Golden Rain - Seymour C. Tempest - E-Book

Golden Rain E-Book

Seymour C. Tempest

3,0

Beschreibung

Goldene, perlende, duftende Tropfen, die die Lust ins Unermessliche steigern -für viele sind prickelnde Natursektspiele das Nonplusultra beim Sex! "Golden Rain" verbindet 20 erregende Storys mit interessanten Infos zu diesem Thema und spricht langjährige Fans dieser erotischen Spielart genauso an wie "Newcomer".

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Das Titelbild steht in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches.

eBook-Ausgabe 02/2014 © Carl Stephenson Verlag GmbH & Co. KG, Schäferweg 14, 24941 Flensburg Alle Rechte vorbehalten einschließlich der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Medien E-Mail: [email protected] Internet: www.stephenson.de Besuchen Sie uns auf www.stephenson.de

Vorwort: Natursekt – ein herber Genuss

Eigentlich ist Natursekt ein merkwürdiger Begriff für ein „Getränk“, dessen einzige Gemeinsamkeit mit ge­wöhnlichem Sekt oder Champagner in der hellen, leicht durchsichtigen Färbung besteht. Der Alko­holgehalt dagegen ist gleich null und der Geschmack beider Flüssigkeiten in keiner Weise miteinander zu vergleichen.

Natursekt, Golden Rain, Goldene Dusche, Was­serspiele … Zahlreiche wohlklingende Ausdrücke beschreiben einen Randbereich der Sexualität, der von der Gesellschaft weitgehend tabuisiert wird. Sie begegnet ihm meist mit Ekel und Abscheu und einer Menge Vorurteilen. All diese Begriffe meinen letztendlich dasselbe: die Kombination von Erotik mit dem eigenen Körpernass.

Diese gelbliche oder klare Flüssigkeit mit dem etwas herben, manchmal auch bitteren Geruch ist fester Bestandteil des täglichen Lebens eines jeden Men­schen und erfüllt eine unserer wichtigsten natürlichen Körperfunktionen: das Transportieren und Aus­schei­den von Giftstoffen und nicht verwertbaren Nah­rungssubstanzen.

Der korrekte anatomische Fachausdruck für diese Substanz wird eher selten verwendet. Vielmehr geben wir ihr Namen wie Pipi (vor allem bei Kleinkindern gebräuchlich) oder – wesentlich vulgärer – Pisse: Aus­drücke, die Urin mit Vergnügen oder Lust assoziieren.

Urin oder auch Harn (vom althochdeutschen Wort „haran“ – das Ausgeschiedene – stammend) ist lebenswichtig. Seine Dichte ist etwas höher als die Dichte von Wasser, der pH-Wert liegt zwischen 5 und 6. Urin besteht zu 95 % aus Wasser, aber auch aus Mineralsalzen (ca. 2 %) und Harnstoff (ca. 3 %), dem Hauptabfallprodukt, das von der Leber gebildet wird und alle nicht verwertbaren Stoffwechselprodukte enthält. Über die Nieren gelangt der Urin in den Harnleiter und von dort in die Blase, wo er bis zur endgültigen Ausscheidung gesammelt wird. Mit dem Urin werden gleichzeitig gefährliche Schadstoffe ausgeschieden, die – verbleiben sie in unserem Körper – ernst zu nehmende Krankheiten auslösen können.

Trotz ihrer so überaus wichtigen Aufgabe wird dieser gelblichen Flüssigkeit selten Zuneigung entgegengebracht, ganz im Gegenteil: Heutzutage empfinden die meisten Menschen sie geradezu als abstoßend und Ekel erregend.

Das Wissen um die Heilwirkungen des Urins ist sehr alt und hat sich von den alten Kulturvölkern bis in die heutige Zeit übermittelt. Durch den Urin können Ärzte viel über den Patienten und dessen Lebensstil in Erfahrung bringen. Ob Drogenkonsum, Schwan­gerschaft oder ernst zu nehmende Krankheiten – Urin sagt eine ganze Menge über den Menschen aus und ist heute aus der modernen Medizin nicht wegzudenken.

Bereits in den frühesten Kulturen machte man sich die Aussagekraft unseres gelbes Körpersafts zunutze. Im alten Ägypten wurde traditionell die Harnschau praktiziert, bei der über den Zustand des Urins (Be­schaf­fenheit, Farbe, Geruch und Trübung) Rückschlüsse auf den allgemeinen Gesundheitszustand eines Men­schen gezogen wurden.

Bei Hippokrates (460 v. Chr. - 375 v. Chr.) können wir ebenfalls die Empfehlung der Heranziehung von Urin als Diagnoseinstrument und Therapeutikum finden.

In der klassischen ayurvedischen Medizin wird Urin seit über 2500 Jahren angewendet, was sich in der heutigen indischen Medizin widerspiegelt; denn dort wird die Eigenurintherapie weit weniger kritisch betrachtet als hierzulande.

In den westlichen Kulturen steht zwar die Bedeutung des Urins zu diagnostischen Zwecken außer Frage; dennoch hat die Anwendung als medizinisches Heil­mittel und Therapeutikum hier viele Skep­tiker.

Vor einigen Jahren hat man in Deutschland die Heilkraft des Urins jedoch wiederentdeckt und ihn in zahlreichen Büchern als „Lebenssaft“ oder „Wasser des Lebens“ angepriesen.

Man wollte damit erreichen, dass die Menschen ihre Scheu vor dieser Flüssigkeit verloren und sie als natürliches – und zudem sehr wertvolles – Stoff­wechselprodukt ihres Körpers akzeptierten.

In der Tat: Urin ist seit Jahrtausenden ein erstaunliches Allheilmittel, welches jeder ohne viel Aufwand selbst produzieren und anwenden kann. Er aktiviert den Stoffwechsel, die Körperausscheidung und Kör­perabwehr. Zudem hat er sich – sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet – als hervorragende vorbeugende Maßnahme zur Behandlung zahlreicher Beschwerden bewährt (z. B. bei entzündetem Zahnfleisch). Ein echtes „Allroundtalent“ also.

Neben der medizinischen Bedeutung kommt dem Urin eine weitere, weitaus weniger bekannte (und selten akzeptierte) Bedeutung zu: sexuelle Stimulation.

Bereits in der Geschichte spielte Urin in dieser Hinsicht eine große Rolle. Bestimmte Völker und Volksgruppen wie die Römer, Eskimos, Tartaren oder die australischen Ureinwohner, die Aborigines, liebten es, bei Saufgelagen ihren körperlichen Bedürf­nissen freien Lauf zu lassen.

Hat sich denn in dieser Hinsicht heutzutage etwas geändert? Nein! Noch heute machen sich die Fans bei diversen Rockkonzerten und -festivals reihenweise nass, was bei der ohnehin schweißtreibenden Hitze in den meisten Fällen unentdeckt bleibt.

Es ist übrigens ganz interessant zu erfahren, welch große Bedeutung man dem Umgang mit Urin beziehungsweise dem Vorgang des Urinierens im Bereich der Kunst beimisst. Ob Literatur, Malerei, Bild­hauerei, Theater oder Film – überall stößt man auf Werke, die dieses „schlüpfrige“ Tabu-Thema verarbeiten.

