Hanomag - Hella Eckert - E-Book

Hanomag E-Book

Hella Eckert

4,9

Beschreibung

Eine norddeutsche Hafenstadt, Mitte der sechziger Jahre: Die siebzehnjährige Rita Heinkel blickt zurück auf die turbulenten Ereignisse des vergangenen Sommers, in dem ihr Familiengefüge beinahe völlig aus den Fugen und ihr eigenes Leben gewaltig in Bewegung geraten ist: Ihr Vater, der im beginnenden Containertransportgeschäft seine große Chance witterte, verstrickte sich in zwielichtige Aktivitäten, während Ritas Mutter ausgerechnet mit dem größten Konkurrenten des Vaters anbändelte. Für Rita war der Vater immer der Ritter, der sie auf langen Ausfahrten mit seinem Hanomag in verheißungsvolle Fernen führte. Als nun jedoch ihr Blick für die Fehlbarkeiten der Eltern schärfer wird und sie sieht, dass die Familie zu zerbrechen droht, nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand. Vordergründig schlicht erzählt, lässt die Geschichte eine intensive, zutiefst geheimnisvolle Atmosphäre entstehen. Mit starken Bildern schildert Hella Eckert die Reifung ihrer jungen Chronistin vor der Kulisse eines zeitgeschichtlichen Panoramas, mit dem Vietnamkrieg in der Ferne und der Aufbruchsstimmung der jungen Bundesrepublik vor Ritas Haustür.

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Seitenzahl: 254

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Zum Buch

Eine norddeutsche Hafenstadt, Mitte der sechziger Jahre: Die 17-jährige Rita erzählt von den turbulenten Ereignissen des letzten Sommers, in dem ihr Vater im aufstrebenden Containertransportgeschäft seine große Chance witterte, sich jedoch in zwielichtige Aktivitäten verstrickte, während die Mutter ausgerechnet mit seinem größten Konkurrenten anbändelte. Mit geschärftem Blick für die Fehlbarkeiten der Eltern nimmt Rita ihr Leben selbst in die Hand.

Eine zutiefst geheimnisvolle Geschichte vor einem zeitgeschichtlichen Panorama, mit dem Vietnamkrieg in der Ferne und der Aufbruchsstimmung der jungen Bundesrepublik vor Ritas Haustür.

Zur Autorin

Hella Eckert wurde 1948 in Bremen geboren und lebt nach Stationen in Kenia, Südfrankreich und Argentinien in Heidelberg. Seit 1998 ist sie freie Schriftstellerin. Von ihr sind neben »Hanomag« (Erstausgabe 1998) die Romane »Big John« (1993) und »Da hängt mein Kleid« (2003) erschienen, von der Kritik gelobt für ihre einfühlsame Schreibweise, die mit Carson McCullers und Richard Ford verglichen wird. Sie erhielt mehrere Literaturstipendien und 1998 den Rheingau Literatur Preis.

Hella Eckert

Hanomag

Roman

Mit einem Nachwort von Dorothea Dieckmann

Die Arbeit an diesem Roman wurde gefördert von der Stiftung Niedersachsen in Wolfenbüttel.

Band 25 der

Neuausgabe 2014

© 2014

Verlag Silke Weniger, Gräfelfing/Hamburg

Herausgegeben von Karen Nölle

Alle Rechte vorbehalten

Die Originalausgabe erschien 1998 unter gleichem Titel im Luchterhand Literaturverlag GmbH, München.

© Hella Eckert

© Nachwort: Dorothea Dieckmann 2014

Lektorat Karen Nölle, Sophia Jungmann

Gestaltung und Satz Kathleen Bernsdorf, Berlin

ISBN 978-3-942374-68-2

www.editionfuenf.de

Für Peter und für Julia, Moritz und Johannes

Inhalt

Kapitel 1

Vom Horizont der Dinge

Bisher bei uns erschienen:

Es geschah in jenem verrückten Sommer, als ich sechzehn wurde. Mein Vater kam ins Gefängnis, und meine Mutter lernte einen Mann namens Karl Zerkowitz kennen und verliebte sich in ihn. Das geschah in einer Stadt am Meer. Es war die Zeit, als das Transportgeschäft boomte, und mein Vater hatte uns in diesem Jahr dorthin gebracht, weil er beim Bau eines Containerhafens dabei sein wollte. Er glaubte, dass man in der Stadt, wo Container verladen würden, Geld verdiente oder es bald tun würde, und er wollte das, bevor jemandem einfiel, anstelle von Containern etwas anderes zu erfinden, und alle Mühe umsonst war.

