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Jeder hat schon einmal Schreckensgeschichten oder lustige Anekdoten über die Bundeswehr gehört. Manche Geschichten werden in alter Tradition von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben, andere nur hinter verschlossenen Türen erzählt. Und täglich kommen neue hinzu. Dieses Buch bringt endlich die Wahrheit ans Licht und zeigt, wie es bei der Bundeswehr tatsächlich zugeht. Es versammelt all die lustigen und absurden Geschichten, verbreitet noch mehr Vorurteile und zieht sämtliche Klischees über den Bund hervor.
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Seitenzahl: 200
Veröffentlichungsjahr: 2011
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Kampfausbilder Ronny
GORCH FICK
Kampfausbilder Ronny
GORCH FICK
Lustige Geschichten aus der Bundeswehr
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen:
2. Auflage 2015
© 2011 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH,
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
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Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Dr. Ulrich Mihr, Tübingen
Umschlaggestaltung: Kristin Hoffmann, München
Umschlagillustration: Ralph Bittner, München
Satz: Daniel Förster, Grafikstudio Foerster, Belgern
Druck: CPI books GmbH, Leck
Printed in Germany
ISBN Print 978-3-86883-161-0
ISBN E-Book (PDF) 978-3-86413-100-4
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86413-190-5
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
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eBook by ePubMATIC.com
INHALT
Antreten zum Wegtreten!
Bundeswehr-Sprüche
Sorgen, die man beim Bund nicht hat
Über den Sinn des Soldatendaseins
Erlebnisberichte
Bundeswehrwitze
Wecksprüche
Vorschriften!!!
Bestellungen
Möglicher Dienstplan
Club-Urlaub?
Die Differenzierungstheorie der »Schlangenprojektion«
Murphys Gesetz des Gefechts
Flüsterpost oder auch der Dienstweg
Sprüche von Harald Schmidt zur Bundeswehr
Die zehn besten Möglichkeiten, den Wehrdienst angenehmer zu gestalten
Das EloKa-NATO-Alphabet
Rituale
Das große Lexikon
Die Hauptdarsteller
Die Abkürzungen
Aaaaaachtung!
Die Bundeswehr wurde bereits in der Bibel beschrieben:
Sie trugen seltsame Gewänder und irrten umher.
ANTRETEN ZUM WEGTRETEN!
Fangen wir mit dem offiziellen Kram an. Der Name »Bundeswehr« ist die amtliche Bezeichnung der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und ihrer zivilen Verwaltung. Inoffiziell hat sie aber noch andere Namen, z. B. »BUND« oder »Truppe«.
Eigentlich ist sie für die Sicherheit unseres Landes verantwortlich, manche bezeichnen den Bund aber unverschämterweise als staatlich gesponserten Pfadfinderverein.
Aber anders als bei den Pfadfindern, deren Motto ja schließlich »jeden Tag eine gute Tat« lautet, sind es bei der Bundeswehr mehrere Motti, die sie ausmachen und formen. So hat z. B. der Minensucher das Motto: »Wer suchet, der findet, wer drauftritt, verschwindet.« Und das sollte er auch wörtlich nehmen. Das ist nicht so ein Schmuse-Kinderfaschingsmotto wie bei den Pfadfindern, sondern die überlebenswichtige Wahrheit. Ein weiteres Motto ist »Wir betrink… äh.. befrieden den Balkan.« Was natürlich eine lobens- und nennenswerte Sache ist. Für den Frieden habe ich die Jungs zwar nicht gedrillt, aber ich habe dafür einen Orden bekommen.
Eine der großen Errungenschaften der Bundeswehr ist ihre Fähigkeit zur Effizienz. Diese spiegelt sich im täglichen Leben in einer großen Liebe zu Abkürzungen wider. Böse Zungen behaupten ja, die Bundeswehr leide an einem akuten Abkürzungsfimmel, oder auch nur kurz Aküfi genannt. Zu diesen Kameraden kann ich nur sagen: »Ihr habt den Sinn und Zweck dieses meisterhaft ausgeklügelten Fimmels nicht verstanden!« Er spart Platz auf dem Papier und es muss nicht so viel geschrieben werden. Deswegen war es für mich natürlich Kampfausbilder-Ehrensache, auch dieses Buch im Original-Bundeswehr-Jargon, dem OrBuJa, zu schreiben. Aber falls Sie ein Zivilist, Verweigerer oder gar eine Frau sind und daher nicht wissen sollten, dass ein HFw ein Hauptfeldwebel, ein StUffz ein Stabsunteroffizier und ein Lolli oder ein Lt ein Leutnant ist, gibt es ganz am Ende des Buches ein kleines Abkürzungsregister.
