Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
In der Metropole Sonnenstadt tauchen immer mehr Menschen ähnlichen Aussehens mit gleichem Namen auf. Ein Pharmakonzern wird beschuldigt für dieses Phänomen verantwortlich zu sein. Kurt Müllermeier ist ein Dealer und Kunstmaler. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin Angelika in einer Villa in einem Außenbezirk der Metropole Sonnenstadt. Angelika Blum wacht auf. Neben ihr liegt ein Mann welcher behauptet er sei ihr Lebensgefährte. Sie gerät in Panik und vertreibt den ungeliebten Gast aus ihrem Haus. Der Bürgermeister von Sonnenstadt wird betäubt und in einer aufgelassenen Industriehalle festgehalten. Allerdings verschwindet der Gefangene. Eine andere Person befindet sich nun in der Halle. Die Gangster bringen ihn zur U-Bahn-Station. In der U-Bahn erkennt ihn eine hübsche Frau namens Elvira. Sie erklärt ihm, er sei der berühmte Kunstmaler Kurt Müllermeier. Elvira führt Kurt zu seiner Villa. Der Mann im Körper des Bürgermeisters macht sich auf den Weg ins Rathaus. Der Kunstmaler im Körper des Bürgermeisters hält die Rede zur Ausstellungseröffnung des Bürgermeisters im Körper des Kunstmalers. "Das Buffet ist eröffnet."
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 218
Veröffentlichungsjahr: 2015
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
christian polansek
GUTEN MORGEN HERR MÜLLERMEIER
Ein Bürger findet seinen Meister
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Auf der Straße
Der Zentralmarkt
Kurt Müllermeier
Maria Müllermeier
Im Kaffeehaus
Oxohigh
Die Fernsehberichterstattung
Der Dealer
Der Künstler
Daheim
Der Herr Bürgermeister
Wer bin ich?
Die Vorfreude
Auf der Suche
Er gehört uns
Noch ein Versuch
Im Büro
Prost
Kurt und Elvira
Am Flughafen
Erinnerung
Angelika
Heidelbeertopfenstrudel
Die Aufregung
Die Frau des Bürgermeisters
Angelika zieht um
Der Mitarbeiter von der Zentralbank
Hallo Schatz
Die Jahre vergehen
Das Gerüst am Rathaus
In der Nacht
Eigendynamik
In der Bankfiliale
Der Besuch
Die Pressekonferenz
Die Zelle
Der Baugerüststadtteil
Das Treffen
Meine Welt
Die Vernissage
Man hat so seine Zweifel
Impressum neobooks
„Guten Morgen, Herr Müllermeier! Warum liegen Sie hier am Asphalt auf der Durchzugsstraße? Kommen Sie! Stehen Sie auf! Wir helfen Ihnen!“, sagt der Jüngere der beiden Polizisten. Er packt Herrn Müllermeier unter der Achsel und hilft ihm auf die Beine. „Haben Sie die Nacht durch-gemacht, Herr Müllermeier?“ Kurt Müllermeier und die beiden Polizisten stehen mitten auf der Straße. „Warum sagen Sie immer Herr Müllermeier zu mir?“ „Weil Sie Herr Müllermeier sind, Herr Müllermeier.“ Irritiert schaut der junge Mann im dunkelblauen Anzug dem jüngeren Polizisten in die Augen.
„Irgendwo, in meiner Sakkotasche steckt mein Reisepass.“ Der junge Mann klopft den Staub von seinem Sakko. Er greift in die Innentasche seines Sakkos. „Aha, da ist ein Ausweis. Tatsächlich, da steht Kurt Müllermeier, geboren am 3.8.1998. Bin das ich, meine Herren?“ Der junge Mann im dunkelblauen Sakko hält den geöffneten Reisepass den beiden Polizisten vor die Nase. „Ja, das sind Sie. Wer soll das sonst sein. Das sind Sie, Herr Kurt Müllermeier.“ „Herr Müllermeier, bitte kommen Sie mit uns auf den Gehsteig, bevor uns ein herannahendes Fahrzeug anfährt.“ Die beiden Polizisten stützen den Mann im dunkelblauen Sakko und geleiten ihn auf den Gehsteig. „Ich kann schon alleine gehen. Danke, meine Herren.“ „Sicher?“ „Ja, ich kann. Schauen Sie. Ich weiß zwar nicht ganz genau, wer ich bin, und kann mich an nichts, nicht einmal an mich selber, erinnern, aber geradeaus gehen kann ich.“ „Ist Ihnen schlecht?“ „Nein. Sie sind sehr hilfsbereit, meine Herren. Ich finde mich schon alleine zurecht. Ich weiß zwar noch nicht, wo ich bin, aber das wird schon. Was ist heute für ein Tag?“ „Es ist Sonntag, der 3. 8. 2035“, antwortet ihm der jüngere Polizist. „Ah, laut Reisepass mein Geburtstag.“ „Alles Gute zum Geburtstag, Herr Müllermeier“, gratulieren ihm beide Polizisten. „Danke, meine Herren! Danke, auch für die Hilfe.“ „Keine Ursache, Herr Müllermeier“, entgegnen beide Polizisten wie aus einem Mund. „Kommen Sie gut nach Hause. Auf Wiedersehen, Herr Müllermeier“, verabschiedet sich der jüngere Polizist. „Auf Wieder-sehen, Herr Müllermeier!“, schließt sich der Ältere an. „Auf Wiedersehen!“, murmelt der Herr Müllermeier in sich hinein, während er den beiden sich entfernenden Polizisten nachschaut. Verstört blickt er um sich. „Verdammt! Wo bin ich hier?“, fragt er sich.