Mein Vater fuhr einen Hanomag, einen 2,5-Tonner mit Pritsche, er war Lastwagenfahrer. Er hatte studiert, und er war weit herumgekommen, in ferne Länder, aber er war nicht im Krieg gewesen, in keinem Krieg. Und seit dem Jahr, in dem ich geboren wurde, demselben Jahr, in dem er meine Mutter geheiratet hatte, war das seine Arbeit gewesen – das Fahren im Hanomag. Er hatte Motoren und Werkzeug transportiert, in der Gegend, wo er aufgewachsen war, im Süden, in einem Dorf mit Maisfeldern an der Straße. Und in jener Zeit, in der ich aufwuchs, waren wir an andere Orte gezogen, in die Nähe von Fabriken, und eine Weile hatten wir dort gelebt, wo es das Stahlwerk gab, in einer Gegend weiter nördlich. Wir hatten in einer Kammer über der Molkerei gewohnt, und wir waren eine Familie gewesen.

Mit dem Hanomag verdiente mein Vater Geld. Was er verdiente, reichte zum Leben, und wenn es einmal nicht reichte, half er Leuten beim Umziehen, wenn sie fortwollten in eine andere Stadt. Schon sein Vater habe so gelebt, erzählte meine Mutter. Er hatte eine Werkstatt gehabt und war mit dem Hanomag umgegangen wie mit den Menschen: ohne viele Worte zu machen. Er hatte gefeilt und gehämmert und Eisenteile mit ölgetränkten Lappen poliert, und im Hof hatte er meinem Vater das Fahren beigebracht. Stundenlang hatte er sich zu ihm gesetzt, ihn kuppeln, schalten und die Scheinwerfer aufblenden lassen und zugesehen, wie mein Vater im Innern eines Fahrzeugs wirkte. Dann hatte er ihn allein fahren lassen, im Hof, im Kreis, und hatte dabeigestanden und zugehört, wie der Motor des Hanomag lief. So hatte mein Vater das Fahren gelernt, und er hatte Dinge von Maschinen gelernt, die ihm halfen, mit Menschen umzugehen, technische Dinge, von denen er sprach, als hätten sie ein Herz. Er sprach von Verteilern und Drehzahlen, von Kurbelwellen und Lichtmaschinen, und so, wie er sprach, in dieser Ruhe, gab er den Menschen, die später neben ihm saßen und ihre Umzugskisten aneinanderschlagen hörten, ein Gefühl für die Bewegung, ein Gefühl dafür, wie sie Dinge zurückließen, wenn sie fortgingen und etwas Neues begannen, und für dieses Gefühl, das er ihnen gab, wenn er an den Maisfeldern vorbeifuhr, mochten sie ihn.

Genau so war es, wie man es sich erzählte. Als der Ausbau der Umgehungsstraße das Dorf erreichte, in dem mein Vater aufgewachsen war, stand der Mais hüfthoch. Außer ein paar Häusern und einem Tümpel voller Entengrütze gab es in dieser Gegend nichts als Mais, der Wellen schlug wie ein gelber Ozean, und die Stimmen der Bauarbeiter machten die Menschen nervös. Sie glaubten, dass die Sprengarbeiten im nahen Steinbruch das Dorf in einer Flut von Mais untergehen ließen, sie fürchteten sich, und sie bekamen eine Ahnung von Zerstörung. Es war die Zeit, als mein Großvater starb, und mein Vater ging fort in die nächstgelegene Stadt und begann zu studieren. An der Universität fand er heraus, was er gern tat: Laster zu fahren, Fahrzeuge, die andere Leute an schwere Frachten denken ließen, an Kies und Zement und Turbinen, die ihnen hässlich vorkamen, und mein Vater fuhr gern Laster, weil ihm das alles gefiel. Es gefiel ihm, mit Eisengittern auf der Ladefläche in andere Orte zu fahren, auf Straßen, auf denen außer ihm kaum jemand gern fuhr. Es gefiel ihm, am Steuer des Hanomag zu sitzen, Schalter, Hebel und Pedale in Reichweite zu haben und an Tankstellen zu halten. Es gefiel ihm, den Geruch von Diesel einzuatmen und eine Weile dort zu bleiben, wo es nach verbranntem Gummi roch, die Reifen zu prüfen und die Bremsbeläge, und sich die Hände an schmutzigen Lappen abzuwischen.

Geh und mach dich schmutzig, sagte er zu mir, wenn ich ihn auf seinen Fahrten begleitete.