Poeten wie Georges Perros (1923 - 1978, bekannt durch seine „Poèmes bleus“), Pierre Bourgeade oder Alexandre Vialatte, allesamt Franzosen, sind hier zu nennen (hierzulande jedoch eher weniger bekannt). Der französische Schriftsteller Pierre de Bourdeille behandelte bereits im 16. Jahrhundert das Thema „Urin“. Doch nicht immer begegnete man derartigen Werken mit Wohlwollen, im Gegenteil: Die Urheber solcher obszöner Schriften wurden verfolgt und schwer bestraft.

Ein schlimmes Schicksal ereilte den Dichter Claude Le Petit (1638 - 1662), Autor mehrerer satirischer und obszöner Werke, welche unter anderem auch vom Umgang mit Urin handelten. Le Petit wurde 1662 in Paris hingerichtet, nachdem ihm zuvor die rechte Hand abgehackt worden war. Die Formel, die üblicherweise ein solches Urteil abschloss, lautete: „So barmherzig ist die Gerechtigkeit!“

Etwas deutlicher ist uns wahrscheinlich Stanley Kubricks erotisches Ehe-Drama „Eyes wide shut“ (mit Nicole Kidman und Tom Cruise in den Hauptrollen) in Erinnerung. In einer Szene kann man die Hauptdarstellerin Alice beim Wasserlassen beobachten. Kurz darauf fordert sie ihren Ehemann Bill auf, mit ihr zu schlafen. Schlussfolgerung: Erst pinkeln, dann Sex genießen. Anders ausgedrückt: Zu­nächst entledigt sie sich einer ihrer Körper­flüs­sig­keiten, um dann mit einer anderen wieder gefüllt zu werden …

Der Film „Was der Himmel erlaubt“ (1955) von Douglas Sirk, Meister des Melodrams, beschäftigt sich dagegen mit einer anderen Anspielung. Die Haupt­darstellerin, eine einsame Witwe (gespielt von Jane Wyman), unterhält sich mit ihrem Gärtner (Rock Hudson). Schließlich weist dieser auf einen Baum mit gelben Blättern und erklärt: „Dieser Baum heißt Koelrenteria oder Blasenesche. In China wird er auch Baum des goldenen Regens genannt. Er ist schön, nicht wahr? Man sagt, er wächst dort, wo Liebe regnet.“

In der darstellenden Kunst zeugen zahlreiche Bilder davon, dass Urin-Perversionen bereits vor Hunderten von Jahren interessante, häufig verwendete Motive waren. Ein Aquarell des Wiener Malers Alfred Proesdorf (ca. 1910) zeigt die Rückansicht einer in einen Nachttopf urinierenden Frau. Peter Fendi (1796 - 1842) schuf ein Bild, dessen Sexualhumor den Begriff der Perversion schnell verdrängt. Darauf ist ein Festbankett zu sehen und fünf um den Tisch he­rum stehende Männer mit entblößten Ge­schlechts­teilen haben ihre Gläser in Richtung einer auf dem Tisch stehenden Frau erhoben um sich von ihrem gelben Körpersaft einschenken zu lassen … Na dann Prost!

Und wer kennt sie nicht, diese steinernen oder bronzenen Putten, die in zahlreichen Städten die Men­schen als pinkelnde Springbrunnen zum Schmunzeln bringen … Allen voran natürlich das Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt Brüssel, Männeken Pis!

Sexualwissenschaftler glauben, die Ursache für Rituale, bei denen Urin im Vordergrund steht, herausgefunden zu haben. Die körperliche Entleerung der Blase (oder auch des Darms) wird als Erleichterung empfunden, ja sogar als eine Art Befreiung. Dies beobachtet man ebenfalls bei Kleinkindern, die sich mit neugierigem Interesse (und weitaus unbefangener als wir Erwachsenen!) mit ihren Körperflüssigkeiten beschäftigen. Kleine Kinder machen noch mit sichtlichem Wohlbehagen in die Hosen und sie schauen sich auch gern gegenseitig beim Wasserlassen zu. Auch an öffentlichen Orten wie beispielsweise am Strand ha­ben sie keine Hemmungen ihrem dringenden Be­dürf­nis ungeniert nachzukommen. Erst später lernen die Kleinen dann, dass dies „Igitt“ und „Pfui“ ist und sich „so etwas“ einfach nicht gehört.

Viele Psychologen vertreten daher meist die Auf­fassung, dieser „Besudelungstrieb“ in der frühkindlichen Phase sei Ursprung der so genannten „Uro­philie“, auch „Urolagnie“ (griech. „lagneia“ – zu dt. „Lust“), „Harnfetischismus“ oder – etwas nüchterner – „Harnerotik“ genannt. Der Urophile sei somit in seiner sexuellen Entwicklung teilweise in dieser Phase stehen geblieben.

Der Grund für dieses abnorme Verhalten liegt neues­ten Forschungsergebnissen zufolge in einem Instinkt zur Stärkung des Immunsystems begründet. So ist von vielen Tieren bekannt, dass sie – zum Zwecke der Gesunderhaltung und zu ihrem eigenen Schutz – ihren eigenen und den Urin von Artgenossen konsumieren oder sich mit diesem benetzen. Demzufolge markieren Hunde und Kater ihre Reviere mit „Duftmarken“, um potentiellen Konkurrenten zu signalisieren, dass diese beim Überschreiten be­stimm­ter Grenzen fremdes Territorium betreten und ihnen in diesem Falle Gefahr droht. Ebenso geraten Hündinnen und Katzen bei der Wahrnehmung dieses eigentlich doch eher strengen Geruchs in einen Zu­stand sexueller Erre­gung, der sie paarungswillig macht. Ursache hierfür sind dem gelben Saft beigemengte Sexuallockstoffe – die Pheromone.

Etwas direkter geht es hingegen bei den allzeit fortpflanzungsbereiten Hasen und Kaninchen zu: Hier be­sprüht das Männchen das Weibchen vor der Paarung durch sein Geschlechtsorgan mit diesem ganz speziellen Parfum. Und das sicherlich nicht nur, damit ihm während der Vollendung des so begonnenen Werkes kein Rivale in die Quere kommt …

Noch interessanter wird dies bei exotischen Tierarten wie den Ozeloten, die ihr Organ für derartige Ak­tionen sogar schraubenförmig aufwickeln können – um höhere Reichweiten zu erzielen!

Der Mensch stammt von den Tieren ab, und diesen bereitet es offensichtlich nicht nur größtes Vergnügen, ihr Geschäft zu verrichten, sondern das „tierische“ Wasserlassen hat sogar ganz direkte sexuelle Bezüge!

Der Vorgang des Urinierens unterscheidet die Men­schen von allen anderen Lebewesen. Er findet meist im Verborgenen statt, denn zum Wasserlassen ziehen sich Menschen in aller Regel – und im wahrsten Sinne des Wortes! – auf ein „stilles Örtchen“ zurück.

Der Urophile hingegen lebt nach Ansicht der Wis­sen­schaftler ganz einfach einen Urinstinkt weiter aus, der von erwachsenen Personen normalerweise nicht mehr wahrgenommen oder vielleicht sogar vollständig unterdrückt wird.

A propos „Urinstinkt“: Wer kennt nicht dieses absurde Beispiel für eine sinnwidrige Trennung … ? Ob nun „Ur-instinkt“ oder „Urin-stinkt“ – wohl jeder Deutschlehrer holt im Laufe seines Grammatik­unterrichts dieses absurde Wortspiel hervor, um letztendlich dafür stets großes Gelächter zu ernten.

