Gretas (h)eilige Aufgabe - Hilmar Roebling - E-Book

Gretas (h)eilige Aufgabe E-Book

Hilmar Roebling

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Beschreibung

Breisach, 2084. In "Gretas (h)eilige Aufgabe" geht es um die Vorstellung einer möglichen, vor allem menschengemachten ökologischen und militärischen Global-Katastrophe gegen Ende des 21. Jahrhunderts (2084). Die genannten Katastrophen-Bereiche sollen beispielhaft für die ganze Bandbreite möglicher Krisenverhältnisse (Überbevölkerung, Versorgungs-Engpässe, Hunger, Migration, Nationalismus, Seuchenbefall, globale Vergiftung etc.), die zum Untergang der gesamten Lebenswelt führten, stehen. - Eine einundachtzigjährige Frau vegetiert inmitten einer atomar verstrahlten Trümmerlandschaft in einer Hütte auf dem Breisacher Burgberg, denkt über sich, ihre verlorene Familie und ihr Leben nach. Werden sie und das Leben generell weiter existieren können? Was könnte nach dem Untergang der Menschheit auf den Planeten zukommen?

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EPUB
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Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Zitate zum Thema:

»Greta brachte sie (die Mutter) nun dazu, darüber nachzudenken, welche Auswirkungen jedes Flugzeug auf die Umwelt hatte, in das sie einstieg, um in eine Stadt zu fliegen, die weit entfernt, vielleicht sogar am andern Ende der Welt lag. Die Motoren verbrennen große Mengen Treibstoff, um Hunderte von Passagieren und ihr Gepäck in die Luft zu heben, und stoßen dabei Kohlendioxid aus, das sich in der Atmosphäre sammelt und die Temperaturen ansteigen lässt.« (Valentina Camerini, Gretas Geschichte, 2019, S. 37)

»Trotz des beschleunigten Wachstums eines dichten Netzes internationaler Organisationen steht der über Weltmärkte zusammengewachsenen Weltgesellschaft als politischer Akteur nur eine nach wie vor fragmentierte Staatenwelt gegenüber. Beim gegenwärtigen Stand der weltweiten systematischen Vernetzung müsste sich der politische Horizont der gegenseitigen Perspektivenverschränkung und Interessenberücksichtigung der Bürger und der politischen Eliten erweitern, um eine gemeinsame politische Willensbildung über nationale Grenzen hinweg und ein gemeinsames politisches Handeln auf transnationaler Ebene zu ermöglichen.« (Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie, Berlin 2019, Band 2, S. 799 f.)

»Auch Greta hat keine einfachen Lösungen für das Problem. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Aufmerksamkeit der Politiker auf den Klimawandel zu lenken, von dem die Wissenschaftler sprechen. Sie wiederholt es oft: Es sind nicht die Jugendlichen, die entscheiden können, was zu tun ist … Die Umweltkatastrophen können Kriege und Konflikte auslösen.« (V. Camerini, ibd., S. 105)

Inhaltsverzeichnis

Vorwort:

Ich stelle mir vor:

Nachwort

Vorwort:

Wenn man heutzutage (2020) am Oberrhein von (Alt-)Breisach nach Neuf-Brisaque oder umgekehrt gelangen will, kann man im Normalfall ohne jede Art von Grenzkontrolle den Weg über die Europabrücke einschlagen. Dies war nicht immer so. Lange Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg musste man seine Identitäts-Papiere und auch eventuell mitgeführte Waren dort arbeitenden Grenzbeamten zur Einsicht geben. Auf beiden Seiten des Rheins herrschten zudem unterschiedliche Währungen, die vom Grenzgänger Aufmerksamkeit erforderten. Die heutige, für viele Passanten erfreuliche Bewegungsfreiheit einschließlich der Geld-Einheit muss allerdings nicht ewig gelten. Die teilweise erreichte europäische Einigung ist ein labiles Gebilde. In Zukunft kann es erneut zu bedrohlichen Krisen kommen. Neben gravierenden systemverändernden Naturereignissen und Pandemien kann es bekanntlich auch zu von Menschen verursachten (z. B. ökologischen, ökonomischen, politisch-ideologischen und militärischen) Katastrophen kommen, was im schlimmsten Fall zum Untergang der Menschheit oder gar des Lebens führen mag.

Kein Mensch kann mit Bestimmtheit vorhersagen, wie die Welt sich in Zukunft entwickeln wird. Man kann nur mögliche Szenarien entwerfen und Überlegungen anstellen, ob und wie das Schlimmste vielleicht vermieden werden kann. In der hier durch Text und Bild dargestellten Vision wird der schlimmstmögliche Fall angenommen, in dem durch Zusammenwirken verschiedener – besonders ökologischer und politischmilitärischer – Handlungseffekte die Lebenswelt als Ganzes vor dem Aus stünde. Falls die Menschheit hätte überleben wollen, hätte es einer grundlegenden Umkehr des Gesamtverhaltens bedurft. Nach dem Eintreten der Global-Katastrophe gäbe es nur geringe Chancen für Bewahrung, Verbesserung der existierenden Lebenswelt oder gar einen Neuanfang, der dann vermutlich ohne den Menschen stattfinden würde.

In der vorliegenden, auch durch das Auftreten und Wirken von Greta Thunberg inspirierten Geschichte (Bilder von I. M. Pfeiffer / Text von H. Roebling) wird exemplarisch die Region Oberrhein mit der Deutschland und Frankreich verbindenden Europabrücke als Ort für Phantasien über mögliche Folgen eines Scheitern aller kollektiven Heils-Anstrengungen vorgestellt. Die Brücke bedeutet dabei nicht nur die Verbindung verschiedener Uferbezirke im verkehrstechnischen Sinn, sondern dient auch als Metapher für kulturelle Synthesen und für die Idee einer nachhaltigen, beziehungsreichen, welt-inkludierenden Gesamt-Kultur. Ein Scheitern aller Brücken-Prinzipien dürfte fast notwendig zum Untergang führen.