Beschreibung

Larissa, 14, erlebt die ersten Regungen des Herzens mit Shakespeare und Rihanna, der jüdische Philosoph Georg Wertheim bleibt seiner Frau treu bis zum bitteren Ende, Kirsten und Martin, zwei Patienten einer Schönheitsklinik, verlieben sich ineinander - und auch ein Hund kann eine irrtümlich geschlossene Ehe nicht retten … In seinen kunstvoll verbundenen Geschichten schreibt Jochen Rack ebenso spannend wie berührend über die tragischen und komischen Begebenheiten der Liebe in den Zeiten von künstlicher Befruchtung, Internetdating und Viagra, erzählt von ihren Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, von Formen der Zuneigung und der Distanz, von enttäuschten Erwartungen und ersehnter Nähe zwischen Partnern, Ehegatten, Eltern und Kindern. Ob jung oder alt, Single oder verheiratet - alle streben nach Glück, und das traute Heim gilt vielen als der richtige Ort dafür. Aber die Umstände sind nicht immer so, dass man Glück allein findet. Viele finden, wenn es gut geht, nur das Glück des Alleinseins. Doch hin und wieder gelingt es auch, das Glück zu zweit. Und manchmal ist die Liebe stärker als der Tod. - Ein raffinierter Episodenroman in 10 miteinander verflochtenen Geschichten rund um Liebe, Beziehung und Glück - Heiter, ironisch, melancholisch: unterschiedliche Perspektiven, verschiedene Tonlagen

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Seitenzahl: 232

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Jochen Rack

Glück Allein

Ein Roman in zehn Liebesgeschichten

 

 

 

ars vivendi

 

Vollständige eBook-Ausgabe der im ars vivendi verlag erschienenen Originalausgabe (Erste Auflage Februar 2016)

 

© 2016 by ars vivendi verlag GmbH & Co. KG, Bauhof 1, 90556 Cadolzburg

Alle Rechte vorbehalten

www.arsvivendi.com

 

Lektorat: Johanna Cattus-Reif

Umschlaggestaltung: Philipp Starke, Hamburg

Datenkonvertierung eBook: ars vivendi verlag

 

eISBN 978-3-86913-697-4

 

Inhalt

 

 

Gemeinsam gehen

 

Trautes Heim

 

Only Girl

 

Holcoglossum amesianum

 

Mona, 32

 

Ovulum

 

Süßsaure Suppe

 

Knospen

 

Vorübergehend nicht erreichbar

 

Glück allein

 

Der Autor

 

 

Gemeinsam gehen

Mit seinen ausgewogenen Proportionen, dem elegant geschwungenen Schieferdach, auf dem eine Schweizer Fahne wehte, den vorgesetzten Säulen und blauweiß gestreiften Markisen, die die großen Fenster beschatteten, glich das Haus einem Schloss, das herausgefallen war aus der Zeit.

Sie waren mit nur einem Koffer angereist, für eine Nacht brauchten sie nicht viel.

Der Portier, den sie seit ihrem ersten Aufenthalt im Eden persönlich kannten, empfing sie am Eingang. Ein Mann, der wie sie dem Hotel über die Jahre treu geblieben war, einst blutjunger Page, inzwischen ein ergrauter Herr Anfang sechzig.

»Schön, dass Sie uns wieder einmal beehren, Herr Wertheim. Heute mit so wenig Gepäck, gnädige Frau?«

Der Portier konnte sein Erstaunen nicht verbergen. Sonst waren sie immer mit vielen Koffern angekommen, Brigitte führte auf Reisen gerne ihre große Garderobe mit, schon als junge Frau hatte sie eine beeindruckende Zahl von Taschen, Hutschachteln und Kleidersäcken dabeigehabt, was Georg, der unterwegs nicht mehr benötigte als seine Bücher und eine Schreibmaschine, von Anfang an als sympathische Äußerung ihrer selbstbewussten Weiblichkeit geliebt hatte.

»Diesmal brauchen wir nicht viel, lieber Karl«, antwortete er, aber es schmerzte ihn, dass er den Portier über den wahren Grund ihrer Unbeschwertheit im Unklaren lassen musste.

Brigitte, die sich auf dem Weg zum Lift auf seinen Arm stützte, signalisierte ihm mit einem bedauernden Blick, dass sie genauso empfand.

Der Lift fuhr ruckelnd an und bewegte sich mit einem leisen Summen aufwärts. Das von ihnen reservierte Zimmer lag im dritten Stock des Hauses zur Seeseite hin. Vor fast fünfzig Jahren hatten sie es schon einmal bewohnt, damals ein frisch verheiratetes Paar in den Flitterwochen.

Als sie das Zimmer nun wieder betraten – Karl ging ihnen mit ihrem Koffer voraus und öffnete die Tür –, waren die Erinnerungen sofort wieder da.

Das große französische Bett stand noch am selben Fleck. Vor dem Frisierschrank sah Georg Brigitte in ihrem Unterrock mit den gestärkten Körbchen, der ihrem Busen eine unvergleichlich spitze Form verlieh, aufregend wie die Raketenformen damaliger Autos.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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