Manchmal war ein Stoßdämpfer kaputt, und überall in den Läden, die zu den Tankstellen gehörten, suchte mein Vater nach Stoßdämpfern für den Hanomag. Ich suchte nach Feuerzeugen mit Perlmutteinlage, ich mochte Perlmutt, und ich mochte das Geräusch, wenn das Feuerzeug aufschnappte und die Flamme hochschoss. Am liebsten mochte ich die Lichtreflexe auf dem Metallgehäuse. R. H., ritzte ich da in meiner Vorstellung ein. RITA HEINKEL. Das bin ich. Mein Vater redete mit den Pächtern von Preisen und Verdienst, mit alten Männern, deren Rücken gebogen waren, als hätten sie Krummdolche verschluckt. Es gefiel ihm, wenn sie sich zu ihm setzten auf die Treppe vorm Laden, Zahlen nannten, in Taschentücher mit ausgefransten Kanten spuckten und Zigaretten rauchten, bis die Dämmerung kam und den Ort so verwandelte, dass er bloß aus dem Schatten eines Hanomag vor einer beleuchteten Zapfsäule zu bestehen schien.

Findest du nicht, sagte mein Vater dann, während sein Blick durch den Hanomag hindurch ins Leere ging, Findest du, dass meine Tochter einmal aussehen wird wie Marilyn Monroe?

Der Pächter faltete sein Taschentuch zusammen, schob es in seine Hosentasche und griff nach einer neuen Zigarette. Er schien Schmerzen zu haben, denn er streckte seinen Rücken und verzog das Gesicht. Ich stieg in den Hanomag. Die Seitenfenster waren heruntergedreht, und man konnte hören, wie im Laden das Telefon klingelte. Aber es ging niemand dran. Es kam mir so vor, als säße ich schon seit hundert Jahren oder so in diesem Fahrzeug, und als würde ich nie etwas anderes in meinem Leben tun, als in einem Laster zu sitzen und zuzuhören, wie in einem Laden das Telefon klingelt.

Damals hörte ich endlich auf, dauernd an das große Maisfeld zu denken. Fast jede Nacht hatte ich von meinem Großvater geträumt. Dass er die Augen aufschlug und uns besuchen käme, solche verrückten Träume hatte ich. Und wenn ich meinen Vater da auf der Treppe vorm Laden reden hörte, wurde mir klar, dass es schon seit langer Zeit nicht mehr neu war, in der Kammer über der Molkerei zu leben, dass sie irgendwie zu uns gehörte, genauso wie das Maisfeld, in dem mein Großvater gestorben war – und so träumte ich nicht mehr von ihm, ich hörte einfach auf damit und dachte nur noch an ihn, wenn ich müde war, kurz vorm Einschlafen. Immer seltener dachte ich an ihn, wenn ich im Hanomag saß. Ich fragte mich nur, wie es ihm jetzt da draußen ging, da auf der Stufe, auf die das Licht aus dem Laden fiel.

Natürlich war vor allem der Hanomag an dieser Veränderung schuld. Ich hatte schon in anderen Lastern gesessen, aber das war nichts, verglichen mit den Dingen, die im Hanomag geschahen, absolut nichts. Es waren keine besonderen Dinge, jedenfalls kamen sie mir nicht besonders wichtig vor, und ich brauchte eine Weile, um sie zu verstehen.

In jenem Sommer lebte ich beinahe im Hanomag. Natürlich lebte ich auch in der Kammer über der Molkerei, doch sooft ich konnte, setzte ich mich hinters Lenkrad. Keiner fand etwas dabei, und wenn mein Vater einstieg, sagte er bloß, Rutsch mal ein bisschen, und dann rutschte ich auf den Beifahrersitz, und die Reise begann. Ich wusste einfach, dass es richtig war, so zu leben, fortzufahren und zurückzukommen, wie mein Vater, meine Mutter und ich es taten.

So dachte ich, als der Pächter mit meinem Vater redete. Ich schob die Ärmel meiner Hemdbluse hoch und stützte meinen Kopf in die Hand. Von der Straße kam Teerdunst, und weit entfernt hörte man das Stampfen der Presslufthämmer. Das Radio lief, DIAMONDS ARE A GIRL’S BEST FRIEND. Die Stimme von Marilyn Monroe verhakte sich wie eine Klette in meinem Ohr. Meinem Vater gefiel das, ihm gefiel dieses Lied. Er stand auf, sagte etwas und sah zu, wie es Nacht wurde. Wie die Geräusche ringsum flacher wurden, flacher und gepresst, so dass der Pächter seine Zigarette fortwarf, meinem Vater den Rücken zuwandte, zur Kasse ging und Münzen zu zählen begann. Man sah die Bewegungen, die er machte, seine hochgezogenen Schultern. Nach einer Weile kam er wieder heraus, prüfte den Reifendruck und trat an die Fahrertür. Er sah zu, wie mein Vater in den Hanomag stieg, dann wandte er sich ab und senkte den Kopf. Mein Vater ließ den Motor an, und wenn wir wieder unterwegs waren, sagte keiner von uns ein Wort. Manchmal sprang der Anzünder aus der Halterung am Armaturenbrett und fiel auf den Sitz, doch mein Vater wirkte nicht so, als erschrecke ihn das. Nichts schien ihn zu erschrecken, wenn er hinterm Lenkrad im Hanomag saß. Mit spöttischen Augen besah er sich den verbrannten Stoff, dann schnappte er sich die Schachtel vom Armaturenbrett, schlug eine Zigarette in die Hand und begann zu rauchen. Ab und zu fiel Asche auf den Boden, glühte kurz auf und erlosch. Doch mein Vater blieb still. Er blieb so lange still, bis Insekten an die Windschutzscheibe klatschten, Falter, die für ein paar Stunden lebten.