„Ich lauf mir schon mehrere Tage lang die Füße wund. Ich kann nicht mehr stehen bleiben. Die Sohlen meiner Schuhe sind schon so dünn wie Papier. Mit jedem Schritt, den ich setze, hab ich das Gefühl, ich verliere ein Stück meiner Identität. Mit jedem Schritt meiner Beine verschwindet ein Stück Ich.“ „Kennen Sie mich?“, fragt er die Frau am Würstelstand am Hauptplatz. „Kennen Sie mich?“, brüllt er sie an. „Ja! Ich kenne Sie. Sie sind der Herr Müllermeier aus dem Villenviertel. Dort wohnen Sie mit Ihrer hübschen Frau und Ihren bezaubernden drei Kindern“, versucht ihm die Frau im Würstelstand zu erklären. „Sie sind der Bürgermeister dieser Stadt. Ihr Büro befindet sich dort oben im Rathaus. Gehen Sie dorthin. Dort befindet sich ein Schild mit Ihrem Namen drauf.“ „Woher wissen Sie das alles über mich?“ „Weil Sie unter der Woche mehrmals am Tag über den Hauptplatz gehen. In der Früh zur Arbeit, am Abend zurück zu Ihrem Haus ins Villenviertel.“ „Und warum weiß ich nichts davon. Warum? Sagen Sie mir das bitte!“ „Lassen Sie mich in Ruhe. Gehen Sie! Gehen Sie! Sie verscheuchen mir die Leute. Gehen Sie nach Hause. Schlafen Sie Ihren Rausch aus.“ „Wo ist mein Zuhause?“, will Kurt Müllermeier nochmals wissen. „Das Villenviertel, Wald-gasse 6. Gehen Sie!“ „Ist ja schon gut“, sagt Kurt Müllermeier. „Ich geh ja schon. Bin schon weg.“ Kurt Müllermeier verlässt den Würstelstand.
„Waldgasse 6“, versucht er sich zu merken. „Waldgasse 6, ja Waldgasse 6. Waldgasse. Welche Nummer war das?“ Mit jeder Bewegung seiner Beine verschwindet ein Teil seines Kurzzeit-gedächtnisses. „Wald? Was? Wo soll ich hingehen? Ich brauche Hilfe. Ich kann mir gar nichts mehr merken. Scheiße, wie hab ich geheißen? Karl Müllerreiter oder Alfred Mülleimer. Müll. Ich brauche Hilfe.“
„Hilfe! Helfen Sie mir“, fleht er einen Mann vor dem Abstieg zur U-Bahnstation an. „Helfen Sie mir! Ich brauche einen Psychiater oder einen Neurologen. Ich verliere mit jeder Sekunde ein Stück meiner Identität, meiner Persönlichkeit. Schnell! Bitte! Wo muss ich hin?“ „Steigen Sie mit mir in die U-Bahn. Ich arbeite in der Verwaltung des Zentralkrankenhauses. Ich begleite Sie bis zur Neurologie. Die kümmern sich um Sie.“ Die U-Bahn hält vor den beiden Männern. „Steigen Sie ein. Diese U-Bahn fährt bis zum Zentralkrankenhaus.“ Beide Männer steigen in die U-Bahn.“ „Set-zen Sie sich hin und geben Sie einfach Ruhe, bis wir an der Endstation angelangt sind.“ Kurt Müllermeier setzt sich hin. Der Angestellte des Zentralkrankenhauses stellt sich beobachtend und schützend neben Herrn Müllermeier. Die Türen schließen, die U-Bahn fährt los.
