Guten Abend Gute Nacht - null wolfchen - E-Book

Guten Abend Gute Nacht E-Book

null wolfchen

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Beschreibung

Martin braucht Ruhe nach einem anstrengenden Tag, was er dabei erlebt, was die Natur für Ihn an kleinem Abenteuer bereit hält, wurde hier kurz festgehalten. Traum und Wirklichkeit verwoben in einer lauen Sommernacht. Dein Traum ist immer nebenan, lebe ihn...

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Seitenzahl: 19

Veröffentlichungsjahr: 2013

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wolfchen

Guten Abend Gute Nacht

Unsterblich

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Guten Abend, Gute Nacht

Deine Reise

»Nichts gelernt«

Der Ruf

Impressum neobooks

Guten Abend, Gute Nacht

Dunkel und warm legte sich die Nacht um Martin Schultern.

Wie ein lebendiges pulsieren, durchflutete elementare Vitalität den alten Hain indem er sich befand.

Die angesammelte wärme des vergangenen heißen Sommertages stieg aus dem weichen dunklen Boden. Sie strömte aus den Stämmen der alten Baumriesen, deren Hochaufragenden Äste eine Decke bildeten wie eine gotischen Kathedrale. Sterne die hin und wieder durch das Blätterige blinkten unterstrichen die Erhabenheit dieser Stätte.

Martin war froh seinem spontanen Impuls nachgegeben zu haben, der ihn veranlasste seine rasante Fahrt auf der Autobahn zu unterbrechen um hier in diesem alten Wald eine Pause einzulegen.

Zwei Minuten Autofahrt von der Ausfahrt bis zu diesem Ort und doch

schienen sich Welten zwischen dem momentanen und dem vorhin zu befinden.

Tief, tief und lustvoll einatmend breitete Martin die Arme aus als wolle er die vergängliche Lebendigkeit des Augenblicks unwiderruflich in seinem Innersten aufnehmen. Ein wohliger Schauer erfasste seinen ganzen Körper und ein Glücksgefühl überkam ihn, dass er glaubte laut schreien zu müssen. Endlich konnte er sich lösen von des Tages mühsamer Last. Endlich konnte er für einige kostbare Augenblicke er selbst sein. Die Anspannung des abgearbeiteten Tages, die an ihn geklammert war wie ein klebriges Tuch löste sich in dieser angenehmen, dunklen, beschützenden Atmosphäre langsam von seiner Seele.

Genießerisch schloss er die Augen und lehnte sich an einen der nun schon vertraut wirkenden knorrigen alten Bäume. Seine Hände glitten fast zärtlich an der rauen, warmen Borke entlang während er die Stirn sanft dagegen lehnte. Er glaubte zu fühlen wie sein Geist sich öffnete um sich dem Geist des Baumes zu nähern. In dieser meditativen Andacht glaubte er, er hörte Geschichten längst vergangener Zeiten. Ihm war, als könnte er mit seinen geschlossenen Augen sehen was der Baum mit seinen Wurzeln, Ästen und Blättern jahrhundertlang an Begebenheiten in sich aufgesogen hatte.