Was für eine Nacht, sagte er dann.

Und dann schien alles zu sprechen zu beginnen. Alles, was in der Stille im Hanomag zwischen meinem Vater und mir gewesen war, bekam eine Stimme, alles sirrte wie ein unsichtbarer Schwarm Mücken. Darüber lachte ich, über diese Vorstellung, und mein Vater sagte bloß, Was ist.

Nichts, sagte ich.

Es war Winter, Januar, und wir schienen zu jenen Orten zu gehören, durch die der Hanomag in der Dunkelheit fuhr. Jedes kleine Geräusch in seinem Innern dehnte sich aus und schützte uns, und während die Leuchtnadel auf der Radioskala über Namen von Städten ging, HILVERSUM, ALGIER, WIEN, PRAG, glaubte ich, dass in diesen Namen die Musik jener Nächte gefangen war, die meinen Vater zu dem Menschen machte, der er war: einer, der die Stille schätzte; einer, der sich in Straßen verliebte; einer, der etwas von der Welt wissen wollte; einer, der einem rätselhafte Dinge sagte, mit einem schmalen Körper und hervortretenden Knochen und Armen, an denen die Sehnen zu spüren waren; einer, der jedoch nicht besonders stark war, nicht stark genug, um große Laster zu fahren, Sattelschlepper und Kettenfahrzeuge. Ich glaubte, dass jenen Nächten ein Plan zugrunde lag, und dass ein Teil dieses Plans das Fahren im Hanomag war.

Es war die Zeit, als es im Fernen Osten Krieg gab. Im Radio kamen Sondermeldungen von der Bombardierung von Dörfern und Städten, doch meinen Vater interessierte das nicht besonders, die Sondermeldungen von Ereignissen so weit entfernt von uns, jedenfalls nicht so, dass er darüber sprach. Er sprach von Lastern, und er sprach von Fortschritt, und wenn er vom Umrüsten eines Fahrzeugs zu sprechen begann, glaube ich nicht, dass er dabei an Waffen dachte. Er probierte aus, wie weit er mit einem 2,5-Tonner kam, er konzentrierte sich auf Tragfähigkeit und Gewicht. Und wenn er zurück war und durch die Kammer lief, mit Faltblättern übers Containerwesen in der Hand, ging sein Blick zu der Lampe über der Molkerei. So versunken stand er da, dass ihm die Faltblätter aus den Händen fielen. Er bekam einen ganz verwirrten Ausdruck im Gesicht und Augen, die nichts verrieten. Und dann suchte er den Hanomag da draußen in dem bläulichen Licht, während alles andere in seinem Blick an einem Ort zu verschwinden schien, der in weiter Ferne lag, vielleicht irgendwo in Alaska.

Mein Vater war damals viel allein. Er fuhr andauernd fort, und er tat, was ihm gerade einfiel. Manchmal fiel ihm nichts ein, und er fuhr ziellos herum, und manchmal fiel ihm ein, mich von der Schule abzuholen, die nicht weit entfernt von der Molkerei war. Dann fuhren wir gemeinsam fort, irgendwohin, Pêche Melba essen, Schallplatten hören, Filmplakate von Marilyn Monroe anschauen, solche Dinge. Ich hatte es gern, bei meinem Vater zu sein, unterwegs auf Straßen, die es nur für uns zu geben schien. Wenn es dunkel wurde, blitzte in den Sternen über uns etwas von Alaska auf. So fuhr der Hanomag, und ich glaubte, dass man sich auf ein Fahrzeug verlassen konnte, auf die Kraft der Maschine in seinem Innern. Ich sah uns auf der Milchstraße fahren, nächtelang, mitten durch Alaska. Mir war warm. Mein Gesicht glühte, und das Haar klebte mir am Kopf. Ich saß auf der Beifahrerseite, und die Schlüsselkette klickte ans Zündschloss, andauernd klickte sie, während ich meinen Kopf nach hinten bog. Und manchmal, auf holprigen Straßen, sprang die Klappe vom Handschuhfach auf, in dem die Prospekte lagen, Prospekte von Dreißigtonnern, die Container transportieren konnten, und von denen mein Vater träumte. Er griff nach den Zigaretten auf dem Armaturenbrett, und das Feuerzeug rutschte zur Fahrerseite hin.