Das Thema „Urin“ findet sich ebenfalls in einigen Redewendungen und Sprichwörtern wieder. So be­deutet beispielsweise der Ausspruch „Er pinkelt gegen die Windrichtung“, dass man sich nicht an feste Regeln hält.

Und die saloppe Redewendung „jemandem ans Bein pinkeln“ ist eine andere Umschreibung für die Tat­sache, dass man die Interessen von jemandem unterläuft oder ihn gar hintergeht.

Man kann verschiedene Ausprägungen von Urophilie unterscheiden. So werden manche Menschen durch den Anblick einer pinkelnden Person – gleichgültig, ob nackt oder bekleidet – sexuell stimuliert. Andere hingegen ziehen es vor, eine aktive Rolle zu spielen, und urinieren auf den Partner; wieder andere bevorzugen den passiven Part und lassen es zu, dass jemand auf ihren Körper uriniert.

Es gibt Personen, die – durch ihren eigenen Be­su­delungstrieb erregt – in die Kleidung oder das Bett urinieren oder die durch das Tragen von eingenässter Kleidung sexuelle Befriedigung erlangen.

Es kann zur zwanghaften Suche nach Urin kommen. So nutzen diese Menschen beispielsweise öffentliche Toiletten als Zuflucht um ihren Drang zu befriedigen. Es entsteht eine Art Sucht.

Auch in Verbindung mit normalem Geschlechts­verkehr oder gar Analverkehr ist Urophilie möglich – hier werden die entsprechenden Geschlechtsorgane in das Spiel mit einbezogen. Eine andere Art von Fetischismus ist das extrem lange Zurückhalten des Urins bis hin zum Kontrollverlust.

Der Begriff „Urophagie“ hingegen geht noch weiter. Diese Form des Urinfetischismus meint das Trinken des eigenen Körpersafts oder des Urins des Partners be­ziehungsweise der Partnerin – oft sogar direkt aus der Quelle. Diese Sexualpraktik ist jedoch eher im Be­reich des Sadomasochismus anzutreffen, da sie sehr viel mit Dominanz und Erniedrigung zu tun hat. Doch darauf werden wir später noch genauer eingehen.

Aus medizinischer Sicht sind all diese beschriebenen Sextechniken, solange sie von gesunden Menschen praktiziert werden, völlig harmlos. Die geringe Bak­terienkonzentration im Urin rührt von in der Harnröhre lebenden Bakterien her. Urinkonsum schadet der Gesundheit in keiner Weise und eine eventuell erhöhte Kochsalzaufnahme oder der Harn­säure­gehalt stellt für einen gesunden Organismus keinerlei Problem dar. Die Inhaltsstoffe des Urins sind vielfältig, etwa 2000 sind bisher bekannt. Beim gesunden Menschen ist der Urin nahezu steril.

Natürlich besteht durchaus die Möglichkeit, sich durch die Aufnahme von fremdem Urin mit Krank­heiten zu infizieren. Diese Krankheiten werden allerdings auch durch andere Körperflüssigkeiten übertragen; somit geht vom Urin – gerade beim Geschlechts­verkehr – keine besondere Gefahr aus, da die Virus­kon­zen­tra­tionen in Speichel, Ejakulat oder Scheiden­sekret in der Regel viel höher sind. Eine Ausnahme bildet Hepatitis A: Dieses Virus wird bei der Auf­nahme von fremdem Urin in höherer Konzentration übertragen. Das HIV-Virus, welches AIDS auslösen kann, wird durch Urin nicht übertragen. Bei einer Blasenentzündung (Zys­titis) verbietet sich diese sexuelle Praktik allein durch die Symptome der Er­kran­kung. Das Urinieren ist extrem unangenehm und wird so sicherlich niemandem wirklich Lust­gefühle bereiten.

Urophilie kann ebenfalls mit Koprophilie (sexuelle Erregung durch Exkremente) zusammenfallen. Bei Koprophilen ist der Fetisch primär auf Kot fixiert. Anders als Urophilie birgt Koprophilie jedoch extreme Infektionsrisiken. In jedem Fall ist die Einhaltung strenger Hygienevorschriften erforderlich.

Es gibt also sehr unterschiedliche Arten von sexueller Stimulation durch Urin.

Doch in gesellschaftlicher Hinsicht ist dieser Fetisch wenig anerkannt; er gilt allgemein als abartig, ja sogar als pervers und findet beinahe ausschließlich im Ver­borgenen oder unter Gleichgesinnten statt. Das The­ma „Urinfetischismus“ wird nahezu tabuisiert.

Es bleibt vielleicht noch anzumerken, dass Urophilie bei Paaren eher ungewöhnlich ist.

Viele Urophile leben demnach ihre Neigung ohne Wissen des Partners durch autoerotische Praktiken aus, da sie Ablehnung oder gar die Trennung fürchten. Das Coming Out ist eine psychisch stark belastende Stresssituation und erfordert vom Urophilen in der Regel sehr viel Mut.

Urophilie ist sehr selten. Meist bieten Prostituierte diese Sexualpraktiken für einen kleinen Kundenkreis an. Sie werben dann oftmals verschlüsselt in Klein­anzeigen mit dem Hinweis „Natursekt-Spiele“ oder abgekürzt „NS“ (damit ist also keineswegs ein Begriff aus der unrühmlichen deutschen Vergangenheit gemeint!).

Diese feuchte Variante der Erotik bietet unzählige Möglichkeiten um unser Sexualleben zu bereichern, und für die Phantasie und das reale Leben ergeben sich beim Thema „Natursekt“ immer wieder neue An­re­gungen. Zudem kann jeder, der sich an erotischen Spie­len mit Urin ausprobiert, die Intensität dieses be­sonderen Erlebnisses selbst beeinflussen.

Vor dem Ausleben dieses Fetischs wird oft durch die Aufnahme von sehr viel Flüssigkeit (wie z. B. Wasser, Fruchtsaft, Früchte- oder Kräutertee usw.) und das Es­sen von wasserhaltigen Früchten (wie z. B. Was­ser­me­lone) der Urin so stark verdünnt, dass kaum mehr Ge­ruch wahrnehmbar ist. Andere Urophile wiederum lieben gerade diesen herben Duft und mögen vor allem den Morgenurin, da er besonders intensiv riecht (und schmeckt). Nahezu jeder Urophile hat seine eigenen Vor­lieben bezüglich der Beschaffenheit des von ihm be­vorzugten Urins. Urophile versuchen oft durch den Genuss bestimmter Getränke oder Speisen die Farbe, den Geruch und vor allem den Geschmack des Urins zu beeinflussen. Alkohol wird vor allem wegen seiner enthemmenden Wirkung verwendet. Vie­­le empfinden den Geschmack von Urin als besonders angenehm, wenn sie vorher eine bestimmte Men­ge Bier zu sich genommen haben. Allgemein ist aber vom Genuss zu vieler alkoholischer Getränke zur Vor­bereitung von Natur­sektspielen abzuraten.

Da Süßstoffe nicht verdaut werden können, sind entsprechend gesüßte Getränke in der Urophagie sehr beliebt um den Geschmack des Urins zu beeinflussen. Medikamente, Nikotin, Kaffee etc. wirken sich im Allgemeinen eher negativ aus.