Kurt Müllermeier sitzt gegen die Fahrtrichtung in der U-Bahn. Er starrt ins Leere. Der Verwaltungsangestellte des Zentralkrankenhauses zückt sein Handy und wählt. „Hallo! Vermittlung! Können Sie mich mit der Neurologie verbinden. Danke. Bin ich mit der Neurologie verbunden?“ „Ja! Bitte was brauchen Sie von uns, Herr Poschnik?“ „Ich habe einen Mann auf der Straße aufgelesen, welcher anscheinend dabei ist, seine gesamte Persönlichkeit zu verlieren. Er weiß nicht mehr seinen Namen. Er weiß nicht, wo er wohnt, wo er hingehört. Er erzählte mir, er verliere mit jeder Sekunde, die vergeht, ein Stück seiner Identität. Könnten Sie so in zehn Minuten zur Endstation der U-12 kommen und diesen Mann abholen. Ich bin mir nicht sicher, aber er schaut unserem Bürgermeister Dr. Kurt Müllermeier verdammt ähnlich.“ „Kann er gehen?“ „Ja schon, das ist nicht sein Problem.“ „Hätte ja sein können, dass er auch diese Fähigkeit vergessen, bezie-hungsweise verloren hat.“ „Er kann gehen.“ „Gut. Ich informiere die Ärzte.“ Kurze Sprechpause am anderen Ende des Telefons. Man hört mehrere Stimmen. „OK. Zwei Pfleger warten an der Endstation auf Sie beide.“ „Danke, Frau Schmidt. Bis später“ „Bis später, Herr Poschnik.“
„Herr Müllermeier. Wir sind an der Endstation. Wir müssen aussteigen.“ Kurt Müllermeier schaut von seinem Sitzplatz in der U-Bahn auf: „Wer sind Sie, und was wollen Sie von mir?“ „Ich helfe Ihnen. Schauen Sie, da draußen warten schon zwei Pfleger auf Sie. Die werden Sie mit dem Rollstuhl zur Abteilung für Neurologie bringen. Kommen Sie. Steigen Sie mit mir aus.“ Kurt Müllermeier steht auf und gehorcht. Unsicheren Schrittes bewegt er sich zur offenen Schiebetüre der U-Bahngarnitur. Anscheinend hat er auch Probleme mit dem Gehen. Die beiden Pfleger kommen ihm entgegen und helfen ihm aus der Straßenbahn.
„Bitte, Herr Dr. Müllermeier, setzen Sie sich in den Rollstuhl, das ist sicherer für Sie.“ Vorsichtig helfen die beiden Pfleger Herrn Dr. Müllermeier in den Rollstuhl. „Danke, Herr Poschnik, dass Sie den Herrn Dr. Müllermeier bis hierher begleitet haben.“ „Gerne. Keine Ursache“, entgegnet Herr Poschnik. „Ich muss in mein Büro. Bitte seien Sie so gut und richten Sie der Frau Schmidt im Sekretariat liebe Grüße von mir aus.“ „Machen wir gerne.“ „Auf Wiedersehen!“ „Auf Wie-dersehen!“ „So. Herr Dr. Müllermeier, wir bringen Sie nun auf die Station zu unseren Fachärzten. Die werden nun entscheiden, wie Ihnen geholfen werden kann.“
Einer der Pfleger schiebt den Patienten zum Lift, welcher zur Neurologie führt. Der andere geht neben-her. Im Lift drückt einer der Pfleger das Stockwerk. In der Abteilung für Neurologie bringen die beiden Pfleger den Patienten zur Erstaufnahme. Die Sekretärin in der Erstaufnahme ruft die Fachärzte aus. „Herr Oberarzt Dr. Feinbein in die Aufnahme kommen. Dringend. Bitte“, spricht die Sekretärin ins Mikrophon vor ihrem Schreibtisch.
„Wie heißen Sie?“, will die Sekretärin von Herrn Dr. Müllermeier wissen. „Wegen der Bürokratie verstehen Sie? Ich muss Sie erfassen.“ Kurt Müllermeier wirkt total verwirrt und scheint so ziemlich alles verloren zu haben, um sich auszudrücken. „Jetzt kann er nicht ein-mal mehr reden“, meint einer der Pfleger.“ „Hat er irgendwelche Papiere bei sich? Eine E-Card?“ Kurt Müllermeier sitzt wie versteinert im Rollstuhl. Man hat den Eindruck, das Einzige, was er noch schafft, ist zu atmen. „Bitte! Schauen Sie nach, ob er irgendwas eingesteckt hat! Einen Ausweis, irgendetwas.“ Kurt Müllermeier hat noch immer den wertvollen Anzug an, in dem ihn gestern die beiden Polizisten aufgelesen hatten. Einer der beiden Pfleger durchsucht den verwirrten Patienten. „Ich kann nichts in seinen Taschen finden. Keinen Ausweis. Keine Geldbörse, einfach nichts. Oh, da ist doch was. Ein Reisepass und doch eine Brieftasche. Hier stecken so an die 500.- Eurasos drinnen. Und hier der Reisepass. Bitte Frau Schmidt. Für Sie.