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Gedichte und Geschichten für jede Jahreszeit. Mit diesen Geschichten möchte die Autorin große und kleine Leser erreichen. Tier- Weihnachts- und andere Gedichte finden sich hier wieder, ebenso wie z.B. die Geschichte von Manuelas Orchidee. Besinnliches und Fröhliches, eine schöne Mischung für ein entspanntes Lesevergnügen.
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Seitenzahl: 46
Veröffentlichungsjahr: 2018
Es ist schon wieder Herbst
Das Weihnachtsgeschenk
Und es sieht nicht wie Weihnachten aus
Die Weihnachtsglocke
Kleiner Schneemann
Grau
Freut euch
Der blaue Hund
Schneeregen
Die Spatzen
Manuelas Orchidee
Halt sie fest
Die alte Frau
Unsere Amsel Weißflügel
Das Vogelfutterhaus
Die Zeit
Die Gedanken
Mein Kätzchen
Wege
Wolken
Die drei Freundinnen
Die Medaille
Das Vergessen
Der kleine Schneeball
Frühes Weihnachten
Rosen
Der richtige Rahmen
Unerwünschter Besuch
Das Weihnachtspaket
Die Eisblumen
Im Wartezimmer
Mensch ärgere dich nicht
Sehnsucht
Der Weihnachtswunsch
Das Telefongespräch
Der Eisblumenstrauß
Die Weihnachtspyramide
Der Herbst ist schon wieder nah,
wer kann das verstehen?
Eben war doch der Sommer noch da,
aber wir haben ihn kaum gesehen.
Warum ist er denn so schnell wieder fort,
oder bleibt er nur nicht an diesem Ort?
Habe ich ihn vielleicht nicht richtig erkannt,
oder bin ich vor ihm weggerannt?
Jetzt beginnen die Herbststürme zu toben,
da möchte ich nachträglich den Sommer loben.
In der Erinnerung war er schön,
das habe ich mit meinem geistigen Auge gesehn.
Das, was ich im Sommer verpasst,
ist mir eine große Last.
Kann ich im Herbst das alles noch tun?
Ich werde aber nicht eher ruhn.
Und wenn im Herbst ich’s nicht schaffen kann?
Dann fange ich gleich im Winter an!
Doch halt,
der Herbst ist für mich das letzte Stück!
Ich beginne jetzt,
oh, welch ein Glück!
Und wieder strahlt der Weihnachtsbaum.
Die Zeit vergeht, man merkt es kaum.
Es knistert in der Luft.
Betört vom süßen Duft, berauscht vom edlen Wein,
kaufe ich Weihnachtsgeschenke ein.
Doch halt, die Kinder sind schon groß,
ich denke nach, was mach ich bloß?
Ich werde mich mit Computer und Handy befassen
und mir alles gut erklären lassen.
Doch wenn sie diese Dinge schon haben,
dann möchten sie sicher andere Gaben.
Ich bin jetzt zu Hause und grüble noch immer
und sitze alleine in meinem Zimmer.
Da kommt auch schon mein Enkel rein:
„Du bist ja hier, na das ist fein!
Ich hab zwei Karten für uns beide,
ach Oma, mach mir doch die Freude.
Die Weihnachtsgala, du wirst sehn,
ist wirklich immer wunderschön.“
„Ich danke dir und freu mich sehr,
denn grübeln brauche ich nicht mehr.
Ich gebe dir das Geld dafür
und dann ist das Geschenk von mir.“
Du bist in der Ferne im fremden Land,
Weihnachten ist hier nicht bekannt.
Du gehst durch die Stadt,
du kennst dich gut aus –
aber es sieht nicht wie Weihnachten aus.
Du kommst ins Hotel und gehst auf dein Zimmer,
du isst frisches Obst, das machst du jetzt immer,
du nimmst dir ein Buch und denkst an zu Haus‘,
doch es sieht nicht wie Weihnachten aus.
Die Nächte sind schwül, und es duften die Pflanzen,
du siehst auf dem Balkon die Nachtfalter tanzen,
du öffnest die Türe und gehst hinaus,
aber es sieht nicht wie Weihnachten aus.
Du siehst schon den Flieger, er zieht seine Kreise,
du schließt deine Tür und sagst noch ganz leise:
„Hier war ich eine lange Zeit zu Haus,
doch es sah nie wie Weihnachten aus!“
Die Landung ist gut, es ist nur sehr kalt,
du gehst durch die Straßen und dann durch den Wald.
Du gehst immer schneller und siehst schon dein Haus,
doch es sieht nicht wie Weihnachten aus.
Am Gartentor bleibst du plötzlich stehn,
du hast doch gerade eine Schneeflocke gesehn.
Du siehst Weihnachtskerzen an den Tannen blitzen
und deine Kinder durch den Garten flitzen.
Du weißt, jetzt bist du zu Haus –
und es sieht doch wie Weihnachten aus!
Ganz oben auf der Tanne musste sie sein,
dort wollte sie glänzen, ganz allein.
Aber jetzt hing sie an den mittleren Zweigen
und konnte sich gar nicht richtig zeigen.
Sie will alle mit ihrem Klang betören,
sodass es dann auch alle hören.
Drum muss sie auf die obersten Spitzen,
auch wenn man dafür muss viel schwitzen.
Sie bimmelt wie toll und mit sehr viel Kraft,
sie hat es aber trotzdem nicht geschafft.
Ihr wird ganz schwindlig und mit lautem Krach
sie auf dem Fußboden zerbrach.
In viele Teile ist sie zersprungen,
die Lieder sind in ihr verklungen,
bis dann jedoch ein Retter kam
und alle Stücke mit sich nahm.
Die Glocke hängt nun ohne Schwengel
wieder an einem grünen Stängel.
Sie kann doch nicht von oben
ihren Schöpfer loben.
Nun tut sie’s hier unten und ist sehr froh.
Sie hat gemerkt, es geht auch so.
Kleiner Schneemann, was hast du auf dem Kopf?
Einen viel zu großen Topf!
Zwei Kohlen sind gut zu erkennen,
die würde man jetzt „Augen“ nennen.
Es brachte dir ein Hase
seine Mohrrübe als Nase.
Perlen aus ihrer Perlenkette,
die gab dir als Zähne die liebe Anette.
Der eine Arm hält einen Strauch -
und viele Knöpfe auf dem Bauch,
die hast du auch.
Du bist ein schöner kleiner Wicht,
doch etwas fehlt noch im Gesicht.
Du bist so blass, so ohne Leben,
zwei Äpfel sollen dir Farbe geben.
Die roten Apfelbäckchen stehen dir gut,
ein liebes Kind macht dir Mut.
Die Augen glitzern nun noch mehr,
es freut sich dieser Schneemann sehr
und singt sogar aus voller Kehle,
denn er hat jetzt eine Seele.
Grau ist der Himmel, es ist nicht mehr schön,
wir haben doch schon lange