Gängige Bezeichnungen für diese sexuellen Spiel­arten sind Natursektspiele, NS-Spiele oder auch nur NS, Wassersport (kurz WS) oder Wasserspiele. Gol­den Rain bzw. Golden Shower sind ebenfalls beliebte Bezeichnungen für diese Art von Erotik.

Woher kommt es eigentlich, dass manche Menschen in dieser doch eigentlich eher abstoßenden Flüssigkeit einen erotischen Kick finden?

Dies liegt vor allem daran, dass unsere Ausschei­dungs­organe in direkter Verbindung zu unseren Ge­schlechtsorganen stehen. Es kommt nicht von ungefähr, dass öffentliche Toiletten häufig als Orte sexueller Phantasien ge- und missbraucht werden. Kritze­leien mit sexuellen Inhalten belegen dies; jedoch wird das „Örtchen“ ebenfalls häufig als Masturba­tions­stätte oder geheimes Versteck für Liebespaare ge­nutzt, die sich mit einem „Quickie“ lustvolle Befrie­digung verschaffen.

Der Reiz liegt vor allem im Verbotenen, „Unan­stän­digen“. Ekel und Faszination vermischen sich, wer­den eins miteinander und lösen sexuelle Erregung aus.

Wer sich derartige Neigungen erst einmal eingestanden hat und zu ihnen steht, wird sie in den meisten Fällen auch sein ganzes Leben lang nicht wieder los.

Mittlerweile sind im Internet zahlreiche Portale, Foren, Chatrooms und Websites entstanden, die sich einzig und allein mit diesem Thema beschäftigen. Hier kann man endlich seine Hemmschwelle überwinden und – selbstverständlich unter dem Deck­mantel der Anonymität – seine geheimen Phantasien ausleben, ohne Angst haben zu müssen, dafür ausgelacht oder gar geächtet zu werden. Man kann sich mit Gleichgesinnten austauschen, fühlt sich akzeptiert und verstanden. Hier finden Urin-Liebhaber genau das, was sie suchen.

Spezielle Natursekt-Partys ermöglichen den Uro­phi­len überdies, mit anderen „schwarzen Schafen“ in Verbindung zu treten; dabei geht es weniger um sexuelle Kontakte als vielmehr um den Erfahrungs­aus­tausch, den Austausch von Empfindungen und An­sichten gegenüber dem eigenen Fetisch.

Das Vorurteil, diese Form der Erotik betreffe nahezu ausschließlich Männer, ist vollkommen falsch, da sich gerade zu diesem Fetisch – der sich im Vergleich zu anderen Sexpraktiken eher als harmlos und ungefährlich darstellt – sehr viele Frauen hingezogen fühlen. In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass immer mehr junge Frauen eine besondere Vorliebe für die Urophagie entwickeln.

In manchen medizinischen Publikationen wird darauf hingewiesen, dass Urophilie eine Vorstufe zur Sex­sucht darstelle. Dies ist jedoch sehr umstritten und wird von den Urophilen selbst meist nicht so empfunden. Es wird auch die Theorie vertreten, dass Uro­phi­le, die über ihre ungewöhnliche Leidenschaft sprechen, mit dem Thema Sexualität viel offener und freizügiger umgehen als der Durchschnittsbürger und so eher den Eindruck vermitteln in sexueller Hinsicht übertrieben aktiv zu sein. Vor allem ältere Publi­ka­tionen zeichnen ein völlig falsches Bild von Uro­philen und stellen sie sehr verzerrt als psychisch kranke Menschen dar, welche die Hilfe eines Therapeuten benötigen. Doch Urophile selbst halten sich keinesfalls für psychisch krank!

Im Bereich des Sadomasochismus haben Natursekt­spiele eine besondere Bedeutung. Woran kann man denn überhaupt erkennen, ob es sich um „normale“ Urophilie oder um ein erzieherisches Instrument (Belohnung oder Erniedrigung) im Sinne von S/M handelt?

Für Urophile ist es im Allgemeinen viel angenehmer, wenn der Partner/die Partnerin ebenfalls Freude an dieser Spielart der Sexualität hat und aktiv daran teilnimmt. In diesem Fall hat der Kontakt mit dem gelben Nass überhaupt nichts mit Erniedrigung zu tun, sondern er zielt allein auf den Umgang mit Urin beziehungsweise auf den Vorgang des Urinierens ab.

Im Laufe von S/M-Praktiken jedoch erfährt der devote Partner die Demütigungen am eigenen Leib: er wird beispielsweise dazu gezwungen, seinen eigenen oder den Urin seines Partners/seiner Partnerin zu trinken oder als lebendige „Toilette“ zu fungieren. Dieses außergewöhnliche Zusammenspiel von Macht und Ohnmacht ruft sadistische und masochistische Lust­gefühle hervor. Meist bezieht der devote Partner die Befriedigung dabei allein aus der Demütigung. Dabei fällt eine Abgrenzung zwischen „Belohnung“ im Sinne von Urophilie und „Demütigung“ im Sinne von S/M sehr schwer, da sich beide Sexpraktiken in vielen Fällen überschneiden.

Sofern die normalen Regeln der allgemeinen Körper­hygiene eingehalten werden, kann es sich bei Natur­sekt-Spielen um ein durchaus immens lustvolles und außergewöhnliches Erlebnis handeln, das man sicherlich nicht so schnell wieder vergessen wird. So mancher „Gourmet“ in Sachen Sex intensiviert die Erotik durch diese ganz besondere Neigung und gibt seinem Liebesleben damit eine interessante und ungewöhnliche Würze.

Die Devise lautet: Erlaubt ist, was gefällt!

„Alles kann, nichts muss“ ist übrigens auch ein beliebter, sehr häufig verwendeter Slogan in Sex-Kontakt-Magazinen. Sofern alle beteiligten Personen auf freiwilliger Basis an erotischen Natursekt-Spielen teilnehmen und diese mit allen Sinnen genießen, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden.

Die folgenden Kurzgeschichten geben einen Einblick in das, was bei Spielen mit der gelblichen Körper­flüssigkeit passieren könnte. Es kann sich dabei natürlich nur um einen Querschnitt handeln; in der Realität ist die Bandbreite der Möglichkeiten noch viel größer. Aber vielleicht gewinnt der Leser einen ersten Überblick über dieses Randthema der Erotik und verspürt sogar Lust, dies auch einmal selbst auszuprobieren, ob mit dem Partner oder mit einer fremden Person.

Natürlich besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich der Partner nicht mit der Vorstellung anfreunden kann, Natursekt-Spiele in sein „Liebesrepertoire“ mit aufzunehmen. Ebenso kann es sein, dass man – nachdem man sich einmal an diese Sexpraktiken herangewagt hat – feststellen muss, dass es einem nicht die erhoffte Erfüllung bringt.

In diesen Fällen ist von weiteren Versuchen mit Urinspielen abzuraten. Denn in der Liebe darf niemand dazu gezwungen werden, Dinge zu tun, mit denen er sich nicht identifizieren kann. Aber glücklicherweise ist der Bereich der Sexualität ein riesiges Feld und es gibt unendliche Möglichkeiten, diese ge­nussvoll auszuleben.

Allen Lesern, die Spaß am Experimentieren haben und sich neugierig gegenüber jeglicher Art von Sexspielen zeigen, wünschen wir viel Vergnügen.