“ Der Pfleger streckt der Sekretärin den Reise-pass entgegen. „Dr. Kurt Müllermeier, steht in dem Dokument. Und da leuchtet auch eine E-Card aus dem Geldbörserl. So dann stecken wir die E-Card in den Schlitz. Die reagiert. Meine Herren laut dem Rechner bei der Krankenkasse ist der Mann wirklich unser Bürgermeister Dr. Kurt Müllermeier.“ „Holst Du bitte ein Glas Wasser für unseren Patienten. Der wirkt dehydriert.“ Der Jüngere der beiden Pfleger holt ein Glas Wasser und gibt Dr. Müllermeier zu trinken. Dieser saugt das Wasser aus dem Glas, als wäre er wirklich am Verdursten. „Herr Oberarzt Dr. Feinbein, bitte in die Aufnahme“, ventiliert die Sekretärin Frau Schmidt nochmals in ihr Mikro am Schreibtisch. Das Handy am Schreibtisch von Frau Schmidt läutet. „Hallo. Hier Frau Schmidt. Ah, Dr. Feinbein. Gut, dass Sie sich melden. Wir haben hier einen Patienten, der immer mehr verfällt. Kommen Sie bitte schnell in die Aufnahme.“ „Was hat er für Symptome?“ „Er wirkt total dehydriert, kann nicht mehr sprechen, und sich auch nicht mehr bewegen. Bitte kommen Sie schnell.“ „Bin schon unterwegs.“ Er legt auf. „Dr. Feinbein ist schon am Weg“, teilt Frau Schmidt den Pflegern mit. „Ja, der soll schnell kommen, bevor es noch schlimmer wird.“
Dr. Feinbein erscheint. Ein fünfzigjähriger grauhaariger großer Mann. „Meine Dame, meine Herren, wo ist der Patient?“ „Das Einzige, was an dem Mann noch perfekt ist, ist seine Kleidung.“ Dr. Feinbein hockt sich vor den Patienten. „Können Sie mich hören?“ Außer Schnaufen gibt Dr. Müllermeier nichts mehr von sich. Dr. Feinbein steht wieder auf. „Da können wir gar nichts machen. Der Mann ist total erschöpft. Der muss sich vorerst einmal ausschlafen, da-mit er wieder zu sich finden kann. Welches Zimmer ist frei?“ „Zimmer 718.“ „Meine Herren, bringen Sie den Patienten auf Zimmer 718 und rufen Sie vorher Frau Primaria Dr.in Elf. Sie soll sich weiter um den Herren kümmern.“ „Frau Primaria Dr.in Elf bitte zur Aufnahme kommen. Dringend.“
„Ich steh schon seit fast über fünf Minuten hinter Ihnen, Frau Schmidt. Kommen Sie, meine Herren, bringen wir unseren Patienten auf sein Zimmer. Die Pfleger bringen Dr Müllermeier auf Zimmer 718. Die beiden Pfleger heben ihn aus dem Rollstuhl ins Krankenbett. Sein Zustand verschlechtert sich von Sekunde zu Sekunde.
Frau Primaria Dr.in Elf bereitet eine Injektion vor. „Das wird Sie stabilisieren“, gibt sie dem im Bett liegenden Patienten zu verstehen. Sie injiziert dem Patienten einen Mix aus Beruhigungs- und Schlafmittel. „Das wird Sie drei Tage lang durchschlafen lassen.“ Der Körper des Patienten beginnt sich nach der Injektion zu entspannen. Dr. Müllermeier schläft ein. Frau Primaria Dr.in Elf hängt den Patienten noch an eine Nährstoffinfusion. „Damit der Patient genug Nährstoffe bekommt und nicht noch mehr austrocknet“, erklärt sie den Pflegern. Alle drei verlassen das Zimmer 718. Der leere Rollstuhl wird mitgenommen. Die Zimmertüre schließt automatisch. Herr Dr. Müllermeier schnarcht selig vor sich hin.
Das ist der Zentralmarkt in Sonnenstadt. Wir befinden uns im Jahr 2020, plus minus 10 Jahre. Ein Mann namens Kurt Müllermeier, ein Marktfierant, steht hinter seinem Marktstand und bietet seine Fruchtsäfte, Nüsse, und sein auf seinem Grund wachsendes Obst an. Wir befinden uns im Monat Juli, da gibt es herrliche Pfirsiche bei ihm zu kaufen.
In der Zeit um das Jahr 2020 plus minus 10 Jahre gab es in Sonnenstadt sehr viele Männer mit dem Namen Kurt Müllermeier. Alle behaupteten, sie seien nicht miteinander verwandt, obwohl sie sich alle sehr ähnlich schauten. Der eine Müllermeier wusste auch sehr wenig über den anderen Müllermeier. Sie hatten alle unterschiedliche Berufe und eine andere Herkunft. Und andere Eltern, wenn man ihren Dokumenten Glauben schenken durfte. Jedenfalls gab es wahrscheinlich zu dieser Zeit die höchste Kurt-Müllermeier-Dichte in Europa, obwohl zeitgleich auch in anderen europäischen Städten sehr viele Kurt Müllermeiers sesshaft waren.