Alles in Ordnung?, fragte er.

Vielleicht war alles in Ordnung – vielleicht nichts, ich wusste von allem so wenig. Ich drehte den Kopf zur Seite und sah hinaus, weil ich nicht antworten wollte. Der Schnee war in Regen übergegangen, und es würde bald anfangen zu tauen. Am Straßenrand leuchteten Reklameschilder auf, überdimensionale Tafeln, die von Nägeln gerahmt waren. Mein Vater steuerte den Hanomag über die Tankstelle hinaus auf den Parkplatz vor einer Bar, hielt, stieg aus, und ich folgte ihm. Da war die Bar. Da war die Tür. Mein Vater bewegte sich zwischen den Leuten, als stünde er jeden Tag an derselben Stelle, im Winter und im Sommer, ein paar Schritte vom Eingang entfernt, und obwohl er nicht überall gewesen sein konnte, schien man ihn zu kennen. Jedermann schien ihn zu kennen, die Leute grüßten ihn, und wenn er sich an den Automaten neben der Kasse stellte, Zigaretten zog und Ein Glas Milch bitte und einen Kaffee sagte, suchten sie seinen Blick, und einer rückte näher heran, gab ihm Feuer und begann, aufmerksam zu werden. Es roch nach Erdnüssen und Anisschnaps, und fremde Stimmen summten über der Theke. Ich zerbiss den Strohhalm, der aus dem Milchglas hing, und sah den Hanomag draußen stehen, und aus dieser Entfernung, mit den Reflexen auf der Fensterscheibe dazwischen, wirkte er so mit der Bar verbunden, dass er dazugehörte, zu den Männern und Frauen um uns herum, zu meinem Vater und mir und den Dingen, die sich im Licht bewegten: Händen an der Kaffeemaschine, dem Zucker auf dem Tellerrand, der Tasse, dem Aschenbecher. Doch am meisten gehörte er zu dem Mann, der in seinem Overall mit dem Rücken zur Wand stand, seine Zigarette bis zu den Fingerspitzen hinunterbrennen ließ und Geschichten erzählte. Die Geschichte eines Sommers zum Beispiel, als er den Hanomag mit Kisten voller Schnecken belud. Oder die Geschichte eines anderen Sommers, als er andauernd Treppen hinunterstürzte und so lange im Bett lag, bis er seinen Job bei einem Transportunternehmen verlor. Oder die Geschichte von Manora, in die er einen Sommer lang verliebt war, die er später halb tot am Fluss fand, in dem gelben Kleid meiner Mutter. Solche Geschichten erzählte mein Vater, und alles, was er erzählte, schien es in dieser Bar noch einmal zu geben. Das spiegelte sich in den Gesichtern der Menschen, deren Blicke die Dinge ringsum lebendig machten. Komm, schienen die Dinge zu sagen, Kommt, und die Dunkelheit da draußen, wo der Hanomag stand, war wie eine Aufforderung fortzufahren, zurück auf die Straße. Da wurde mein Vater still, und sein Stillsein machte, dass alles für einen Moment erstarrte, und ich hatte das Gefühl, zwischen all den lebendigen Dingen in der Bar in die Augen von Erstarrten zu schauen, die da standen und aßen und tranken und blinde Wörter sagten.

Mich fröstelte, wenn ich anfing, darüber nachzudenken, und ich lief lieber neben meinem Vater her.

Im Hanomag hängte ich mir seine alte Armyjacke um die Schultern. Die Nacht war pechschwarz, und ich schlug den Kragen hoch. Mein Kinn schabte über die gesteppten Nähte.

He, Marilyn, schläfst du schon?

Ich bin nicht Marilyn Monroe, sagte ich.

Ich hielt meinen Kopf aus dem Seitenfenster und atmete den Fahrtwind ein. Ich hatte es gern, so zu sitzen, die Kühle da draußen zu spüren und mit unsichtbaren Dingen zu sprechen, und ich wusste, dass mein Vater mir zusah, wie ich es gern hatte. Fabriken und Felder zogen an uns vorbei und die Schatten von Häusern. Der Hanomag fuhr gleichmäßig und ruhig, man hörte nicht einmal das Summen des Motors. Mein Vater mochte das. Er mochte es, so im Licht der Scheinwerfer dahinzugleiten, er mochte die Dopplereffekte.

Die Jacke steht dir, sagte er.

Ich hatte keine Lust zu reden, also schwieg ich. Ich stellte mir vor, wie die Häuser da draußen auf etwas warteten, schlafende Häuser, die von den Scheinwerfern des Hanomag erfasst werden wollten. Ich stellte mir ihre Träume vor, die Träume von Häusern, und ich glaube, mein Vater tat das auch. Er sah mich an, und er sagte manchmal was, doch ich glaube, dass er mich deshalb mitnahm: weil er sich so was vorstellte, Dinge, die aufwachten und zu träumen begannen.