Leider muss ich als Kampfausbilder sagen, dass ich es nicht nachvollziehen kann, warum der verpflichtende Wehrdienst abgeschafft wurde. Da wurden Helden geschaffen! Und ich kann in Zukunft keine verweichlichten Muttersöhnchen mehr anbrüllen. – Obendrein wurde mir von ganz oben mitgeteilt, dass ich jetzt auch noch nett zu den Freiwilligen sein muss. Das könnt ihr euch aber mal sonst wohin schieben. Der Ton bleibt der gleiche, das hat noch keinem geschadet, und damit ihr Weicheier euch schon mal darauf einstellen könnt, bringe ich euch »The Best of Bundeswehr« näher.
Aber vielleicht gibt es unter euch auch ein paar, die den guten Ton der Bundeswehr vermissen und sich an ihre gute alte Zeit wiedererinnern wollen. –
Auch für diese Kameraden habe ich einige Schmankerl parat.
Also dann, viel Spaß
wünscht euer
Kampfausbilder Ronny
BUNDESWEHR-SPRÜCHE
Was wäre die Bundeswehr ohne die zackigen Sprüche von mir oder anderen Ausbildern? Die aufmunternden Sprüche helfen dem Soldaten, in allen nur denkbaren Ausbildungssituationen zu begreifen, wer hier der Boss ist, und treiben ihn zu Höchstleistungen an. Und die wollen wir von den Soldaten doch auch sehen!
Der Soldat muss doch schließlich auf den Ernstfall vorbereitet werden und dieser ist eben nicht in einem Mädchenpensionat. Denn »ein Soldat denkt nicht, er handelt«, und dies wird ihm hier eingebläut. Und jetzt lassen Sie die Haxen rotieren, ich will Kondensstreifen sehen!
Wegtretäään und lesen!
Die besten Sprüche bei falschem Antreten
Es kann doch nicht so schwer sein, korrekt in Reih und Glied anzutreten. Für einige ist das Antreten aber schon eine große Herausforderung und die muss man mit folgenden Weisheiten unterstützen.
Wie tritt man richtig an?
Der Abstand zum Vordermann ist genau 80 Zentimeter, 81 ist fahnenflüchtig, 79 ist schwul!
Abstand einhalten! Eine Armlänge, nicht Penislänge!
Drei Mann hintereinander, viele, viele nebeneinander.
Der Blick ist frei geradeaus in den Nacken des Vordermannes gerichtet, als wolle man ihn durchbohren.
Was kann man alles falsch machen?
Das andere Rechts/Links!
Wenn ich sage »stillgestanden«, dann pendelt nur noch Ihr Sack.
Sie treten gleich so lange nach links raus, bis Sie rechts wieder ankommen.
Wenn ich »Augen rechts« befehle, dann muss Ihr Rotz an die Wange des Nebenmanns fliegen.
Stillgestanden heißt still stehen. Auch wenn Ihnen eine Wespe zum Arsch rein- und aus der Nase wieder rausfliegt.
Sind Sie ein Kartoffelsack? Nehmen Sie gefälligst Haltung an!
Sie stehen da wie eine schwangere Lerche!
Sie stehen da wie ein frisch gevögeltes Eichhörnchen!
Sie lungern hier herum wie eine afrikanische Nutte in Wartestellung!
Ein Riesen-Fauxpas ist es, die Hände in den Hosentaschen zu lassen
Was haben die Hände in den Hosentaschen zu suchen? Ich habe schon als Anregung vorgebracht, Hosen ohne Taschen anfertigen zu lassen. Man würde ja sogar auch noch Stoff dabei sparen. Leider ist mein Vorschlag nicht angenommen worden, daher muss dieser lästerlichen Angewohnheit auf anderem Wege entgegengewirkt werden.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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