Wir hoffen, dass die in diesem Buch beschriebenen Situationen genug Anregungen und Spielraum für eigene Phantasien geben.

Sollte es uns jedoch „lediglich“ gelungen sein, die Vorbehalte gegenüber unserer gelblichen Körper­flüs­sigkeit etwas abzubauen und das Tabuthema „Urin“ der Öffentlichkeit zugänglicher zu machen, ist unserer Meinung nach auch schon eine Menge erreicht.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!

Juicy Miss Lucy

Seymour C. Tempest

Was für eine Frau!

Peter Lexington musste unwillkürlich schlucken, als sich ihre Blicke knisternd im Raum trafen. Seine Kehle fühlte sich plötzlich ungewohnt trocken an. Das, was dieser glutäugige Vamp ausstrahlte, war mehr als nur Erotik oder sexuelle Erregung. Es war pure Elektrizität, die ihren Luxuskörper funkensprühend umgab … und auch aus ihren geweiteten Pu­pillen schoss, direkt auf Lexingtons Herz zielend.

Wenn er ehrlich zu sich war: Es war nicht das Herz, auf das sie ihre lüsternen Sex-Pfeile abgefeuert hatte … sondern etwas, das sich einige Etagen weiter unten befand.

Ihre großen Augen sprühten vor Verlangen und gaben ihm, ebenso wie der Rest ihres schlanken, hochgewachsenen Bodys, ein dunkles und sündhaftes Versprechen.

„Entschuldigt mich bitte einen Augenblick“, murmelte er ohne den Blick von dieser Wahnsinnsgestalt zu nehmen. „Ich will nur eben meine Cousine begrüßen.“ Mit diesen Worten entfernte er sich auch schon von „seiner Gruppe“.

Cousine! Ha! Das war glatt gelogen! Er hatte die atemberaubende Schönheit noch nie zuvor gesehen. Aber vermutlich hatte sowieso niemand was bemerkt, da die meisten Gäste der Silvesterparty dem Jahres­ende entgegenfieberten

Nein – er hatte an diesem Abend etwas sehr viel Besseres vor als über eine halbe Stunde lang rückwärts zu zählen!

Eine Frau, so sagte man, müsse wenigstens ein Ge­heim­nis hüten um anziehend und verlockend auf Män­ner zu wirken. Aber dieses unglaubliche Weib, das mit ihrer aufregenden Habichtsnase so gar nicht in das gängige „Schönheitsideal“ passen wollte (was sie in Lexingtons Augen gleich noch erotischer, exotischer und umwerfender machte); diese Frau also schien gleich von einer Vielzahl wollüstiger Geheim­nisse umweht zu werden. Und Lexington war fest da­zu entschlossen, ihr wenigstens eines davon noch in dieser Nacht zu entlocken.

Ob sie pervers war? Er hatte Frauen kennen gelernt, de­ren sexuelle Abar­tig­keiten und bizarre Vorlieben in krassem Gegensatz zu ihrem makellosen, adretten Sty­ling und ihrer gepflegten äußerlichen Erscheinung standen. Aber vielleicht kokettierte sie nur. Vielleicht war das alles bloß Teil des prickelnden Spiels.

„Fragt sich nur, nach welchen Spielregeln gespielt wird“, dachte Lexington, als er die aufreizende Un­bekannte erreicht hatte. Sie schenkte ihm einen ge-konnten Wimpernaufschlag und schien ihn mit gierigen Blicken auf der Stelle ausziehen zu wollen.

Peter Lexington spürte, wie sich sein Pulsschlag merklich erhöhte. Dieses Weibsbild trieb ihm doch tatsächlich den Schweiß aus den Poren!

Da war ein nur mühsam unterdrücktes, leidenschaftliches Feuer, etwas Erregendes, Beunruhigendes und zutiefst Weibliches, das in ihren dunklen Augen loderte.

„Guten Abend, Miss …“, begann Lexington.

„Sheldon“, lächelte sie. „Miss Lucy Sheldon.“

„Es ist mir eine Freude, Miss Sheldon“, sagte Peter. „Aber ich bin unhöflich. Wenn ich mich auch vorstellen dürfte …?“

„Aber natürlich, Mr. Lexington“, raun­te sie geheimnisvoll, während Peters Augen be­wundernd über das weit ausgeschnittene Dekolleté glit­ten.

„Oh“, gab er überrascht von sich, „sagen Sie, kennen wir uns zufällig von irgendwoher, Miss Sheldon?“

Sie trat einen Schritt näher an ihn heran und ließ ihre linke Hand in vertraulicher Geste über Peter Le­xing­tons Brustkorb wandern, dass ihm heiß und kalt gleichzeitig wurde. Dabei lächelte sie ihn in eindeutiger Weise an.

Was für ein Teufelsweib! Wie eine Taschendiebin auf der Suche nach lohnender Beute ließ sie die Hand unter sein Jackett schlüpfen, wo sie auch schon bald seine rechte Brustwarze unter seinem Hemd fand, die sie mit ihren lackierten Fingernägeln sanft zu necken begann.

„Zufällig nicht, Mr. Lexington“, gurrte sie erregend. Und fügte hinzu: „Aber ich würde Sie zu gern näher kennen lernen … Ob sich da was arrangieren ließe?“

Sie hatten den Festsaal gemeinsam verlassen um einige Schritte in den angrenzenden Park des stolzen Anwesens zu tun. Peter Lexington spürte das Blut durch seine Adern rauschen. Ab und zu trieb ihm eine kühle Brise ihren Geruch in die Nase. Sie roch nach teurem Parfum, nach Abenteuer … und etwas An­derem, das umgehend dafür sorgte, dass sich seine Ho­se schon nach wenigen Schritten ausbeulte …

„Woher kennen Sie meinen Namen?“, fragte er.

Sie lächelte sphinxhaft. „Die Zeitungen sind voll da­von. Meistens ist darüber ein Foto von Ihnen abgedruckt.“

Eins zu null für sie. Lexington hatte sich noch immer nicht so recht daran gewöhnt, dass er ja seit seiner unerwarteten Erbschaft eine gewisse Prominenz innehatte.

„Mister Lexington …“, fuhr sie fort, machte jedoch eine kurze Pause. „Ja?“

„Ich will ganz ehrlich zu Ihnen sein.“

„Ich bitte Sie … ich …“

Sie drückte ihm rasch eine Hand auf den Mund und zog ihn ganz nah an sich heran.

In der Dunkelheit und durch hohe Büsche und Bäume abgeschirmt waren sie vor neugierigen Blicken si­cher. „Ich kann schon den ganzen Abend nur noch an eines denken …“, flüsterte sie. Trotzdem konnte er hören, wie ihre Stimme vor Aufregung leicht zitterte.

„Bitte – geben Sie mir eine Hand.“

Peter Lexington hoffte, dass er jetzt nicht ein allzu dummes Gesicht machte. Was hatte sie da gesagt? „Geben Sie mir eine Hand?“ Was sollte das denn jetzt schon wieder bedeuten?