Wenn wir wieder zurück waren in der Kammer über der Molkerei, saß meine Mutter unter der Lampe am Küchentisch vor einem Berg von Broschüren und schlief. Der Winter war vorbei, im Frühjahr waren die Narzissen erfroren, es war Juli, und mein Vater hatte entschieden, in den Norden zu gehen. Und als er meine Mutter so sah, vornübergebeugt, mit ihrem Kopf auf einem angewinkelten Arm, begann er, ihre Schulter zu streicheln, und er begann zu reden. Er redete von Firmengründungen, und er begann, Laster zu beschreiben, die es bald auf den Straßen geben würde, Laster, die ›amerikanisch‹ waren, und so, wie er ›amerikanisch‹ sagte, transportierten sie Container, die die Größe von hundert Hanomags hatten. Er redete von einer neuen Generation von Nutzfahrzeugen, von erhöhter Axiallast und erweitertem Hubraum, und ich schlug in den Broschüren nach, um herauszufinden, was so ein Fahrzeug kostete. Da hob meine Mutter den Kopf, und mein Vater ließ ihre Schultern los, und als hätte sie jedes Wort im Schlaf gehört, das mein Vater gesagt hatte, schüttelte sie den Kopf. Sie begann von Geld zu sprechen. Sie sprach von Geld für die Konzession und von Geld für einen Kredit, und sie sagte, sie werde bei der Bank vorsprechen, und sie werde sich um ihre Erbschaft kümmern, das bisschen von ihrer Mutter. Sie hatte nie viel von Geld gesprochen, meine Mutter, aber an jenem Tag im Juli tat sie es. Es war kein besonderer Tag, fand ich, doch jetzt, wenn ich daran zurückdenke, glaube ich, dass ich mich irrte. Ich glaube, dass damals im Juli die ganze Geschichte begann. Alles stand bereit und wartete auf uns. Auch auf meine Mutter wartete etwas, als sie uns beiden den Rücken zudrehte, meinem Vater und mir. Das Lampenlicht blendete, und sie hielt eine Hand vors Gesicht, solange sie von Geld sprach, und auch das hatte sie selten zuvor getan. Sie hatte uns immer dabei angesehen, wenn sie von etwas sprach.

Ich glaube nicht, dass es meinem Vater um Geld ging. Nicht so, dass er wegen einer kleinen Erbschaft meiner Mutter die Entscheidung traf, in den Norden zu gehen. Er wollte den Hanomag fahren, und er machte sich Gedanken über Containerfahrzeuge, und an dem Tag, an dem wir die Stadt verließen, wo wir für eine Weile gelebt hatten, muss er sich vorgestellt haben, dass meine Mutter und er ein Paar waren, das einem kleinen Glück näher kam, mit jedem Kilometer, den der Hanomag Richtung Norden fuhr. Er lächelte sie von der Seite her an, er fuhr mit den Fingern durch ihr verwirrtes Haar, aber nicht so, dass es aussah, als denke er dabei an Geld für die Konzession. Er sah glücklich aus, und manchmal, wenn es nichts zu reden gab, neigte er für Momente den Kopf, als würde jemand zu ihm sprechen. Und vielleicht gab es etwas zwischen meiner Mutter und ihm, was nur er hörte, und vielleicht war das genau richtig für ihn. Vielleicht war aber auch alles ganz anders, und er dachte an ein kleines Glück, weil er glaubte, mit dem Hanomag stark genug zu sein, um woanders neu anzufangen, in der Nähe eines Ortes, wo man bald reich sein würde.

In der Stadt am Meer arbeitete mein Vater drei Tage in der Woche im Hafen. Er half in der Stauerei, und der Hafenmeister gab ihm ein wenig Geld dafür. Er wollte sich Zeit lassen, bis die ersten Container von den Schiffen kamen, er wollte diese Zeit nutzen und Dinge lernen, die er einmal brauchen könnte. Er wollte wissen, wie es im Hafen aussah. Er wollte wissen, was für Güter verschifft wurden. Er redete von Gewürzen, Tabak, Zucker und Kaffee. Er klopfte den Rost von den Türen der Stauerei, das war seine Arbeit, und wenn ich ihn manchmal besuchte, rief er mir zu, ich solle eine Landkarte von Amerika mitbringen, wenn ich auf meinem Weg zur Schule an der Bücherei vorbeikäme. Er schrieb sich die Namen von Städten in ein Notizbuch, die Namen von Häfen, aus denen die Schiffe kamen, TIN CAN ISLAND, COME BY CHANCE. Solche Namen schrieb er sich auf, weil ihm vor allem kleine Häfen gefielen, besonders einer am Golf von Mexiko.

CORPUS CHRISTI, sagte er, Was für ein Name für einen Ort.