Unser heutiger Kurt Müllermeier ist Marktstandler und bietet seine Produkte feil. Hinter ihm befindet sich ein Fischproduzent. Er verkauft Teichfische. Vor dem Marktstand dieses Kurt Müllermeier bietet ein Schweinemäster seine Würste, sein Geselchtes und Verhackertes an. Die diesem Zeitraum zugeordnete Veganisierung Eurasiens hat anscheinend doch noch nicht stattgefunden. Seltsamerweise schmeckte damals fast jedes Lebensmittel gleich. Die genetische Manipulation vieler Lebensmittel und die gesetzlich vorgeschriebenene massive Beimengung von Geschmacksverstärkern führten zu einer geschmacklichen Gleichschaltung fast aller essbaren Produkte; außer den Früchten von den Bauern am Zentrallebensmittelmarkt von Sonnenstadt.
Einen ähnlichen Verdacht hatte man bei den Kurt Müllermeiers. Die mittlerweile mehrere Millionen zählende Männerschaft der Kurt Müllermeiers in Eurasien schaute sich untereinander so ähnlich, dass der Verdacht entstand, dass es sich hier um Klone handle. Doch die Geburtsurkunden und Stammbäume wider-legten dies. Ein Rätsel dieser Zeit.
Belegt ist noch, dass sich viele von den Kurt Müllermeiers einer Schönheitsoperation unterzogen, um doch den anderen Kurt Müllermeiers nicht zu ähnlich zu schauen. Es gab in Sonnenstadt in der Eurasischen Kommission sogar ein Büro für müllermeiersche Diversität. Um den vielen Müllermeiers ihre Gleichgestaltigkeit zu nehmen und um sie wieder zu individualisieren. Mit mehr oder minder großen Erfolgen.
Zum Glück war dieses Kurt-Müllermeier-Aussehen nicht vererbbar. Die Kinder von den Kurt Müllermeiers sahen ihren Vätern im Großen und Ganzen nicht sehr ähnlich. Sie waren in ihrem Erscheinungsbild, also phänotypisch, unterschiedliche Individuen.
Eigentlich müssten sich die Bürokraten in der Eurasischen Union riesig freuen, dass es auf einmal einen typischen Eurasier gab. Einen standardisierten männlichen eurasischen Menschen, der einen bestimmten Namen trug und ein bestimmtes Aussehen hatte. Das von Kurt Müllermeier!
Bei der Geburt waren alle männlichen Babys mit dem Namen Kurt Müllermeier unterschiedlich und unterscheidbar. Sie hatten alle ihr eigenes Geburtsgewicht, eine eigene Hautfarbe, eine eigene Augenfarbe und eine eigene Körpergröße. Erst vom 17. bis zum 18. Lebensjahr verwandelten sich die Kurt Müllermeiers zu den gleichgestaltigen Persönlichkeiten, welche sie nun waren. Das Geburtsdatum war unerheblich. Entscheidend war die Lebenszeit vom 17. bis zum 18. Lebensjahr. Manche sprachen von einem eurasisch genormten Menschen. Anzumerken ist noch, dass diese Veränderungen um das Jahr 2020 stattfanden. In allen eurasischen Ländern wurden von den Textilproduzenten Kurt-Müllermeier-Konfektionsgrößen hergestellt. Schuhe, Pullover, Anzüge, Socken, Hüte, Anoraks, Hemden, Handschuhe, Jacken. Endlich war er da, der genormte Körper, das genormte Gesicht, der eurasisch genormte Mensch, Millionenmal gleich aussehend.
Obwohl es aussah, als ob das Menschenmodell Kurt Müllermeier einem Ideal nach den Wunschvorstellungen manches eurasischen Bürokraten, mancher eurasischer Bürokratin entsprach, war Kurt Müllermeier keine Erfindung oder Entwicklung einer Kommission der Eurasischen Union.
Das Menschenmodell Kurt Müllermeier war auf ein-mal in allen Mitgliedsstaaten der Eurasischen Union millionenfach da. Wer dafür verantwortlich war, und welche geheime Macht für das Auftauchen dieser Männer in der Eurasischen Union den Plan ausgeheckt hatte, war damals nicht klar. War es die Textilindustrie? Waren es die Autohersteller, die Nahrungsmittelerzeuger? Keiner erklärte sich für zuständig, oder wollte damit in Zusammenhang gebracht werden, ob-wohl man im großen Stil von den gleich aussehenden Kurt Müllermeiers profitierte.
Andere Staatsmächte wurden verdächtigt, hier ihre Fäden gesponnen zu haben, auf dem Boden der Eurasischen Union experimentiert zu haben. Es konnte keine klare Spur verfolgt werden. Es gab keine Indizien. Der größte Profiteur vom Phänomen Kurt Müllermeier war die Eurasische Union selbst, obwohl niemand in der Eurasischen Union glaubhaft versichern konnte, er sei für die Kurt-Müllermeier-Sache verantwortlich. Niemand wollte Kurt Müllermeier erfunden haben.
