden verabschiedeten wir uns mit Küsschen und Umarmung und tauschten unsere Adressen aus.
Natürlich hat diese intensive Begegnung mit einem scheinbar fremden und doch schon so vertrauten Menschen eine Spur in meinem Herzen hinterlassen – und dennoch: Eine verheiratete oder in einer festen Beziehung lebende Frau war und ist für mich immer tabu – was über das freundschaftliche Gespräch hinausgeht.
Statt der einen Woche Mallorcaurlaub mit der Journalistin war nun für mich wieder Arbeit angesagt: Vorträge über Positives Denken und eine gesunde Lebensweise halten und für sieben schwarze Labradorkinder ein neues schönes Zuhause finden.
Glücklicherweise war das Interesse an den schwarzen Labbis groß – bis auf den letzten: Den wollte partout niemand haben. Häufiger stand es zwar auf Messers Schneide – aber letztendlich sagten die Interessenten immer wieder ab. Das bedeutete für mich, dass ich ’Carlos’ – so hieß der nun bereits 12 Wochen alte Labbi Junge – mit seiner Mutter und Tante die nächsten Wochen und Monate auf meinen Vortragsreisen mitnehmen musste – was an sich für die Ausbildung und Erziehung das Beste für einen Welpen ist: Er lernt frühzeitig das normale Leben kennen.
Und dann passierte das große Glück: Mein Handy klingelte kurz vor einem Vortrag, den ich in Essen zu halten hatte: Es meldete sich eine Dame, die als erstes fragte, ob noch ein Labradorwelpe da sei – denn: Sie hatte vor, diesen Labradorwelpen ihrer besten Freundin Gabriele Wegener für den Neuanfang zu schenken – die Nacht zuvor sei der Ehemann nach 32- jähriger Ehe gestorben.
Nun war ja noch genau ein schwarzer Labbijunge da, den bisher niemand haben wollte oder kaufen konnte, weil 1.500,- € für den Kaufpreis nicht aufzubringen waren. Ist das nun
Schicksal oder Zufall?
Am Telefon wurde der Hund, den sie ja schon einige Wochen vorher mit Gabriele auf dem Gutshof gesehen hatte, sofort gekauft und durch eine Blitzüberweisung gesichert. Nun musste ich, der ich das natürlich alles zuerst gar nicht glauben konnte, Gabriele Wegener anrufen, um die Übergabe zu verabreden…
Am 3. Oktober 2002 stand ich dann, wie vereinbart, vor der Tür meines zukünftigen Zuhauses, klingelte mit dem Hund auf dem Arm, meine zukünftige Lebensfrau öffnete – ich kam gerade noch dazu, ihr den Labbi in den Arm zu geben, dann schloss sie die Haustür – und ich war „gefangen“, lebenslänglich umschlossen von ihrer Liebe zu den nun insgesamt drei Labradoren und dem
Züchter. Ursprünglich wollte sie nur einen Labbi und ihre Ruhe:
Nun hat sie 3 Labbis und ihren Traummann.
Zu mir nach Hause, dass sich bis zu diesem Tag in Hamburg befand, bin ich dann lange Zeit nicht mehr gekommen – denn: Ich hatte meine große Liebe, mein zweites Ich, meinen Seelenpartner gefunden – und das wird so bleiben: Denn dafür
lebe, liebe und arbeite ich !
Eine Geste kann ein Leben verändern
Unterschätze niemals die Macht
Deines Handelns:
Durch eine kleine Geste
kannst Du das Leben eines Menschen ändern:
Zum Guten oder zum Bösen.
Die Schöpfung setzt uns alleins Leben eines anderen Menschen,um uns gegenseitig zu beeinflussen,auf jede Art und Weise:
Sieh’ das Gute in den anderen Menschen!
Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf dem Gymnasium, sah ich einen Jungen aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Kyle.
Er sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen.
Ich dachte mir: „Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein.“