Dann wandte er sich wieder der Tür in der Stauerei zu und klopfte den Rost von den Eisenrahmen. Er arbeitete gern, mein Vater, und er hatte es gern, wenn ihm einer beim Arbeiten zusah, und neben dem Hafenmeister mit seiner Strickmütze über dem Raubvogelgesicht sah er aus wie einer, der sein Leben lang nichts anderes getan hatte, als im Hafen herumzulaufen, in einer Stauerei zu arbeiten und sich Gedanken darüber zu machen, wie er an eine Konzession kam. Manchmal fuhr er den Gabelstapler, er war damals neununddreißig, und er wirkte sehr lebendig mit seinem schwarzen Haar. Ich glaube, er wollte das alles tun, weil er seinem Leben eine andere Richtung geben wollte, eine Bewegung, die ihn weiterbrachte, damit ihm einer einen Tipp gab, wie er ins Containergeschäft einsteigen könnte, und ich glaube auch, dass er das wollte, damit meine Mutter und ich es einmal gut hatten.

Wenn ich zurückblicke, jetzt, wo ich siebzehn geworden bin und ein paar Dinge besser verstehe, sehe ich, dass die Ereignisse mit tausend Einzelheiten zu tun hatten.

Wir lebten so: in einem Haus zur Miete, in zwei Zimmern über Doras Bar. Es lag an der Straße, die das Hafengelände begrenzte, neben einem Laden, in dem es das Nötigste zu kaufen gab, Brot und Milch und Öl und Tomaten. Gegenüber stand ein Kiosk mit Zeitungen aus aller Welt, und man konnte vom Fenster aus die Kräne der Werft sehen, die Docks, in denen die Rümpfe der Schiffe bearbeitet wurden. Man konnte die Rostklopfmaschine hören und das Schlagen der Eisenhämmer, und die Winde quietschte, wenn die Schranke vorm Büro des Hafenmeisters hochgedreht wurde. Tag und Nacht brannte irgendein Licht, und man konnte zusehen, wie Fahrzeuge über die Rampe fuhren, kleine Verteilerfahrzeuge, die sternförmig ausschwärmten, und weiter entfernt, auf der anderen Seite des Hafenbeckens, stieg Rauch aus den Türmen des Getreidesilos, und man konnte die Stützmauern der abgebrannten Zuckerfabrik sehen. Es war eine Wohngegend, wo die Mieten niedrig waren, und mein Vater glaubte, es sei richtig, so zu wohnen, so nahe am Hafen, weil der Ort, wo die ersten Container ankämen, bald voller Fahrzeuge sein würde, und weil bald die Straße, in der wir lebten, voller Niederlassungen sein würde, Niederlassungen mit Glasfronten und Fahrstühlen und klimatisierten Büros, in denen Agenten amerikanischer Firmen arbeiteten. Er glaubte, dass es richtig sei, dort zu wohnen, wo Ereignisse aufeinandertrafen, die eine Veränderung bewirkten, und er glaubte, dass es meiner Mutter gefallen würde, so nahe am Hafen zu leben, so nahe am Wasser, mit Doras Bar unten im Haus. Er glaubte, dass auch mir das guttäte, der Wind und das Salz in der Luft, und dass es mir nichts ausmachte, dass mir die Augen brannten, wenn ich morgens auf dem Weg zur Schule war, das alles glaubte er.