„Ich bitte Sie“, drängte Lucy Sheldon, nahm seine Linke und legte sie sich auf ihren opulenten Busen, der sich unter jedem Atemzug heftiger hob und senkte. „Ich vergehe vor Lust und Verlangen!“

„Was ging hier vor?“, fragte Lexington sich. „Eine Wet­te? Wollte ihm einer seiner Freunde einen Streich spielen? Oder steckte etwa die Presse dahinter? Pa­parazzi, die ihn in einer brisanten Situation ‘abschießen’ wollten um die Fotos an den Meistbietenden zu verkaufen? War Lucy vielleicht ein gekaufter Lock­vogel?“

Peter schluckte nervös. Er dachte ja auch schon die ganze Zeit über nur an das Eine … Aber dies jetzt … Es ging ihm doch ein bisschen zu schnell. Sie hatten sich kaum einander vorgestellt!

„Bitte, Peter. Gib mir deine Hand …“, wisperte sie sehnsüchtig, ließ sich von seiner Linken die Brüste verwöhnen und ergriff nun forsch seine Rechte um sie zwischen ihre Beine zu pressen!

Peter Lexington staunte nicht schlecht, als er sah, dass sie mit raschen Bewegungen den Rock hochgeschoben hatte – und dass sie nicht das geringste Stoff­stückchen darunter trug!

Sie führte seine Finger gegen ihre erhitzte Mitte und ließ ihn gewähren.

„Tu mit mir, was du willst … nur: Nimm bitte deine Hand nicht da weg!“

Lexington glaubte tatsächlich, sich in einen Traum verirrt zu haben. Sie stieß ein lüsternes Stöhnen aus, genoss jede seiner Regungen. Wie er mit flinken Fin­gern ihr williges Fleisch bearbeitete, über ihre rubinrote Klitoris streichelte und schließlich sogar mit dem Finger in sie eindrang.

Lucys Hände ertasteten die größer werdende Beule in Lexingtons Hose, strichen aufreizend über seinen Pe­nis, der förmlich danach schrie, aus seinem Textil­gefängnis befreit zu werden.

„Uh … ja …“, stöhnte sie unter Peters fachmännischen Handgriffen und Liebeskünsten. „Ja, mach weiter so … so ist es gut …“

„Lucy …“, keuchte Peter, dem so langsam wirklich die Krawatte zu eng wurde. „Du bist so unglaublich! Das ist … so etwas habe ich wirklich noch nie zuvor erlebt …“

„Darf ich ihn rausholen?“, hauchte sie wollüstig ohne ihn ausreden zu lassen.

Dabei schloss sie ihre Finger fester um den angeschwollenen Penis in seiner Hose, tastete sich weiter nach unten und legte ihre Hände um die Stelle, wo sie seine Hoden vermutete.

„Bitte, darf ich ihn dir rausholen?“

„Ooah … Lucy …“, Peter rang nach Atem, als sie einfach tat, was sie wollte. Er war wie Wachs in ihren Händen. „Uuh … das fühlt sich so gut an!“

Lucy befreite schnell seinen Penis und das aufregende Säckchen darunter aus der Stoffummantelung, um­klammerte den erigierten Schaft mit festem Griff und begann zunächst sanft, dann fordernder die Haut vor- und zurückzuschieben.

Er spürte die Feuchtigkeit aus ihr dringen und ging nun auch forscher und eindringlicher zur Sache.

„Oh, Lucy! Ich will dich! Du machst mich halb wahnsinnig vor Lust! Seit ich dich da drin zum ersten Mal gesehen habe, kann ich nur noch daran denken, dich zu verführen – und dich auf alle nur erdenklichen Arten zu verwöhnen!“

„Ja!“, erwiderte die Liebesgöttin hitzig. „Mach weiter so! Streichel mir die Knospen … spürst du, wie mir die Lust hervorquillt?“

Sie ließ selbst rasch eine Hand zwischen ihren Schen­keln verschwinden, benetzte ihre Fingerkuppen mit dem Aphrodisiakum ihrer Vagina und bot ihm ihre Finger an. Gierig lutschte und leckte Peter ihr den Duft von den Hand, vollkommen betört von ihrem Aroma, von ihrem unwiderstehlichen Geruch.

„Jaa …“, gab Peter nur noch von sich. „Du schmeckst besser als jeder Champagner, jeder Likör … jeder Sekt! Ich will dich am liebsten ganz austrinken!“

Lucy lächelte nur maliziös und ging dann vor ihm in die Knie.

„Aber zuerst will ich dich kosten, Peter! Ich bin völlig verrückt nach deinem kräftigen Penis!“

Mit schnel­leren und wirbelnderen Bewegungen massierte sie die glühende Quelle der Leidenschaft, die aus seinem Hosenstall ragte. Dann ließ sie ihre dunkle, verheißungsvolle Zunge über die purpurne Spitze seines Geschlechts wandern, dass Peters Augenlider zu flattern anfingen. Das plötzliche sexuelle Em­p­fin­den war von so ungeahnter Intensität! Und plötzlich spür­te er, wie die nächtliche, winterliche Kälte völlig vertrieben wurde, als sich Lucys Mund ganz um ihn schloss. Sie nahm ihn ganz in sich auf. Er spürte ihre tanzende Zunge, ihre Zähne, gab sich ganz dem fordernden Saugen, Knabbern und Liebkosen hin. Mit je­dem Mal steuerte sie ihn weiter auf den Höhepunkt zu. Ihre Hände umspielten dabei neckisch seine Hoden, während ihr Mund einen Unterdruck erzeugte und ihm mit hingebungsvoller Begeisterung den Verstand aus dem Hirn … Seine Hände fanden ihr prachtvolles Haar, vergruben sich darin, passten sich dem hin- und herschwingenden Rhythmus an, mit dem ihr lüsterner Ra­chen ihn verschlang und wieder freigab.

Dann ließ sie kurz von ihm ab, machte mit geschickter Hand weiter, während sie ihm über den Hoden leckte.

Peter Lexington wusste nicht mehr recht, wie ihm geschah. Dieses mannstolle Vollweib war super!

Sie hatte ihn gewollt, von Anfang an – und sie hatte die erstbeste Chance ergriffen ohne viel Aufhebens darum zu machen. Und jetzt, nur noch wenige Mi­nu­ten vor Mitternacht, ehe das neue Jahr anbrach, standen sie hier im Park, an einen Baumstamm gelehnt, und brachten einander zum Höhepunkt – als Auftakt für eine lange Nacht, die so schnell nicht enden sollte!

Er spürte bereits, wie die Lust unaufhörlich in ihm emporstieg … doch urplötzlich ließ sie von ihm ab …

„Jetzt du!“, erteilte sie die Anordnung.

Peter Lexington konnte es nicht fassen! So kurz vor der nahenden Ekstase beendete sie das ausgelassene Spiel und verlangte von ihm … „… dass du mich jetzt verwöhnst. Dort, wo ich es am liebsten habe!“

Lucy Sheldon lehnte sich nun ihrerseits an den Baum­stamm, zog den Rock hoch und ließ Peter Lexington vor sich auf die Knie gehen, damit er ihrer Weib­lich­keit mit Zunge, Lippen und Zähnen huldigen sollte.

Er war verrückt vor Lust nach ihr. Vermutlich war das ihre Masche um ihre Lover so richtig auf Hochtouren zu bringen! Erst anmachen, dann eine Pause anlegen, dann einen neuen Durchgang starten, wobei man es schon etwas weiter treiben konnte … und so weiter …

Gierig nach dem aromatischen Sekret ihrer Liebes­höhle kniete er sich nieder und begann mit der Zun­genspitze die fleischigen Falten ihrer Mitte zu verwöhnen.