Niemand!
Nach dem Erscheinen des Kurt-Müllermeier-Stereo-typs in der Eurasischen Union tauchte auch der Typus Maria Müllermeier in der Eurasischen Union auf. Das weibliche Gegenstück zum Kurt-Müllermeier-Stereo-typ. Die Maria-Müllermeier-Stereotype mutierten ca. zwei Jahre nach dem Erscheinen der Kurt-Müllermeier-Typen. Auch sie entstanden aus den unterschiedlichsten Frauentypen. Mit dem Alter von 17 Jahren wurden aus verschiedenen jungen Frauen, aus den un-terschiedlichen eurasischen Ländern und mit unterschiedlicher Hautfarbe der Typus Maria Müllermeier. Der Maria-Müllermeier-Typus war 172 cm groß, meist blond, blauäugig und großbusig. Millionen von jungen Frauen verwandelten sich in Eurasien in Maria Müllermeier. Den Namen Maria Müllermeier trugen sie bereits vor der Verwandlung. Das stereotype Aussehen des Maria-Müllermeier-Typs wurde erst, wie gesagt, ab dem 17. Lebensjahr bestimmt.
Der typische Eurasier und die typische Eurasierin sind geboren.
Kurt Müllermeier war bereits bevor beide mutierten, in Maria Müllermeier verliebt. Seine große Jugendliebe. Aber die mutierte Maria Müllermeier, welche wie jede Maria Müllermeier in Eurasien aussah, interessierte ihn nicht mehr. Diese Maria Müllermeier war nicht sein Typ. Auch er gefiel seiner großen Jugendliebe nicht mehr. Das jetzige Erscheinungsbild von Kurt Müllermeier gefiel ihr nicht. „Das bist nicht mehr du“, hielt Maria Müllermeier Kurt Müllermeier vor. „ Und du, schau dich an, du schaust gleich aus, wie alle anderen Maria-Müllermeier-Typen. Was ist an dir noch Besonderes dran? Du bist nun eine von vielen Millionen. Früher warst du einzigartig. Nun bist du austauschbar. Was ist an dir noch außergewöhnlich? Ich werde mich von dir trennen, Maria. Vorher warst du eine interessante Frau.“ „Als du noch du warst, Kurt, habe ich dich geliebt, aber dieses normierte Monster, das du geworden bist, will ich mir nicht jeden Tag anschauen. Du hast recht, es ist besser, wir trennen uns. Für immer.“ Maria trinkt ihren Kaffee aus und verlässt, ohne weitere Worte zu verlieren, das Kaffeehaus. Auf der Straße gehend stößt sie einen dieser Kurt Müllermeiers zur Seite. „Bist deppert geworden?“, brüllt ihr dieser Kurt Müllermeier nach. „Ach, geh scheißen, du Arsch“, kontert diese Maria Müllermeier. Mit Kopfschütteln schaut ihr der angerempelte Kurt Müllermeier nach. Er beugt sich auf den Boden. Er hebt seinen Hut auf. Er klopft ihn ab und setzt ihn wie-der auf seinen Kopf. „Die werden immer aggressiver und rücksichtsloser, diese Maria Müllermeiers.“ „Und immer mehr!“, bestärkt ihn ein vorbeigehender Kurt Müllermeier in engen Jeans, mit Rollkragenpulli und Turnschuhen bekleidet. „Ja! Sie sind viel zu viele, gegen die haben wir keine Chance“, sagt der Kurt Müllermeier im Anzug zum Jeans tragenden Kurt Müllermeier. „Wünsche noch einen Guten Tag.“ „Ja! Danke! Wünsche auch einen Guten Tag.“ Schon gehen beide Kurt Müllermeier wieder ihrer Wege.
Im Kaffeehaus im ersten Bezirk, in dem sich Kurt Müllermeier und Maria Müllermeier gerade getrennt hatten, moderiert gerade eine gewisse Maria Müllermeier die Morgennachrichten fürs Fernsehen.