Den ganzen Sommer lang hatte ich die Zuckerfabrik vor Augen, die Stützmauern mit ihren Fensterhöhlen, die einen ungerührt anstarrten. Meine Mutter hatte keine Arbeit in der Stadt. Sie hatte in der Bücherei ausgeholfen, solange ich klein war, in den Orten, in denen wir gelebt hatten; sie hatte an der Universität Manuskripte von Doktorarbeiten in die Maschine geschrieben, und die Leute hatten sie dafür bezahlt. Sie war eine kleine Frau, mit kurzem, dunklem Haar, das über der Stirn in einem Wirbel hochstand. Sie hatte eine tiefe Stimme, tief für eine Frau, und sie konnte einem Dinge sagen, die einen nachdenklich stimmten. Sie war drei Jahre jünger als mein Vater und hatte ihn getroffen, als er mit seinem Hanomag vor der Universität stand. Sie hatte ihn gemocht, wie er da unterm Hanomag lag, mit ölverschmiertem Gesicht und aufgeschürfter Schulter, sie hatte den Wagen angeschoben und war dann mitgefahren, und von da an war sie immer mit ihm gezogen, wenn er seine Arbeit tat. Ich wusste damals noch nicht, wie sie die Ereignisse sah, als mein Vater für uns alle entschied, höher hinauf in den Norden zu gehen und in einem Hafen beim Beginn des Containergeschäftes dabei zu sein. Vielleicht fühlte sie etwas. Vielleicht fühlte sie, dass es eine merkwürdige Zeit für ihn war, in der sich sein Leben verdrehte. Dass es sein Leben zu sein schien, das nach ihm fragte. Dass seine Vergangenheit vor ihm zu liegen schien, in einer Richtung, die in eine Zukunft wies, die er kannte, und von der er zu wissen glaubte, dass sie ihm eine Chance bot, eine Chance, ein gutes Leben zu führen. Dass es jene Stadt war, wo ihm ein Platz zustand, und dass er sich diesen Ort nicht ausgesucht hatte. Vielleicht fühlte sie aber auch nicht so. Vielleicht zog sie einfach überallhin mit, weil es nichts Besonderes war, mit dem Mann, den sie liebte, überallhin mitzuziehen. Vielleicht hatte sie sich an den Gedanken gewöhnt, dort zu sein, wo sich Dinge veränderten. Aber ich glaube nicht, dass es ihr leichtfiel, in einer Stadt zu leben, die so groß war, größer als tausend Maisfelder, größer als das Stahlwerk und die Gegend um die Molkerei; größer als alle Orte zusammen, in denen sie bisher gelebt hatte; die offen war zum Meer hin, zu einem Meer, das in ein anderes überging, bevor es einen fremden Kontinent erreichte, in dem die Zeit um Stunden hinterherlief. Vielleicht dachte sie aber auch einfach, dass so ihr Leben war, mit einem Mann und einem Kind, in einer Stadt am Meer.

Natürlich gab es nicht nur die Zuckerfabrik, die einen an Zerstörung denken ließ. Andauernd gingen kleinere Dinge kaputt, und was davon übrig blieb, starrte einen in der Küche genauso ungerührt an. Meiner Mutter fiel die blaue Schale aus der Hand und zersprang auf dem Boden, und wochenlang warf sie die Scherben nicht fort. Seit ihrer Hochzeit mit meinem Vater schleppte sie diese Schale mit sich herum, von einer Kammer zur nächsten, mit allem Möglichen darin, Geldscheinen, Sicherheitsnadeln, Haarspangen, dem Kassenzettel von ihrem gelben Kleid, Garnrollen, Perlen und Stoff von einem Schirm. Es war die Zeit, als es wochenlang regnete. Man konnte kaum die Lichter über der Stauerei erkennen, und tagelang stand der Gabelstapler unbenutzt davor. Schon am Nachmittag war viel los bei Dora. Man hörte, wie Fäuste an den Spielautomaten schlugen, und man hörte Doras Hund, der im Hof an seiner Kette zog. Von der Pritsche des Hanomag tropfte der Regen, und so, wie mein Vater jeden Abend vom Containergeschäft sprach, hatte man den Eindruck, als ruhe sich alles um einen herum für eine Weile aus. Den ganzen Tag über lief das Radio. Den ganzen Tag über kreiste dieselbe Fliege um die Lampe überm Küchentisch. Da lagen die Faltblätter, die Prospekte und Broschüren, und wenn das Telefon klingelte, war der Hafenmeister dran. Sonst geschah nichts, und es blieb einem nichts anderes übrig, als herumzusitzen und von einem blauen Himmel zu träumen. Manchmal hörte mein Vater den Börsenbericht. Er sah in den Hof hinunter, wo der Hanomag stand, und er begann von Aktien zu reden. Doch meine Mutter sagte, sie halte nichts von Aktien. Sie stellte sich neben ihn und sah genauso wie er hinunter in den Hof. Sie sagte, sie halte nichts von einem Stück Papier für den Anteil an einer Gesellschaft, die sie nie in ihrem Leben zu sehen bekomme.

Der Hafenmeister verdient gutes Geld mit Aktien, sagte mein Vater, Er verdient gutes Geld mit allem. Er hat sowieso alles.

Als er sich umdrehte, war sein Gesicht einen Augenblick lang aufgewühlt. Dann kehrte wieder Ruhe ein, und er wandte sich meiner Mutter zu.

Mich hat er nicht, sagte sie.

Sie lächelte. Sie hob den Kopf, und auch mein Vater lächelte und sah meine Mutter an.

Nein, dich hat er nicht.

Ich glaube auch nicht, dass er mich je haben wird, sagte meine Mutter. Nicht der Hafenmeister, der bestimmt nicht.

Sie lachte, und sie wischte sich etwas Unsichtbares aus dem Gesicht, wie sie es manchmal tat, wenn sie von sich sprach. Dann ging sie zum Tisch und räumte die Prospekte zusammen, mein Vater half ihr dabei, und sie hörten auf, von Aktien zu reden. So gingen die Tage dahin. PREUSSAG. MAN. MAGIRUS DEUTZ. DAIMLER BENZ. SHELL.