Ihr Geschmack war wahrhaft unvergleichlich! Genie­ßerisch nahm er jeden ihrer Lusttropfen in sich auf um sie herunterzuschlucken. Ließ seine Zunge tief in ihr Geheimnis gleiten und verwöhnte sie nach allen Re­geln der Kunst.

Lucy stöhnte, kümmerte sich derweil mit geübten Händen um ihre großen Brüste, massierte und neckte ihre Nippel, während sie sich von einem wildfremden Mann oral verwöhnen ließ!

Da kam ihr eine verwegene Idee … endlich hatte sie ihn da, wo sie ihn haben wollte!

Denn nichts bereitete ihr größere Lust und diebischere Freude, als …

„Oh, ja … Peter …“, stöhnte sie plötzlich. „Du machst das so gut! Schmecke ich dir immer noch so gut?“

„Du bist einmalig, Lucy!“

„Besser als jeder Champagner?“

„Und wie!“

„Besser als jeder Likör?“

„Viel besser!“

„Und Sekt?“

Peter stülpte gierig die Lippen seines Mundes über die Lippen ihrer Venusmuschel und ließ mit unzweifelhafter Absicht seine Zunge tanzen. Dann sagte er knapp: „Es gibt keinen Sekt, der mich so geil macht wie der Saft eines unglaublichen Luxus­weibes!“

Lucy Sheldon lachte auf. „Auch keinen Natursekt?“

Für eine Sekunde hielt Peter inne, den Mund jedoch noch immer an Lucys Mitte. Hatte er sich verhört?

Hatte sie wirklich gesagt … „Natursekt“?!

Das sollte doch jetzt wohl nicht bedeuten, dass … Doch. Sollte es. Mit wildem, feucht plätscherndem Strahl ließ sie eine goldene Flut salzigen Natursekts in seinen noch im­mer gierig geöffneten Mund strömen! Lucy stöhnte, als Peter erschrocken eine ganze La­dung ihres körpereigenen Champagners schlu­ckte.

Das Gefühl, einem wildfremden Mann in den weit geöffneten Mund zu urinieren, ließ eine heiße Woge un­gebändigter Lust und Geilheit in ihr aufsteigen!

Während es Lucy kam, ließ sie den heißen Saft ungeniert weiterlaufen, es war ihr völlig egal, ob Le­xing­ton auf derlei pikante Spielchen stand oder nicht. Pe­ter hatte es gewusst! Dieses verdorbene Vollweib war ab­solut pervers!

„So was gefällt dir also, ja?“, hakte er nach, nachdem er eine weitere Ladung von Lucys perlendem Schaum­­­wein genossen hatte. Dann erhob er sich und hielt seinen vor Erregung zuckenden Penis unmittelbar unter ihren heißen, dampfenden Strahl.

„Ja, das ist sooo geil!“, stöhnte und keuchte sie.

„Gut“, erwiderte Peter Lexington und grinste sie wölfisch an. „Dann wirst du hieran auch viel Spaß ha­ben!“

Lucy starrte ihn aus weiten Augen an, als aus seinem Penis plötzlich ein warmer, zischender Urinstrahl ge­nau zwischen ihre Schenkel schoss!

Für eine Sekunde war sie sprachlos, wusste nicht, wie sie reagieren sollte.

Dann aber fasste sie kurzerhand einen Entschluss, knie­te vor ihm nieder und der kochende Natursekt Pe­ter Lexingtons durchtränkte ihr die Kleidung auf dem Körper. Und noch während sein Sekt ungebremst weitersprudelte, verschlang sie seinen Pe­nis, um keine einzige der bittersüßen Kostbarkeiten, die daraus hervorperlten, zu verschwenden!

Der besondere Kalender

Sarah Conway

Serge genoss den lauen Frühlingstag. Scheinbar ziellos schlenderte er durch die Straßen Münchens. Pas­santen hasteten an ihm vorbei. Hatten keinen Blick für die Schönheiten ihrer Stadt. Sie schenkten auch Serge keine Beachtung, er war für sie ein Tourist wie viele andere auch, die Jahr für Jahr Bayern und ihre Haupt­stadt besuchten.

Serge war auch wie ein gewöhnlicher Tourist gekleidet. Er trug Jeans und T-Shirt. Seine große Fototasche hatte er leger über die Schulter gehängt und sein Fo­to­apparat mit einem fetten Objektiv baumelte an seinem Hals.

Ja, auf Motivsuche war Serge schon, aber sicher nicht hier, die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu fotografieren. Jedenfalls keine leblosen. Sein geschulter Blick glitt immer wieder prüfend über die weiblichen Pas­santen. Es war ein sehr warmer Frühlingstag und so waren die Mädchen, die ihm begegneten, auch mehr als leicht bekleidet.

Nur Serge war kein einfacher Tourist, der hier Urlaub machte. Nein, er hatte einen Auftrag. Einen besonderen Auftrag. Einmal im Jahr kam ein Kalender für die Liebhaber des Natursektes auf den Markt.

Als ihm vor ein paar Jahren der Verlag diesen Auftrag angeboten hatte, da bat er um einige Tage Bedenkzeit. Natürlich hatte er auch schon mehr oder weniger be­klei­de­te Frauen in erotischen Posen abgelichtet, aber einen Kalender wie diesen, nein, den hatte er noch nie gemacht.

Doch je mehr er darüber nachdachte, desto mehr reizte ihn der Gedanke daran, so etwas mal zu machen. Und schließlich willigte er ein.

Es war damals für ihn schon eine große Heraus­for­derung gewesen. Die Messlatte lag verdammt hoch. Er hatte noch die Worte des Verlegers im Ohr: „Bitte, mach nichts Obszönes, Anstößiges oder gar Ordi­näres, Serge. Unsere Kunden sind Liebhaber des goldenen Saftes, keine Spanner. Unsere Kunden wollen keine schnöden Pornobilder. Sie sollen Stil haben, erotisch sein. Alles soll natürlich aussehen. So, als würdest du zufällig Zeuge dieser Ereignisse. Aber ich muss dir ja nicht den Job erklären. Ich bin sicher, du bekommst das schon hin.“

Nur ein Mädchen sollte jedes der 12 Blätter zieren, und wie er sie fotografierte, ob angezogen oder nackt, da hatte er freie Hand.

Damals hatte er lange nach einem passenden Model gesucht. Er hatte viele Absagen bekommen. Welche Frau ließ sich schon so bereitwillig bei einem ganz intimen Bedürfnis fotografieren? Viele hatten Angst, sie würden einen Imageschaden erleiden, wenn sie sich in anstößiger Form fotografieren ließen. Schließ­lich wollten sie danach ja noch seriöse Aufträge ha­ben. Als ob er kein seriöser Fotograf mit einem seriösen Auftrag wäre. Aber irgendwie konnte er die Frau­en auch verstehen.

Aber plötzlich sah er sie. Sie war einfach traumhaft. Schwarze lange Haare und einen Körper, bei dem je­der Mann schwach werden konnte. Sie trug ein knallenges Stretchkleid, wie es in diesem Sommer Mode war. Das Kleid war weit ausgeschnitten und bei jeder anderen Frau hätte das sicherlich ordinär oder vulgär gewirkt, aber nicht bei ihr. Sie sah einfach nur erotisch und sexy damit aus.