„Wie soll man sich von Maria Müllermeier trennen, wenn sie überall präsent ist? Wann hört dieser Spuk endlich auf? Auch wenn sie alle anders angezogen sind diese Maria Müllermeiers, es handelt sich immer um Maria Müllermeier“, brüllt der verlassene Kurt Müllermeier, im Kaffeehaus vor der Videowall stehend, zu den spärlich im Gastraum sitzenden Gästen. Drei Mül-lermeierpärchen an verschiedenen Tischen schlürfen ihren Morgenkaffee. „Was glotzt Ihr Müllermeiers mich so an, Ihr Kurts und Marias? Was schaut Ihr so blöd? Warum sind Sie mit diesem Kurt Müllermeier in einer Beziehung? Warum haben Sie sich genau diese Maria Müllermeier ausgesucht, wo es eigentlich unmöglich ist, den Unterschied zwischen fünf Millionen Kurts und fünf Millionen Marias festzustellen. Warum gerade dieser Kurt und warum gerade diese Maria?“, ätzt der verlassene Kurt Müllermeier. „Ich habe nun bereits die vierte Maria Müllermeier hinter mir, und nix ist passiert, außer dass mein ganzes Vermögen bei jeder Trennung und Scheidung sich jedes Mal um die Hälfte verringert hat. Das hat immer funktioniert. Herr Ober! Bitte zahlen.“ „Sehr gerne! Herr Müllermeier.“ Der verlassene Kurt Müllermeier gibt dem Ober fünf Euraso. „Passt schon so“, sagt er und verlässt das Kaffeehaus.
Meine Damen und Herren, Sie wissen, warum wir uns hier in London im Museum treffen und unsere Versammlung abhalten? Keine Ahnung? Sie sehen hier auf unserer Grafik die Umsätze in den Nationalstaaten der Eurasischen Union. Eine Katastrophe. Seit mehr als fünf Jahren verlieren wir in sämtlichen Staaten der Eurasischen Union jährlich mehr als 5 % des Marktes. Solange wir der einzige Anbieter am Drogenersatzmarkt waren, stiegen unsere Umsätze täglich. Mit unserem Oralpräparat Oxohigh beherrschten wir nicht nur die Nationalstaaten der Eurasischen Union, nein, wir waren weltweit der einzige und beste Anbieter für dieses Programm. Alles, was an illegalen Suchtmitteln an-geboten wurde, wurde dank unseres Präparates Oxohigh verdrängt. Mit Oxohigh waren wir länger als dreißig Jahre lang Weltmarktführer. Doch wie wir am eige-nen Leib erfahren mussten, gibt es nun Konkurrenz. Seit fünf Jahren ist die Konkurrenz mit ihrem synthetisch hergestellten, ebenfalls oral verabreichbaren Produkt Paxodol uns hart auf den Fersen. Alle uns be-kannten und von uns betreuten Drogentherapieärzte des Eurasischen Gebietes arbeiten grundsätzlich für uns. Sie verschreiben grundsätzlich nur unser Produkt.
Wie konnte es also zu dieser anhaltenden Marktverschiebung zu Ungunsten unseres Präparates kommen? Unsere Marketingspezialisten und Pharmavertreter waren und sind einer neuen Situation hilflos ausgeliefert. Der Berichterstattung der Medien. Wir können Verdächtigungen aussprechen, aber keine Beweise liefern. Seit über zehn Jahren wird bei jedem Todesfall in der Ersatzdrogenszene Oxohigh als Todesursache angeführt. Jeder Amtsarzt in der Eurasischen Union gibt, sobald nur eine Spur von Oxohigh im Blut des verstorbenen Patienten gefunden wird, Oxohigh als Todesursache an. Die Patienten sterben nicht an Oxohigh, sondern an der Unmenge an verschiedenen Rauschmitteln, welche sie sich intravenös, oral oder über die Nase verabreichen. Wie gesagt, wenn nur ein hundert-tausendstel Gramm unseres Präparates im Blut eines Verstorbenen gefunden wurde, wurde in den Medien unser Präparat Oxohigh als Todesursache bekannt gegeben. Wie dies gesteuert wurde, und wer wirklich hinter dieser Kampagne steht, ist für uns nicht beweisbar. Um hier einer Klageflut der Konkurrenz gegen uns auszuweichen, erlaube ich mir hier weder Verdächtigungen noch Beschuldigungen gegen irgendjemanden auszusprechen. Ich bitte hier um Ihr Verständnis, obwohl es nur wenige Unternehmen weltweit gibt, welche von dieser Art der Ausstellung der Totenscheine profitieren.
Das Potential an süchtigen Personen einer Population ist kalkulierbar. Wir gehen von fünf Prozent Abhängigen aus. Das heißt für uns, dass von einer Million Menschen 50.000 von irgendeiner Substanz abhängig sind. Uns gelang es nach jahrzehntelanger Forschungstätigkeit endlich, eine Substanz zu entwickeln, welche alle Arten von Sucht bekämpft und das Suchtverhalten beim betroffenen Patienten abstellt. Sogar bei männlichen und weiblichen Stalkern wird unser Präparat erfolgreich eingesetzt. Über dreißig Jahre lang ist es niemandem von der Konkurrenz gelungen, die Formel unseres Präparates zu entschlüsseln oder zu kopieren. Und nun seit fünf Jahren gibt es ein synthetisches Konkurrenzpräparat.