Er war sich sicher, dass sie unter dem Kleid nichts trug. Das wäre auch schlecht möglich gewesen, denn der Stoff saß wie eine zweite Haut und zeichnete jede Kontur ihres Körpers genau nach. Und der war Erotik pur, sonst hätte sie dieses Kleid auch mit Sicherheit nicht tragen können.

Ihre Beine schienen endlos lang zu sein. Die Haut war makellos rein und besaß den oliv-braunen Ton der Südländerinnen. Sie trug schmale schwarze Sanda­letten mit einem sehr hohen Absatz, die ihre Beine noch länger erscheinen ließen. Ihre Fuß- und Finger­nägel hatte sie dunkelrot lackiert.

Ihr Gesicht war frisch wie der junge Morgen. Keine Kosmetik konnte diese Schönheit verunstalten, sie war kurz gesagt einfach perfekt. Die Wahnsinnsfrau musste ihm einfach Model stehen. „Hallo, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie so einfach anspreche. Ich suche ein Model für einen bestimmten Kalender. Hätten Sie Lust ein paar Probeaufnahmen mit mir zu machen?“

„Hm, ich weiß nicht. Was ist das denn für eine Art Kalender?“ Ihre Stimme ließ ihn erschauern. Sie schau­­te ihn aus ihren großen braunen Augen an und schickte ein gurrendes Lachen hinterher, als sie be­merkte, wie verlegen er auf einmal wurde.

Er druckste erst herum. Schließlich wollte er sie nicht gleich abschrecken. Doch dann zog er den Kalender aus der Tasche und zeigte ihr einige Bilder.

„Oh, ja, den kenn ich. Für den wollte ich schon immer mal Bilder machen.“

Serge dachte erst, er hätte sich verhört. Er war überrascht, so begeistert hatten die Frauen bisher noch nie auf seinen Kalender reagiert. Die meisten hatten sich sofort auf dem Absatz umgedreht und ihn stehen lassen. Und dieses wunderschöne Wesen freute sich so­gar darauf, so abgelichtet zu werden!

Serge konnte sein Glück noch gar nicht fassen. „Ähm“, er räusperte sich „ hier ist meine Karte. Kom­men Sie doch morgen bitte um acht Uhr im Studio vorbei.“

Sie nahm die Karte aus seinen Fingern. Die Berüh­rung war wie ein elektrischer Schlag. Mein Gott, das war ihm noch nie passiert. Dies war nicht die erste schöne Frau, die er um ein Probeshooting bat, aber noch nie hatte er sich so unsicher gefühlt wie jetzt. Das lag sicher nicht nur an der Art des Auftrages. Etwas irritiert wollte er gerade weitergehen, da fiel ihm etwas Wichtiges ein. Er drehte sich noch einmal zu ihr um. „ Ach, wie unhöflich von mir. Mein Name ist Serge. Aber das steht ja auf der Visitenkarte.“ Wieder dieses hinreißende Lächeln, das ihn so konfus machte. Sie steckte die Karte in ihren Ausschnitt. „Ich heiße Tanja, und ich komme gerne.“

„Ach, ich heiße Serge. Ups, das hab ich ja eben ge­sagt. Wenn du nichts dagegen hast, dann sage ich auch weiter du. Das ist bei uns so üblich.“ Serge kam sich wie ein kleiner Schuljunge vor. Schüchtern und mit rotem Kopf stand er vor ihr und brachte fast kein Wort he­raus. Dabei war er doch ein Profi und das hier war nichts anderes als ein Auftrag. Verflixt noch mal, wa­rum hatte sie nur so wunderschöne Augen und dieses Lachen.

Er riss sich mühsam los und verabschiedete sich von Tanja bis zum nächsten Morgen.

Ja, das war damals seine erste Begegnung mit Tanja. Nie mehr wieder hatte ihn eine Frau so in ihren Bann gezogen wie sie. Aber auch während er ihr erstes Shoo­ting vor seinem geistigen Auge Revue passieren ließ, vergaß er doch nicht seinen Auftrag.

Und er hatte wieder eine Schönheit im Blickfeld. In Gedanken verglich er sie mit Tanja.

Nein, die Kleine war ein ganz anderer Typ als sie. Er dachte wieder an den ersten Tag. Sie erschien pünktlich auf die Minute im Studio.

Oh, und sie sah auch beim zweiten Mal so atemberaubend aus wie am Tag zuvor.

Serge war sichtlich nervös. Aber er hatte auch schon eine genaue Vorstellung, wie er sie nun fotografieren wollte.

Nackt, natürlich nackt, aber er wollte einen nassen Körper. Er stellte sie sich vor, wie sie sich unter dem warmen Wasser der Dusche rekelte. Das Wasser perlte auf ihren heißen Körper. Sie drehte und wendete sich wollüstig unter dem Strahl. Vielleicht war ihre Blase schon gut gefüllt, er hoffte es. Und er malte sich aus, wie der Drang langsam stärker wurde, intensiver und auch sehr erregend. Wie mochte es für sie sein? Empfand sie es als erregend? Oder wollte sie einfach nur dem Drang und Druck ihrer Blase nachgeben und sich einfach entleeren? Er hatte sich bisher nie mit dem Thema beschäftigt. Und auch als er den Auftrag angenommen hatte, war es für ihn einfach nur ein Fotoshooting. Nicht gerade alltäglich, aber auch nicht dazu angetan, sich viele Gedanken zu machen. Aber seit gestern war das irgendwie anders. Diese Frau war Erotik pur – obwohl ihn die Vorstellung, einer Frau beim Urinieren zuzuschauen, nie so recht interessiert, geschweige angemacht hatte. Hier und jetzt war alles anders.

Wie würde es sein? Wie würde es aussehen? Er machte sich sogar das erste Mal Gedanken, ob er überhaupt alles ablichten könnte. Das war ihm in seiner ganzen langen Berufspraxis noch nie passiert. Die Models waren Arbeitsmaterial, nichts weiter. Und sie waren für ihn tabu. Er hatte bisher nie Arbeit und Privates miteinander vermischt, und er war damit auch immer gut gefahren. Er war dabei, seine Prinzipien alle ohne Bedenken über Bord zu werfen. „Guten Morgen, Serge. Da bin ich.“ Er schreckte aus seine Gedanken hoch und schaute sie ein wenig verwirrt ah. Sie schaute ihm direkt in die Augen, sie schien bis auf den Grund seiner Seele zu sehen. Hatte sie irgendetwas von seinen wirren Gedanken mitbekommen? Er versuchte sich zu sammeln und professionell zu wirken. „Also ich hab mir Folgendes vorgestellt …“ Ganz Profi erläuterte ihr, was er sich so überlegt hatte. „Was meinst du? Denkst du, du kannst vor der Kamera und mir einfach deinen Saft laufen lassen? Ich meine, wenn du noch Probleme hast, weil deine Blase nicht voll ist, dann lass ich noch Wasser oder Kaffee oder was du sonst brauchst holen.“

„Also dein Vorschlag gefällt mir gut, aber ich brauche nichts mehr zu trinken, ich hab vorher schon so viel Kaffee getrunken, ich hab genug drin. Keine Sorge, meine Blase ist schon ganz schön voll.“