Die Eurasische Union hat zirka 700 Millionen Einwohner. 5% sind unserer Patientengruppe zuzuordnen. Das heißt: Wir bedienten bisher 35 Millionen Suchtpatienten. Wenn wir zweihundert Eurasos an Kosten für unser Präparat pro Patient und Monat rechnen, betrug unser Umsatz für den gesamten eurasischen Raum sieben Milliarden Eurasos. Mit diesem Betrag konnten wir Politik machen. Marktpolitik. Verdrängungspolitik. Kunst- und Kultursponsoring. Aber uns ist der Markt um mehr als die Hälfte eingebrochen. Mehr als die Hälfte, meine Damen und Herren. Wir setzen in der Eurasischen Union nun weniger als drei Milliarden Eurasos um. Diese Verluste hat uns die Ausstellung der Totenscheine und die mediale Verbreitung des Inhaltes dieser Feststellung der Todesursachen eingebracht.
Wer die Amtsärzte wie beeinflusst hat, wissen wir nicht und können wir auch nicht klären. Wir müssen es wieder schaffen unsere Marktanteile zurückzugewinnen. Wir dürfen es uns nicht gefallen lassen, dass man uns die Marktvorherrschaft weggenommen hat. Wir haben das bessere Produkt. Wir sind das bessere Unternehmen. Nochmals zu Ihrer Aufklärung: Die Medien verunsicherten mit ihrer Berichterstattung die Suchtpatienten. Unser Produkt wurde mit dem Böse– Mascherl versehen, und immer mehr Patienten verweigerten die Einnahme unseres Produktes Oxohigh. Sie bestanden darauf und bestehen noch immer darauf, das „gute“ Präparat Paxodol verschrieben zu bekommen.
Auch wenn Paxodol im Blut von verstorbenen Patienten gefunden wurde, wurde es nie als Todesursache an die Medien weitergegeben. War Oxohigh im Blut, dann wurde es immer als Todesursache an die Medien von den Amtsärzten weitergegeben.
Gegen diese Form von Politik sind wir chancenlos. Absolut chancenlos. Wir müssen einen anderen Weg gehen. Einen grundsätzlich anderen, um unsere Marktanteile zurückzugewinnen.
Wir ändern nicht unser Produkt. Wir werden unser Produkt beibehalten und das Produkt der Konkurrenz wirkungslos machen. Wie sollen wir das anstellen, werden Sie sich fragen? Wir verändern den Patienten. Wir sind mit unserem Wissen in der Lage, alle in Europa lebenden Süchtigen zu standardisieren. Wir können alle männlichen und alle weiblichen Suchtabhängigen und Suchtgefährdeten erfassen und zu männlichen und weiblichen Standardpersönlichkeiten um-formen. Unser Forschungsteam hat im Geheimen und ohne Wissen der Behörden Marker in allen Körpern von suchtabhängigen und suchtgefährdeten Eurasiern und Eurasierinnen implantiert. Mit herkömmlichen Mitteln ist es unmöglich, diesen Marker zu erkennen. Er sieht aus wie ein kleines Muttermal und kann sich an jeder Stelle an der Hautoberfläche befinden. Unsere Ärzte haben hier großartige Leistungen vollbracht. Mit dem Erreichen des siebzehnten Lebensjahres beginnt die Verwandlung unserer Patienten. Der von uns installierte Marker steuert die Verwandlung jedes Suchtabhängigen und jedes Suchtgefährdeten in diese stereotype Person. Die Verwandlung der Abhängigen in diese stereotypen, gleich aussehenden Persönlichkeiten ermöglicht uns, die Wirkung von nicht von uns produzierten Präparaten zu verhindern. Unsere stereotypen Persönlichkeiten sprechen nur auf unser Produkt an. Jedes andere eingenommene Medikament ist wirkungslos. Nur unser Neooxohigh kann von den so erfassten Süchtigen und Suchtgefährdeten aufgenommen werden, ihr Suchtverhalten dämpfen und abstellen; ihnen ein „normales“ Leben ermöglichen.
Dank unserer enormen finanziellen Rücklagen und unserem Einfluss auf die Verwaltungsbehörden ist es uns gelungen, allen suchtgefährdeten Persönlichkeiten und allen Süchtigen den gleichen Namen zu verpassen. So ist es jedem unserer Vertragsärzte möglich, sofort am Aussehen und am Namen diese Personen zu erkennen. In weniger als drei Jahren gehört dieser Markt wieder uns. Nur Uns. Meine Damen und Herren.
Wie Sie wissen, unterliegt der Inhalt des Gehörten absoluter Geheimhaltung. Es ist Ihnen nicht gestattet, mit irgendjemandem über das hier Gesehene und Gehörte außerhalb dieser Räumlichkeiten zu sprechen oder auf anderem Wege zu kommunizieren. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Kommen Sie gut nach Hause. Ihre Flugtickets liegen an den Schaltern der Flughäfen für Sie bereit.“
